18 Anzeichen, dass Amerika vor aller Augen verrottet

The Economic Collapse, 17.08.2010

Manchmal ist es nicht notwendig Tatsachen und Zahlen wie die Staatsverschuldung und das Handelsdefizit anzuführen um zu vermitteln, wie schlimm der Niedergang Amerikas wirklich ist. Die Wahrheit ist, dass Millionen Amerikaner mit ihren eigenen Augen dabei zusehen können, wie Amerika verrottet, dafür brauchen sie einfach nur ihr Haus zu verlassen.

Eine Rekordzahl an Häusern wurde zwangsvollstreckt und in einigen der am meisten heruntergewirtschafteten Städte sind bis zu einem Drittel aller Häuser aufgegeben worden. Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin auf Depressionsniveau und die Zahl der Amerikaner auf Lebensmittelmarken bricht Monat für Monat neue Rekorde.

Aufgrund gravierender Einschnitte bei den Haushalten explodieren gerade die Klassengrößen an den Schulen und ganze Schulprogramme werden gestrichen. In einigen Gegenden sperren die Schulen sogar nur noch vier Tage die Woche auf.

Da nur noch wenig Geld zur Verfügung steht, stürzen Brücken ein und in vielen Gemeinden wird die Straßenbeleuchtung einfach abgeschaltet. In einigen Gegenden werden die Asphaltstraßen gerade wieder in Schotterstraßen verwandelt, da diese in der Wartung nicht so teuer sind. Es gibt noch nicht einmal genügend Polizei um die zerfallenden Städte zu patrollieren, da die Haushaltsprobleme die Gemeinden überall in den USA dazu zwangen zehntausende Beamte zu entlassen.

Es gab einmal eine Zeit, wo das amerikanische Volk fieberhaft am Aufbau wunderschöner, glänzender Gemeinden arbeitete, die überall im Land zu finden waren. Jetzt können wir jedoch dabei zusehen, wie diese Gemeinden buchstäblich in Zeitlupe in sich zusammenbrechen und verfallen. Nichts hält ewig, aber für Diejenigen, denen Amerika wirklich am Herzen liegt, ist es eine unglaublich traurige Angelegenheit mit ansehen zu müssen, was jetzt mit dieser großen Nation geschieht, die von ihren Vorvätern errichtet wurde.

Im Folgenden finden sie 18 Anzeichen, dass Amerika gerade vor aller Augen verrottet:

1. Aufgrund massiver Haushaltseinsparungen verlangen die Schulen der Vereinigten Staaten von ihren Schülern im ganzen Land mehr Zubehör selbst mitbringen, als dies jemals zuvor der Fall gewesen ist. In Moody im US-Bundesstaat Alabama ist den Grundschülern gesagt worden, dass sie ihre Papiertücher, Müllbeutel und Flüssigseife selber mit in die Schule bringen müssten. In der Pauoa Grundschule in Honolulu auf Hawaii teilte man allen Schülern mit, dass sie einen Viererpack Toilettenpapier mitzubringen haben.

2. Laut der American Association of School Administrators gaben 48% aller US-Schuldistrikte für das kommende Schuljahr Haushaltseinsparungen von 10% oder weniger und 30% aller US-Schuldistrikte Einsparungen von 11% – 25% an.

3. In Chicago könnten die drastischen Haushaltseinsparungen dazu führen, dass die durchschnittliche Klassengröße auf 37 Schüler anschwillt.

4. Der Gouverneur von Hawaii hat bei allen Schulen den Freitagsunterricht ausgesetzt. Die Lehrer und Schüler haben dort jetzt nur noch eine 4-Tage Woche.

5. Laut der Federal Highway Administration sind rund ein Drittel aller wichtigen Verkehrsstraßen bereits in einem minderwertigem Zustand.

6. Überall in den Vereinigten Staaten werden Asphaltstraßen aufgebrochen und wieder in Schotterstraßen verwandelt, da die Wartung günstiger ist. Der US-Bundesstaat Süddakota hat im vergangenen Jahr bereits über 160 Kilometer Asphaltstraße in Schotterstraße verwandelt und 38 von 83 Gemeinden des US-Bundesstaats Michigan haben damit begonnen einige ihrer Asphaltstraßen in Schotterstraßen zu verwandeln.

7. Laut der US-Transportbehörde bedürfen mehr als 25% der 600.000 Brücken in den USA umfängliche Reparaturen oder müssen mehr Verkehr bewältigen, als bei ihrer Entwicklung ursprünglich angedacht war.

8. In einem hoffnungslosen Versuch Geld zu sparen, hat die Stadt Colorado Springs ein Drittel ihrer Straßenbeleuchtung abgeschaltet und bietet ihre Polizeihubschrauber nun zum Verkauf an.

9. Arizona hat die Gelder für Ganztageskindergärten gestrichen und eine Reihe von Naturschutzparks geschlossen.

10. Der Bundesstaat New York musste im vergangenen Jahr aufgrund von Haushaltseinsparungen die Pflege von rund 100 Naturschutzparks und historischen Orten zurückfahren.

11. In Clayton im US-Bundestaat Georgia wurde das gesamte öffentliche Bussystem aufgelöst um USD 8 Millionen einzusparen.

12. An einem anderen Ort in Georgia fanden sich jüngst 30.000 Menschen ein um einen von gerade einmal 13.000 Anträgen auf staatlich bezuschusste Wohnungen zu erhalten. Es kam zu fast aufstandähnlichen Tumulten, bei denen 62 Menschen verletzt wurden. Das verwunderliche an der Geschichte war, dass bei diesem ganzen Tumult lediglich die Möglichkeit bestand sich auf eine Warteliste einzuschreiben. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch nicht einmal die entsprechenden Gutscheine.

13. In der Stadt Philadelphia kosteten „Ausfälle“ bei der Belegung von Feuerwehrstationen einen 12-jährigen autistischen Jungen namens Frank Marasco jüngst das Leben.

14. Der Polizeichef der kalifornischen Stadt Oakland, Anthony Batts, erklärte, dass seine Abteilung aufgrund massiver Haushaltseinsparungen auf eine ganze Reihe von Straftaten einfach nicht mehr reagieren könne. Zu den Straftaten, die von Oaklands Polizei nicht mehr länger verfolgt werden, gehören schwerer Diebstahl, Einbruch, Autounfälle, Identitätsdiebstahl und Vandalismus.

15. Der Sheriff der Gemeinde Ashtabula im US-Bundesstaat Ohio hat seine Abteilung von 112 Mitarbeitern auf 49 reduzieren müssen. Jetzt ist nur noch ein Fahrzeug übrig um die 1.900 Quadratkilometer der Gemeinde zu patrollieren.

16. Von 315 Kommunen, die jüngst seitens der Polizeigewerkschaft des US-Bundesstaats New Jersey überprüft wurden, gaben mehr als die Hälfte an, dass sie gerade Planungen ausarbeiten Polizeibeamte zu entlassen.

17. Es ist aber nicht so, dass es den Kriminellen viel besser ergehen würde. In Camden in New Jersey haben sich die Dinge so stark verschlechtert, dass nicht einmal mehr die Drogenhändler noch Geld ausgeben.

18. Fast Jeder kennt Jemanden, den dieser wirtschaftliche Rückgang in bedeutendem Maße geschadet hat. Eine neue landesweite Telefonumfrage der Firma Rasmussen ergab, dass 81% der erwachsenen Amerikaner Jemanden kennt, der gefeuert wurde und nach einem Arbeitsplatz Ausschau hält.

Können sich die einzelnen Bundesstaaten nicht einfach der Sache annehmen und das Problem lösen? Nein, die Wahrheit ist, dass die US-Bundesstaaten hoffnungslos pleite sind. Eine ganze Reihe von ihnen steht in Wirklichkeit sogar direkt vor der Zahlungsunfähigkeit und man kommt nicht an der Tatsache vorbei, dass die notwendigen Einschnitte bei den Haushalten in den nächsten Jahren noch wesentlich drastischer sein müssen.

Kann die US-Bundesregierung nicht helfen und die Staaten retten? Ja, das ist möglich, aber wie wir jüngst im Detail berichteten, versinkt die US-Regierung gerade buchstäblich in einem Meer aus Schulden. Die US-Regierung gibt dieses Jahr bereits eine Geldmenge aus, die sich auf rund 25,4 % des Bruttosozialprodukts beläuft.

Wie viel Geld kann die US-Regierung wahrscheinlich noch ausgeben? Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie gravierend die Situation wirklich ist, sei auf die Stellungnahme des Internationalen Währungsfonds hingewiesen, der erklärte, dass die US-Regierung die Steuern jedes einzelnen Amerikaners verdoppeln müsste um das US-Haushaltsdefizit wieder in den Griff zu bekommen.

Sind Sie dazu bereit das Doppelte an Steuern zu zahlen?

Es ist völlig egal, von welcher Warte man es auch betrachten mag, die USA befinden sich in gigantischen finanziellen Schwierigkeiten und das amerikanische Volk fängt gerade an diese Tatsache zu begreifen. Eine neue Umfrage ergab, dass fast zwei Drittel der Amerikaner der Meinung sind, die US-Wirtschaft würde sich erst noch weiter verschlechtern, bevor es wieder besser wird.

Bedauerlicherweise ist es jedoch so, dass die Dinge nicht „besser“ werden – zumindest nicht langfristig gesehen. Der Niedergang und die Fäulnis, die sich bereits breit machen, werden nur noch schlimmer werden.

Diese Probleme sind nicht über Nacht aufgetaucht und sie können auch nicht über Nacht gelöst werden. Unsere Führer haben seit Jahrzehnten sehr schlechte Entscheidungen getroffen und wir werden jetzt gerade von all diesen schlechten Entscheidungen eingeholt.

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