Bohemian Grove: Insider behauptet, Mitglieder würden im Geheimen politische Absprachen treffen

Ein ehemaliger Besucher des alljährlichen Bohemian Grove Treffens erklärte gegenüber einer US-amerikanischen Zeitung, dass die Teilnehmer „fortwährend“ über Politik und Geschäftliches sprechen würden, was die gegenteiligen Behauptungen, das geheime Treffen der Wirtschafts- und Politikelite diene ausschließlich dem Zeitvertreib, zur Makulatur werden lässt

Paul Joseph Watson, Infowars.com, 12.07.2011

Ein Bohemian Grove Insider ist nun an die Öffentlichkeit gegangen und erklärte, dass das geheime, alljährlich stattfindende Treffen der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger, das diese Woche im kalifornischen Monte Rio beginnen wird, bei weitem ernsterer Natur ist als das „Sommerferienlager“, als das es gewöhnlich durch die Establishment-Medien verklärt wird. Der Insider merkte an, dass die Mitglieder „fortwährend“ über Geschäftliches und Politik sprechen würden.

Bohemian Grove ist eine 11 Quadratkilometer große im Privatbesitz befindliche Fläche im kalifornischen Monte Rio, die von uralten Riesenmammutbäumen umgeben ist. Einmal im Jahr wird dort ein bizarres Treffen abgehalten, an dem einige der mächtigsten Menschen der Welt teilnehmen. Hierzu gehören auch US-amerikanische Politiker und Regierungsvertreter, die sich während des Treffens einem heftigen Mix aus plutokratischem Verschwörertum und okkult-heidnischen Ritualen hingeben.

Der Radiomoderator und Dokumentarfilmer Alex Jones schrieb Geschichte, als er im Jahre 2000 der erste Journalist war, dem es gelang, die „Creation of Care“-Zeremonie zu filmen. Die Bohemian Grove Mitglieder verkleiden sich bei diesem Ritual mit Kapuzenumhängen im Stile des Films „Eyes Wide Shut“, während sie Moloch, einem heidnischen Eulen-Gott, der durch eine 15 Meter hohe auf der Anlage stehende Eule repräsentiert wird, ein Pseudo-Kindsopfer darbringen.

Gewöhnlich berichten die Massenmedien über die Bohemian Grove Treffen auf dieselbe Art, wie dies auch bei den jährlichen Bilderberg-Konferenzen der Fall ist: Bohemian Grove wird als informelle Quasselbude kleingeredet, die ausschließlich dem Freizeitvergnügen dient – und das völlig ungeachtet der Tatsache, dass Bohemian Grove genauso wie das Bilderberg-Treffen in der jüngeren Vergangenheit der Geburtsort einiger der bedeutendsten geschichtlichen Ereignisse gewesen ist. Und genauso wie die Bilderberg-Konferenzen werden auch die Bohemian Grove Treffen dazu genutzt, sich künftige politische Führer und Präsidenten heranzuziehen.

Entgegen der jüngsten Äußerungen von Matt Oggero, dem Leiter des Clubs, der diese Woche gegenüber Press Democrat erklärte, bei Bohemian Grove handele es sich lediglich um „eine Gruppe von Kerlen, die sich in den Wäldern treffen und Spaß haben würden,“ ist es vielmehr eine unumstößliche Tatsache, dass Nixon und Reagan das elitistische Stelldichein besucht hatten, noch bevor sie als US-Präsidenten ins Weiße Haus einzogen waren. George W. Bush wurde den politischen Strippenziehern im Jahre 1995 durch seinen Vater vorgestellt – also 5 Jahre vor dem Beginn seiner Präsidentschaft.

Bohemian Grove war der Ort, wo man sich im Jahre 1942 das Manhattan Projekt ausdachte, das dann zur Schaffung der Atombombe führte, eine Geschichte, die oft von Mitgliedern des Clubs erzählt wird, die stolz darauf sind, dass die bedeutendste wissenschaftliche Entwicklung des 20. Jahrhunderts auf dem alljährlichen Treffen in den kalifornischen Redwoods ihren Anfang nahm.

Darüberhinaus entwickelten Bohemian Grove Mitglieder die strategische Verteidigungsinitiative „Star Wars“, die den Teilnehmern des Treffens dann zu Beginn der 80er Jahre während eines sogenannten Lakeside-Talks vorgestellt wurde, also noch bevor Ronald Reagan das Programm im Jahre 1983 öffentlich vorgeschlagen hatte.

Und obwohl zwei der bedeutendsten wissenschaftlichen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts im Bohemian Grove ihren Anfang nahmen, verbreiten die Massenmedien auch heute noch den Mythos, dass es sich bei dem alljährlichen Treffen um nichts weiter als um das üblichen närrische Treiben reicher Jecken handeln würde.

Neue Enthüllungen eines ehemaligen Bohemian Grove Teilnehmers lassen derartige Märchengeschichten nun jedoch zur Makulatur verkommen.

In einem Interview mit Debra J. Saunders vom San Francisco Chronicle erklärte Peter Phillips, Soziologieprofessor an der Sonoma State University, der im Jahre 1994 an dem Treffen teilnahm, dass das elitistische Stelldichein ein Forum „sehr wichtiger Menschen“ sei, um dort „vertrauliche Dinge“ zu besprechen.

Phillips stellte in dem Interview klar, dass die Bildung von Netzwerken und das Aushandeln von Vereinbarungen zu den wichtigsten Aspekten der Bohemian Grove Treffen zählen.

„Ganz eindeutig wird dort fortwährend über Geschäftliches und Politik gesprochen,“ so Phillips, der damit die Behauptung des Clubs, „Spinnen, die ihre Netze weben, kommen nicht hierher“, die suggerieren soll, dass es sich bei dem Treffen lediglich um eine informelle Quasselbude handelt, als reine Schutzbehauptung enttarnt.

„Das Gegenteil kann ich ziemlich gut beweisen. Ich hörte Gespräche über Geschäftliches. ´Wenn GE bei dem Geschäft mit einsteigt, dann können wir auch die Japaner dazu bewegen mitzumachen.` – so drei Männer, die gerade einen Weg entlangliefen.“

Die Tatsache, dass es sich bei Bohemian Grove wohlmöglich um den ultimativen „Geheimort“ handelt, wo welt- und innenpolitische Fragen abgestimmt werden, und das alles inmitten eines bizarren Umfelds versoffener Frivolität, behaupteter homosexueller Prostitution und okkult- heidnischer Zeremonien, sollte jedem denkenden Menschen Sorge bereiten.

Genauso wie die Bilderberg-Treffen sind auch die Bohemian Grove Treffen die absolute Antithese zu der Auffassung, dass es die Aufgabe der Politiker sei, das amerikanische Volk, von dem sie gewählt werden, zu vertreten. Darüberhinaus unterstreichen die Treffen die Tatsache, dass Politik auf schändliche und undemokratische Art und Weise hinter verschlossenen Türen, also unter vollständiger Geheimhaltung ausgeheckt wird.

Weitere Artikel zu diesem Thema