Staatsschulden-Crash: Warum die Aktienpreise in den kommenden Jahren explodieren werden!

Wir haben es hier mit einer Staatsschuldenkrise zu tun – nicht mit irgendeiner Spekulationsblase bei Aktien. Dennoch behaupten die Gold-Promoter ständig, dass am US-Aktienmarkt ein massiver Crash bevorstünde. Das Gegenteil ist der Fall, denn von einem bedeutenden Hoch ist weit und breit nichts zu sehen

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 17.02.2015

Frage: „Ich finde Ihre vorurteilsfreien Auffassungen zu Gold sehr erfrischend. Ich stimme Ihnen zu, dass es ein wenig lange dauert, 35 Jahre zu warten, bis man [mit Gold wieder] richtig liegt. Da wartet man ja mindestens ein halbes Leben auf die Chance, richtig zu liegen. Jetzt verweisen die Gold-Promoter auf das Dow Jones/Gold-Verhältnis und behaupten, dass der Dow Jones auf 10.000 Punkte stürzen müsste. Es scheint, als würden sie tatsächlich allesmögliche behaupten, um die Menschen dazu zu bringen, Gold zu kaufen … Gibt es eine Möglichkeit, herauszufinden, wer hier Recht hat und wer danebenliegt?“

Antwort: Ja, Sie haben Recht. Die Analyse von Verhältnissen ist nicht sonderlich nützlich. Die eine Seite der Gleichung kann sich drastisch verändern und dennoch das Preisziel erreichen. Die erste bullische Jahresumkehrmarke beim Dow Jones/Gold-Verhältnis liegt bei 19,76 Punkten. Beim Jahresschlusskurs 2014 haben wir 14,86 Punkte getroffen. Würde Gold fallen, um sein Hoch von 1980 in Höhe von USD 875 pro Unze zu testen, müsste der Dow Jones bei 17.255 Punkten liegen, um die bullische Jahresumkehrmarke zu treffen. Die Behauptung, der Dow Jones muss auf 10.000 Punkte einbrechen, um irgendein willkürliches Preisziel zu erreichen, hat also keinerlei Bedeutung. Das sind einfach nur Meinungen.

Das einzige Modell, das hilft, bei diesen Korrelationen Schwachsinn und Realität auseinanderzuhalten, scheint unser auf Entropie basierendes Energiemodell zu sein. Die nachfolgenden zwei Charts zeigen die Goldpreisentwicklung von 1970 bis 1990 in US-Dollars und in Schweizer Franken. Es ist ein Leichtes, hier die überschießenden Extrem-Hochs bei Gold auszumachen:

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So, und nun schauen Sie sich mal den Dow Jones von 1970 bis 1990 an. Da finden Sie für das Jahr 1980 keinen drastischen Anstieg des Energiemodells. Dieses Modell macht es uns möglich herauszufinden, welche Märkte außer Linie geraten sind, egal ob sie nun überkauft oder überverkauft sind. Meinungen lassen sich beliebig formen, sie sind praktisch wertlos.

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Der nächste Chart ist einer der beiden Charts, die ich damals herumzeigte, als ich davor warnte, dass der US-Aktienmarkt spottbillig sei und explodieren würde. Wir zeigten diesen Chart, der die Gewinne der Konzerne ausweist, auf unseren weltweiten Seminaren und Vorlesungen – und unsere institutionellen Kunden wurden auf das Thema aufmerksam.

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Der nächste Chart war wahrscheinlich der Grund dafür, warum ich beschuldigt wurde, den Übernahme-Boom Anfang der 1980er Jahre ausgelöst zu haben. Das Tief bei den Buchwerten wurde 1977 etabliert. Ich argumentierte gegenüber unseren Klienten, dass ein Markt überhaupt nicht überbewertet sein könne, wenn man sein Geld verdoppeln oder sogar noch stärker vermehren kann, indem man eine Firma aufkauft und ihre einzelnen Bestandteile dann veräußert. Sie gaben mir natürlich die Schuld am Übernahme-Boom, nur weil unsere Computermodelle die Märkte überwachen. Sie haben immer alles, was ich gesagt habe, auf die persönliche Ebene geschoben, so als wäre es meine persönliche Meinung – denn wer mit den Fakten nicht klarkommt, attackiert einfach den Überbringer der Botschaft.

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Im Folgenden sehen Sie den Goldpreis in US-Dollars und Schweizer Franken bis zum heutigen Tage. Auf den Charts ist zu erkennen, dass das Energiemodell das Hoch von 2011 sehr gut getroffen hat. Die Gold-Promoter haben geschrien und getreten und mich auf alle möglichen Arten attackiert, um die Menschen davon abzuhalten, auf mich zu hören – genauso wie der Staat sind auch sie darauf aus, der Welt ihre Auffassungen mittels der altmodischen Zensur aufzuzwingen. Das alleine sollte bereits ausreichen, um Sie davor zu warnen, dass dem, was diese Leute sagen, nicht getraut werden kann.

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Im nächsten Chart sehen Sie noch einmal den Dow Jones mit seinem Energiemodell während der Großen Depression. Auch hier finden wir ein schönes Extrem-Hoch und den Umschwung in den negativen Bereich beim Energiemodell. Sorry, aber die Fakten sind nun einmal die Fakten und Meinungen sind für Politiker und nichts weiter als schöne Gutenachtgeschichten.

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Die nächsten Charts zeigen die aktuelle Kursentwicklung des Dow Jones in US-Dollars und in Schweizer Franken. Es gibt keine Hinweise darauf, dass wir hier gegenwärtig ein bedeutendes Hoch sehen, auf das ein Zusammenbruch des Dow Jones folgen würde. Wenn der Dow Jones gemeinsam mit dem Umkehrpunkt des Economic Confidence Models im Herbst dieses Jahres ein Hoch ausbilden sollte, könnte es natürlich zu einer Korrektur kommen. Aber wäre das dann das Ende des Bullenmarkts? Wir haben viel mehr Probleme, die nach Herbst 2015 auf uns einschlagen werden, als durch die traditionelle Fundamentalanalyse auch nur im Ansatz erfasst werden kann.

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All diese Szenarios sind reine Meinungsäußerungen. Ihre gemeinsame Grundlage ist die Erwartung, dass sich eine Große Depression immer nur auf ein und dieselbe Art und Weise abspielen kann – der Aktienmarkt muss crashen. Dabei begreifen sie einfach nicht, worum es hier in Wahrheit geht. Wir haben es hier mit einer Staatsschuldenkrise zu tun – nicht mit irgendeiner Spekulationsblase bei Aktien. Dieses Aktiencrash-Szenario ist bei dieser Gruppe aber so tief in den Köpfen eingegraben, dass es völlig unerheblich ist, welche Beweise man ihnen zeigt, da das an ihren Auffassungen rein gar nichts ändern wird.

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Sie behaupten fortwährend, dass der Crash am Aktienmarkt einsetzen wird, sobald die Zinsen steigen. Sie scheren sich überhaupt nicht darum, ihre Theorien mal irgendwie mit Fakten zu verifizieren. Der Aktienmarkt legte von 1927 bis 1929 eine Rally hin, während sich die Zinsen verdoppelten. Dennoch verbreiten sie immer noch ihre Standard-Behauptung, dass die Aktien fallen müssen, wenn die Zinsen steigen. Sie sind in ihrem eindimensionalen Denken hoffnungslos gefangen.

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1927 fand ein geheimes Treffen der Zentralbanker statt mit dem Ziel, die US-Zinsen zu senken und so die aus Europa in die USA kommenden Kapitalströme zurückzudrängen. Das ist dieselbe idiotische Theorie negativer Zinssätze, wie wir sie heute haben – die Annahme, dass sich das Geld einfach in Richtung der höheren Zinsen bewegen wird. Jetzt verlangen die G20-Länder von der US-Notenbank, dass sie die Zinsen nicht erhöht, weil so viele Schwellenländer ihre Schulden in US-Dollars ausgegeben haben. Aber in den 1930er Jahren machten sie genau dasselbe! Was sie dabei völlig ignorieren, ist die Frage des Vertrauens.

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Darüber hinaus haben diese Typen überhaupt keine Ahnung von Währungen. Es war einfach nur ein Witz, als sie erklärten, dass die Schweiz für das Verbot der Goldreserven stimmen müsse und der Schweizer Franken, wäre er goldgedeckt, zur stärksten Währung des Planeten avancieren würde. Sie hetzen fortwährend gegen den US-Dollar und begreifen einfach nicht, dass eine starke Währung die Exporte reduziert und Arbeitslosigkeit befördert. Ein starker Schweizer Franken war exakt das, was die Schweizerische Nationalbank mit ihrer Währungskopplung an den Euro verhindern wollte.

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Unsere Prognose eines starken US-Dollars ist nicht bullisch für die US-Wirtschaft. Mit dieser Prognose legen wir ja noch nicht einmal nahe, dass es irgendeine Art von robuster Wirtschaftserholung geben würde. Der US-Dollar wird steigen, während die Wirtschaft fällt, so wie es auch von 1980 bis 1985 und während der Großen Depression der Fall war. Das ist die Art, auf die es nach unten geht. Der US-Dollar schoss während der Großen Depression dramatisch in die Höhe, und das ist auch genau der Grund, warum Roosevelt die Goldkonfiskation durchführte und den an Gold gekoppelten US-Dollar von USD 20,78 pro Unze auf USD 35 pro Unze abwertete.

Diese Leute sind vollständig auf ihre eigenen Auffassungen fixiert und sie verbreiten Blödsinn, der die Menschen eine unglaubliche Menge ihrer Lebensersparnisse kostet.

Wir befinden uns jetzt in einer Staatsschuldenkrise, und das, was die Große Depression so schlimm machte, war nicht der Kollaps des Dow Jones, sondern die komplette Vernichtung bei den Staatsanleihen. Diese Anleihen wurden richtiggehend zerstört. Die Investmentbanker verkauften die Staatsanleihen damals in kleinen Stückelungen an den Durchschnittsanleger. Die Papiere waren am New Yorker Markt gelistet. Jetzt werden solche Anleihen staatlich gerettet, weil die Papiere heutzutage von den Banken gehalten werden und nicht mehr vom Normalbürger.

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Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, sollten Sie Herbert Hoovers Memoiren von 1931 lesen. Das berühmte Werk „The Great Crash“ von Galbraith, das ich in der Schule lesen musste, ist Schwachsinn und im Grunde politische Propaganda, um eine sozialistische Agenda zu befeuern. In dem Buch wird die Staatsschuldenkrise – die die Kapitalformation vernichtete – mit keinem Wort erwähnt, denn das hätte ja dem Staat die Schuld an der Krise gegeben. Man stelle sich vor!

Es ist also überhaupt nicht verwunderlich, dass diese Leute Szenarien verbreiten, die kompletter Blödsinn sind und niemals stattfanden. Sie haben eine Agenda, die sie an den Mann bringen müssen, und diese ist bereits vorgefertigt. Daher müssen sie alle Fakten so auswählen, dass die eigene Agenda untermauert wird, während der Rest der Welt einfach ausgeblendet und ignoriert wird.

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