US-Wahlen: Obama gewinnt mit marxistischer Agenda

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 08.11.2012

Obama hat gewonnen. 60,3 Millionen US-Bürger haben ihn gewählt, während sich 57,5 Millionen für Romney entschieden hatten. Obama konnte sich 303 Wahlmänner des Electoral College sichern, während 206 an Romney gingen.

Das kommt nicht sonderlich überraschend. Unser Modell weist bereits seit langem auf den Aufstieg der Demokraten hin, während wir uns nun immer stärker dem wirtschaftlichen Chaos annähern und die Republikaner von der religiösen Rechten vereinnahmt worden sind, die religiöse Fragen mit Recht und Politik vermischt.

Wählerstimmen bei US-Präsidentschaftswahlen in Prozent. Zum Vergrößern anklicken.

Das ist völlig falsch, denn was würde passieren, wenn die Mehrheit auf einmal zu schiitischen Muslimen würde? Wäre es dann gerechtfertigt, allen Frauen zu befehlen, die Kleider zu tragen, die die Mehrheit der Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt als korrekt erachtet? Kirche und Staat sollten vollumfänglich voneinander getrennt sein. Schon Sokrates wurde zum Tode verurteilt, weil der die Götter in Frage stellte.

Das wirkliche Problem ist der Klassenkampf. Das war wahrscheinlich die hässlichste Wahl der US-Geschichte. Die Demokraten schieben den „Superreichen“ – damit sind alle mit einem jährlichen Einkommen von über USD 125.000 gemeint – die Schuld für das Scheitern ihrer eigenen marxistischen Wirtschaftsversprechungen in die Schuhe.

Niemals werden sie sich selbst die Schuld dafür geben, dass sie die staatlichen Rentenkassen einfach mit allen anderen Dingen zusammen in einen Topf geworfen haben – und das Scheitern, diese Dinge ordentlich auseinanderzuhalten, untergräbt die Zukunft der gesamten Weltwirtschaft. Hier geht es nicht um böse Dinge, die die Reichen getan haben – hier geht es um Versprechungen der Politiker, die sie nicht einhalten können.

Die Demokraten haben gewonnen, weil sie es gewesen sind, die der Mehrheit das Recht einräumten, mithilfe ihrer Wählerstimme an die Vermögenswerte einer Minderheit zu gelangen. Das ist die marxistische Agenda, deren Zusammenbruch 1989 mit dem Untergang des Kommunismus seinen Anfang nahm und 2016 mit dem Untergang des Sozialismus im Westen sein Ende finden dürfte.

Und 2016 ist es auch, wo sich für eine dritte Partei, die in den USA einen Aufstieg erleben wird, die erste Möglichkeit ergeben dürfte. Diese dritte Partei dürfte auf ökonomischen Grundlagen fußen.

Die Republikaner werden sich in die Partei der religiösen Rechten verwandeln; ihr Niedergang wird sich weiter fortsetzen, da sie voll am Thema vorbeiarbeiten und sich lieber auf Abtreibung und Schwulenrechte konzentrieren, anstatt sich um das Überleben einer Nation zu kümmern.

Daher dürfte es bei den Wahlen 2016 bereits zu einer Zunahme der politischen Aktivitäten einer neuen, dritten Partei kommen. Die Wirtschaft dürfte im Herbst 2015 erneut einen Höhepunkt ausbilden und danach richtig hart abstürzen. Das dürfte den Demokraten schwer schaden, deren falsche Versprechungen in sich zusammenbrechen werden. Die Republikaner müssen wieder zu einer wirtschaftlichen Agenda wie unter Reagan zurückfinden und sich von ihrer Agenda der religiösen Rechten abwenden, die in der Politik nichts zu suchen hat.

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