Warum Dirigisten Gold hassen

Jacob Hornberger, Future of Freedom Foundation, 26.06.2010

Inmitten der zunehmenden Forderungen der Dirigisten die Ausgaben des Bundes zu erhöhen, kann man den tief sitzenden Hass auf Gold unter den Anhängern des Dirigismus förmlich spüren. Der Grund dafür ist, Dirigisten wissen, dass es sich bei Gold um ein Kommunikationswerkzeug handelt, das den Menschen verrät, was die Regierungsbeamten mit ihrem Geld treiben. Geht es nach den Dirigisten, ist dies das Allerletzte, was die Menschen herausfinden sollen.

Der Wohlfahrts- und Kriegsstaat der Bundesregierung befindet sich praktisch an allen Ecken und Enden in einer tiefen Krise.

Bei all ihren praktischen Zwecken sind die ach so geliebten sozialen Wohlfahrtsprogramme wie Sozialhilfe, die Gesundheits- und Arzneimittelprogramme sowie andere staatliche Leistungen ruiniert und pleite. Das kommt daher, weil es keine Geldreserven gibt um die notwendigen Zahlungen zu leisten, die benötigt werden um sie an die Empfänger zu verteilen. Stattdessen zieht die Regierung einen Teil der Gelder in Form von Steuern ein um diese Zahlungen leisten zu können. Das Problem ist jedoch, dass die Steuereinnahmen trotzdem nicht ausreichend sind um alle Empfänger sozialer Leistungen auszuzahlen und es einen enormen Fehlbetrag gibt.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, dass eine Person mit einem jährlichen Gehalt von USD 100.000 verpflichtet ist jedes Jahr Ausgaben in Höhe von USD 1.000.000 zu bestreiten, aber über keinerlei Ersparnisse verfügt. Wären Sie nicht der Meinung, dass sich diese Person auf den Weg in den Bankrott befindet?

Erschwerend kommt hier noch das Kriegswesen der Regierung hinzu, zu dem die massiven und immer weiter anwachsenden Ausgaben des Militärs und des militärisch-industriellen Komplexes gehören. Wir sprechen hier nicht nur über die anhaltenden Besatzungen im Irak und in Afghanistan, sondern es geht auch um das sich immer weiter ausdehnende Netzwerk von US-Basen in mehr als 100 Ländern, US-Truppen in Orten wie Europa, Asien, Afrika und Südamerika sowie hunderte von Militärbasen hier in den Vereinigten Staaten. Wie die Römer, Briten und Sowjets bereits in Erfahrung brachten, handelt es sich bei der Aufrechterhaltung eines Imperiums um eine teure Veranstaltung.

All diese militärischen Ausgaben kommen zu der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben der Regierung hinzu. Wie bezahlen sie für diesen Differenzbetrag? Sie leihen sich das Geld und senden die Bundesregierung immer tiefer in die Schulden.

Denken Sie an den Typen, der jährlich Zahlungen in Höhe von USD 1.000.000 leisten muss, aber nur USD 100.000 pro Jahr verdient. Angenommen er geht zur Bank und leiht sich jährlich USD 900.000 um den Fehlbetrag auszugleichen, würde die Bank nicht irgendwann sagen: „Bis hierher und nicht weiter! Wir geben Ihnen kein Geld mehr und Sie müssen uns das zurückzahlen, was Sie uns schulden.“?

Unterdessen setzen die Dirigisten ihre Hoffnungen auf eine „Wiederbelebung“ der Wirtschaft, mit der sie höhere Ausgaben des Bundes zu bewerkstelligen hoffen. Die sich dahinter verbergende Idee ist, dass, wenn sie mehr Leute zurück in Arbeit brächten, die US-Steuerbehörde, IRS, dann ihre Einkommen besteuern könnte um diese massiven sozial/kriegsstaatlichen Ausgaben finanzieren zu können. Wenn genügend Steuereinnahmen hereinkämen um alle Ausgaben zu decken, dann müsste man keine sozial/kriegsstaatlichen Leistungen einstellen. Es wäre wieder eine glückliche Zeit, dem Parasiten und seinem Wirt ginge es wieder prächtig.

Aber wie kann die Regierung noch mehr Geld ausgeben, wenn die Steuern und Schulden bereits so riesig sind? Die Dirigisten fordern von der Bundesregierung, dass sie ganz einfach Geld druckt um die bestehenden Schulden und die anhaltenden Defizite abzudecken. Das ist der Moment, wo die Federal Reserve ins Spiel kommt. Das ist von Anfang an ihr Job gewesen – für die immer weiter anwachsenden Ausgaben und immer weiter steigenden Schulden einer sozial/kriegsstaatlichen Regierung aufzukommen, indem man die Währung durch monetäre Ausweitung ganz einfach ihres Wertes beraubt und abwertet.

Aus Sicht der Dirigisten ist das wundervolle an der Inflation, dass die meisten Leute überhaupt keine Ahnung davon haben, was die Regierung ihnen antut. Sie erleben, wie die Preise in allen Bereichen des Lebens bei solchen Dingen wie Lebensmitteln, Benzin und Autos steigen und kommen umgehend zu dem Schluss, dass es sich bei den Missetätern um gierige, nach Profit strebende Geschäftsleute handelt. Aufgrund der Komplexität der Handlungen der Federal Reserve hat der durchschnittliche Bürger nicht die leiseste Ahnung, dass die steigenden Preise in Wirklichkeit lediglich eine entwertete Währung widerspiegeln.

Bei Gold ist das anders. Im Gegensatz zu Lebensmitteln, Benzin und Autos wissen die Menschen instinktiv, dass Gold anders ist. Wenn sie sehen, wie der Goldpreis kräftig ansteigt, dann wissen sie, dass etwas nicht stimmt. Sie spüren oder hören von Anderen, dass Gold darüber Auskunft gibt, was Regierungsbeamte mit dem Geld der Menschen treiben.

Das ist der Grund, warum Regierungsbeamte Gold hassen. Sie wollen in der Lage sein nach Herzenslust Geld auszugeben und zu drucken, ohne dass die Menschen begreifen, dass sie während dieses Prozesses ausgeplündert werden. Das ist in der Tat auch der Grund dafür, warum Präsident Franklin Roosevelt Gold verstaatlichte und den Besitz für Amerikaner zum Kapitalverbrechen erklärte. Er wollte nicht, dass die Amerikaner etwas über die Ausgaben, Schulden und inflationäre Orgie erfahren, welche der Wohlfahrts- und Kriegsstaat mit sich bringt und auf ewig in der Zukunft mit sich bringen würde.

Da die Ausgaben des Bundes auch unter der Obama-Regierung weiterhin in die Höhe schnellen, sollten Sie damit rechnen, dass die Federal Reserve die Druckerpresse voll aufdreht. Seien Sie auch nicht überrascht, wenn Obama – der Mann, welcher jetzt die allmächtige Befugnis in seinen Händen hält Amerikaner zu ermorden, zu foltern, einzusperren und das Geld aus ihnen herauszupressen – in Bezug auf Gold den Fußstapfen von Roosevelt folgt.

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