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US-Dollar, Euro oder Yen – welche Währung bricht als erstes zusammen?

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The Economic Collapse, 21.01.2011

In 2011 waren die Währungsmärkte extrem spannend. Der Yen, der US-Dollar und der Euro gerieten allesamt ins Rampenlicht. Jede dieser Währungen hatte zu verschiedenen Zeiten mit wilden Schwankungen zu kämpfen, wobei sich im Allgemeinen sagen lässt, dass das Vertrauen in die Papierwährungen immer weiter schwand.

Der Hauptgrund ist die Schuldenkrise, die mittlerweile den gesamten Planeten überzogen hat. Die Vereinigten Staaten, Japan und eine ganze Reihe europäischer Länder versinken gerade in einem Schuldenmeer. Die USA und Japan marschieren geradewegs in Richtung Pleite, und einige europäische Länder hätten bereits die Zahlungsunfähigkeit auf ihre Schulden erklären müssen, wären sie nicht gerettet worden.

Es stellt sich daher die Frage, welche dieser Währungen als erstes zusammenbrechen wird. Wird es nur eine Währung sein, die noch vor Ende dieses Jahres einbricht, oder wird es gleich mehrere große Währungen erwischen? Werden wir erleben, dass die anderen Währungen wie Dominosteine zu Boden gehen, wenn die erste große Währung abstürzt?

Fakt ist, dass es in der Geschichte der Menschheit bisher noch nie eine Schuldenkrise gab, die derartige Ausmaße angenommen hat. Fast die gesamte Welt versinkt gerade in Schulden, was uns bisher bereits bis an den Rand einer Finanzkatastrophe führte. Um die Frage zu beantworten, welche der Währungen dieser Welt als erstes zusammenbrechen wird, sollten wir zunächst einen Blick auf den Yen, den Euro und den US-Dollar werfen:

Der Yen

Japan hat die drittgrößte Wirtschaft der Welt und ist gegenwärtig völlig überschuldtet. Mit weit über 200% hat die japanische Regierung das mit Abstand größte Schulden/BSP-Verhältnis aller großen Industrieländer. Es wird geschätzt, dass der riesige Schuldenberg der japanischen Regierung einer japanischen Prokopfverschuldung von rund JPY 7,5 Millionen (EUR 67.000) entspricht.

Und warum musste Japan noch nicht den Bankrott erklären? Nun ja, einer der Hauptgründe ist, dass Japan über eine der höchsten Sparquoten auf dem Planeten verfügt und die Japaner in der Vergangenheit immer außerordentlich glücklich darüber waren, riesige Berge an japanischen Staatsanleihen zu außerordentlich niedrigen Zinssätzen anhäufen zu können.

Nichtsdestotrotz hat die Ratingagentur Standard & Poor´s bereits davor gewarnt, dass sie gezwungen sein könnte, die Bonitätsnote von Japan zu senken, sollten die Schulden weiter zunehmen. Wenn es hier zu einem Vertrauensverlust kommt, werden auch Japans Zinssätze steigen.

In Japan wird es also an irgendeinem Punkt zu einem Finanzzusammenbruch kommen, aktuell halten sie sich jedoch noch über Wasser.

Der Euro

Verschiedene europäische Länder hätten bereits die Zahlungsunfähigkeit auf ihre Schulden verkünden müssen, wenn sie nicht gerettet worden wären. Griechenland, Portugal, Irland, Italien, Belgien und Spanien befinden sich gegenwärtig alle auf gefährlichem Terrain. Bei einigen dieser Länder wurde das Kreditrating bereits heruntergestuft.

In den letzten paar Monaten kam es zu sehr starken Anstiegen bei den Zinssätzen auf europäische Staatsanleihen. Es wird also für viele dieser Länder langsam richtig teuer, neue Schulden aufzunehmen. Der Zinssatz für 10-jährige griechische Staatsanleihen stieg in 2010 alleine innerhalb eines Monats von 6% auf 13%.

Es ist eine Tatsache, dass selbst Länder, die sich nicht in unmittelbarer Gefahr befinden, die aktuelle Situation schmerzlich zu spüren bekommen. So sind beispielsweise die Kosten für Kreditausfallversicherungen auf französische Staatsanleihen am 20.12.2010 auf ein neues Allzeithoch gestiegen.

Aktuell gibt es alle möglichen Gerüchte darüber, dass weitere europäische Länder gerettet werden müssen. Professor Willem Buiter, der Chefökonom von Citibank, warnte davor, dass eine ganze Reihe von EU-Ländern in den nächsten paar Monaten vor dem finanziellen Zusammenbruch stünde, sollte hier keine schnelle Rettung erfolgen: „Der Markt wird nicht warten, bis sich die EU-Behörden im März zusammenfinden. Einige Staaten und Banken könnten untergehen. Sie nehmen das viel zu locker.“

Und wo nimmt man das Geld für all diese Rettungen her? Nun ja, ein großer Teil kommt aus Deutschland und ein weiterer bedeutender Betrag kommt aus den Vereinigten Staaten. Doch werden die reichen Länder wie Deutschland wirklich gewillt sein, auf immer und ewig hunderte Milliarden an Euros in diese schwarzen Finanzlöcher zu werfen?

Es gibt bereits einige prominente europäische Politiker, die fordern, dass die Größe des „europäischen Rettungsfonds“ auf rund USD 2 Billionen verdoppelt wird. Andere Analysten gehen davon aus, dass man mindestens USD 4 Billionen bis USD 5 Billionen benötigt, um alle notleidenden europäischen Länder zu retten.

Wie dem auch sei, die Wahrheit ist, dass die Situation rund um den Euro wirklich schlimm ist. Wenn die Rettungsmaßnahmen irgendwann eingestellt werden, dürften die Staatsbankrotte ihren Lauf nehmen.

Der US-Dollar

Die Vereinigten Staaten sind das Land mit der größten Staatsverschuldung auf dem Planeten. Erst kürzlich wurde die Marke von USD 14 Billionen durchbrochen, und jetzt ist man nicht einmal mehr USD 300 Milliarden von der seitens des Kongress festgelegten Schuldenobergrenze in Höhe von USD 14,294 Billionen entfernt.

Sollte der Kongress die Schuldenobergrenze nicht erneut anheben, dürfte die US-Regierung schon bald die Zahlungsunfähigkeit auf ihre Schulden erklären. Natürlich geht jeder davon aus, dass der US-Kongress die Schuldenobergrenze wieder anheben wird, genauso, wie es in der Vergangenheit auch immer der Fall gewesen ist.

Die US-Politiker werden dennoch nicht ewig so weitermachen können wie bisher. Aktuell ist die US-Staatsverschuldung 14 Mal so hoch als noch vor 30 Jahren. Jeder Mensch in der Welt fängt nun an zu begreifen, dass die Schuldenlast noch nicht einmal im Ansatz zu bewältigen ist. Die Investoren beginnen nun, immer zurückhaltender zu werden, wenn es darum geht, den Vereinigten Staaten noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Die US-Notenbank Federal Reserve hat sich bereits dazu genötigt gesehen, einzuschreiten und immer größere Mengen an US-Staatsanleihen „aufzukaufen“.

Die Renditen für US-Staatsanleihen sind in den vergangenen Monaten wieder angestiegen und könnten am Ende zu einem Riesenproblem werden. Und warum? Nun ja, die traurige Wahrheit ist, dass die Staatsanleihen der US-Regierung immer kürzere Laufzeiten aufweisen.

Aktuell beläuft sich die durchschnittliche Fälligkeit von US-Staatsanleihen auf 4,4 Jahre. Das ist der kürzeste Zeitraum für die durchschnittliche Fälligkeit von Staatsschulden unter allen Industrieländern, und es bedeutet, dass die US-Regierung dazu gezwungen, fortwährend riesige Mengen an Schulden überzurollen.

Im Vergleich dazu beläuft sich beispielsweise die durchschnittliche Fälligkeit der Staatsschulden Großbritanniens auf rund 13 Jahre. Es ist ganz offensichtlich, dass den Briten aufgrund dessen wesentlich mehr Handlungsspielraum zur Verfügung steht als den USA.

Für die Vereinigten Staaten könnte die Lage fatal werden, sollten die Zinssätze steigen.

Würden die Zinssätze für US-Staatsanleihen auf durchschnittlich 7% steigen, müsste man bereits für die Zinslasten rund 45% der jährlichen US-Steuereinnahmen aufwenden. Ja genau – zu diesem Zeitpunkt wäre das Spiel bereits vorbei.

Die Vereinigten Staaten können aber im Gegensatz zu den einzelnen Ländern der Eurozone mithilfe der US-Notenbank einfach mehr Geld drucken. Den Eurozonenländern steht diese Möglichkeit bedauerlicherweise nicht zur Verfügung. Deshalb geht auch eine steigende Zahl von Analysten davon aus, dass der Euro als erstes einbricht und abfackelt. Aber wir werden abwarten müssen.

Es gibt auch viele, die der Meinung sind, dass die höchsten politischen Entscheidungsebenen sogar wollen, dass der US-Dollar, der Euro und der Yen zusammenbrechen. Warum? Nun ja, viele dieser Personen und Gruppen, die uns auch das Nordamerikanische Freihandelsabkommen, die Welthandelsorganisation, den Internationalen Währungsfonds und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bescherten, sind der Meinung, dass es eine ganz wundervolle Sache sei, wenn wir alle eine Einheitswährung für den gesamten Planeten hätten.

Das geschaffene „Chaos“, das beim Zusammenbruch der bestehenden Währungen entstünde, könnte als perfekte „Gelegenheit“ dienen, um diese großartige „Lösung“ anzubieten, ein Konzept, auf dessen Verwirklichung sie ohnehin bereits seit langem hoffen.

In der Vergangenheit waren Spitzenpolitiker und Finanziers auf der ganzen Welt immer sehr offen, wenn es um die Tatsache ging, dass eine Weltwährung im Anmarsch ist. Leute wie George Soros sprechen völlig unverblümt über eine derartige Entwicklung. Die Vereinten Nationen erklären bereits seit geraumer Zeit in aller Öffentlichkeit, dass der US-Dollar durch eine neue Weltwährung ersetzt werden muss. Vor wenigen Tagen erklärte der chinesische Präsident Hu Jintao, dass „das aktuelle internationale Währungssystem ein Relikt der Vergangenheit“ sei.

Und werden die Amerikaner sich einfach zurücklehnen und akzeptieren, dass ihr Dollar durch eine neue Weltwährung ersetzt werden?

Bedauerlicherweise scheint es so zu sein, als wären die meisten Amerikaner tatsächlich gewillt, mehr oder weniger allesmögliche zu akzeptieren, Hauptsache die Situation würde sich dadurch wieder „normalisieren“.

Sollte die Weltwirtschaft zusammenbrechen – und es gibt bereits eine ganze Reihe von Anzeichen, dass wir am Rande eines solchen Kollapses stehen – wäre das amerikanische Volk dann bereit, sich vom Dollar zu verabschieden, wenn die Politiker der beiden großen Parteien ihnen erklärten, dass eine neue Weltwährung die Antwort auf unser Probleme wäre?

Hoffentlich wird das amerikanische Volk aufwachen und begreifen, dass die „Globalisierung“ gegenwärtig fast alles, wofür Amerika steht, in atemberaubender Geschwindigkeit vernichtet. Heutzutage identifizieren sich zahlreiche unserer Kinder und Jugendlichen bereits eher als „Weltbürger“ anstatt als „Bürger der Vereinigten Staaten“.

Wenn es zum Zusammenbruch des US-Dollars kommen sollte, wäre es von absolut entscheidender Bedeutung, dass wir auch weiterhin unsere eigene Landeswährung haben würden. In der US-Verfassung ist irgendeine Art von „Weltwährung“ jedenfalls nicht vorgesehen. Wenn wir es den Globalisten erlauben, uns tatsächlich eine echte Weltwährung aufzuzwingen, dann wäre dies ein riesiger Schritt in Richtung eines totalitären Eine-Welt-Systems.

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