Kapitalströme sind ein Frühindikator für Kriegsausbrüche

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 14.03.2014

Vorläufige Analyse: Kapitalflucht aus Russland beläuft sich auf über USD 50 Milliarden

Unser Computer-Monitoring der weltweiten Kapitalströme weist bisher eine Bruttokapitalflucht aus Russland von über USD 50 Milliarden aus. Das wird der russischen Wirtschaft 2014 ein negatives Wirtschaftswachstum bescheren, real kommt es bestenfalls zu einer Stagnation. Es scheint hier eine Abwärtsspirale zu geben, und die Hinweise legen nahe, dass Russland aller Vorausschau nach in die Ukraine einmarschieren wird, wobei es, basierend auf den bisherigen Kapitalströmen, aber wohl nur den Osten der Ukraine einnimmt.

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Das Modell weist den April, Juli und dann den November als Ziele aus. Der Rubel spiegelt den Rückgang des Vertrauens in Russland als Investment-Destination wider. Im vierten Quartal 2014 werden wir eine erhöhte Volatilität sehen.

Weitere Details zu den russischen Kapitalströmen

Wir haben die russischen Kapitalströme eingehender untersucht. Wir sehen hier zwei Trends, die sich derzeit entwickeln und die kriegerischen Spannungen widerspiegeln. Das in Russland investierte fremdländische Kapital strömt außer Landes, aber zur selben Zeit holen die russischen Oligarchen ihr Geld aus den westlichen Banken zurück. Sie scheinen es zurzeit aber noch nicht in russische Banken zu investieren, da sie Angst vor dem Rubel haben. Anstatt US-Dollars haben sie Euros gekauft und nehmen das Bargeld mit nach Hause. Das beschert dem Euro ein wenig Auftrieb. Es ist ganz eindeutig so, dass das Kapital auf beiden Seiten des Konflikts gegenwärtig verwirrt ist.

Nichtsdestotrotz ist es vor jedem Krieg so, dass die Kapitalströme in der Regel Frühwarnungen abgeben. Es scheint so zu sein, dass diejenigen, die Bescheid wissen, das Geld entsprechend umschichten. Dieses Mal sind es die russischen Oligarchen, die sich Euro-Bargeld schnappen, da man Euros in größeren Denominierungen haben kann als US-Dollars. Darüber hinaus haben sie überhaupt keine Ahnung, welche Währung überleben wird, da die Währungen ja auch für ungültig erklärt oder im Rahmen der wirtschaftlichen Kriegsführung gefälscht werden können – ja, das ist ein weiterer Grund, um Papierwährungen für nichtig zu erklären und vollständig auf elektronische Währungen umzustellen, wobei der Krieg als Ausrede herhalten muss. Die Oligarchen stecken hier in einer Zwickmühle. Der Rubel sieht riskant aus, aber andererseits sind die USA der Feind.

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Auf dem Bild sehen Sie eine deutsche Fälschung einer britischen 5-Pfund-Note vom Zweiten Weltkrieg. Und es war eine sehr, sehr gute Fälschung. Also nehmen Sie sich in Acht. Zum jetzigen Zeitpunkt hätte Krieg den Vorteil, dass das Bargeld komplett abgeschafft werden könnte, um Geldfälschungen zu vermeiden. Und noch einmal: Das war ja von Anfang an das Ziel gewesen – jeden einzelnen Cent an Steuern einzusammeln. Darüber hinaus wurde nahegelegt, dass dadurch auch die Kriminalität ausgelöscht werden könnte.

Wir dürfen hier auch nicht vergessen, dass durch die Abschaffung von Bargeld Bank-Runs ausgelöscht werden könnten. Für die Regierung ist es also eine Win-Win-Situation, und Krieg könnte als die Ausrede herhalten, die sie brauchen, um alles Bargeld abzuschaffen. Das würde Europa helfen, das derzeit direkt ins Auge des vielleicht schlimmsten Banken-Zusammenbruchs der gesamten Bankengeschichte starrt.

Der Propaganda-Krieg hält unterdessen unvermindert an. Es gibt alle Arten von Desinformationen, die zurzeit im Internet einschlagen, wobei vorgegeben wird, dass dies Teil der Anonymous-Bewegung sei, aber gegenwärtig handelt es sich dabei bloß um Gegenspionage. Es gibt jede Menge an falschen E-Mails, Behauptungen, Berichten und Telefongesprächen, die alle darauf abzielen, die öffentliche Meinung in die eine oder andere Richtung zu lenken.

Und dann haben wir noch das verschwundene Flugzeug in Malaysia. Es gibt jetzt Gerüchte, wo befürchtet wird, dass das Flugzeug irgendwohin geschafft worden sei, um dann später in China im Rahmen eines terroristischen Anschlags zum Einsatz zu kommen, um die Massen aufzuwiegeln. Das ist gegenwärtig reine Spekulation und wir versuchen zurzeit herauszubekommen, ob da etwas dran ist. Natürlich könnten es auch Aliens gewesen sein, die aus Area 51 oder dem Weißen Haus entkommen sind, manchmal lässt sich das kaum auseinanderhalten.

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