Bundeswehrreform – Deutschland ist nicht verteidigungsfähig

Obschon von Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts militärisch keine Gefahr mehr ausgeht, befindet es sich im Hinblick auf potenzielle Waffenkonflikte aufgrund seiner geographischen Lage in einer äußert prekären Situation. Die heutige und künftige Bundeswehr ist nicht in der Lage, die Sicherheitsinteressen des deutschen Volks zu garantieren

Propagandafront.de, 20.05.2011

Deutschland ist im Kriegsfall nicht verteidigungsfähig. Aktuell verkriecht sich das BRD-Regime hinter seinen behaupteten internationalen Bündnisverpflichtungen und den seitens der USA vorangetriebenen Plänen eines Raketenschutzschildes, der angeblich vor Angriffen mit ballistischen Raketen seitens diverser „Schurkenstaaten“ dienen soll.

In Wirklichkeit ist der Raketenschutzschild geplant, um russische Nuklearwaffen bereits in ihrer Startphase, noch bevor sie außer Reichweite gelangen, zerstören zu können.

Man kann von Russland viel behaupten, aber eins sind die Russen sicherlich nicht: Faul bei neuen Militärentwicklungen und Militärinvestitionen. Die Russen verfügen nach wie vor über ein modernes Atomwaffenarsenal, das in den letzten 2 Jahrzehnten technologisch weiter verfeinert wurde.

Die Raketenabwehrpläne der USA werden beispielsweise durch die russische Rakete Topol-M vereitelt. Topol-M ist eine hochmobile – und damit praktisch nicht abzuwehrende – ballistische Interkontinentalrakete, welche selbstverständlich mit Mehrfachsprengköpfen versehen werden kann.

Die Russen geben immer wieder gerne vor, dass militärisch nicht alles so laufen würde, wie sie sich dies vorstellen. Als jüngst angeblich wieder einiges bei der russischen Militärproduktion schief ging, erklärte der russische Präsident Dmitri Medwedew:

„Ich bin mir sicher, dass sich zu einer anderen Zeit bereits die Hälfte der hier Anwesenden mit körperlicher Arbeit an der frischen Luft befasst hätte…Man muss für die übernommenen Verpflichtungen die Verantwortung tragen. Sonst sehen wir absolut unmöglich aus…Jetzt möchte ich wissen, warum dies passiert ist, wer und wie dafür bestraft wurde.“ [Hervorhebungen hinzugefügt]

Russland ist berüchtigt dafür, seine wichtigsten Militärentwicklungen und –stützpunkte außerhalb der Sichtweite ausländischer Kräfte zu stationieren. Das Land verfügt über riesige unterirdische Anlagen. So gehen Sicherheitskreise davon aus, dass sich beispielsweise im Uralgebirge zahlreiche unterirdische Militäranlagen der russischen Armee befinden. In einigen dieser Anlagen soll auch Atomwaffenforschung betrieben werden.

Der Raketenschutzschild, den die NATO zum Zwecke einer „echten strategischen Partnerschaft“ mit Russland bis zum Uralgebirge ausdehnen will, erfreut sich daher bei den Russen ungeheurer Beliebtheit. So zeigte sich der russische NATO-Botschafter, Dmitri Rogosin, am Montag vor der Staatsduma hellauf begeistert, wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete:

„Russland wolle verstehen, warum die Standorte so und nicht anderes gewählt werden. Wenn laut der Nato die Gefahr angeblich von Richtung Süden aus ausgeht, dann sei unverständlich, warum das System im Baltikum entfaltet werde. ´Wir brauchen eindeutige Garantien oder wir müssen mit in diesem System sein`, erläutert Rogosin.

Auf das Argument der Allianz, die Nato übergebe niemandem das Recht auf Leistungen im Bereich Sicherheit, erwiderte der russische Botschafter, Russland wolle auch nicht jemanden seine Sicherheitsprobleme lösen lassen. ´Warum erfasst zum Beispiel auf Landkarten für die Systeme, die man uns anbietet, die Reichweite der US-Abfangraketen, die im Norden Europas stationiert werden, das Ural-Gebirge?`, fragte Rogosin.“

Während sich die Situation zwischen den USA, Russland und China im Hinblick auf die künftige Vormachtstellung auf dem Planeten weiter aufheizt, bauen China und Russland ihre Partnerschaft weiter aus. Die Zeitung Asia Times berichtete am 10.05.2011 mit Blick auf den für Mitte Juni anberaumten Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao in St. Petersburg:

„Russlands Energieriese Gazprom hofft darauf, bis 2015 jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Gas nach China zu pumpen, und die Verhandlungen bezüglich des Preises sind bereits in einem fortgeschrittenem Stadium. Die Vertreter Chinas erklären, dass die ins Stocken geratenen Verhandlungen bis zum Besuch von Hu in Russland zu einer Vereinbarung führen werden.

Wenn die weltweit am schnellsten wachsende größer Wirtschaft und der weltweit größte Energieexporteur zu einer Vereinbarung gelangen, dann geht dies weit über Fragen bilateraler Kooperation hinaus. In Europa, das historisch der russische Hauptmarkt für Energieexporte gewesen ist, wird es für Unbehagen sorgen, dass im Osten nun ein ´Mitbewerber` auftaucht und es bei den westlichen Energiegeschäften mit Russland dann mit China einen ´stillen Teilhaber` geben würde. Dieser Paradigmenwechsel sorgt für die Kulisse vor der sich Ost-West-Spannungen bezüglich des Nahen Ostens abspielen.“

Ob die USA gewillt sind, dabei zuzusehen, wie China als neue Supermacht an ihnen vorbeizieht, ist fraglich. Darüberhinaus sind die Vereinigten Staaten hochverschuldet und müssen irgendwie einen Neustart durchführen. Einige Beobachter, wie Bob Chapman, Gerald Celente, Paul Craig Roberts oder Webster G. Tarpley gehen davon aus, dass die Finanzkrise, welche aktuell die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Europa erschüttert, auch zu einem globalen Krieg führen könnte.

Deutschland ist im Falle eines globalen Waffenkonflikts zwischen den Großmächten nicht verteidigungsfähig. Aufgrund seiner geografischen Lage bestünde die Gefahr, in den Einflussbereich von Kriegsteilnehmern zu geraten.

Das deutsche Volk verfügt aufgrund seiner geschichtlichen Vergangenheit über keine Atomwaffen zur Abschreckung, was sich auch in Zukunft nicht ändern wird. Die Bundeswehr ist viel zu klein und zu schwach, um das deutsche Volk in einem Konfliktfall zu schützen, weshalb die Planungen zur Bundeswehrreform auch keineswegs zielführend sind.

Es sollte zwar niemanden überraschen, dass die internationalistische Bundesregierung auch weiterhin den globalen Hilfspolizisten und Bessermenschen spielen möchte – mit Landesverteidigung, also der eigentlichen Aufgabe der Bundeswehr, hat dies jedoch nichts zu tun. Die Frankfurter Neue Presse berichtete über die Wahnvorstellungen aus Berlin:

„Maizière will Soldaten auch dann in internationale Militärmissionen schicken, wenn nationales Interesse nicht nachweisbar ist. ´Wenn Wohlstand Verantwortung erfordert, dann gilt das auch für die deutsche Sicherheitspolitik`, sagte er am Mittwoch bei der Vorstellung der Bundeswehrreform.“

Was Deutschland in Wirklichkeit bräuchte ist eine Miliz, also ein Volksheer, wo jeder männliche Bürger zwischen 18 und 45 Jahren dazu angehalten ist, Feuerwaffen zu erwerben und regelmäßig den Umgang damit zu trainieren. Die Bundeswehr hingegen – die dann auch noch von einer übergeschnappten Regierung mit irrsinnigen internationalen Aufgaben betraut wird – bringt der Sicherheit des deutschen Volks überhaupt nichts.

Durch die Abschaffung des stehenden Heers und die Etablierung einer Miliz würden die friedfertigen Außenbeziehungen Deutschlands garantiert, was aufgrund der aktuellen Hybris der internationalistischen Politikerkaste keineswegs selbstverständlich ist. Die Wehrfähigkeit gegenüber ausländischen Aggressoren wäre in diesem Falle ausreichend.

Die enormen Kosten für die Bundeswehr und ihre extravaganten Auslandsmissionen würden eingespart, was für den völlig überschuldeten deutschen Staat ebenfalls von erheblichem Vorteil wäre. Man bräuchte lediglich die Gesetzgebung ändern und jeden deutschen männlichen Bürger eindringlich dazu anhalten, sich auf eigene Kosten zu bewaffnen und seine Verteidigungskenntnisse zu vervollkommnen.

Natürlich wird es in Deutschland keine Miliz geben, da das deutsche Volk über keine Freiheitstradition im Sinne einer freiheitlich verfassten Republik verfügt. Vielmehr herrscht heute in Deutschland ein real existierender Sozialismus vor.

Die damit einhergehenden massiven Einschränkungen der Bürger- und Freiheitsrechte sowie die bestehenden Defizite im Hinblick auf die innere und äußere Sicherheit bergen jedoch die substantielle Gefahr, dass Deutschland im Falle eines globalen Waffenkonflikts zum Spielball der internationalen Großmächte wird, ohne dass das deutsche Volk die Mittel an der Hand hätte, die gottgegebenen und jedem Deutschen innewohnenden Rechte zu verteidigen.

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