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Die US-Wirtschaft ist am Ende: 11 katastrophale Langzeittrends und ihre Folgen

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The Economic Collapse, 05.10.2010

Die US-Wirtschaft wird langsam aber sicher zerstört, wobei zahlreiche Amerikaner überhaupt keine Ahnung haben, dass dies überhaupt stattfindet. Das ist zumindest zu Teilen auf den Umstand zurückzuführen, dass die Finanznachrichten sich gänzlich auf kurzfristige Entwicklungen konzentrieren. Immer wenn irgendein wirtschaftlicher Indikator ansteigt, ziehen die Finanzmärkte an und die Ökonomen freuen sich darüber. Gehen die wirtschaftlichen Statistiken jedoch nach unten, dann schlägt sich das auch in einem Rückgang der Finanzmärkte nieder und die Analysten sprechen von der Möglichkeit einer „Double-Dip“-Rezession.

Wenn man sich das Ganze hin und her so ansieht, kann man bei diesem Finanz-Pingpong buchstäblich ein Schleudertrauma bekommen. Bei guten Nachrichten springt der Ball nach oben und bei schlechten kommt er wieder herunter. Doch die Analyse von kurzfristigen Wirtschaftsstatistiken ist nicht die richtige Art die US-Wirtschaft zu analysieren. Es sind die Langzeittrends, welche die Wahrheit offenbaren. Fakt ist, dass es bestimmte zugrunde liegende Probleme gibt, welche die US-Wirtschaft Tag für Tag immer ein klein wenig mehr vernichten.

Im Folgenden werden 11 dieser grundlegenden Probleme aufgeführt. Sie können nicht bestritten werden und sie verschlechtern sich zusehends. Wenn sich diese Trends nicht wieder umkehren, und es gibt keinen Hinweis darauf, dass dies der Fall sein wird, dann werden sie nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Lebensart mit in den Abgrund reißen. Die traurige Wahrheit ist, dass die Hoffnungslosigkeit der Situation der US-Wirtschaft kaum noch überschätzt werden kann.

Langzeittrend 1 – die Deindustrialisierung der USA

Die Vereinigten Staaten werden gegenwärtig mit einer Geschwindigkeit deindustrialisiert, dass man es kaum glauben mag. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben zig Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verloren und immer mehr Amerikaner wachen nun auf und fangen an, das auch mitzubekommen.

In einer jüngst von NBC News und dem Wall Street Journal durchgeführten Umfrage wurde festgestellt, dass aktuell 69% der Amerikaner der Meinung sind, die Freihandelsabkommen hätten Amerika Arbeitsplätze gekostet. Vor zehn Jahren hatte die Mehrheit der Amerikaner noch an die neue „globale Wirtschaft“ geglaubt, zu der wir alle verschmolzen wurden. Nun hat sich das Meinungsbild jedoch gewandelt.

Doch warum haben die Amerikaner ihren Glauben an den „Freihandel“ verloren? Nun ja, es stellte sich heraus, dass das aktuelle System weder „freier Handel“ noch „fairer Handel“ ist. Zahlreiche andere Länder haben extrem hohe Schutzzölle auf US-Waren eingeführt und unverschämte Barrieren für amerikanische Produkte errichtet, während es die USA im allgemeinen jeden erlauben die Währungsraten dergestalt zu manipulieren, dass sie die Regale der US-Geschäfte mit allen möglichen Produkten überschwemmen können, die sie uns gerade uns verkaufen möchten.

Das Ergebnis ist absolut verheerend gewesen. Arbeitsplätze und Fabriken haben die Vereinigten Staaten in atemberaubender Geschwindigkeit verlassen. Die Vereinigten Staaten haben seit 2001 rund 42.400 Fabriken verloren, wobei rund 75% dieser Fabriken zum Zeitpunkt ihrer Schließung jeweils mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen.

Eine Wirtschaft ohne Produktionsbasis verfügt jedoch nicht über großartige langfristige Zukunftsaussichten. Dennoch haben unsere Politiker es zugelassen, dass die Produktionsbasis systematisch zerlegt wurde.

Ende des Jahres 2009 arbeiteten nur noch knapp 12 Millionen Amerikaner im Herstellungsbereich. Das letzte Mal als weniger als 12 Millionen Amerikaner in der Produktion arbeiteten, war im Jahre 1941. Wie sollen die Vereinigten Staaten denn auf eine hoffnungsvolle wirtschaftliche Zukunft blicken können, wenn das Land alles Greifbare verkonsumiert, selber jedoch kaum etwas produziert? Hier muss etwas getan werden.

Im Jahre 1959 stellte der Produktionsbereich noch 28% der gesamten Wirtschaftleistung der USA dar. Im Jahre 2008 belief sich dieser Anteil gerade einmal auf 11,5% und dieser Abwärtstrend setzt sich weiter fort. Selbstverständlich sind daher aktuell Millionen Arbeiter nicht in der Lage neue Arbeitsplätze zu finden. Gegenwärtig gibt es in 28% aller US-Haushalte mindestens eine Person, die nach einer Vollzeitbeschäftigung Ausschau hält, und es ist überhaupt nicht abzusehen, dass sich die Situation in nächster Zeit bessern könnte.

Langzeittrend 2 – das explodierende US-Handelsdefizit

Jeden Monat wandern zig Milliarden mehr US-Dollar aus den Vereinigten Staaten ab, als in das Land gelangen. Mit anderen Worten werden die Vereinigten Staaten jeden Monat ärmer. Das Handelsdefizit belief sich jüngst auf rund 40 bis 50 Milliarden USD pro Monat, allein die Hälfte davon kommt durch den Handel mit dem kommunistischen China zustande. Zwischen 2000 und 2009 hat sich das US-Handelsdefizit mit China fast um 300% erhöht.

Und bedauerlicherweise verschärft sich die Situation immer weiter. Ende Juli dieses Jahres ist das US-Handelsdefizit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut um 18% angestiegen. Es gibt einen Grund dafür, warum China in der Lage gewesen ist der US-Regierung fast USD 1 Billion zu leihen. Sie haben uns buchstäblich ausgesaugt. Die Vereinigten Staaten geben aktuell für jeden US-Dollar, den die Chinesen für US-amerikanische Waren und Dienstleistungen ausgeben, rund USD 3,90 für chinesische Waren aus. Das hört sich doch nach einem „fairen Handel“ an oder etwa nicht?

Laut einer neuen Studie, die vom Economic Policy Institute durchgeführt wurde, werden die USA alleine in diesem Jahr eine halbe Million Arbeitsplätze verlieren, wenn sich der Anstieg des Handelsdefizits gegenüber China mit der aktuellen Rate fortsetzt. Eine halbe Million Arbeitsplätze in einem Jahr? Und dabei wurde noch nicht einmal das Handelsdefizit mit den anderen Ländern berücksichtigt. Wir haben China buchstäblich in eine Supermacht verwandelt. Ein prominenter Ökonom sagt nun voraus, dass die chinesische Wirtschaft bis zum Jahre 2040 dreimal so groß sein wird wie die der USA.

Aber nicht nur China ist das Problem. Seit der Einführung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens, NAFTA, im Jahre 1994 haben 300.000 US-Farmen ihre Tätigkeit eingestellt.

Der Globalismus hat die US-Arbeitnehmer gezwungen mit den billigsten Arbeitskräften auf der ganzen Welt in den Wettbewerb zu treten. Das ist weder für die amerikanischen Arbeitnehmer von Vorteil, noch für Amerika.

Langzeittrend 3 – die schrumpfende Mittelklasse

Während die Arbeitsplätze weiter aus den Vereinigten Staaten flüchten setzt sich der Rückgang bei den Gehältern fort und die amerikanische Mittelklasse schrumpft in alarmierender Geschwindigkeit. Laut einer Umfrage des Jahres 2009 leben nun 61% der Amerikaner „immer oder gewöhnlich“ von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck. Im Vergleich zu 2008 (49%) und 2007 (43%) ist dies ein enormer Anstieg.

Eine stetig anwachsende Zahl von Amerikanern wäre nicht in der Lage ohne direkte Finanzunterstützung seitens der US-Bundesregierung über die Runden zu kommen. 43 Millionen Amerikaner erhalten gegenwärtig Lebensmittelmarken. Jeder 6. US-Bürger befindet sich momentan in mindestens einem Armutsbekämpfungsprogramm der Bundesregierung. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind überall anzutreffen.

Zig Millionen Amerikaner leben jetzt in Armut. Die US-Zensusbehörde sagt, dass aktuell 43,6 Millionen Menschen in Armut leben, die höchste Zahl armer Amerikaner die innerhalb der vergangenen 51 Jahre, also seit Beginn der Aufzeichnung, jemals gemessen wurde.

Langzeittrend 4 – die immer weiter zunehmende Größe der US-Regierung

Es ist völlig unerheblich, ob es sich um eine republikanische oder eine demokratische Regierung im Weißen Haus handelt – das Anwachsen des Staates ist in den vergangenen Jahren völlig außer Kontrolle geraten. Für die US-Wirtschaft stellt dies eine gewaltige Belastung dar. Die US-Regierung produziert nur sehr wenig von Wert für die Wirtschaft, kostet diese aber kolossale Mengen an Geld.

Darüberhinaus hat die Zunahme an ordnungspolitischen Vorschriften der Regierung dafür gesorgt, dass die USA zu einem sehr schwierigen Wirtschaftsumfeld für Unternehmen geworden sind. Das Federal Register, die Hauptquelle für Regulierungen der US-Regierung, hatte im Jahre 1936 gerade einmal 2.600 Seiten. Heute ist das Federal Register über 80.000 Seiten lang.

Langzeittrend 5 – der fortwährende Anstieg der US-Staatsverschuldung

Die Vereinigten Staaten haben den größten Berg an Schulden in der Geschichte der Menschheit angehäuft und jeden Tag kommt noch mehr hinzu. Laut den offiziellen Angaben aus einem Bericht des US-Finanzministeriums gegenüber dem Kongress wird die US-Staatsverschuldung dieses Jahr die Marke von USD 13,6 Billionen überschreiten und bis 2015 auf geschätzte USD 19,6 Billionen anwachsen. Haben wir wirklich vor einen USD 20 Billionen Berg an Schulden an unsere Kinder und Enkelkinder weiterzurreichen?

In Wirklichkeit ist es jedoch noch viel schlimmer: Wäre die US-Regierung gezwungen GAAP-Buchhaltungsstandards anzuwenden, so wie es alle öffentlich gehandelten Unternehmen tun müssen, dann läge das Budgetdefizit der US-Regierung irgendwo im Bereich von 4 bis 5 Billionen US-Dollar jährlich. Selbstverständlich ist diese Entwicklung weit davon entfernt sie als tragfähig bezeichnen zu können. Mit all diesen Schulden vernichten wir praktisch unsere wirtschaftliche Zukunft.

Langzeittrend 6 – die kontinuierliche Abwertung des US-Dollars

Die Federal Reserve vernichtet kontinuierlich den Wert des US-Dollars. Seit die Federal Reserve im Jahre 1913 geschaffen wurde, hat der US-Dollar über 95% seiner Kaufkraft verloren. Für einen Gegenstand, der im Jahre 1970 USD 20,00 gekostet hätte, würde man heute USD 112,35 bezahlen. Ein Gegenstand, der im Jahre 1913 USD 20,00 gekostet hätte, würde heute USD 440,33 kosten.

Die Inflation ist wie eine versteckte Steuer. Der Wert des von Ihnen besessenen US-Dollars nimmt jeden Monat ein klein wenig ab. Und nun droht die Federal Reserve auch noch damit eine weitere Runde der quantitativen Lockerung einzuleiten, so dass man davon ausgehen kann, dass der Wert des Dollars schon bald noch schneller zurückgehen wird.

Langzeittrend 7 – die Derivateblase

Eine Sache, die der „Wall Street Reform-Gesetzentwurf“ eigentlich hätte tun sollen, war es, etwas gegen die schrecklichen Missbräuche an den Derivatemärkten zu unternehmen. Stattdessen hat das Reformgesetz bezüglich der Derivate praktisch überhaupt nichts getan, vielmehr erlegte man Wall Street hunderte zusätzlicher sinnloser ordnungspolitischer Maßnahmen auf.

Die meisten Amerikaner haben keine Ahnung davon, was Derivate überhaupt sind. Im Grunde handelt es sich bei Derivaten um Nebenwetten, die über keinen ihnen selbst innewohnenden Wert verfügen. Die Derivate haben es jedoch geschafft, dass sie an der Wall Street heutzutage die Hauptrolle einnehmen. Unsere Finanzmärkte haben sich in ein gigantisches Casino verwandelt.

Der Gesamtwert aller weltweit ausstehenden Derivate wird irgendwo im Bereich von USD 600 Billionen bis USD 1,5 Trillionen veranschlagt und dank des US-Kongresses wächst die Derivateblase immer weiter an. Es ist schwer die Gefahr, welche von der Derivateblase ausgeht, zu unterschätzen. Die Bedrohung durch Derivate ist in der Tat so groß, dass Warren Buffet sie einst finanzielle Massenvernichtungswaffen“ nannte. Wenn die Derivateblase platzt, wird es auf dem gesamten Planeten nicht genug Geld geben um das Problem wieder in den Griff zu bekommen.

Langzeittrend 8 – das Gesundheitswesen

Das Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten ist völlig am Ende. Es hat sich zu einer gigantischen Profitmaschine für Krankenkassen, Pharmakonzerne und gierige Rechtsanwälte entwickelt. Die Amerikaner zahlen für ihre Gesundheit mehr als jedes andere Land in der Welt und bekommen im Gegenzug aber nur schockierend wenig.

Die Ausgaben im Gesundheitswesen sind der Hauptgrund für US-Bürger Privatinsolvenz anzumelden. Überraschenderweise haben die meisten derjenigen, die aufgrund von Gesundheitskosten pleite gehen, eine Krankenversicherung.

Das Gesundheitswesen der Vereinigten Staaten ist eine komplette Katastrophe. Die Versicherungsprämien sprengen die Budgets von zig Millionen amerikanischen Familien und trotzdem sollen sie wieder einmal angehoben werden. So haben bereits viele Krankenkassen im Land bekanntgegeben, dass sie als Reaktion auf das neue Gesetz zur Gesundheitsreform eine Erhöhung der Versicherungsprämien planen.

Aber benötigen die Krankenkassen in Wirklichkeit mehr Geld? Während der Rest der US-Wirtschaft in tiefen Schwierigkeiten steckt, haben die amerikanischen Krankenkassen ihre Gewinne im Jahre 2009 um 56% steigern können. Wenigstens geht es noch einer Gruppe in der Wirtschaft gut.

Fakt ist, dass das US-Gesundheitswesen völlig neu erfunden werden muss. Das System, das wir zuvor hatten, funktionierte nicht und Obamas neues Gesundheitssystem wird noch viel schlimmer sein. Unterdessen erstickt die Gesundheitsbranche die US-Wirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes.

Langzeitrend 9 – die Finanzmacht konzentriert sich auf immer weniger Hände

Es gab einmal eine Zeit, da verfügten die Vereinigten Staaten über ein stark diversifiziertes Finanzsystem. Heute wird die Finanzmacht aber in zunehmendem Maße in immer weniger Hände verteilt. Jede Woche gehen weitere Banken pleite. Die Zahl der Bankenpleiten befindet sich gerade auf dem besten Wege die Marke der 140 US-Banken zu überschreiten, die bereits im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden mussten. Aktuell stehen fast 900 Banken, also gut über 10% aller US-Banken, auf der Problemliste des US-Einlagensicherungsfonds, FDIC.

Unterdessen weiten die „zu groß zum Scheitern“-Banken ihre Marktanteile zusehends aus. Die „großen vier“ US-Banken (Citigroup, JPMorgan Chase, Bank of America und Wells Fargo) hielten im Jahre 2000 rund 22% aller durch die FDIC versicherten Einlagen. Bis Ende Juni vergangenen Jahres ist dieser Anteil auf 39% gestiegen.

Wenn man einen immer größer werdenden Anteil der Finanzmacht in immer weniger Hände der Elitebanken umlenkt, beschwört man damit eine Katastrophe herauf, ganz egal von welchem Blickwinkel aus man es auch betrachten mag.

Langzeittrend 10 – explodierende Korruption an Wall Street

Unser Finanzsystem hat sich in einen absoluten Korruptionssumpf verwandelt. In der Vergangenheit schrieb ich bereits ausführlich über die Korruptionsvorfälle, in die Goldman Sachs involviert gewesen ist, aber das sind bei Weitem nicht die einzigen. Fakt ist, dass praktisch täglich immer neue Geschichten über Finanzkorruption ans Licht kommen.

Bank of America, JPMorgan Chase und GMAC Mortgage haben jetzt beispielsweise in zahlreichen US-Bundesstaaten alle Zwangsvollstreckungen ausgesetzt, da es ernsthafte Bedenken im Hinblick auf ihre Zwangsvollstreckungsmethoden gibt. Aber es gibt noch viel mehr Korruption, die auch wesentlich gravierender ist. Beispielsweise sind im Verlaufe dieses Jahres die wilden Manipulationen am Gold- und Silbermarkt aufgrund von Informationen durch Brancheninsider komplett aufgeflogen – aber die US-Regierung musste sich erst in aller Öffentlichkeit lächerlich machen lassen, bevor sie überhaupt zusagte sich die Sachverhalte anzusehen.

Die Wahrheit ist, die Korruption an Wall Street ist mittlerweile zu einem so üblichen Vorgang geworden, dass es fast unmöglich ist hier auf dem Laufenden zu bleiben. Ganz egal, welchen Stein man bei Wall Street heutzutage auch umdreht, überall findet sich nur noch mehr Korruption. Aber wenn der Kern unseres Finanzsystems so unglaublich korrupt ist, wie lange wird es dann noch dauern, bis es in sich zusammenfällt?

Langzeittrend 11 – die anwachsende Ruhestandskrise, die droht Amerika in den Ruin zu treiben

Am Ende könnte Amerika auch durch die Baby-Boomer in den Bankrott getrieben werden. Den USA steht ein Tsunami an Ruheständlern bevor, der droht das Land in einem Meer aus Schulden zu versenken. Es ist eine Tatsache, dass die Amerikaner sich nicht eigenständig auf ihren Ruhestand vorbereitet haben. Eine schockierende neue Studie legt nahe, dass die Amerikaner eine Finanzierungslücke in Höhe von USD 6,6 Billionen haben um vernünftig in den Ruhestand gehen zu können.

Fakt ist, dass rund die Hälfte aller Arbeitnehmer in den Vereinigten Staaten für den Ruhestand noch nicht einmal USD 2.000 beiseite gelegt hat. Und was ist mit den Rentenansparplänen der Unternehmen? Geht es denen nicht gut? Nein. Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung stellte fest, dass die 100 größten Rentenpläne der Unternehmen Ende 2008 eine Finanzierungslücke von USD 217 Milliarden aufwiesen.

Und noch schlimmer: Die Pensionspläne der Regierungen der US-Bundesstaaten sind in noch wesentlich schlechterer Verfassung. Robert Novy-Marx von der University of Chicago und Joshua D. Rauh von der Northwestern´s Kellogg School of Management haben die Gesamtsumme der Rentenverbindlichkeiten aller 50 US-Bundesstaaten errechnet. Sie fanden heraus, dass die 50 Staaten insgesamt Pensionsansprüchen in Höhe von USD 5,17 Billionen entgegensehen, dafür jedoch nur USD 1,94 Billionen beiseite gelegt haben. Das bedeutet, dass die 50 US-Bundesstaaten bezüglich der Bedienung von Rentenansprüchen eine Finanzierungslücke in Höhe von USD 3,2 Billionen aufweisen.

Aber die größte Katastrophe von allen ist vielleicht die des US-Sozialhilfesystems. Die traurige Realität, die jeder kennt, der sich die Zahlen genauer angeschaut hat, ist, dass es sich hierbei lediglich um ein Schneeballsystem handelt und die Tage bald gezählt sind, wo dieser Betrug noch aufrecht erhalten werden kann. Laut der Budgetbehörde des US-Kongresses wird man im Jahre 2010 über das Sozialhilfesystem mehr Leistungen auszahlen, als man über die Lohnsteuer einnimmt. Das sollte eigentlich frühestens im Jahre 2016 eintreten. Ups!

Und wenn man ein wenig in die Zukunft blickt, dann wird es richtig haarig. Die aktuell prognostizierten Kosten für Sozialleistungen wie Sozialhilfe und staatliche Gesundheitsversorgung übersteigen die dafür vorgesehenen Einnahmen innerhalb der nächsten 75 Jahre um rund USD 46 Billionen. Autsch!

Es wird Zeit den Tatsachen ins Auge zu sehen. Wir befinden uns in massiven Schwierigkeiten und eine wachsende Zahl an Amerikanern fängt gerade damit an das zu begreifen. Sie mögen sich vielleicht nicht immer im Klaren darüber sein, was sich gerade im Einzelnen abspielt – aber nie zuvor haben so viele Menschen verstanden, dass hier etwas richtig schief läuft. Laut einer aktuellen Studie glauben 63% der Amerikaner, dass sich die USA auf dem falschen Weg befinden.

Und wir befinden uns auf dem völlig falschen Weg. Wir haben den großartigen Reichtum, den uns unsere Eltern und Großeltern überlassen haben, verschleudert und zerstören gerade die größte Wirtschaftsmaschinerie, die je das Licht der Erde erblickte. Wenn wir nicht gemeinsam etwas dagegen unternehmen, werden die Menschen eines Tages zurückblicken und die jetzige Generation dafür verdammen, dass sie so unglaublich dumm gewesen sind.

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