Der lange Weg zur Goldblase

Eine spekulative Blase im Edelmetallbereich gibt es aktuell nur in den Köpfen der Papiergeldsparer

Propagandafront.de, 11.10.2010

Die Finanzmedien erklären den Papiergeldsparern, dass Goldinvestoren „sehr optimistisch…oder sicherheitsbewusst“ sein müssten, wenn sie das gelbe Metall bei einem Niveau von über USD 1.350 pro Feinunze kaufen. Die Massenmedien und großen Finanzpublikationen sind recht vorsichtig, wenn es darum geht die Aussichten der Wertentwicklung für Silber und Gold zu beschreiben.

Veranschaulicht wird dies beispielsweise durch einen Artikel von Gene Epstein, der am 10.10.2010 auf der Internetseite der Finanzzeitschrift „Barron´s“ veröffentlicht wurde. Das Team von Barron´s geht davon aus, dass sich die Preise für die Feinunze Gold bis 2015 um die Marke von USD 1.500 einpendeln würden und Preissteigerungen, wie wir sie in der jüngeren Vergangenheit sahen, künftig nicht mehr zum Tragen kämen.

Nun ja, die „Experten“ in den Massenmedien lagen bezüglich ihrer Prognosen zur Entwicklung der Edelmetallpreise bisher immer falsch. Bob Chapman, seit Jahrzehnten angesehener Edelmetallexperte, schrieb dazu in seiner jüngsten Ausgabe des International Forecaster vom 06.10.2010:

„Fast alle Medien und die meisten Ökonomen, Analysten und Rundbriefautoren sind gegenüber Gold negativ gestimmt. Das sind sie bereits seit sehr langer Zeit und natürlich liegen sie damit falsch. Das hat ihre Leser Milliarden Dollars an verlorenen Möglichkeiten gekostet. Während wir diese Worte schreiben liegt Gold bei USD 1.339 und nach oben ist kein Ende in Sicht. Und das trotz der massiven ungedeckten Leerverkäufe von rund 45:1 an der LBMA, der Comex und bei den Aktien. Es steht außer Frage, dass die Geschäftsbanken und die [US-]Regierung, welche den Betrug die letzten paar Jahre anführte, gerade riesige Verluste einfahren.

Wir sollten auch nicht Silber vergessen, dass gegenwärtig mit USD 22,72 gehandelt wird – einem vollständigen technischen Durchbruch. Langfristig gesehen, geht es eigentlich garnicht besser. Aber anstelle des enormen Erfolges werden wir von den Blasen-Theoretikern geplagt, die täglich den Zusammenbruch von Gold und Silber vorhersagen.

Louise Yamada, wahrscheinlich die beste Charttechnikern der Welt, sagt, Gold ist solange in keiner Blase bis USD 5.200 pro Feinunze erzielt werden. Bei den aktuellen Inflationsraten, also der echten Inflation, müsste Gold bei USD 7.700 pro Feinunze liegen. Wir wissen nicht, wo Silber liegen würde, aber wir wissen, dass es ein wesentlich höherer Preis wäre, als der jetzige. Wall Street und das Establishment schnallen es einfach nicht…“

Chapman hatte in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass die Papiergeldwährungen und das damit in Zusammenhang stehende Pyramidenspiel des fraktionalen Reservesystems nicht ewig aufrecht erhalten werden können, zahlreiche Staaten bereits jetzt restlos pleite sind und sich künftige Währungen mittel- und langfristig nur werden halten können, wenn diese zumindest teilweise edelmetallgedeckt sind.

Dieses Meinungsbild deckt sich auch mit Aussagen des bekannten Investors und Buchautoren Doug Casey. In einem am 10.10.2010 veröffentlichten Interview von The Daily Bell erklärte er auf die Frage, ob die herrschende Elite eine Weltwährung oder neue politische Weltordnung etablieren würde:

„Gold wird die nächste Währung sein, da sich die Länder nicht untereinander oder ihren Fiatwährungen trauen können. Von daher werden sie damit aufhören die Papiere der anderen zu akzeptieren. Was werden sie also verwenden? SDRs [Sonderziehungsrechte] vom IWF? Der IWF wird innerhalb der nächsten Generation verschwinden – eines der guten Dinge, welche die Größere Depression mit sich bringt.

Die Welt wird also wieder zur Verwendung von Gold als ihrer Währung zurückkehren und das hat nichts mit irgendwelcher Zauberei zu tun, sondern rührt einfach daher, weil es von allen natürlich vorkommenden Elementen das für die Verwendung als Geld am besten geeignetste ist. Genauso wie Aluminium für den Bau von Flugzeugen am besten geeignet ist und Stahl für den Bau von Brücken am besten geeignet ist, ist Gold am besten geeignet für…eine Währung. Es ist ein großartiger Wertspeicher und ein großartiges Tauschmedium. Das wird also kommen.“

Casey spricht in diesem Interview auch davon, dass die Europäische Union und der Euro zusammenbrechen werden, da es sich bei diesen Konstruktionen um völlig künstliche Gebilde handelt, wo völlig verschiedene Länder und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in ein Zwangskorsett gepresst werden, eine Ansicht, die auch von Chapman und anderen Experten geteilt wird.

Von einer spekulativen Blase am Silber- und Goldmarkt kann – von der Preisdrückerblase durch ungedeckte Leerverkäufe der kommunistischen Zentralbanken und ihrer Helfershelfer einmal abgesehen – überhaupt keine Rede sein. Eine spekulative Blase bei Edelmetallen würde bedeuten, dass ein Großteil der Sparer, institutionellen Investoren und Marktteilnehmer Edelmetalle auch als Spekulationsobjekt erkennen würde, wovon wir gegenwärtig noch Lichtjahre entfernt sind.

Wenn es eine Edelmetallblase gäbe, wären auch die Minenaktien davon betroffen, weil Spekulanten bei den profitablen Minenbetreibern einsteigen wollten.

Laut Jeffrey Christian von der Beratungsfirma CPM Group liegen die Förderkosten für eine Unze Gold durchschnittlich bei USD 580. Einige Minenfirmen können stark unter diesem Preis fördern, andere liegen darüber. Der AMEX Gold Bugs Index, auch HUI Index genannt, der die Aktienkursentwicklung von internationalen Goldproduzenten und Gold fördernden Bergbauunternehmen ausweist, hat aktuell gerade einmal den Höchststand von Frühjahr 2008 erreicht. Von einer spekulativen Blase bei den Aktien der Edelmetallförderunternehmen kann also auch keine Rede sein.

4-Jahreschart HUI-Index - Zum Vergrößern anklicken.

Wenn Sigmar Gabriel bei Maischberger ankündigt einen „Interessenverein für sozialdemokratische Edelmetallsparer“ gründen zu wollen und Joachim Löw in TV-Dauerwerbesendungen Minenaktien und Anlagemünzen bewirbt, macht es vielleicht Sinn ernsthaft über eine Goldblase zu diskutieren.

Zur Blasenbildung hatte Casey im oben erwähnten Interview das Folgende zu sagen:

„Eine Konsequenz dieses ganzen geschaffenen Geldes ist, dass weitere Blasen entstehen werden. Ich bin mir sicher, dass eine der Blasen bei Edelmetallen sein wird; sie wird durch Angst und Gier angetrieben werden, aber auch durch Vernunft…Mit ein wenig Glück, wird das auch bei den Edelmetallaktien auftreten, aber da sind wir noch nicht. Ich habe keinen Zweifel daran, dass, bevor die Sache vorbei ist, Gold täglich um USD 100 ansteigen wird.“

Laut Casey handelt es sich bei Minenaktien um eine der volatilsten Anlageklassen überhaupt. Es kommt zu zyklischen Anstiegen, welche die Minentitel teilweise um 1.000% bis 10.000% explodieren lassen, wobei es dabei völlig unerheblich ist, ob diese Minenbetreiber tatsächlich erfolgreich sind oder nicht, da dies im Falle einer spekulativen „Manie“ dann auch keine Rolle mehr spielen würde.

Natürlich werden der Silber- und Goldpreis durch den größten finanzterroristischen Raubzug und die Ausmerzung der Mittelschicht in der westlichen Welt sowie den mit dieser Situation einhergehenden Unsicherheiten beflügelt.

Aktuell befinden wir uns in einer Ruhephase der seit 2007 anhaltenden Finanz- und Wirtschaftkrise, die sich jedoch in einigen Teilen der Welt bereits zu einer massiven Depression ausgeweitet hat und bisher über 30 Millionen Arbeitsplätze kostete.

Die Staaten der westlichen Welt haben in den vergangenen drei Jahren billionenschwere Konjunktur- und Rettungspakete für den Bankensektor und die Wirtschaft aufgelegt. Anstatt die Banken pleite gehen zu lassen und hunderte Banker und Manager aufgrund massiver Verstöße ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflichten mit aller Härte juristisch zu belangen, nannten die korrupten und kriecherischen Politiker die globalistischen Spielcasinos „systemrelevant“ und nahmen den Steuerzahler für die entstandenen und die kommenden Verluste der Banken in die Pflicht, was diese Psychopathen dann auch noch ohne jede Scham als „alternativlos“ bezeichneten. Man hat das Risiko also ganz einfach auf die Staaten – also den Steuerzahler – übertragen.

Die westlichen Sozialstaaten profitieren selbst in großem Maße von dieser Symbiose des Wahnsinns aus Banken und Staat. Die korrupten und verantwortungslosen ökomaoistischen Politiker machen von den sozialistischen Zentralbanken und dem fraktionalen Reservesystem Gebrauch, um sich an der Macht zu halten und in Saus und Braus zu prassen, als gäbe es kein Morgen, während man Mitteleuropa und Nordamerika langsam aber sicher unter Mithilfe internationalistischer Institutionen in Dritte Welt Kloaken verwandelt.

Die kurzfristigen und mittelfristigen Probleme, mit denen diese Staaten und ihre Finanzinstitute nun konfrontiert werden, sind gigantisch. Am 05.10.2010 meldete beispielsweise die österreichische Zeitung Der Standard:

„All das wäre noch kein großes Problem, würden die Banken nicht vor einem gigantisches Refinanzierungsbedarf stehen. Der IWF hat errechnet, dass die Kreditinstitute sich in den kommenden zwei Jahren vier Billionen Dollar über den Markt ausborgen müssen. Diese Refinanzierung könnte angesichts des schwierigen Umfelds und auslaufender Bankenhilfen ´für einige Banken zur Herausforderung werden`, warnt der IWF.“

Die Schuldenprobleme der Mitgliedsländer der künstlich zusammengezimmerten Eurozone sind immer noch ungelöst. Portugal, Belgien, Irland und Spanien stehen am Rande des Staatsbankrotts. Griechenland ist bereits pleite. Deutschland, Frankreich und Italien sind ebenfalls massiv verschuldet und weitere Transferleistungen der EU-Nettozahler werden wohlmöglich trotz aktuell gigantischer Propagandamaßnahmen seitens der EU sowie ihrer kriecherischen und globalistischen Lokalprovinzen nicht durchsetzbar sein.

All dies treibt den Edelmetallmarkt selbstverständlich an, weshalb man sich überhaupt nicht darüber zu wundern braucht, dass Gold letzten Donnerstag wieder einen neuen Allzeitrekord von USD 1.364,60 pro Feinunze erzielte und auch Silber mit USD 23,51 erneut ein 30-Jahreshoch markierte. Am heutigen Handelstag wurde Gold wieder um USD 1.350 pro Feinunze gehandelt und Silber befindet sich ebenfalls nördlich der Marke von USD 23.

Angesichts der panikartigen, befehlswirtschaftlich geprägten Maßnahmen der quantitativen Lockerung und den geheimen Rettungsmaßnahmen durch die westlichen Zentralbanken sowie der zentralistischen und ökomarxistischen Politik der Elitisten, ist es auch keine Überraschung, dass sich künftig immer mehr Sparer von den Lügen dieser Verbrecherbande abwenden und in physische Werte flüchten werden. Von einer Gold- und Silberblase kann dabei jedoch vorerst keine Rede sein.

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