US-Wahlen 2010: Amerikaner sind stinksauer auf ihre Amtsinhaber

12 Umfragen, die beweisen, dass das amerikanische Volk stinksauer ist, während die Zwischenwahlen herannahen

The American Dream, 29.10.2010

Das amerikanische Volk ist wütend, genauer gesagt ist es fuchsteufelswütend. In den Wochen vor der US-Zwischenwahl zeigt eine Umfrage nach der anderen, dass das amerikanische Volk gegenüber der Regierung derart aufgebracht ist, wie es nie zuvor in der jüngeren Geschichte der USA beobachtet werden konnte.

Die amerikanischen Wähler waren früher bereits wütend, aber dieses Mal ist es anders. Anstatt nur auf eine politische Partei wütend zu sein, ist das amerikanische Volk jetzt von beiden Parteien absolut angewidert. Keine der großen Parteien kann positive Zustimmungswerte vorweisen. Die Menschen sind es leid, dass die Wirtschaft am Ende ist, sie sind es leid, keine vernünftigen Arbeitsplätze zu finden und sie sind den Unsinn leid, der sich in Washington abspielt.

Beide Parteien zeigen gegenseitig mit dem Finger auf sich, aber was alle großen Umfragen in den Wochen vor den Wahlen mit aller Deutlichkeit zeigen, ist, dass das amerikanische Volk den Republikanern und den Demokraten die Schuld gibt. Wie Sie weiter unten erfahren werden, ist es in der Tat so, dass eine deutliche Mehrheit des amerikanischen Volks den Wunsch hegt, alle Mitglieder des US-Kongresses aus dem Amt zu werfen. Eine ebenso deutliche Mehrheit des amerikanischen Volkes wünscht sich eine dritte politische Partei, für die man stimmen könnte.

Wir sind an einem Punkt angelangt, wo beide politischen Parteien das Vertrauen des amerikanischen Volkes verloren haben, und wo die Reise hin geht, sei hier dahingestellt.

Es ist aber auch nicht so, dass das amerikanische Volk eine klare Vorstellung davon hat, was es eigentlich will. Die Wahrheit ist, dass die Bürger der Vereinigten Staaten bei einer ganzen Reihe von Themen zutiefst gespalten sind. Aber die eine Sache, auf die sich die amerikanischen Wähler einigen können, ist, dass sie fuchsteufelswütend sind.

Im Folgenden finden Sie 12 kürzlich durchgeführte Umfragen, die beweisen, dass das amerikanische Volk am Vorabend der Zwischenwahlen wirklich stinksauer ist:

1. Laut einer jüngst von USA Today und Gallup durchgeführten Umfrage ist nur einer von vier Amerikanern mit der Art, wie das Land regiert wird, zufrieden.

2. Die jüngste ABC News/Yahoo Umfrage stellte fest, dass sich das Vertrauen in das US-amerikanische Regierungssystem auf dem tiefsten Stand seit 36 Jahren befindet.

3. Die neueste New York Times/CBS News Erhebung fand heraus, dass über 60% der amerikanischen Wähler der Meinung sind, ihre eigenen Kongressmitglieder würden es nicht verdienen wiedergewählt zu werden.

4. Laut Gallup hatte Barack Obama während des 7. Quartals seiner Präsidentschaft eine durchschnittliche Zustimmungsrate von gerade einmal 44,7%, was ein Rekordtief für ihn darstellt. Obamas durchschnittliche Zustimmungsrate ist seit seinem Amtsantritt jedes einzelne Quartal in Folge gefallen.

5. Eine landesweite Erhebung von Bloomberg, die vor ein paar Wochen durchgeführt wurde, fand heraus, dass mehr als 40% der potentiellen Wähler, die sich einst als Unterstützer von Obama bezeichneten, ihn nun entweder weniger oder überhaupt nicht mehr unterstützen.

6. Eine absolut verblüffende Gallup Umfrage vom letzten Monat enthüllte, dass gigantische 58% der amerikanischen Bevölkerung der Meinung sind, eine dritte politische Partei sei notwendig, da die Republikaner und Demokraten bei der Vertretung des amerikanischen Volks eine derart schlechte Arbeit abliefern würden.

7. Eine neue Untersuchung der Washington Post, der Henry J. Kaiser Family Foundation und der Harvard University fand heraus, dass mehr als 40% des amerikanischen Volks der Regierung die Noten 5 und 6 geben würde.

8. CNBC führte jüngst eine Umfrage durch, wo man feststellte, dass 92% der Amerikaner die US-Wirtschaft als „mittelmäßig“ oder „armselig“ beschreiben.

9. Eine neue NBC News/Wall Street Journal Untersuchung deckte auf, dass 69% der Amerikaner der Meinung sind, die Freihandelsabkommen hätten die Vereinigten Staaten Arbeitsplätze gekostet. Nur 18% der Befragten erklärten, dass sie der Meinung seien, Freihandelsabkommen hätten mehr amerikanische Arbeitsplätze geschaffen, als dadurch verloren gegangen seien.

10. Eine Politico/George Washington University Battleground Umfrage, die vergangenen Monat veröffentlicht wurde, fand heraus, dass 63% des amerikanischen Volks der Meinung ist, dass sich die Nation auf dem falschen Weg befindet.

11. Eine jüngst durchgeführte Gallup Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass 46% der Amerikaner der Meinung sind, die US-Bundesregierung „stelle eine unmittelbare Bedrohung für die Rechte und Freiheiten der gewöhnlichen Bürger dar“.

12. Bei einer landesweiten Telefonerhebung von Rasmussen, die gerade erst fertiggestellt wurde, gaben 65% der wahrscheinlichen US-Wähler an, dass, wenn sie die Wahl hätten, sie jedes Kongressmitglied abwählen und wieder ganz von vorne anfangen würden.

Und wird sich all diese Wut nach den Wahlen auch in bedeutendem Umfang in Washington widerspiegeln?

Nein. Es gibt aktuell 435 Sitze im US-Repräsentantenhaus. Davon stehen gegenwärtig höchstens rund 100 Sitze „auf dem Spiel“ – wo also die Möglichkeit besteht, dass ein Wechsel stattfindet.

Das bedeutet, dass wir mindestens 335 genau derselben Gesichter wiedersehen werden, wenn sich das US-Repräsentantenhaus neu konstituiert. Die grausame Wirklichkeit ist, dass unser gegenwärtiges System die Amtsinhaber auf unglaublich massive Weiße bevorzugt. Innerhalb der vergangenen fünf Wahlen, sind die Amtsinhaber im US-Repräsentantenhaus durchschnittlich mit einer Quote von 96% wieder ins Amt gewählt worden.

Hätten Sie nicht auch gerne eine 96%ige Siegchance? Sicher, in 2010 werden die Dinge ein wenig anders aussehen, aber wir werden mit aller Wahrscheinlichkeit dennoch erleben, wie 80% der Amtsinhaber ihre Wahlen gewinnen werden.

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