Gold & Silber: Gute Entwicklungsaussichten für 2011

Propagandafront.de, 15.11.2010

Auch für das kommende Jahr scheinen die Chancen auf weitere Zugewinne am Edelmetallmarkt außerordentlich hoch zu sein. Viele Analysten gehen davon aus, dass sich der Bullenmarkt bei Gold und Silber weiter beschleunigen wird, nicht zuletzt deshalb, weil angesichts der anhaltenden Verwerfungen an den Finanz- und Währungsmärkten immer größere Teile der Öffentlichkeit Gold, Silber und Minenaktien für sich entdecken.

Ed Steer, ein angesehener Edelmetallanalyst von Casey Research, stellte am 13.11.2010 überrascht fest:

„Der HUI[-Index für Aktien von Goldproduzenten] fiel an diesem Tag [12.11.2010]um 2,81%. Berücksichtigt man jedoch die Tatsache, dass Gold an diesem Tag um 2,85% fiel, dann handelt es sich hierbei meiner Meinung nach um einen großen Gewinn, da ein Rückgang des Goldpreises in dieser Größenordnung in der Vergangenheit zu einem zwei bis dreimal so großen Verlust des Aktienwerts geführt hätte.“

Diese Entwicklung ist jedoch nicht weiter verwunderlich. Nehmen wir beispielsweise das Gemeinschaftsprojekt vom Staatssender MDR-Info und der Saalesparkasse, die seit vielen Jahren ein Musterdepot betreiben und wöchentlich kommentieren. Die Verantwortlichen der Saalesparkasse hatten mit den bescheidenen Renditen und den farblosen Aktientiteln in der Vergangenheit die Lacher immer wieder auf ihrer Seite und bei der interessierten Zuhörerschaft von MDR-Info für viele heitere Stunden an erstklassiger Unterhaltung gesorgt.

In den letzten Wochen hörten sich die Kommentare zum Musterdepot jedoch so an, als würde man sich gerade Exklusivinterviews der Goldbullen auf Kitco.com zu Gemüte führen. Der Vertreter der Saalesparkasse, Hubert Lorbach, freute sich am 13.11.2010 wie ein kleines Kind, dass der „Rohstoffgigant“ BHP Billiton kurzfristig um 7% und seine ebenfalls erst vor kurzem ins Depot genommenen Goldminenaktien von Newmont Mining sogar um 10% zulegen konnten.

„…diese Woche war eine explosive Preisentwicklung bei Silber, die hat mich jetzt doch sehr vorsichtig gemacht. Die Charttechnik, also der Blick auf die Grafik des Silberpreises, der geht sozusagen senkrecht nach oben, das hat mir Unbehagen bereitet. Der Kauf, der wäre in diesem Moment, glaube ich, nicht ganz gut zu begründen gewesen, das war einfach zu steil nach oben, da muss man warten.

…der [Kauf eines Silberwertes] ist in der Tat erst aufgeschoben. Silber gehört ins Depot, in bin sehr stark von Silber überzeugt.“

so Herr Lorbach, dessen Musterdepot man künftig wohl Kaufkrafterhalt zubilligen muss, sollte er seine Drohungen wahrmachen und Kurs halten. Natürlich sind Aktienanleger immer auf der Suche nach guten Renditen, da stößt man automatisch auf die Edelmetallproduzenten. Im Folgenden finden Sie einen Vergleichschart, der das mögliche Entwicklungspotenzial von Minentiteln verdeutlichen soll:

Auch die Bildzeitung ist von physischem Silber überzeugt und erwartet heftige Preissteigerungen. Als Autorität unter den Kultur- und Realitätsschaffenden, braucht das meistgelesene Boulevardblatt dies noch nicht einmal zu begründen, sondern schafft einfach Fakten.

Während die Massenmedien und einschlägigen Finanzpublikationen die vergangen 10 Jahre auf Edelmetallinvestoren eindroschen, wird dieselbe Journaille langsam zunehmend offener gegenüber den Vorteilen der bewährtesten Währungen der Menschheitsgeschichte. Dies dürfte in den kommenden Monaten zu einer weiteren Zunahme der ohnehin bereits starken Nachfrage nach Edelmetallen führen, bei der neue Schichten von Papiergeldsparern und Anlegern angesprochen werden, die sich bisher mit Gold und Silber überhaupt noch nicht auseinandergesetzt hatten und nicht zuletzt auch durch das EU-Staatsschuldendebakel und die Gelddruckorgien der US-Notenbank in die sicheren Häfen des gelben und weißen Metalls getrieben werden.

Unterdessen gehen die Analysten und Edelmetallexperten auch weiterhin von exorbitanten Preissteigerungen aus. Ed Steer veröffentlichte eine erhellende Grafik zum Dow/Gold-Verhältnis der vergangenen 200 Jahre unter besonderer Berücksichtigung des Weihnachtsputsches der Federal Reserve im Jahre 1913, die nicht nur für Charttechniker interessant sein dürfte. Die Internetseite The American Dream erklärte zur Machteinsetzung der Bankster:

„Man brauchte ein paar Jahre, aber 1913 bekamen die internationalen Banker dann endlich ihre Zentralbank…Am 22.12.1913 stimmte der US-Kongress mitten in der Nacht, zwischen 01:30 Uhr und 04:30 Uhr, für den Federal Reserve Act, mit dem die Federal Reserve ins Leben gerufen wurde… Ein bedeutender Teil des US-Kongresses lag zu diesem Zeitpunkt entweder im Bett oder die Abgeordneten waren bereits bei ihren Familien, um die Weihnachtsfeiertage zu begehen.“

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„Vor gerade einmal drei Jahren, als ich für Casey Research zu schreiben begann, lag Gold unter USD 800 und Silber unter USD 14. In drei Jahren werden wir bei diesen Metallen Preise haben, die Sie, ganz ehrlich, nicht glauben werden.“

so Steer über die Entwicklungsaussichten für Edelmetalle innerhalb der nächsten 36 Monate. David Morgan von Silverinvestor.com und James Turk, Gründer der Gold Money Foundation, sehen den Silberpreis innerhalb der nächsten 3 bis 5 Jahre auf USD 400 klettern und rechnen mit einer Steigerung des Goldpreises auf USD 8.000 pro Feinunze:

„ David Morgan: ´Wenn man in der Geschichte zurückblickt, dann versteht man, dass sie sich wiederholt, wenn auch nicht exakt. Aber Silber hat 50 [USD pro Feinunze] erreicht – ja, es war ein Ereignis innerhalb eines einzigen Handelstages, ja, die Gebrüder Hunt waren massiv im Markt, und ja, es waren auch einige Araber mit dabei. Aber die Fakten sind, was sie sind. Silber erreichte diesen Preis und zu jener Zeit gab es 1,6 Milliarden Unzen mehr an physischem Silber als heute. Und zu jener Zeit, waren es eigentlich nur US-Investoren, die sich über eine Währungskrise oder die Inflationsrate während der Carter-Regierung Sorgen machten. Also anstatt zu sagen, ´Welchen Silberpreis werden wir bekommen?`, drehe ich die Frage um. Wenn heute nur ein Viertel des physischen Silbers für Investments zur Verfügung steht wie im Jahre 1980, und nicht nur Herr Hunt im Markt ist, sondern man auf dem ganzen Planeten Leute hat, die nun Silber kaufen können, was ihnen in den 70ern und 80ern nicht möglich war, und 50 die alte Marke war und man jetzt vielleicht 5-Mal so viele Investoren hat…Was glauben Sie, wo der Preis dann enden wird?`

James Turk: ´Nun ja, mein Langzeitausblick ist, dass Gold bis 2013, 2015 auf USD 8.000 pro Unze gehen wird, und wenn man akzeptiert, so wie ich es tue, dass das [Gold/Silber-]Verhältnis fallen und unter 20 gehen wird, selbst wenn man das Verhältnis mit 20 annimmt, bedeutet das bei USD 8.000 für Gold USD 400 für Silber…in 2003 lag Gold bei rund USD 350 pro Unze und in 2003 brauchte man 10 USD um dieselbe Kaufkraft zu erreichen, die der eines USD 1 im Jahre 1971 entsprach. Wenn Gold also von USD 35 auf USD 800 gehen kann, könnte es inflationsbereinigt auch von USD 350 auf USD 8.000 gehen…“

Da künftig immer mehr Papiergeldsparer, die sich mit dieser Thematik zuvor noch nicht auseinandergesetzt haben, darüber nachdenken in Edelmetallmärkte zu gehen, um an den Profiten zu partizipieren und ihr Vermögen vor den düsteren geld- und finanzpolitischen Machenschaften der Politmafia und der Zentralbankster zu schützen, sei an dieser Stelle nochmals auf zwei wichtige Regeln für Edelmetallanleger hingewiesen.

Die wohl wichtigste Regel lautet: Was man nicht anfassen kann, gehört einem auch nicht.

Der Silberanalyst und Buchautor Thorsten Schulte wies in einem kürzlich veröffentlichten Artikel noch einmal eindringlich auf die Marktmanipulationen im Gold und Silberbereich durch Leerverkäufe und andere betrügerische Methoden hin und warnte die Leser: „Bei alledem kann ich uns alle nur dazu aufrufen, physisch in Silber zu investieren und dem Markt damit das Edelmetall zu entziehen.“

Will man in Gold und Silber investieren, sollte man sich nicht mit irgendwelchem Papiergold zufrieden geben, sondern vielmehr auf physische Auslieferung bestehen. Sollte es aufgrund einer erhöhten Systeminstabilität an den globalen Finanzmärkten zu explosiven Kurseruptionen bei Gold und Silber kommen, wird sich schnell herausstellen, dass ein Großteil der aktuellen Handelsmärkte reiner Betrug ist und die Mehrheit der Auslieferungsversprechen beim Papiergold und Papiersilber aufgrund von substantieller Unterdeckung garnicht bedient werden kann.

Der Edelmetallanalyst Adrian Douglas warnte in diesem Zusammenhang bereits im Sommer dieses Jahres eindringlich davor, auf Edelmetallwertpapiere hereinzufallen und sich besser ausschließlich physischen Gold- und Silberinvestitionen zuzuwenden:

„Der [in den 60er Jahren ins Leben gerufene] Londoner Goldpool scheiterte, da er nicht genügend Gold hatte um die Nachfrage zu befriedigen. Zu jener Zeit war der Papiermarkt nicht so vorherrschend. Im Gegensatz dazu ist es der Verkauf riesiger Mengen an Papiergeld, mit dem es dem Goldkartell gelang, den gegenwärtigen Drückungsplan unter Kontrolle zu halten. Aber dadurch haben sie unabsichtlich auch gleich die Saat ihres eigenen Niedergangs gesät.

Ich schätze, dass für 45 Unzen Gold, die an nicht zugewiesene Konten verkauft worden sind, je 1 Unze an Gold in den Tresoren lagert. Wenn nur ein Bruchteil dieser Investoren ihr Gold einfordert, wird es auf die Edelmetallbanken einen Ansturm epischen Ausmaßes geben. Wenn 45 Forderungen damit beginnen sich nach 1 Unze Gold umzusehen, wird der Preisanstieg des physischen Goldes atemberaubend sein.

Wenn man Eigentümer nicht genau zugewiesener Edelmetalle ist, hat man eine Forderung auf rund 2,3% von dem, was man glaubt zu besitzen…“

Eine weitere wichtige Regel bei Edelmetallinvestments ist, dass der Ausstiegszeitpunkt bei Weitem nicht so wichtig ist, wie der Zeitpunkt des Einstiegs. Der berühmte Investmentstratege und Buchautor Robert Kiyosaki erklärt dazu:

„Sie und ich halten Silber zu einem sehr guten Preis, aber worüber ich mir Sorgen mache, sind die Typen, die einsteigen, wenn Gold – sagen wir mal – USD 3.000 Dollar überschritten hat…Sie müssen cleverer sein. Wovor ich mich aktuell fürchte, ist, dass etwas eintreten wird, was sie ´parabolisch` nennen, wenn Gold USD 3.000 überschreitet, und dann jeder [in den Markt] hineinkommt, dann werden sie wieder abgezockt…das passiert jedes Mal, das passierte vor einer Weile im Immobilienmarkt…

Es geht nicht darum, wann man [aus der Blase] rausgeht, es geht darum, wann man reingeht. Die Profite werden beim Kauf gemacht. Gold bei USD 1.300, USD 1.500, USD 2.000 – ich würde sagen, dass ist kein schlechter Kauf. Ich habe eine Menge Gold und ich habe eine Menge Silber, ich warne die Menschen bloß davor, dass sie nicht zu spät einsteigen sollten.“

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