Armstrong Economics: Crash-Warnung – der Euro wird nicht überleben!

Der Euro bricht gegenwärtig immer stärker ein, und das ist noch die gute Nachricht, denn laut dem renommierten Analysehaus Armstrong Economics wird die europäische Einheitswährung nur noch wenige Jahre überleben. Die EU-Politiker könnten die Lebenszeit des Euros mit drakonischen Maßnahmen noch ein klein wenig verlängern, doch am Untergang dieses monetären Reinfalls wird das auch nichts mehr ändern.

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 09.03.2015

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Euro zusammenbricht und in der Versenkung verschwindet. Die Präsidentschaftswahlen in Frankreich könnten der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt und die Auflösung des Euros einleitet.

Der Grund dafür ist denkbar einfach. Die wirtschaftliche Hölle in der Eurozone – mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 60% – ist eine Warnung, dass man in Europa komplett dabei versagt, Arbeitsplätze zu schaffen, und eine 20%ige Arbeitslosenquote in der Eurozone würde bedeuten, dass das Ende der Einheitswährung mit massiven Bürgerunruhen einhergeht.

Griechenland ist nicht das Problem. Griechenland veranschaulicht lediglich das Problem. Brüssel versucht gerade mit allen Mitteln zu überleben, aber das Endspiel begann bereits in 2008. 2008 war das schicksalhafte Jahr, wo der Euro sein Hoch ausbildete. Es war der Beginn der Endzeit für Europa.

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Gedankenlose Beobachter sind ja immer noch der Meinung, dass eine starke Währung mit einer Aktie vergleichbar wäre und eine Aufwertung eine Stärke und nicht eine Schwäche widerspiegeln würde. Das rührt von den völlig verqueren Auffassungen zur Inflation und Deflation her. Umso höher eine Währung im Preis steigt, desto stärker fällt die Deflation aus, da die Vermögenswerte die andere Seite der Medaille sind. All jene, die sich vehement für eine Rückkehr zum Goldstandard einsetzen, wünschen sich also Deflation, wo die Vermögenswerte gemeinsam mit den Gehältern sinken.

Allein schon aus technischer Perspektive lag der Jahresschlusskurs des Euros 2014 unterhalb seines Aufwärtstrendkanals, dessen Stützungslinie bei USD 1,22 verlief. Der Euro ging 2014 mit USD 1,2099 aus dem Handel.

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Die Rally beim Deutschen Aktienindex (DAX) spiegelt wider, dass das Smart Money nun in zunehmendem Maße gegen das Überleben des Euros zu wetten beginnt. Aus zeitlicher Perspektive ist das früheste Ziel für das Ende des Euros 2018. Basierend auf einem normalen Trading-Zyklus scheint der späteste Zeitpunkt für das Ende des Euros 2020/2021 zu sein.

Würde der Euro mit gesetzlichen Schikanen am Leben erhalten – da die europäischen Führer ja so versessen darauf sind, die demokratischen Wahlen abzuschaffen, obwohl sie wissen, dass sie komplett daneben liegen –, würde sich die Lebenszeit des Euros maximal um den Halbzyklus nach dem nächsten Hoch des Economic Confidence Model (ECM) im Jahr 2023 verlängern – das wären von 2008 aus 17,2 Jahre, womit wir auf das Jahr 2025 kämen.

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Das hinter dem Euro stehende monetäre Konzept ist eine einzige Katastrophe. Der fatale Fehler bei der Schaffung des Euros war die Weigerung, die Schulden der Mitgliedsländer zu konsolidieren (Schuldenunion), denn für eine Einheitswährung sind einheitliche, konsolidierte Schulden eine essentielle Voraussetzung.

04So etwas kommt nun einmal dabei heraus, wenn Rechtsanwälte Staaten lenken. Sie wissen zwar, wie man Gesetze schreibt und Menschen abstraft, die sich nicht daran halten – aber sie wissen nichts von der Wirtschaft oder der Natur des Menschen.

Die deutschen Schulden werden bald explodieren. Dann haben wir noch die Implosion des Euro-Bankensystems, da ihre gesamten Bankreserven auf politisch korrekten Investments beruhen – sie haben also in die Staatschulden aller Euroländer investiert. Wir haben es hier mit einer griechischen Tragödie zu tun, mit einer Komödie aus Fehlentscheidungen und Leuten in Brüssel, die sich weigern einzuräumen, dass sie es massiv verrissen haben. Sie weigern sich zuzugeben, dass das Schiff gerade untergeht.

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