Armstrong Economics: Kriegszyklus nimmt nächste Woche wieder an Fahrt auf

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 13.11.2014

Die Tatsache, dass der Kriegszyklus nächste Woche wieder ansteigt, sollte uns Sorgen bereiten. Die NATO hat jetzt gemeldet, dass russische Truppen in die Ostukraine einmarschiert sind. In unserem Kriegszyklus-Report schrieben wir, dass der 19./20.11.2014 (2014,8871) das zeitliche Ziel sein wird und es zu diesem Zeitpunkt zu irgendeiner Art von Eskalation kommen müsste. Es sieht so aus, als würde das Datum richtig sein. Nächste Woche ist daher Vorsicht geboten.

Unterdessen hat Russland verkündet, dass die russischen Langstreckenbomber künftig regelmäßig Patrouillenflüge über dem Arktischen Ozean, der Karibik und dem Golf von Mexiko durchführen werden. Putin hat demonstriert, dass Russland über die Fähigkeit verfügt, Europa und Amerika mit Flugzeugen anzugreifen. Russland demonstriert damit seine militärische Stärke, was die Spannungen zwischen Russland und dem Westen bezüglich der Ukraine widerspiegelt.

Es sieht nun immer stärker danach aus, als hätte Obama die Saat für den Dritten Weltkrieg und eine Konfrontation mit Russland gelegt. Die Fähigkeiten von Obama, die Verfassung der Vereinigten Staaten wie auch alle Anstrengungen, Weltfrieden zu schaffen, zu vernichten, sind wahrhaft erstaunlich. Er wird wohl als der schlechteste US-Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

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Zwischen Pakistan und Indien kocht die Lage ebenfalls hoch. Wenn wir uns die Region etwas genauer anschauen, stellen wir fest, dass es die Normalbürger an der Frontlinie in Kaschmir sind, die unter den grenzüberschreitenden Scharmützeln zwischen Indien und Pakistan zu leiden haben. Diese beiden Nuklearmächte werden seit der Unabhängigkeit vom Britischen Weltreich im Jahr 1947 als Erzfeinde erachtet und haben seitdem 4 Mal gegeneinander Krieg geführt. Diese Spaltung geht auch auf ihre unterschiedlichen Religionen zurück.

In Mexiko haben Demonstranten am 08.11.2014 den Haupteingang des mexikanischen Nationalpalastes in Brand gesteckt. Die wütende Menschenmenge protestierte gegen das mutmaßliche Massaker an 43 Studenten und wollte das Gebäude stürmen. Demonstranten erstürmten auch das Regierungsgebäude im Bundesstaat Guerrero und setzten es in Brand. Dort nahmen sie kurzzeitig einen Polizeikommandeur als Gefangenen. Die wachsenden Proteste sorgten bei der Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto für ein Beben.

In den Vereinigten Staaten nehmen die Spannungen in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri zwischen der Bevölkerung und der dortigen Polizei und dem dortigen Gouverneur Jay Nixon weiter zu. Sie haben immer noch nicht begriffen, dass das Ganze gerade zu einem nationalen Problem hochkocht, da die Polizei stets mit Tötungsabsicht auf die Leute schießt. Der Gouverneur erklärte, dass 1.000 Beamte aus unterschiedlichen Behörden 5.000 Stunden an zusätzlichem Training gehabt hätten, um sich auf mögliche Reaktionen vorzubereiten, die aufgrund der bevorstehenden Urteilsverkündung der Grand Jury erwartet werden.

Auf Seiten der Bevölkerung haben die Waffenkäufe unterdessen zugenommen, und auch auf staatlicher Seite ist es zu einer verstärkten Bewaffnung der Polizei gekommen. Sollte diese Konfrontation abermals gewaltsam ausfallen, wird die Polizei mit ihrer gesamten militärischer Macht zuschlagen, während sie behauptet, es würde sich dabei um „Schutzausrüstung“ handeln.

Obwohl die Grand Jury bis Januar Zeit hat, eine Entscheidung zu treffen, erklärte die Staatsanwaltschaft, dass die Verkündung, ob Darren Wilson – der Polizist der Michael Brown erschoss – für schuldig befunden wird, bereits Mitte November erfolgen könnte. Sollte Wilson am 19./20.11.2014 nicht verurteilt werden, könnte sich das aus langfristiger Sicht als ziemlich wichtiges Ereignis herausstellen.

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