Top-Wirtschaftsexperten sagen Weltkrieg voraus

Die Wirtschafts-Gurus Kyle Bass, Larry Edelson, Jim Rogers und Marc Faber sind sich in einer Sache einig: Der globale Finanz- und Wirtschaftscrash wird einen weitflächigen Krieg mit sich bringen

Washington´s Blog, 18.11.2012

Der Investor Kyle Bass schrieb am 17.11.2012

„Billionen Dollars an Schulden werden restrukturiert werden und Millionen verantwortungsbewusste Sparer werden zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt ihres Lebens einen großen Prozentsatz ihrer realen Kaufkraft verlieren. Noch einmal: Die Welt wird nicht enden, aber der gesellschaftliche Zusammenhalt wird vor Zerreißproben stehen und in einigen Fällen auch zerbersten.

Und bedauerlicherweise zeigt ein Blick in die Geschichte, dass Krieg nur allzu oft die Manifestation des Mangels an simpelsten wirtschaftlichen Kenntnissen ist – ein Mangel, der bis zu seinem logischen Ende getrieben wird. Wir glauben, dass Krieg die unvermeidliche Folge der aktuellen Lage der Weltwirtschaft sein wird.“

Larry Edelson schrieb seinen Abonnenten in einer E-Mail mit dem Titel „Was die ´Kriegszyklen` für 2013 sagen“:

„Seit den 80er Jahren untersuche ich die sogenannten ´Kriegszyklen` – die natürlichen Rhythmen, die dafür sorgen, dass die Gesellschaften eine Anfälligkeit entwickeln, ins Chaos zu stürzen und in Hass, Bürgerkrieg, ja sogar in einem internationalen Krieg zu versinken.

Ich bin mit Sicherheit nicht der erste, der diese sehr ausgeprägten geschichtlichen Muster untersucht hat. Es gab viele vor mir, am bekanntesten ist Raymond Wheeler, der die ausführlichste Kriegschronik aller Zeiten verfasst hat, die Daten über einem Zeitraum von 2.600 Jahren umfasst.

Es gibt heutzutage aber nur sehr wenige Menschen, die überhaupt bereit sind, über das Thema zu sprechen. Und basierend auf den Dingen, die ich sehe, könnten die Implikationen für 2013 absolut riesig sein.“

Aber warum sagen diese Wirtschafts-Gurus einen Krieg voraus?

Zunächst einmal unterliegen viele einflussreiche Menschen dem Irrglauben, dass Krieg gut für die Wirtschaft sei. Die Investmentlegende Jim Rogers erklärte im Oktober vergangenen Jahres:

„Sollte es sich in einen Handelskrieg verwandeln, wäre das das größte Ereignis in 2011 … Handelskriege führen immer zu Kriegen. Handelskriege gewinnt niemand – bis auf die Generäle, die dann am Ende die echten physischen Kriege kämpfen, wenn sie stattfinden. Das ist sehr gefährlich.“

Und im Juni dieses Jahres fügte Rogers hinzu, dass eine Fortsetzung der Rettungspakete in Europa letztlich einen weiteren Weltkrieg vom Zaun reißen könnte:

„Und wenn wir jetzt noch die Schulden mit hinzunehmen, wird die Situation noch schlimmer, und am Ende bricht alles einfach zusammen. Dann sind alle auf der Suche nach Sündenböcken. Die Politiker beschuldigen die Ausländer, und schon befinden wir uns im Zweiten Weltkrieg oder welchem Weltkrieg auch immer.“

Der Investor Marc Faber hatte in der Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, dass die US-Regierung neue Kriege anzetteln wird, um von der Wirtschaftskrise abzulenken. So erklärte er gegenüber dem Radiomoderator Alex Jones in 2009:

„Die nächste Sache, die die Regierung tun wird, um die Aufmerksamkeit der Menschen von den schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abzulenken, ist, dass sie irgendwo einen Krieg beginnen wird.“

Im selben Jahr sagte Faber auch: „Sollte sich die Weltwirtschaft nicht erholen, ziehen die Menschen gewöhnlich in den Krieg.“ Er geht überdies davon aus, dass die USA, China und Russland wegen der Rohölreserven im Nahen Osten in den Krieg ziehen könnten.

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