Euro-Rettung: USD 1 Billion waren nicht genug

Kurt Nimmo, Infowars.com, 11.05.2010

Die gestern von der EU und dem IWF geschaffene schwindelerregende Hochstimmung eine Billion Dollar über den Schulden der Eurozone abzuwerfen, ist, wie vorhergesagt wurde, verflogen. Die Investoren haben mitbekommen, dass die „fiskalische Verschärfung“ – geplünderte Pensionen, zerstörte staatliche Sozialleistungen, die Lebensstandards im freien Fall – das Wachstum in der Eurozone negativ beeinflussen und in Erwartung drohender Pleiten zur Zinserhöhung durch die Zentralbanker führen wird.

Nach einem euphorischen Anstieg des Standard & Poor´s 500 Index am gestrigen Tage, der auf die Ankündigung folgte, fielen die US-Termingeschäfte diesen Morgen um 9:01 Uhr in New York um 1,1% auf 1.143,5 Punkte, was bedeutet, dass man auf einem niedrigeren Niveau handelte, als dies vor der gestrigen Ankündigung des Hilfspakets der Fall war, so Bloomberg.

„Die Euphorie der 24 Stunden ist vorbei.“ schrieb der Europachef für Währungsanalysen bei der Bank of Tokyo Mitsubishi UFJ Ltd. in London, Dereck Halpenny, heute in einem Bericht.

„Wir zweifeln ein wenig daran, dass die Schritte dem Euro etwas Unterstützung bieten werden und das Hilfspaket ändert nichts an der Tatsache, dass Spanien und im Besonderen Portugal sich immer noch weiteren schmerzlichen Austeritätsmaßnahmen werden unterziehen müssen.“

Rechnen Sie damit, dass die Zentralbanken und die EU-Apparatschiks in den kommenden Tagen sogar noch mehr Geld verlangen werden. „Langfristige Lösungen“ der Banker bedürfen der langfristigen Schröpfung der Produzenten.

Zero Hedge merkt an, dass die europäischen Banken gegen den umlagerten Euro wetten. „Zero Hedge gegenüber wurde bestätigt, dass einige der größten französischen Banken gerade den Euro abverkaufen um sich durch das weltweite Risiko einen Vorteil zu verschaffen, bei dem jede weitere Rettung nichts für den Anstieg der Boni französischer Währungshändler tut.“

Mit anderen Worten, genau die Banken, welche die EU plant zum Teil mit US-Steuerzahlergeld (oder Langzeitschulden der Steuerzahler) über den IWF zu retten, wetten gegen das Überleben des Euros.

Als Reaktion auf den nahezu augenblicklichen Zynismus im Hinblick auf die Wirksamkeit eine Billion US-Dollar in das schwarze Loch geschaffener Schulden zu werfen, gingen Investoren schlauerweise ins Gold. Gold erreichte heute ein 5-Monatshoch und näherte sich als Reaktion auf die Risiken der Eurozone bis auf USD 10 seinem Rekordhoch vom Dezember an.

„Die Euphorie, die wir gestern sahen ist fast wieder vorbei. Gold wird weiter durch die Nachfrage als sicherer Hafen gestützt und wir glauben, dass es von dort aus noch weiter steigen wird.“ erklärte der Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann gegenüber Reuters. „Die Marktteilnehmer sind trotz des Hilfspakets vom letzten Wochenende immer noch besorgt über die finanzielle Lage einer Reihe von Ländern der Eurozone und ihre Schuldenprobleme.“

Die internationalen Banker werden damit weitermachen die Wirtschaftskrise auszubeuten, die sie mit dem Subprime-Hypotheken Fiasko und ihren Massen an Derivaten und toxischen Müll vom Zaum gelassen haben. Die Ansteckung hat sich schnell nach Europa erstreckt und wird schon bald an Spanien, Portugal und Großbritannien nagen, um mal drei Kandidaten zu nennen. Griechenland und Island sind die Präzedenzfälle.

Das vorausgegangene Rettungspaket in Höhe von USD 147 Milliarden und das gegenwärtig vorgeschlagene Geschenk in Höhe von USD 1 Billion werden nicht ausreichen um die Dinge aufzuhalten. Sie sind auch garnicht dazu gedacht die Dinge aufzuhalten. Sie sind dafür gedacht die Schulden und Sklaverei zu erhöhen, die letztendlich dadurch geschaffen wird.

„Von jetzt an werden in bedeutendem Umfang Depressionen geschaffen.“ erklärte der Kongressabgeordnete Lindberg, nachdem die Federal Reserve gegründet wurde.

Die aktuelle Krise wurde ebenfalls künstlich geschaffen. Sie wird ihren gefräßigen Weg solange fortsetzen, bis die Bankster die Herrscher über alle von uns sind, wie der Abgeordnete Louis McFadden, der Vorsitzende des Bankenausschusses des Kongresses, infolge der Großen Depression verkündete.

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