Depression in Europa und den USA treibt Anleger in Edelmetalle und die Menschen zur Verzweiflung

Gold steigt weiter, Griechenland – Europas Aushängeschild des Versagens – sieht 30-jähriger Depression unter einem IWF-Diktat entgegen, die politische Korruption in den USA ist gigantisch, die Kluft zwischen Staatsbediensteten und privat Beschäftigten enorm…der gesellschaftliche Zusammenbruch ist vorprogrammiert

Bob Chapman, The International Forecaster, 15.09.2010

Bezüglich der staatlichen Eingriffe durch die “Arbeitsgruppe für Finanzmärkte” ist anzumerken, dass Gold im Jahresvergleich fast 16% gestiegen ist. Diese Preisanstiege hatte Gold im vergangenen Jahrzehnt jedes Jahr zu verzeichnen, was jedoch von Fachleuten und Investoren größtenteils unbemerkt von statten ging. Offenkundig müssen es einige trotzdem beobachtet haben, da der Preis ansonsten heute nicht dort wäre, wo er sich nun befindet. Rohstoffe steigen seit 11 Jahren und US-Schatzanleihen seit neun Jahren. Wie Sie wissen, verfolgen wir diese Trends, was auch der Grund dafür ist, dass Gold und Silber für unsere Leser seit Juni 2000 eine gute Investition war. In der zweiten Aprilwoche des Jahres 2000 hatten wir unsere Abonnenten gedrängt aus dem Aktienmarkt auszusteigen. Wir befanden uns zu diesem Zeitpunkt auf einer Konferenz, wo Joe Granville exakt dieselbe Empfehlung abgab.

In unserer letzten Ausgabe wiesen wir darauf hin, dass die Regierung versuchen wird bis zum 05.11.2010 – also zum Ende der Legislaturperiode und inmitten eine Umfelds von 52,4% Arbeitslosigkeit von jungen Menschen zwischen 16 und 24 Jahren – ein USD 643 Milliarden Konjunkturpaket zu verabschieden. Niemand muss die Politiker und jene, die sie kontrollieren, daran erinnern, dass es sich bei dieser demographischen Gruppe genau um diejenigen handelt, die Kriege kämpfen und Revolutionen beginnen. Die Konzerne, die dabei Steuererlässe in Höhe von USD 300 Milliarden erhalten würden, machen gerade Rekordprofite und sitzen auf über USD 1,5 Billionen an Geldreserven. Es sind dieselben Konzerne, die gerade weiterhin ihre Nettoprofite zu erhöhen, indem sie die Arbeiter auf die Straße setzen. Es liegt uns natürlich völlig fern dies politische Bestechung zu nennen, besonders jetzt, wo die Zwischenwahlen nun nur noch 7 Wochen weg sind.

Es erinnert uns daran, als der Kongress es den amerikanischen transnationalen Konglomeraten – also denselben Firmen, die in Amerika durch Auslagerungen innerhalb der vergangenen 9 Jahre 8 Millionen Arbeitsplätze vernichteten – erlaubte USD 350 Milliarden in ihr Versteck auf den Kaimaninseln zu bringen.

Das Geschäft bestand darin, dass dieses Konzerne die von ihnen geplünderten Profite zu einem Steuersatz von 5,25% wieder nach Hause zurückbringen würden, anstatt dafür die üblichen 35% zu bezahlen. Dafür sollten sie dann Arbeitsplätze schaffen. Natürlich handelt es sich hierbei um die Art von Freundschaftsgeschäften, die unsere Politiker für diejenigen ins Leben rufen, die ihre Schmiergelder bezahlen. Aktuell liegen USD 1,6 Billionen im Ausland und warten auf weitere Steuerbefreiungen.

Einige Dinge ändern sich nie und was die Regierung vorschlägt, ist einfach nur ein Mehr der alten Methoden: Eine Belohnung für diejenigen, die das Land zerstören. Wall Street sieht das natürlich ganz anderes, weil sie eine Aufmerksamkeitsspanne und einen Zeithorizont von 30 Sekunden aufweisen, also der benötigten Zeit um den nächsten Handel abzuschließen oder den nächsten Skandal zu fabrizieren. Wir waren 28 Jahren an der Wall Street und es gibt nicht viel, was wir vermissen. Gewöhnlich kommt die Regierung alle zweieinhalb Jahre mit dieser „Lasst uns unsere Herren und Meister zurückzahlen.“-Nummer an. Wenn man sich also einmal zurücklehnt und sich die Situation vergegenwärtigt, wird man feststellen, dass sich nichts geändert hat.

Eine weitere Frage ist, wohin die USD 868 Milliarden des ersten Konjunkturpakets gingen. Wir haben keine Buchhaltung oder Quellen in Washington entdecken können, die uns erklärten, dass davon noch USD 275 Milliarden übrig sind. Vielleicht sind diese Gelder in den Händen einiger Gewerkschaften gelandet.

Wo wirklich Hilfe benötigt wird, ist bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und nicht bei der Verbesserung der Gewinne transnationaler Konglomerate. Hat niemand dem Präsidenten erklärt, dass sich die wirkliche Arbeitslosigkeit auf 21,4% beläuft und die Arbeitslosigkeit bei der Gruppe 16-jähriger bis 24-jähriger bei 52,4% liegt? Das ist die Jugend, die auf die Straße geht und Revolutionen auslöst. Könnte es sein, dass wir die Wiederholung der Französischen Revolution von 1789 erleben? Das ist das niedrigste Beschäftigungsniveau für diese Gruppe seit man 1948 mit der Aufzeichnung der entsprechenden Daten begann.

Fakt ist, dass die großen Konzerne sogar noch beabsichtigen weitere Arbeiter auf die Straße zu setzen, also dieselben Konzerne, die, sollte es denn verabschiedet werden, USD 300 Milliarden an Steuererlässen erhalten, obwohl sie Billionen an Geldern halten. Auch wenn Wall Street, das Bankenwesen, die Regierung, die Ökonomen und die Analysten dies in der Tat alles für normal erachten, ist es das trotzdem nicht, sondern hier handelt es sich um eine Depression.

Die Regierung hält die Depression gemeinsam mit der Federal Reserve aufrecht. Trotz all der Bemühungen ist jede aktuell veröffentlichte ökonomische Statistik schlechter als vor knapp drei Jahren. Nichts ist in Ordnung, was auch der Grund dafür ist, dass die FED wieder quantitative Lockerung betreiben wird, dieses Mal in Höhe von fast USD 2 Billionen. Die Fakten sprechen für sich. Die Einzelhandelsumsätze sind 4% niedriger, die Eigenheimbranche beginnt 47% niedriger mit einem 12-Monats-Häuserbestand, der in Wirklichkeit noch höher ist. Das Bruttosozialprodukt ist um 1% zurückgegangen und die Beschäftigung fiel um 6% und geht weiter zurück. Wie lange wird es noch dauern, bis die Aufstände kommen?

Eine der letzten Meldungen ist auch, dass der Rekord bei neuen Kreditzusagen die Auswirkungen von notleidenden Krediten in Höhe von USD 3,1 Milliarden, die neu im August hinzugekommen sind, abschwächte. Die jüngsten Kreditausfälle wiesen fünf Kredite aus, die über USD 100 Millionen lagen. Dies trug zu einem Nettoanstieg notleidender Kredite um 23 Basispunkte bei und ließ die CMBC-Kreditausfallrate im August auf 8,48% ansteigen. Diese gigantischen Zahlungsausfälle betreffen das Innkeepers Portfolio mit USD 825,4 Millionen, Hyatt Regency, Bethesda, Maryland mit USD 140 Millionen und Lynnewood Gardens mit USD 129,5 Millionen. Mehr als 200 notleidende Kredite aus Juli in Höhe von USD 2,1 Milliarden erschienen überhaupt nicht in der Augustliste. Drei dieser Kredite lagen über USD 100 Millionen.

Fitch´s Index über säumige Kredite beinhaltet 2.931 Kredite in Gesamthöhe von USD 37 Milliarden, die seit mindestens 60 Tagen überfällig sind.

Die US-Regierung hat innerhalb der letzten 21 Monate sehr schlechte Arbeit abgeliefert. Jeder 7. Amerikaner lebt in Armut, das sind 14,3% der Bevölkerung. Die Kinderarmut ist von 19% auf 20% angestiegen. Bei der Gruppe der 18-Jährigen bis 64-Jährigen stieg die Armutsrate von 11,7% auf 12,4%. Damit stehen wir wieder am Ende der 50er Jahre, als man den Krieg gegen die Armut führte. Die aktuell veranschlagte Armutsrate stieg von 13,2% auf 15%. 40 Millionen Amerikaner erhalten Lebensmittelmarken und 45 Millionen leben in Armut. Wall Street und das Bankensystem werden gerettet, für den durchschnittlichen Amerikaner werden aber keine Arbeitsplätze geschaffen.

Die Schaffung der Europäischen Union und der Eurozone haben uns gelehrt, dass es nicht funktioniert, wenn man verschiedene Länder zu einer Gruppe zusammenschließt. Dieses hochtrabende Scheitern ist durch den Freihandel und die Globalisierung, eine Wohltat der Welthandelsorganisation, noch verschlimmert wurden. Mit all der heißen Luft zum Thema Erholung, lag das Wachstum in der Eurozone im zweiten Quartal bei 1% und das ist das höchste Wachstum innerhalb der letzten 4 Jahre. Die Steuern wurden jüngst angehoben und aufgrund massiver Schulden werden in der Eurozone gerade Austeritätsmaßnahmen implementiert, wobei das Endergebnis nur eine Depression sein kann.

Der Geldbetrag, mit dem man die Banker bezahlt, ist bei Weitem höher als der, den man zur Hilfe der Wirtschaft und Öffentlichkeit einsetzt. Die Kreditratings auf Staatsschulden werden gerade gekürzt und die Europäer kaufen aktuell wie wild Gold, Silber und Schweizer Franken. Die zehnjährige schweizerische Staatsanleihe hat jetzt eine Rendite von mickrigen 1%. Wir gehen davon aus, dass die wirkliche Frage sein wird, ob es in Europa und England noch schlimmer sein kann als in den USA. Wir haben keine Antwort darauf, aber was wir sagen können, ist, dass es überall schlimm ist.

Dann ist da noch Griechenland, Europas Aushängeschild des Versagens. Demonstrationen, größtenteils friedlich, gibt es im Überfluss, da immer mehr Arbeiter auf die Straße gesetzt werden. Die Formel des Internationalen Währungsfonds für die Kredite in Höhe von USD 140 Milliarden ist massive Austerität. Während die Menschen darben will Premierminister Papandreou, Bilderberger und Illuminist, die Steuern für Unternehmen von 24% auf 20% absenken, so dass die Konzerne wieder investieren. Das Problem dabei ist jedoch, dass, sollten sie ihre Steuerreduzierung bekommen, dies keine Garantie dafür ist, dass sie die Gelder auch nutzen werden um sie in ihre Anlagen und Ausstattung zu investieren, Forschung zu betreiben oder Arbeiter einzustellen. Und, sollte sich ersteres nur als Geplänkel herausstellen, stellt sich die Frage, ob die Konzerne die Gelder nicht einfach für sich selber einbehalten werden, was bedauerlicherweise die Erfahrung ist, die wir gemacht haben.

Das Haushaltsdefizit Griechenlands wurde innerhalb von 7 Monaten von 13,6% des Bruttosozialprodukts auf 8,1% abgesenkt, was ökonomischer und finanzieller Selbstmord ist – und alles nur um europäische Banker und Regierungen zu bezahlen, die die Kredite niemals hätten bewilligen dürfen. Rückschnitte, ja klar, aber nicht innerhalb eines solchen Zeitfensters. Die Rückschnitte hätte auf 3 oder 4 Jahre verteilt werden müssen. Man sollte hier nicht vergessen, dass diese Probleme nicht neu sind, sondern seit Jahren bestehen.

Während die Entlassungen weiter zunehmen, gehen die Steuereinnahmen zurück. 40% aller Gerichtsfälle in Griechenland drehen sich aktuell um Steuerstreitigkeiten. Genauso wie in Spanien sind in Griechenland aktuell USD 56 Milliarden an Ökoprojekten in Planung, die in einer Katastrophe enden werden. Griechenland sollte von den Bankern Abstand nehmen, die Zahlungsunfähigkeit erklären, ihre Regierung und den Internationalen Währungsfonds rauswerfen, den Euro verlassen, eine billige Drachme und Steuersenkungen einführen und innerhalb der nächsten drei oder vier Jahre die Regierungsausgaben um 30% absenken. Fünf Jahre Depression sind bei Weitem besser als 30 oder 50 Jahre unter dem Diktat des Internationalen Währungsfonds.

Wie wir bereits bei den exzessiven Konjunkturprogrammen und der anhaltenden quantitativen Lockerung sehen konnten, zwingt diese monetäre Entwertung die Mittelklasse und die Bevölkerung als Ganzes in die Regierungsabhängigkeit. Dieser Prozess zerstört die Mittelklasse auf dem gesamten Planeten. Während eine Konsolidierung in Form von Monopolbildungen stattfindet, werden die mittelständischen und kleinen Firmen aus dem Geschäft gedrängt und die Unternehmensbildung kommt zum Stillstand.

Die Steuern für Privatpersonen nehmen immer weiter zu, wie zum Beispiel die Steuern beim Verkauf von Eigenheimen oder Erhöhungen in Form steigender Gebühren auf allen Ebenen des Staates. In den USA sieht es so aus, als würden nicht die Steuersenkungen von Bush zurückgefahren, sondern stattdessen täglich neue Steuern eingeführt. Durch die Gesundheitsreform gibt es rund 19 neue Steuern und die Arbeitgeber werden 30% höhere Versicherungsprämien bezahlen müssen, außer das Unternehmen nimmt an diesem System nicht teil, wofür es dann große Strafzahlungen zu entrichten hat.

Was in Amerika passierte, ist, dass es der Privatwirtschaft nur noch deshalb erlaubt wurde am Leben zu bleiben, damit das Bankwesen fortbestehen kann und die Regierung, die Bürokraten und andere Verbrecher und Elitisten, die in Wirklichkeit das Land steuern, finanziert werden. Wer will unter solchen Voraussetzungen ein Unternehmen noch weiterführen oder ein neues gründen? Wundert es da noch, dass es nur wenig neue Arbeitsplätze gibt.

Mittelständische und kleine Unternehmen haben in Washington überhaupt keine Stimme. Wie in Deutschland während der 30er Jahre wird Amerika nun von Monopolkapitalisten gesteuert. Eine Vermählung transnationaler Konglomerate mit der Regierung ist unter dem Begriff korporativer Faschismus bekannt. Sie machen die kleinen Firmen absichtlich fertig, so wie wir es seit 65 Jahren in Europa beobachten können.

Als nächstes kommen dann die brutalen Ganoven der US-Behörde für Heimatschutz um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Diejenigen, die kein Heim mehr haben und ohne Arbeit sind, werden in Aufenthaltslager verlegt, und diejenigen, die das Regime kritisieren, wie wir, werden aus der Welt geschafft.

Die aktuelle Depression kam nicht einfach so – sie wurde exakt so geplant um die Bürger in den USA und in Europa wirtschaftlich und finanziell zu Boden zu zwingen und dadurch die Weltregierung und die Versklavung aller Menschen auf dem Planeten herbeizuführen. Man könnte dies auch den Triumpf der Parasiten nennen.

In den USA wird sich die Steuerbelastung in den nächsten Jahren mithilfe sehr hoher Einkommensteuern und der Mehrwertsteuer in Bereiche zwischen 60% und 83% aufschwingen, so wie es uns auch aus Europa bekannt ist. Unsere Industriebranche wird abwandern, genauso wie sie gerade aus Europa in die Zweite und Dritte Welt abwandert um die große sozialistische Angleichung der Verhältnisse herbeizuführen.

Die Mehrwertsteuer ist allesverzehrend und behindert letztendlich das Wachstum auf drastische Weise. Schauen Sie sich nur Europa an, diese Region ist überhaupt nicht in der Lage sich zu erholen. Ihre Bürger wurden ganz einfach zu Tode besteuert. Es geht nur um Kontrolle, das ist es, worum es bei der Weltregierung geht. Die Besteuerung untergräbt alle Anreize und daher scheitern die Länder und ihre Wirtschaften. Ein Ende staatlicher Regulierungen und Eimischung ist nicht in Sicht.

Dies führt dann zu einer kleinen Clique von Reichen, einer schrumpfenden Mittelklasse und denjenigen ohne Arbeit. Diese Kluft, so erklärt uns der US-Präsident, wird durch sein neues USD 650 Milliarden Konjunkturpaket geschlossen werden. Ob es so verabschiedet wird, bleibt abzuwarten. Wir wissen, dass die Bundesregierung der Arbeitgeber der letzten Instanz gewesen ist. Wir wissen, dass die Beschäftigten der Bundesregierung doppelt so viel Gehalt bekommen wie die Angestellten der Bundesstaaten und private Arbeitnehmer und dass es bei privat Beschäftigen dreimal so wahrscheinlich ist den Arbeitsplatz zu verlieren.

Bei den Angestellten des Bundes handelt es sich um eine privilegierte Klasse, was schließlich zu einem sozialen Konflikt führen könnte. In diesem Konflikt hätten die Angestellten des Bundes keine Siegchance. Die Kluft zwischen den Angestellten der Bundesregierung und den Beschäftigten in der Privatwirtschaft geht immer weiter auseinander. 90% der Regierungsangestellten haben lebenslange Pensionsansprüche, während nur 18% der privatbeschäftigen Arbeitnehmer auf derartiges verweisen können.

Und dann ist da noch die alles beherrschende politische Korruption auf Ebene der Bundesregierung, obwohl diese Korruption natürlich auch auf Ebene der Bundesstaaten anzutreffen ist. Die Interessen der Gewerkschaften und der Konzerne sind die treibenden hinter dieser Korruption steckenden Kräfte. In zahlreichen US-Bundesstaaten steigen alleine die Pensionsansprüche jährlich um 15%. Noch schlimmer: Es ist fast unmöglich einen Angestellten des öffentlichen Dienstes zu feuern. Was tut man, wenn man pleite und gleichzeitig gesetzlich verpflichtet ist Ansprüche auszuzahlen? Diese Probleme bleiben weiter bestehen und werden zu einem gesellschaftlichen Zusammenbruch führen. Das ist es, was der Sozialismus und Faschismus über Amerika gebracht haben und das ist garantiert nicht lustig…

Weitere Artikel zu diesem Thema