Starke Überhitzung: Aktienblase beim DAX könnte noch dieses Jahr platzen!

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 01.03.2015

Ich hatte ja bereits davor gewarnt, dass der Deutsche Aktienmarktindex (DAX) weiter steigen würde, da der DAX gegenwärtig das Ziel einer innereuropäischen Kapitalflucht ist. Das Problem, mit dem wir es hier zu tun haben, ist, dass der DAX gemeinsam mit dem Umkehrpunkt beim Economic Confidence Model (ECM – nächster Umkehrpunkt Herbst 2015) sein Hoch ausbilden könnte. Sollte sich das tatsächlich bewahrheiten und es beim DAX am Tag des ECM-Umkehrpunkts zu einem Hoch kommen, wäre das der Todesstoß für Europa, und es wäre überdies die größtmögliche Warnung, dass eine Dollarrally eine massive Deflation herbeiführen wird.

Unsere Energiemodelle legen nahe, dass es sich bei den aktuellen Anstiegen des DAX eher um ein bedeutendes Hoch handelt und hier nicht bloß ein temporäres Hoch ausgebildet wird:

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Wir gehen nach wir vor davon aus, dass März ein wichtiges zeitliches Ziel ist und wir empfehlen all unseren europäischen Lesern, den Entwicklungen in den nächsten paar Wochen hohe Aufmerksamkeit zu zollen.

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Wenn wir uns den März so anschauen, sehen wir, dass der technische Widerstand auf Monatsbasis bei dem Niveau von 11.637,81 Punkten beginnt. Das ist das nächste Ziel für ein Hoch.

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Und wenn wir uns den DAX in US-Dollars anschauen, sehen wir, dass der DAX auf Wochenbasis auch in der Leitwährung der Projektion in hohem Maße folgt. Und auch hier warnen unsere Energiemodelle, dass der DAX nun in die Gefahrenzone eingetreten ist und ein bedeutendes Hoch ausbilden könnte.

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Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass der Umkehrpunkt im Herbst 2015 ein bedeutendes Hoch für Europa wird, während die EU einen aussichtslosen Kampf führt. Brüssel vernichtet derzeit die europäische Wirtschaft – anstatt sie aus ihren Schwierigkeiten zu befreien. Es könnte sein, dass wir hier gerade auf den Vorläufer der nächsten sehr bedeutenden Großen Depression blicken, wobei die Arbeitslosigkeit heute mindestens doppelt so hoch ist wie zum Ausbruchszeitpunkt der Großen Depression, die 1929 ihren Anfang nahm.

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Ein weiterer sehr wichtiger Hinweisgeber ist die Tatsache, dass von 1929 bis 2015 insgesamt 86 Jahre verstrichen sind. Das ist also die zehnte 8,6-Jahreswelle. Das ist eine Warnung – denn das, was nach einer 10-Jahreswelle kommt, ist aus historischer Sicht meist eine bedeutende Veränderung. Und genau das ist auch der Grund, warum wir davor gewarnt hatten, dass 2015 der Beginn des Big Bangs werden würde.

Viele unserer Leser haben uns Internetlinks zugesandt, wo zu sehen ist, dass es eine ganze Reihe von Leuten gibt, die nun versuchen, unsere Modelle nachzuahmen. Das ist das Einzige, was sie tun können, da zuverlässige Prognosen nur dann möglich sind, wenn man menschliche Interpretationen außenvorlässt. Sich auf ein Podest zu stellen und vorzugeben, dass man über irgendein fantastisches Modell verfügt, das mit verschiedenen Arten der Analyse kombiniert wird, ist zwar nett, aber solange menschliche Interpretationen notwendig sind, schleichen sich auch Fehler ein.

Aus persönlicher Perspektive heraus kann niemand das vorhersagen, was er nicht selbst schon erlebt hat. Ihre Interpretationen folgen daher typischerweise irgendwelchen vorgefassten Zukunftsvisionen, und genau hierin liegt auch das Problem. Umso stärker sie vorgeben, die künftige Entwicklung zu kennen, desto größer ist das Risiko, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, für die Gesellschaft einzutreten, da diese Typen jedwede Fortschritte einfach nur diskreditieren werden. Sie richten bei der Gesellschaft weit mehr Schaden an, als sie sich vorstellen können, während sie versuchen, reich zu werden. Man kann andere nicht beraten, wenn man es nicht bereits selbst gemacht und erlebt hat.

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