Turk: Silber ist aktuell eines der besten Schnäppchen überhaupt!

King World News, 12.05.2014

Während es heute an den weltweiten Märkten wieder hoch her ging, erklärte James Turk gegenüber King World News, dass „Silber aktuell eines der größten Schnäppchen auf dem Planeten“ sei. Darüber hinaus sprach Turk über die außerordentliche Preisinflation, die zurzeit weltweit zu beobachten ist, und verglich die Preisentwicklung verschiedener Rohstoffe von 1980 bis heute:

Turk: „Vor kurzem erschien ein sehr interessanter Artikel in der Londoner Ausgabe der Financial Times mit dem Titel ´Preisschwünge bei Nahrungsmitteln fallen dieses Jahr größer aus`. Wie aus der Überschrift hervorgeht, wird im Artikel dann auch die ´Preisvolatilität` von Rohstoffen besprochen, aber wenn man sich den Artikel genau durchliest, kommt heraus, dass die ´Preisschwünge bei den Nahrungsmittelpreisen` in Wirklichkeit nur eine Richtung kennen, nach oben.

Ich nehme mal an, dass die Massenmedien immer noch das glauben, was die Zentralplaner sagen, die ja darauf beharren, dass die Inflation gezähmt ist und wir uns um die Deflation Sorgen machen sollten, nicht um die Inflation. Anstatt also höhere Preise zu erwähnen, wird im Financial Times Artikel stattdessen von einer höheren ´Volatilität` und steigenden ´Markterwartungen` gesprochen – das ist eine Möglichkeit, der Tatsache aus dem Weg zu gehen, dass die Rohstoffe gegenwärtig teurer werden.

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Hier ist ein weiteres Zitat, das beispielhaft dafür steht, wie die Akteure in den Massenmedien die Aufmerksamkeit von dem grundlegenden wichtigen Aspekt weglenken, dass die Rohstoffpreise gegenwärtig steigen: ´Die Markterwartungen bezüglich der Preisveränderungen bei arabischen Kaffee … sind seit Beginn des Jahres um 112% in die Höhe geschossen.`

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In dem Artikel liest man nichts darüber, dass der Kaffeepreis in Wahrheit bereits gestiegen ist – es werden lediglich die Erwartungen erwähnt, dass irgendwann in einer nicht näher bestimmten Zukunft Preisanstiege stattfinden werden.

Die Gründe, die für diese Volatilität und die Veränderungen bei den Markterwartungen angeführt werden, sind zahlreich, und für jeden einzelnen Rohstoff wird wenigstens ein Grund genannt. Zu diesen Ausreden für höhere Preise gehören eine Dürre in Brasilien, der harte Winter in den USA, sich verändernde Wettermuster, extreme Wetterereignisse, Viren bei Tieren und sogar die Ukraine-Krise. Aber im Artikel wird nirgends der wichtigste Grund für steigende Rohstoffpreise genannt, und dieser Grund hängt natürlich mit den Zentralbanken zusammen und damit, dass sie die Kaufkraft ihrer Landeswährungen vernichten.

Um mich mit diesem Punkt noch einmal eingehender zu beschäftigen, habe ich mir die langfristigen Rohstoffpreise angeschaut. Also bin ich auf die Internetseite der Weltbank, wo die verschiedenen Rohstoffpreise der letzten Jahrzehnte zu finden sind.

Beispielsweise weist die Weltbank die monatlichen Preise von 62 Rohstoffen seit Januar 1980 aus, also dem Jahr, das im Grunde der Höhepunkt der Inflationsspirale der 1970er Jahre war. Mit anderen Worten: Die Rohstoffpreise lagen zu jenem Zeitpunkt im Grunde auf einem Hoch, was auch im Financial Times Artikel eingeräumt wurde. Aber genauso wie heute, gingen die hohen Preise damals angeblich ebenfalls auf ´extreme Wetterereignisse in den 1970er Jahren` zurück. Fakt ist, dass das Wort ´Inflation` in dem Artikel nicht ein einziges Mal verwendet wurde.

Wie dem auch sei, die Ergebnisse meiner kleinen Untersuchung sind bemerkenswert. Nur 4 der 62 Rohstoffe kosten heute weniger als damals auf dem inflationären Höhepunkt, und diese 4 Rohstoffe liegen auch nur geringfügig unter ihren Preishochs der 1970er Jahre. Und selbst wenn wir diese 4 Rohstoffe mit den niedrigeren Preisen noch mit einbeziehen, liegt der Durchschnittspreis dieser 62 Rohstoffe 197% über dem Durchschnittspreis von Januar 1980.

Der mediane Anstieg lag bei 187%, was verdeutlicht, dass alle Rohstoffpreise zugelegt haben. Und angesichts dieser Tatsache kann man die steigenden Rohstoffpreise nicht einfach dem schlechten Wetter anlasten. In Wahrheit ist die schlechte Geldpolitik die Ursache für den langfristigen Preisanstieg bei Rohstoffen.

Der Dollar und andere Währungen verlieren an Kaufkraft, aber weil dies langsam vonstattengeht, nehmen die Menschen nicht wahr, wie schlimm die Währungsentwertung tatsächlich ist. Das weitflächige Missverständnis im Hinblick auf die wirklichen Zusammenhänge geht also darauf zurück, dass die Aufmerksamkeit der Menschen durch die Berichte der Massenmedien auf die falsche Ursache gelenkt wird, nämlich auf das schlechte Wetter, anstatt auf die wirkliche Ursache für Preisanstiege, die Zentralplaner und die schlechte Geldpolitik.

Hier ist ein weiteres Beispiel für dieses Phänomen der irreführenden Darstellung. Bloomberg meldete, dass Dean Foods Co., ´das größte milchverarbeitende Unternehmen in den USA, seine Jahresgewinnprognose senkt, da die Kosten für Rohmilch die Gewinne drücken und die Auslieferungen an die Schulen durch das Winterwetter unterbrochen wurden.`

In dem Artikel ist nichts davon zu lesen, dass die inflationäre Geldpolitik der US-Notenbank die Kaufkraft des Dollars Jahr für Jahr weiter aushöhlt und die Auswirkungen dieser Geldentwertung viel schlimmer sind als irgendwelches vorübergehend schlechtes Wetter. Sie geben dem Wetter die Schuld, nicht den geldpolitischen Strategien der US-Notenbank, mit denen die Kaufkraft des Dollars entwertet wird.

Der Geschäftsführer des Unternehmens wurde mit den Worten zitiert: ´Das Jahr 2014 begann für uns mit substantiellen Druck bei unseren Gewinnen im Milchgeschäft, da der Preis für Rohmilch der Güteklasse A abermals auf neue Allzeithochs gestiegen ist.`

Dieses Zitat öffnet einem die Augen. Dass die Preise nicht erhöht werden, um die gestiegenen Kosten zu kompensieren, zeigt, dass sich die Unternehmen mit Preiserhöhungen zurückhalten. Der Grund für diese Zurückhaltung ist natürlich, dass die US-Wirtschaft gerade schwere Zeiten durchmacht und die Verbraucher heute bereits Probleme damit haben, über die Runden zu kommen. Die Unternehmen sind also mit der Situation konfrontiert, dass die Nachfrage nach ihren Produkten zurückgeht, wenn sie die Preise erhöhen.

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Es gibt noch einen weiteren Punkt, auf den ich bezüglich meiner Beschäftigung mit den Rohstoffpreisen auf der Internetseite der Weltbank eingehen möchte. Dort findet sich nämlich auch ein weiterer Rohstoff mit seinem Preis von Januar 1980 bis heute – Silber. Das Interessante daran ist, dass Silber heute nur 51% von dem kostet, was es vor 34 Jahren kostete.

Wie ist es möglich, dass Silber so billig ist, wo es doch in so vielen neuen Anwendungsbereichen verwendet wird und die weltweiten Silberbestände fortwährend kleiner werden? Wir wissen natürlich alle, wie die Antwort auf diese Frage lautet: Silber fällt mit unter die Machenschaften der Zentralplaner, die Edelmetallpreise so niedrig wie möglich zu halten. Trotzdem ist der Goldpreis seit Januar 1980 um 192% gestiegen. Warum ist der Silberpreis nicht mit derselben Rate gestiegen?

Einige Leute werden diese Frage auf verschiedene Art und Weise beantworten, doch für mich gibt es darauf nur eine Antwort. Der Silberpreis lässt sich viel leichter kontrollieren als der Goldpreis, weil Silber ein viel kleinerer Markt ist, und das heißt, dass die Papier-Derivate einen viel größeren Einfluss auf Silber haben.

Schließlich war es einer vermögenden Privatperson möglich, den gesamten Silbermarkt für eine Weile alleine zu kontrollieren, während sich Silber auf dem Weg zu seinem Preishoch von 1980 machte. Stellen Sie sich vor, was eine Gruppe von Staaten und ihre Agenten, die Edelmetallbanken, mit ihren vereinigten Kräften tun können, wenn sie darauf aus sind, den Silberpreis zu manipulieren.

Doch ungeachtet der anhaltenden Manipulation des Silberpreises bleibt nach meinem Rohstoffvergleich immer noch die offenkundige Tatsache bestehen, dass Silber sehr, sehr billig ist. Silber ist mit Abstand der billigste der 62 Rohstoffe, die ich miteinander verglichen habe. Das macht Silber zu einem unglaublich unterbewerteten Vermögenswert und daher zu einem der besten Schnäppchen, die es zurzeit auf dem Planeten gibt.“

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