Warum der Dow Jones Industrial Average nicht kollabieren wird

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 02.02.2013

In 2013 verlaufen die Stützungslinien des Dow Jones bei 11.900, 11.650 und 11.025 Punkten, während die Widerstandsmarke bei 13.340 Punkten liegt. All jene, die an unseren technischen Trainingsseminaren teilgenommen haben, finden hier auch noch einmal die drei Projektionslinien, die die gesamte aktuelle ECM-Welle von 51,6 Jahren (von 1985 bis 2032) definieren. Das Hoch des Jahres 2007 notierte leicht über der Projektionslinie für das entsprechende Quartal, die bei 14.000 Punkten lag. Aus dem Chart geht hervor, dass die Handelsspanne zwischen 11.000 und 13.000 Punkten in 2013 auch aus technischer Sicht gestützt wird.

dow2013

Unser Energiemodell zeigt nach wie vor, dass das Hoch im Jahr 2000 ausgebildet wurde. Es handelt sich beim Dow Jones also keinesfalls um eine Blase und es wird keinen massiven Einbruch in Höhe von 10.000 Punkten geben.

Die Bargeldbestände befinden sich heute bereits auf einem Rekordniveau. Würde es tatsächlich zu einem solchen Einbruch kommen, müssten die Zinssätze ins Negative abrutschen, während der Dollar auf Rekordhochs notiert und die Rohstoffpreise praktisch auf null einbrechen. Alles ist mit allem vernetzt. Ohne das eine ist das andere nicht möglich – sorry.

Wir haben es hier mit einer Schuldenkrise zu tun, und das Kapital wird aus den staatlichen Vermögenswerten in private Vermögenswerte fließen. Das ist genau das, was passiert, wenn eine Regierung in Schwierigkeiten gerät. Es macht überhaupt keinen Sinn, loszurennen und sich noch mehr Staatsanleihen zu kaufen, wo Washington rein gar nichts auf die Reihe bekommt.

Also keine Panik! Die Prognosen, dass der Dow Jones um 10.000 Punkte einbricht, sind genauso wie all die Behauptungen, dass die Mayas den Untergang der Welt verkündet hätten, was sie nicht taten.

Und genauso wird es in den USA auch keine Hyperinflation geben. Eine Hyperinflation setzt voraus, dass die Regierung die Druckerpresse anwirft. Stattdessen wird jeder US-Bürger dieses Jahr USD 1.000 mehr an Sozialabgaben zahlen. Willkommen in der Stagflation!

Die USA befinden sich nun auf direktem Wege in eine Ära der Steuer-Unterdrückung, bei der Obama dem französischen Besteuerungsmodell folgt – wo alles, was sich bewegt, bis aufs Letzte auspresst wird. Sie werden die Wirtschaft vernichtet haben, noch bevor sie sich aus den Problemen herausdrucken können.

Kernwirtschaften wie die USA sind historisch gesehen immer implodiert – nie sind sie im Rahmen einer Hyperinflation explodiert. Das bleibt Ländern vorbehalten, deren Staatsschulden ohnehin keiner kauft. In den USA wird die Regierung alles daran setzen, die Anleihehalter bei Laune zu halten. Sie sind als erstes an der Reihe! Das Geld geht nicht etwa in Richtung der Armen, sondern wird genutzt, um die Schulden am Leben zu halten.

Und hier kommt noch hinzu, dass 40% der Zinszahlungen auf US-Staatsanleihen direkt ins Ausland gehen. Vergessen Sie den Handel, der ist erledigt. Wir vernichten gerade die produktive Klasse und exportieren deren Vermögen zu ausländischen Anleihehaltern. Gibt es da noch irgendwelche Fragen, warum Asien bis 2016 der weltgrößte Wirtschaftsraum sein wird?

Es sollte ein Straftatbestand sein, für ein politisches Amt zu kandidieren, wenn man nicht auf praktische unternehmerische Erfahrungen verweisen kann. Schauen wir uns das Ganze doch mal an. Ein kleines Unternehmen macht einen Jahresumsatz von USD 600.000. Nun erhöht man den Steuersatz dieses Unternehmens auf fast 40% und erwartet, dass es weitere Arbeitnehmer einstellt, während man gleichzeitig seine Einnahmen reduziert! Und solch ein Dreck wird an den Schulen gelehrt?

Man erhöht also die Steuern und stellt mehr Regierungsbedienstete ein – die zum Vermögen eines Landes nichts beitragen –, um den Beschäftigungsrückgang in der Wirtschaft auszugleichen, wodurch die Steuern nur noch stärker in die Höhe geschraubt werden. Und das soll logisch sein? Unglaublich.

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