Wall Street Journal: Mit Rand Paul zieht ein Kritiker der US-Notenbank in den Senat ein

Rand Paul hat seinen demokratischen Gegenkandidaten bei Kampf um den Senatssitz des US-Bundesstaats Kentucky geschlagen. Damit zieht ein erklärter Gegner der Federal Reserve in den Senat ein

Aaron Dykes, Infowars.com, 02.11.2010

Rand Paul ist als Gewinner aus dem Senatswahlkampf in Kentucky hervorgegangen. Wie die Umfragen vor den Wahlen bereits andeuteten, konnte Rand Paul einen Erdrutschsieg im zweistelligen Prozentbereich einfahren. Während sein demokratischer Gegenkandidat Jack Conway 44% der Stimme gewann, bekam Rand Paul 56% aller Wählerstimmen. Umfragen vor den Wahllokalen ergaben, dass 60% der männlichen Wahlberechtigten und 51% der Frauen in Kentucky für Rand Paul stimmten.

Bei dieser Wahl wird sein Sieg mit der Tea Party, dem Kampf der Republikaner gegen Präsident Obama und/oder der libertären und verfassungstreuen Bewegung in Verbindung gebracht.

Direkt nach den ersten Meldungen, dass Rand Paul laut den Hochrechnungen wahrscheinlich als Sieger hervorgehen würde, veröffentlichte das Wall Street Journal einen Artikel mit dem Titel „Rand Pauls Sieg sendet einen Kritiker der FED in den Senat“, wo man es gleich auf den Punkt brachte, was die Anwesenheit von Rand Paul im Senat bedeuten könnte, wenn sich das Wahlfieber erst einmal gelegt hat.

Phil Izzo schreibt, dass „der in den Ruhestand gehende Senator Jim Bunning, dem Paul nachfolgt, einer der größten Kritiker der FED im US-Senat gewesen ist“ und deutet darauf hin, dass Rand Paul seinen Sitz im Bankenausschuss des Senats erben könnte. Er schreibt weiter:

„Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass Paul den Platz von Bunning im Bankenausschuss des Senats einnehmen wird. Aber urteilt man nach seinen Interessen an der FED scheint es wahrscheinlich, dass Paul sich darum bemühen wird einen Platz in dem einflussreichen Ausschuss zu erlangen.“

Ohne jeden Zweifel werden sich Bernanke und andere fragen, ob es aufgrund der Wahl von Rand Paul nun zu einer verstärkten Kontrolle der US-Notenbank kommen wird. Der Vater von Rand Paul, der Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses Ron Paul, hat sich in der Vergangenheit zu einer der stärksten Stimmen gegen die Federal Reserve entwickelt, während die Wirtschaftskrise die US-Notenbank zur selben Zeit immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rückte. Die prominenten Forderungen einer Prüfung der Federal Reserve, die durch einen von Ron Paul eingebrachten Gesetzesentwurf aufgeworfen wurden, konnten eine beträchtliche Unterstützerschaft gewinnen.

Im Senat ist der von Senator Jim DeMint zur Überprüfung der FED eingebrachte Nachtrag dann jedoch blockiert worden. Jetzt könnte Rand Paul die US-Notenbank im Senat jedoch wieder zum Thema machen, was ein bedeutendes Problem für das Establishment und einen Sieg für die Graswurzelbewegung darstellt, die an der Wiederherstellung eines soliden Geldsystems interessiert ist.

Weitere Artikel zu diesem Thema


  • US-Senator Rand Paul will Establishment-Republikaner herausfordern
  • Die Tea Party hat in Washington jetzt einen Fuß in der Tür: Senator Paul erklärte, Demokraten und Republikaner hätten sich als nicht vertrauenswürdig herausgestellt, und deutete gegenüber CNN an, dass er beabsichtigt einen Tea Party Ausschuss zu gründen
  • US-Vorwahlen: Hetzkampagne zeigt keinerlei Wirkung, Ron Paul weiter auf Siegeskurs in Iowa
  • Obwohl es in den vergangenen zwei Wochen zu einer Welle an hetzerischen Angriffen von allen Seiten der Massenmedien gekommen ist, haben sich Ron Pauls Chancen, die republikanischen Vorwahlen im US-Bundesstaat Iowa zu gewinnen, nur noch erhöht.
  • Rand Paul versetzt das Establishment in absolute Panik
  • „Ich sage, sollen sie doch versuchen.“ schoss Ron Paul gestern zurück. „Bitte bringt Präsident Obama nach Kentucky. Sollen sie ihn so viel und so oft, wie sie nur können, Wahlkampf führen lassen, weil er ist unglaublich unbeliebt hier, die Politik der Demokraten ist unglaublich unbeliebt hier – also sag ich, sollen sie´s doch versuchen.“
  • Ron Paul: Überprüfung der Federal Reserve in 2011
  • Theoretisch könnte der Kongress den Federal Reserve Act sogar vollständig widerrufen, da er über die Autorität verfügt, dies zu tun. Offensichtlich hat der Kongress daher auch die Befugnis, eine Organisation einer Überprüfung zu unterziehen, die er selbst per Gesetz ins Leben gerufen hat, und es ist jetzt an der Zeit, diese Verantwortung auch wahrzunehmen.
  • Die US-Notenbank stiehlt von den Armen und gibt es den Reichen
  • Es wäre ein Fehler, zu glauben, dass QE die erste geldpolitische Maßnahme der Fed ist, die die Vermögenden auf Kosten der Normalbürger bereichert. Die Politik der US-Notenbank erfolgte schon immer zum Wohl …