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Der Untergang des Papiergeld-Systems: Warum Anleger ohne langfristige Investmentstrategie verloren sind

Goldmünzen kaufen

Die weltweite Finanzstruktur befindet sich in ihren letzten Zügen. Wir haben jetzt die Endphase des keynesianischen Fiatgeld-Experiments erreicht, weshalb ein Neustart des globalen Geldsystems unvermeidlich sein wird. Ohne eine auf den Vermögensschutz und die Vermögensvermehrung abzielende langfristige Investmentstrategie sind Sparer und Anleger verloren und der Volatilität und den damit einhergehenden Panik-Abverkäufen an den Märkten schutzlos ausgesetzt

Robert Fitzwilson, King World News, 27.05.2012

Angesichts der Tatsache, dass die weltweiten Märkte im volatiler werden, ist es von entscheidender Bedeutung, dass man bei seiner Einschätzung immer auch die Entwicklungen seit den Kurstiefs des Jahres 2009 im Aktien- und Rohstoffmarkt im Auge behält.

Erfolgreiche Investoren entwickeln und verfolgen eine Gesamtstrategie. Hat man eine solche Gesamtstrategie nicht, ist es ein Leichtes, bei den durch die Volatilität verursachten Preisschwüngen unter die Räder zu geraten. Bei unvorbereiteten Investoren sorgt die Volatilität nämlich dafür, dass sie im Rahmen einer Panik ihre im Wert sinkenden Bestände abverkaufen.

Fakt ist, dass Preistiefs gewöhnlich durch einen massiven Kursrutsch gekennzeichnet sind – Verkäufe, die mit einem bedeutenden Volumen einhergehen. Im Grunde werden die Menschen plötzlich von einem „Flucht“-Gefühl erfasst, woraufhin sie zu ihren Aktienhändlern und Vermögensberatern rennen und sagen: „Ich will hier raus, zu welchem Preis auch immer!“

Dieses Verhaltensmuster signalisiert in der Regel aber auch das Ende einer zwischenzeitlichen Kursentwicklung. Am Ende einer emotionsgetriebenen Panik hat sich die finanzielle Zukunft der daran beteiligten Personen gewöhnlich erheblich verschlechtert.

Seit Anfang 2009 haben wir darauf hingewiesen, dass die weltweiten Zentralbanken riesige Gelddruck- und Konjunkturbelebungsmaßnahmen durchführen würden, um die einzig andere Alternative – eine weltweite Depression – zu vermeiden. Die größten Länder der Erde haben im Rahmen dessen bisher bereits über USD 20 Billionen an Konjunktur- und Rettungsgeldern versprochen.

Das US-amerikanische TARP-Rettungsprogramm diente vornehmlich dazu, das weltweite Bankensystem wiederzubeleben, während der Hauptimpuls der letzten Rettungsrunde von Europa ausging.

Schauen wir uns, zunächst beim Technologiebereich, einfach an, was seit 2009 passiert ist: In der zweiten Märzwoche des Jahres 2009 erreichte die Aktie von Google mit USD 289 ihren Tiefststand. Heute wird sie mit USD 603 gehandelt. Die Apple-Aktie fiel auf ein Tief von rund USD 82. Heute wird sie trotz ihres jüngsten Rückgangs von 10% bis 15% mit USD 561 gehandelt.

Rohöl, der bedeutendste Bestandteil des weltweiten Wirtschaftskreislaufs, erreichte in der zweiten Februarwoche des Jahres 2009 ein Tief von rund USD 33 pro Barrel. Heute wird Rohöl (West Texas Intermediate Crude) mit rund USD 90 pro Barrel gehandelt.

Blicken wir auf Gold und Silber. Gold sank in der ersten Januarhälfte des Jahres 2009 auf ein Tief von USD 801 pro Unze. Gegenwärtig wird Gold mit rund USD 1.547 pro Unze gehandelt, und das trotz all der Hysterie, die von den US-Medien verbreitet wird, welche darauf beharren, dass es sich bei Gold um einen „nutzlosen, volatilen“ Vermögenswert handeln würde.

Silber erreichte sein Tief kurz vor Weihnachten 2008 mit USD 10 pro Unze und wird zurzeit mit rund USD 27 pro Unze gehandelt – und das obwohl es seit Anfang Mai letzten Jahres wilde Angriffe auf den Silberpreis gegeben hat.

Schauen wir zum Schluss noch auf die Goldminenaktien, genauer gesagt den HUI-Index, einen von Amex gesponserten Index mit Goldminenfirmen. In der zweiten Januarwoche 2009 erreichte der HUI-Index mit 241 Punkten seinen Tiefststand. Gegenwärtig liegt der Index bei 411 Punkten, ungeachtet der Tatsache, dass die Minen den von ihnen produzierten Metallen im Preis massiv hinterherhinken.

Für Strategen kann es durchaus schwierig sein, ihre Bestände kurzfristig zu rechtfertigen – aber die grundlegende Strategie und das hinter diese Strategie stehende Denken haben sich seit den Tiefstständen der Jahre 2008 und 2009 spektakulär ausgezahlt.

Die Volatilität, die wir gegenwärtig erleben, speist sich aus mehreren Quellen. Zunächst einmal sind da die Zinssätze, die bis auf null heruntergefahren wurden und in einigen Fällen sogar schon im negativen Bereich liegen. Eine Nullzinspolitik hat zur Folge, dass alle Vermögensklassen sehr starken Kursschwankungen ausgesetzt sind.

Die zweite bedeutende Ursache für die aktuelle Volatilität in den Märkten ist die Tatsache, dass wir jetzt das Ende des keynesianischen Fiatgeld-Experiments und der Großen Weltgemeinschaft erreicht haben.

Die gegenwärtige globale Finanzstruktur, die mit der Bretton-Woods-Vereinbarung ihren Anfang nahm, befindet sich in ihren letzten Zügen. Die staatlichen Wohlfahrtsprogramme sind so stark angewachsen, dass sie die Fähigkeit der Regierungen, diese lediglich mithilfe von Steuererhöhungen zu finanzieren, mittlerweile massiv übersteigen.

Unseres Erachtens gibt es zurzeit drei Alternativen, wobei wir seit geraumer Zeit regelmäßig auf zwei dieser Alternativen hingewiesen haben. Die ersten beiden sind das massive Drucken weiteren frischen Geldes oder der Absturz in eine weltweite Depression. Der dritte Weg rückte erst jüngst in den Fokus der Aufmerksamkeit: Der Neustart des gesamten weltweiten Geldsystems.

Und obschon die letzte Alternative gegenwärtig bedeutend weniger wahrscheinlich ist als die beiden erstgenannten, wird es am Ende zwingend dazu kommen müssen, da eine weltweite Depression nicht ewig anhalten kann.

Fiatbasierte Vermögenswerte können aber weder massives Gelddrucken noch eine weltweite Depression überleben. Es handelt sich hierbei um eine mathematische Unmöglichkeit, was auch der Grund dafür ist, warum die dritte Alternative letztlich unvermeidlich sein wird.

Die enorme weltweite Nachfrage nach Technologie wird fürs Erste weiter anhalten. Ferner sind Öl, Gold und Silber ungeachtet ihrer jüngsten Schwächen massiv unterbewertet. Die Minenfirmen, die die entsprechenden Metalle fördern, sind ebenfalls massiv unterbewertet. Investoren, die in diesen bedeutenden Rohstoffen und den rohstoffproduzierenden Firmen investiert sind, brauchen einfach nur Kurs halten.

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