Chapman: US-Bevölkerung wird sich an Wall Street und Bankern rächen und es wird die Hölle werden

Ab Januar 2011 kracht die Wirtschaft richtig zusammen und die Kapitalspritzen der FED werden exponentiell zunehmen. Mätzchen der FED könnten direkt in die Hyperinflation führen, während Europa vom Glauben beseelt ist, dass das Schlimmste vorbei sei

Bob Chapman, The International Forecaster.com, 23.09.2010

Während man sich wieder auf eine neue Runde der quantitativen Lockerung (QE) vorbereitet, wird es immer offensichtlicher, dass QE1 ein Fehlschlag war. Die Krise verschlimmert sich immer weiter und die Aussicht auf irgendeine Art der Erholung ist Lichtjahre entfernt.

In den vergangenen drei Jahren hat man fast USD 13 Billionen, von denen wir wissen, in das Rattenloch geworfen um das Bankwesen, Wall Street, die Versicherungsbranche und ausgewählte elitistische Einrichtungen zu retten. Diese Zahl ist wahrscheinlich noch wesentlich größer. Wir werden es nie erfahren, da die im Privatbesitz befindliche Federal Reserve sich ihre eigenen Regeln aufstellt. Alles was die US-Zentralbank tut, ist ein Staatsgeheimnis. Die fünf erfolgreichen Quartale stellten sich als reine Illusion heraus. Die Gelder haben sich durch Weiterverleihungen an Finanzinstitutionen auf der ganzen Welt in Luft aufgelöst. Es gibt hier überhaupt keine Rechenschaftspflicht und die wird es auch nie geben, solange die FED nicht einer Prüfung unterzogen und eine Untersuchung eingeleitet wird.

Wir befinden uns in einer inflationären Depression und das bereits seit Februar 2009. Die gigantischen Liquiditätsspritzen haben nicht funktioniert, genauso wie sie unter derartigen Bedingungen seit Jahrhunderten versagten. Ein bankrottes Land in einem korrupten System kann man ganz einfach nicht wieder auferstehen lassen. Diejenigen, die in den USA an den Schalthebeln der US-Wirtschaft sitzen, führen die amerikanische Wirtschaft und die Finanzstruktur gerade in ein großes schwarzes Loch. Die USA und die Welt werden sich schon bald einem globalen Zusammenbruch gegenübersehen, der von den Mächten der Finsternis absichtlich so geplant wurde.

Wie gewöhnlich kam die FED viel zu spät mit ihren Abhilfemaßnahmen, was sich noch als sehr teuer herausstellen wird. Die Finanzierung der US-Schulden durch Ausländer ist eine sehr teure Angelegenheit geworden – einige springen bereits von Bord und einige nutzen ihre US-Dollars sogar zum Goldkauf. Die Spielregeln ändern sich gerade, aber werden die anderen Länder einen weltweiten Zusammenbruch riskieren, indem sie der US-Wirtschaft nicht zur Rettung eilen? Wir wissen es nicht, aber es sieht nicht besonders vielversprechend aus.

Die Monetisierung ist auf dem Vormarsch und die meisten Länder starren gebannt ins Scheinwerferlicht. Washington und New York haben ein ums andere Mal Druck ausgeübt, aber ihre Arroganz ist niemanden verborgen geblieben. Man täuscht vor alles unter Kontrolle zu haben, während die Arbeitslosigkeit weiter ansteigt und die Stabilität des Systems hinterfragt wird. Schlagzeilen mit der U3-Arbeitslosigkeit zu bringen, die bei 9,75% liegt, ist einfach nur dumm, wo sich jeder mit ein wenig Verstand nur die Arbeitslosenzahl U6 und das betrügerische Geburten/Sterbemodell von Unternehmen anzusehen braucht. Ja, die Arbeitslosigkeit liegt aktuell bei 21,6% und das ist weltweit auch für jeden sichtbar, der die Wahrheit wissen will. Die Immobilienwirtschaft befindet sich weiter im Rückgang, da der Verbraucher seine Schulden und den Konsum immer mehr zurückfährt.

Ein Großteil der Öffentlichkeit ist zutiefst beunruhigt, was durch die Vorwahlen und den Erfolg der Tea Party immer mehr nach außen dringt. Die Menschen verlangen nach Antworten, warum 14,3% in Armut leben, 44 Millionen auf Lebensmittelmarken angewiesen sind und tagtäglich immer mehr Arbeitsplätze aufgrund von Freihandel, Globalisierung und Auslagerung verloren gehen. Es ist nicht überraschend, dass die Anhänger der Tea Party Bewegung und die Sezessionisten weitreichenden Wandel in Washington verlangen, während sie gerade die grundlegende Funktionsweise des Zweiparteiensystems umgestalten. Die Menschen haben ein für allemal die Nase voll.

Sie sind sich absolut im Klaren darüber, wo die Billionen US-Dollar hingingen – dass das US-amerikanische und europäische Bankensystem mit diesen Geldern vorübergehend gerettet wurde. Das waren dieselben Leute, die das Problem erst einmal in die Welt schafften und die Öffentlichkeit wendet sich von ihnen ab, wie von einem räudigen Hund. Es ist Zeit für die Amerikaner, dass sie ihre Macht an der Wahlurne dazu verwenden diese Verbrecher aus dem Amt zu werfen.

Nach dem 02.01.2011 wird Amerika eine lahme Ente als Präsident haben und der Kongress wird handlungsunfähig sein, was ihn davon abhalten dürfte weiteren Schaden anzurichten. Das wird jedoch erst der Anfang sein, da die Menschen ihrem Ärger auf Wall Street und das Bankenwesen und später den Rest der Räuberhöhle Luft machen werden. Diese Flutwelle der Ablehnung wird erst dann richtig zum Tragen kommen, wenn die elitistischen Insider aus Rache die Aktien- und Anleihemärkte kollabieren lassen.

Denken Sie an unsere Worte – das wird innerhalb der nächsten paar Jahre passieren, während der Dollar abwertet und man die Zahlungsunfähigkeit auf die Schulden erklärt. Der Ball ist gerade erst ins Rollen gekommen und heute kann noch keiner sagen, wo er zum Halten kommen wird. Der Tempel von Wall Street und der Federal Reserve könnte durchaus bis auf die Grundfeste niedergerissen werden. Die Öffentlichkeit hat mittlerweile begriffen, dass Wall Street und das Bankwesen die FED besitzen und sie in Wirklichkeit alle Entscheidungen treffen, was auch die Ursache für all die Insiderinformationen ist. Davon profitieren sie bei nahezu jedem Handelsgeschäft. Sie können nicht verlieren, denn das Spiel gehört ihnen.

Das ist auch der Grund dafür, warum es in den letzten 18 Monaten eine Flucht aus den Aktienmärkten hin zu Anleihen, Gold, Silber und Rohstoffen gab. Ungedeckte Leerverkäufe explodieren im Umfang und die US-Börsenaufsicht, SEC, wie auch die US-Aufsichtsbehörde für Termingeschäfte, CFTC, scheren sich überhaupt nicht darum. Durch „Front Running“, also dem blitzschnellen automatisierten Handel an der Börse, finden tagtäglich Betrügereien statt. Mehr als 70% des Handels an den Börsen wird mittlerweile von Computern erledigt. Wundert es da noch irgendjemanden, dass Gold und Silber jeden Tag neue Rekorde verzeichnen und die Kongressmitglieder Weiner & Waxman eine Gesetzgebung zur Regulierung der Edelmetallhändler einbrachten, die in Wirklichkeit darauf abzielt an die Daten von Edelmetallkäufern heranzukommen? Amerika hat sich in eine Jauchegrube verwandelt.

Die Reaktion der Öffentlichkeit auf dieses Verbrechersyndikat wird atemberaubend sein. Das Glass-Steagall Gesetz wird wieder zurückkommen, wodurch erneut eine Mauer zwischen den Börsenhändlern, dem Bankwesen und den Versicherungsfirmen hochgezogen wird. Das System wird auf eine Art und Weise zerlegt werden, wie man es sich 1933 und 1934 nicht hätte vorstellen können – es wird von Fehlinvestitionen und bankrotten Banken, Handelshäusern und Versicherungsfirmen bereinigt werden. Man wird ihnen erlauben pleite zu gehen. Keine doppelten Bücher mehr.

Die FED ist für all die Schulden und das Versagen verantwortlich. Alles liegt denjenigen zu Füßen, welche die FED kontrollieren. Das sind die Leute, die das System absichtlich zum Einsturz brachten um dadurch mehr Gewinne zu generieren, sich mehr Macht anzueignen und um ihren Traum von der Weltregierung Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Illusion, dass die FED der Öffentlichkeit irgendein wirtschaftliches Wohlergehen gebracht hätte, ist vorbei und die Öffentlichkeit ist nicht bereit noch einmal darauf reinzufallen. Die Öffentlichkeit begreift, dass sie selbst wie auch das gesamte System banktrott sind und sie ist nicht sehr glücklich darüber. Jeder Versuch, den Konsum wieder anzuregen, wird zwecklos sein.

Verdeckte und offene Drohungen gegenüber der Öffentlichkeit und dem Kongress, wie wir es bei Henry Paulson und in jüngerer Zeit bei Ben Bernanke sahen, werden nicht mehr funktionieren. Die Öffentlichkeit brennt auf einen Kampf, was bedeutet, dass es auch zu einem kommen wird. Wenn diese übelwollenden Kreaturen dann Wall Street und das Bankwesen niederreißen, können Sie sicher sein, dass der 14.07.1789 in Paris im Vergleich dazu wie ein gemütliches Picknick aussehen wird.

Unsere Aristokraten sollten sich diese Botschaft besser zu Herzen nehmen oder sie werden wie die 300.000 Menschen enden, die vor so langer Zeit alle ihre Köpfe verloren. Selbst die Hölle kann nicht so wütend sein, wie ein tobender Mob. Die Elitisten wachen besser langsam auf und hören auf damit ihre Raub- und Ausbeutungsspielchen zu treiben. Sie sind jetzt am Ende angelangt.

Die europäischen Banker sind ebenfalls entsetzt, da sich nicht weniger pleite sind. Ihr Streben nach Austerität ist löblich, aber bei einem Wirtschaftswachstum von 1% erhöht man keine Steuern. Auf diese Weise kommt die Austerität aus beiden Richtungen. Diese Strategie kann nur in einer sehr harten Landung enden.

Wenigstens sind sie schlau genug zu wissen, dass es nicht funktionieren wird das Problem mit Geld zu bewerfen – ein Konjunkturpaket wird nicht funktionieren. Sie begreifen, dass das Finanzsystem vor dem Zusammenbruch steht und versuchen gerade Möglichkeiten zu finden die daraus resultierenden Unannehmlichkeiten abzumildern. Bedauerlicherweise ist das jedoch nicht möglich. Sie schnappen sich das ganze Geld und den Kredit, den sie von der FED bekommen können, sind aber gleichzeitig immer noch der Meinung, dass diejenigen, die hinter den Kulissen die USA steuern, lebensmüde sind. Wie so viele vor ihnen können die amerikanischen Eliten es einfach nicht begreifen, dass ihre Machtherrschaft vorbei ist.

Anfang 2011 werden die richtigen Kracher kommen. Trotz der verschiedenen Konjunkturpakete wird die Wirtschaft weiter einbrechen und die Arbeitslosigkeit zunehmen. Die Misere der sich tatsächlich abspielenden Ereignisse, also was im Land und auf der gesamten Welt von statten geht, wird der Öffentlichkeit über das Internet und Talk Radio immer deutlicher vor Augen geführt. Die Regierungen, Wall Street und das Bankwesen werden nur wenig öffentliche Unterstützung erhalten. Bezüglich der Schuldenfinanzierung wird die FED auf massiven ausländischen Widerstand stoßen. Als Kreditgeber der letzen Instanz werden die notwendigen Kapitalspritzen der FED exponentiell anwachsen.

Was wir dann erleben werden ist Austerität und wachsende Inflation und zwar auf einem Niveau, wie wir es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben. Das Volk wird im Hinblick auf die anwachsende Unfähigkeit der FED und der Regierung immer desillusionierter werden. Die Menschen werden immer zorniger werden, während sie begreifen, wer ihnen das alles angetan hat und warum. Deshalb ist Talk Radio und das Internet in Zukunft so wichtig. Diese Medien sind nahezu der einzige Weg, wie die Öffentlichkeit die Wahrheit bezüglich ihrer Misere herausfinden kann.

Mehr als 15% der Amerikaner erlebt gerade genau das, was die Bürger in den 30er Jahren durchmachen mussten. Die Defizite werden exponentiell anwachsen, aber damit wird man die Wirtschaft keineswegs neu gestalten. Immer mehr Gelder werden an die notleidende Bevölkerung gehen, für die sich die Suche nach Arbeit als unmögliche Aufgabe herausstellen wird, da unsere transnationalen Konglomerate die Arbeitsplätze weiterhin in Ausland verlagern werden, was die Wirtschaft noch mehr lähmt. Amerika befindet sich in einem Zustand des finanziellen und wirtschaftlichen Zusammenbruchs, der sich über Jahre hinziehen wird.

Bereiten Sie sich darauf vor, wie die Amerikaner in den 30er, 40er und 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu leben. Die Welt, die gegenwärtig US-Dollar für ihre Waren und Dienstleistungen erhält, wird nicht mehr länger bereit sein die wertlosen Schatzanweisungen, Behördenanleihen und Wertpapiere zu recyceln. Sie werden den ganzen Kram auf den Markt werfen, auf die eine oder andere Art.

Der Dollar befindet sich aktuell bei 81,32 Punkten auf dem US-Dollar Index und wird auf 74, dann auf 71,18 und schlussendlich auf 40 bis 45 Punkte fallen. Während dieses Prozesses werden der Dollar und viele weitere Währungen entwertet werden und man wird die Zahlungsunfähigkeit auf die Schulden erklären. Bei diesem Vorgang wird das Scheitern der Fiatwährungen Tag für Tag durch die Anstiege in den Gold- und Silbermärkten widergespiegelt werden, die am Ende wieder freien Marktkräften unterliegen.

In Wirklichkeit müsste keine einzige Währung abgewertet werden. Gold und Silber schafft diese Anstiege auch so. Warum glauben Sie, haben die Regierung und diejenigen, die unsere Regierung kontrollieren, den Goldpreis und den Silberpreis seit 1988 nach unten gedrückt? Gold ist das Barometer der Angst, die einzige wirkliche Währung, die niemanden irgendetwas schuldet. Gold und Silber sind die Antithese zum Fiatgeld. Sie sind die einzige Möglichkeit die Ordnung in all dem Chaos wiederherzustellen.

Auch die Probleme Europas wollen einfach nicht verschwinden. Die Renditen auf irische Staatsanleihen steigen genauso weiter an wie die von Portugal und spiegeln die Besorgnisse wider, dass sich diese Länder in einer ähnlichen Position wie Griechenland befinden könnten. Tatsächlich sind die Spreads fast wieder auf denselben Höchstständen wie im Mai dieses Jahres. Alleine Irlands Rendite sprang in der vergangenen Woche fast einen halben Prozentpunkt nach oben. Diese Ereignisse können nur bedeuten, dass sich Europa geradewegs auf erneute Probleme an den Finanzmärkten zubewegt, wobei diese Probleme dann auch Auswirkungen auf die Anleihe- und Aktienmärkte auf der gesamten Welt haben werden.

Die Märkte suchen nach Zeichen der Konjunkturbelebung. Ob dies in Europa der Fall sein wird, bleibt abzuwarten, aber diese Haltung manifestiert sich jedenfalls gerade an den europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkten. Die europäischen Anleihemärkte zeigen Zeichen der Anspannung, doch die scheinen noch nicht allzu ernst zu sein. Es sieht so aus, als würden die Märkte auf irgendein negatives Ereignis warten und das könnte von Griechenland in Form eines erzwungenen Regierungswechsels ausgehen. Darüberhinaus sind wir der Meinung, dass sich die Märkte aktuell auf einen schwachen Dollar einstellen, was bedeutet, dass Gold, Silber und Rohstoffe weiter anziehen werden.

Die meisten Internationalisten glauben, dass die politischen Entscheidungsträger der Weltregierung die Finanzsituation unter Kontrolle haben, aber nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein als diese Annahme. Wie lange glauben diese Typen, wird die Öffentlichkeit harte Austerität in Verbindung mit Inflation in den USA, in Großbritannien und in geringerem Maße in Europa tolerieren? Griechenland könnte sich wieder einmal als Treibsatz für die Probleme herausstellen, welche dann auf die gesamte Welt überspringen.

Die Fremdkapitalisierung spielt auf den Weltmärkten sicherlich eine Rolle, aber bei Weitem nicht mehr eine so gewichtige wie in der Vergangenheit. Niemand kann den Grad der Fremdkapitalaufnahme wirklich beziffern, aber wir gehen davon aus, dass diese aktuell nur noch einen Bruchteil dessen darstellt, was wir vor zweieinhalb Jahren sahen. Andererseits ist es auch so, dass die Spekulanten weltweit davon überzeugt sind, in den USA würde es zu einer weiteren quantitativen Lockerung kommen, wobei wir davon ausgehen, dass Großbritannien und Europa am Ende nachziehen werden. Der Flächenbrand wird in mehreren Phasen überspringen. Wir könnten es auch den Lemming-Vorgang nennen.

Europa ist aktuell der Meinung, dass man das Schlimmste hinter sich hat und damit liegen die Europäer daneben. Europa hat zahlreiche Probleme, die nicht gelöst worden sind, wozu auch fünf große Länder gehören, die kurz vor der Pleite stehen. Vergessen Sie nicht, dass auch Deutschland erklärt hat dazuzugehören. Keine Rettungen mehr. Knapp eine Billion US-Dollar waren genug. Wir gehen davon aus, dass viel mehr Geld benötigt wird. Wenn Deutschland an seinen Aussagen festhält, könnte dies das Ende des Euros bedeuten, der sich aktuell wieder auf USD 1,30 erholt hat, nachdem er mit USD 1,19 einen Tiefpunkt erreichte.

Sie sollten in diesem Zusammenhang auch daran denken, dass die 8-monatige Erholung des europäischen Exportmarkts aufgrund des wieder gestiegenen Euros nun auch vorbei ist. Die Anleihehändler erklären uns trotz alledem, das Schlimmste sei vorbei, aber sie haben keine wirkliche gute Erfolgsbilanz bei ihren Vorhersagen, weshalb wir ihre Aussagen ebenso skeptisch betrachten wie den Werbezirkus auf CNBC. Wir sehen Liquiditätsgefahren, die vom Aktien- und Anleihemarkt ausgehen. Selbst spekulative Papiere werden so schnell wie noch nie in diesem Jahr abverkauft. Das sind offensichtlich diejenigen, die sich den optimistischen Einschätzungen nicht anschließen, während Gold, Silber und Rohstoffe raufgehen.

Die Investoren sind auf der Jagd nach Renditen und das ist das Schlimmste, was sie tun können. Das führt immer in die Qualitätsfalle und zu Verlusten. Wir haben vor vielen Jahren unsere Lektion zu diesem Thema bereits lernen dürfen. Die FED und das US-Finanzministerium haben für diejenigen, die auf ihre Einkommen angewiesen sind, eine nicht hinnehmbare Situation geschaffen. Pensionäre, die 70 oder 80 Jahre alt sind, dürfen nicht dazu gezwungen werden Renditen hinterherjagen zu müssen.

Deflation ist mit Sicherheit ein entscheidender Faktor gewesen, welcher der US-Wirtschaft in den vergangenen 7 Jahren zugrunde lag und nur durch die Schaffung von Geld und Kredit ausgeglichen werden konnte. Das Thema ist sehr komplex und verständlicherweise ein anhaltendes Problem. Die gesamte Welt hat während dieses Zeitraums versucht die Deflation durch Inflation zu bekämpfen.

Unserer Meinung nach steht es völlig außer Frage, dass man jetzt eine höhere Inflation haben möchte und die Mätzchen der FED könnten sehr wohl in die Hyperinflation führen, noch bevor die Deflation das System überwältigen kann. Der Weg, dem wir hier folgen, könnte durchaus spannend sein, aber er wird auf alle Fälle verheerend sein. Eine stabile inflationäre Tendenz entwickelt recht rasch ein Eigenleben. Wenn die Inflation einmal als Kontrollinstrument verwendet wurde, muss man sie immer wieder einsetzen. Tut man dies nicht, bricht das System in einer Deflation zusammen.

In einem Währungsmarkt mit einem täglichen Umfang von USD 4 Billionen ist es keine leichte Angelegenheit Währungen zu manipulieren. Schauen Sie nur auf Japan, das in der vergangenen Woche 500 Milliarden Yen ausgab um den Wert seiner Währung zu senken, was jedoch so gut wie nichts brachte. Das ist ein deutlicher Hinweis auf die begrenzten Einflussmöglichkeiten der Regierungen an den Währungsmärkten. Die Regierungskontrolle nähert sich ihrem Ende.

Wir haben keine genauen Zahlen zu den Interventionsmaßnahmen der FED bei hypothekarisch besicherten Wertpapieren, besicherten Schuldverschreibungen, Staatsunternehmen und beim Schatzanleihemarkt, aber die Gesamtkosten dafür müssen sich innerhalb eines Jahres auf mindestens USD 2,2 Billionen belaufen haben, wozu noch das Konjunkturpaket kommt, womit wir dann bei USD 3 Billionen wären.

Bedauerlicherweise sieht es so aus, als müssten wir das Ganze noch ein zusätzliches Jahr, vielleicht auch die kommenden zwei Jahre weiter durchführen. Sie werden sich vielleicht fragen, wo das alles hinführen soll. Es wird einfach nur immer schlimmer werden – die Kaufkraft wird mindestens um 7% jährlich abnehmen, die Gehälter werden weiter stagnieren und die Arbeitslosigkeit ansteigen, während die Regierung und die FED nicht gegen die Deflation ankommen, selbst wenn sie USD 3 Billionen pro Jahr in den Markt pumpen. Das dürfte Ihnen eine Vorstellung von den Schwierigkeiten vermitteln, in denen wir uns befinden.

Bedauerlicherweise wird bei diesem Prozess der Dollar zerstört. Stellen Sie sich einmal vor, was passieren wird, wenn China, Japan oder Korea sich gezwungen sehen Dollars zu verkaufen. Werden wir einen Monetisierungswettstreit erleben? Natürlich werden wird das. Allianzen sind die eine Sache, die Wirklichkeit ist eine andere.

Wie wir bereits vor 17 Monaten sagten, erleben wir gerade einen Kampf zwischen dem US-Dollar und Gold über die Vorherrschaft und Gold hat bereits gewonnen. Diejenigen, die das begreifen und verinnerlichen, wissen, was zu tun ist. Diejenigen, die dies nicht tun, könnten alles verlieren.

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