Kriegsspiele der Globalisten: Erst fällt Syrien, dann der Iran

Joel Skousen, World Affairs Brief, 14.12.2012

Dennis Ross – Globalist, Insider und einstiger US-Sondergesandter für den Nahen Osten – erklärte gegenüber der Times of Israel:

„Wenn alles andere scheitert, werden die USA den Iran 2013 angreifen … Ich glaube, dass diese Administration und dieser Präsident das Zeug dazu haben, Gewalt einzusetzen, sollte die Diplomatie [um den Iran davon abzuhalten, Atomwaffen zu entwickeln] scheitern.“

Bis November 2011 war Ross im Nationalen Sicherheitsrat der USA und war Obamas wichtigster Iran-Berater. Der Nationale Sicherheitsrat kontrollierte die meisten US-Präsidenten.

Der Grund, warum Ross so zuversichtlich sein kann, ist, dass er den Spielplan kennt – und zu diesem Spielplan gehört nach meinem Dafürhalten, dass zunächst erst einmal Syrien ausgeschaltet wird.

Das ist eine Forderung der Israelis gegenüber den Globalisten. Es ist der Preis dafür, dass die Israelis den Anordnungen der Globalisten Folge leisten und den Iran angreifen. Die USA und die NATO müssen zunächst erst einmal Syrien ausschalten, weil von Syrien eine enorme Vergeltungsgefahr für Israel ausgeht, wenn die Israelis den Iran angreifen.

Diese Woche haben die USA all jenen, die das Assad-Regime in Syrien stützen, einen bedeutende Botschaft gesandt: Verschwindet, solange ihr noch gut wegkommt! Die New York Times war mutig genug einzuräumen, dass die jüngsten Maßnahmen von Obama „ein Versuch gewesen sind, den Druck auf Präsident Baschar al-Assad zu intensivieren, damit er aufgibt.“

Das sind genau die politischen Aktivitäten, durch die offenbar wird, dass es sich bei den Behauptungen der USA, es ginge um Demokratie, lediglich um eine Farce handelt. Die Rebellen sind in keinster Weise demokratisch gewählt worden und setzen sich aus bekannten Terroristen und radikalen Dschihadisten zusammen, die in Syrien ein einziges Chaos anrichten werden, wenn sie erst einmal an die Macht gelangt sind.

Es ist die Höhe der Heuchelei, diese Leute zu den legitimen Vertretern des syrischen Volks zu erklären. Die USA wählen hier einfach nur die Gewinner aus – mit einem Sieg der Demokratie über die Tyrannei hat das nicht das Geringste zu tun.

Genauso wie in Libyen und in Ägypten geht es in Syrien einzig darum, instabile Regime zu installieren, die eines Tages als Rechtfertigung für stärkere direkte Interventionsmaßnahmen und Kontrollen im Namen internationaler friedenserhaltender Maßnahmen dienen.

Russland stimmte ebenfalls in den Chor der negativen Stimmen ein und äußerte erstmals Zweifel daran, dass das Regime in der Lage sei zu überleben – was unter all jenen, die Assad noch unterstützen, mit Sicherheit für Panik sorgen dürfte.

Am Donnerstag erklärte Russland, dass die Opposition den Bürgerkrieg gewinnen könnte und dem Assad-Regime nun langsam die Kontrolle entgleitet. Associated Press kommentierte:

„Obwohl der Vize-Außenminister Russlands, Michail Bogdanow, keine Andeutungen machte, dass Russland … der Implementierung internationaler Sanktionen … zustimmen würde, dürften seine Anmerkungen in Damaskus als Verrat aufgefasst werden und viele Syrier davon überzeugen, … die Unterstützung für die Regierung aufzugeben.“

Genau das soll damit auch bezweckt werden. Ich sage ja bereits seit langem voraus, dass Russland dem Sturz Syriens oder des Irans nicht im Weg stehen wird. Russland ist noch nicht bereit, sich mit dem Westen anzulegen, und die Russen haben mehr davon, wenn sie es den USA und der NATO erlauben, in der ganzen Welt herumzuwüten und sich ein Image als globalistische Tyrannen aufzubauen.

Diese Abwertung der Beziehungen zwischen Russland und Baschar al-Assad wird zweifelsohne die Moral der Rebellen stärken und die Unterstützung von Assad schwächen. Die US-gestützte Opposition, zu der auch zahlreiche Terroristengruppen gehören (was von den USA bestritten wird), hat in jüngster Zeit bedeutende Kampferfolge verzeichnen können.

Nicht nur Damaskus, in dessen Außenbezirken aktuell Kämpfe stattfinden, steht nun unter ständiger Bedrohung, nein, es wurden auch bereits zwei bedeutende Militärbasen erobert.

Obwohl das Assad-Regime aufgerieben werden und kollabieren könnte, dürfte dies wohl noch mindestens drei bis sechs Monate dauern – und ich bekomme langsam das Gefühl, dass die USA und Israel nicht mehr solange warten können. Es könnte daher sein, dass es zu einer US- und NATO-Intervention kommt.

CNN meldete, dass das Pentagon „seine militärischen Optionen für einen potenziellen Schlag gegen Syrien aktualisiert hat.“ Ein Beamter erklärte gegenüber CNN, dass die USA „in der Region über all die notwendige Schlagkraft verfügen“, um Syrien anzugreifen, sollte grünes Licht gegeben werden. Um das zu tun, bedarf es jedoch einer Provokation. Nun, wo die Rebellen sogar schon ein Chemiewaffenlager überrannt haben, könnte eine Falsche Flagge Operation mit Sarin den notwendigen Vorwand liefern, um einzugreifen.

Die britische Zeitung Guardian erinnert daran, dass

„der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen die vermeintliche Chemiewaffengefahr herangezogen hat, um die Stationierung von Patriot-Raketen in der benachbarten Türkei zu rechtfertigen.“

Die New York Times schreibt, dass

„Vertreter der US-Administration letzte Woche erklärten, dass die Streitkräfte von Assad in ihrem jüngsten Versuch, die Rebellen … zurückzudrängen, erstmals mindestens sechs Scud-Raketen sowjetischer Bauart einsetzten.“

Scud-Raketen sind im Nahen Osten schon öfters zum Einsatz gekommen. Am bekanntesten ist ihr Einsatz natürlich im Ersten Golfkrieg, der 1988 endete. Wenn wir hier einmal davon ausgehen, dass die Syrier über die modernste Version von Scud-Raketen verfügen – die elektronisch gelenkt werden können – dann sind sie nun in der Lage, militärische Zentren oder Truppenkonzentrationen der Opposition mit einer erhöhten Genauigkeit anzugreifen.

Assad wird den Einsatz von Chemiewaffen im Rahmen dieser Angriffe aber keinesfalls autorisieren. Sollte der US-Bericht über die Scud-Raketen stimmen, könnte das Ganze als gefährliche Eskalation aufgebauscht und als Ausrede für eine NATO-Intervention genutzt werden – dafür würden sie sich einfach der altbekannten „Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen“ bedienen.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Assad besiegt worden ist und sich die Globalisten dem Iran zuwenden werden.

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