Kriegsrhetorik gegen den Iran: CIA eröffnet Zentrum zur Proliferationsbekämpfung

Kurt Nimmo, Infowars.com, 18.08.2010

Während das Säbelrasseln gegenüber dem Iran im Rahmen der Angriffsvorbereitungen immer weiter zunimmt, verkündete die CIA ein „Zentrum zur Bekämpfung von Weiterverbreitung [zu gründen] um die Verbreitung gefährlicher Waffen und Technologie zu bekämpfen, ein Maßnahme, die kommt, während die neue Atomanlage des Irans kurz davor steht mit Brennstäben versorgt zu werden .“ berichtet Associated Press.

Obamas CIA Chef, Leon Panetta, erklärte, dass die CIA die Zusammenarbeit zwischen ihren „Agenten“ – vermutlich die „dunkle Seite“ von der Cheney so liebevoll sprach – und ihren ruhigeren Analysten weiter formalisieren wolle.

Der Sprecher der CIA, George Little, erklärte, die Zusammenarbeit zwischen Agenten und Analysten habe bereits Ergebnisse zu Tage gebracht, wozu auch die „Enthüllung“ des letzten Jahres gehöre, als man die „Entdeckungen des geheimen syrischen Atomreaktors und Irans nicht bekannt gegebener Anreicherungsanlage nahe Ghom“ machte.

In Wirklichkeit war der CIA die iranische Anlage in Ghom jedoch schon vor drei Jahren bekannt, man entschied sich aber dafür , diese „Enthüllung“ erst vergangenes Jahr bekannt zu geben, als der Zug mit den Anhängern, die sich für eine Bombardierung des Irans aussprechen, mit neuem Elan unter einem neuen und (zu jener Zeit) weniger mit Skandalen befleckten Präsidenten wieder an Fahrt aufnahm.

Israel behauptete Syriens junges Atomprogramm unschädlich gemacht zu haben, wie sich später jedoch herausstellte, handelte es sich dabei lediglich um Propaganda.

„Wir haben keine unabhängigen Erkenntnisse darüber, dass es sich um eine Nuklearanlage handelte – nur die Behauptungen der Israelis und einige mehrdeutige Satellitenaufnahmen, die ein Gebäude zeigen, bei dem die Syrer einräumten, dass es sich dabei um eine Militäranlage handelt.“

erklärte ein Beamter, der aufgrund der Sensibilität des Themas anonym bleiben wollte. Wie üblich handelt es sich bei den Adjektiv „anonym“ und dem Substantiv „Sensibilität“ um untrennbar mit dem Regierungsjargon verbundene Worte, was erst recht zutrifft, wenn die Massenmedien mal wieder aus einem Drehbuch ablesen.

Teil der Anstrengungen der CIA sich in die Angelegenheiten souveräner Nationen einzumischen, war auch der von der CIA angewandte Kniff die iranischen Operationen der Atom-Zentrifugen in Natanz zu unterbrechen. Ein leitender Analyst des „Institute for Science and International Security“, Paul Brannan, erklärte, dass die CIA es geschafft hätte Einblick in die „mangelhaften Bestandteile der iranischen Nuklearversorgungskette“ zu gewinnen.

Stellen Sie sich vor, die Iraner würden sich in das Atomprogramm der Vereinigten Staaten einmischen. Der Kongress würde innerhalb von Tagen den Krieg erklären. Da der Kongress aber keinen Krieg mehr erklärt, so wie es die Verfassung vorschreibt, ist es wahrscheinlicher, dass die allmächtige imperiale Exekutive ein Dekret erließe, mit welchen man einen Angriff forderte.

Brannan war jedoch dazu genötigt die Wahrheit einzuräumen. Associated Press meldete: „Brannan erklärte, dass die Bushehr-Anlage keine Bedrohung für die Weiterverbreitung ist, da der Iran nicht in der Lage ist, dass verbrauchte Brennmaterial in waffenfähiges Atommaterial umzuwandeln.“

Die CIA wird den Iranern natürlich keinen Freifahrtsschein verpassen. Die Vereinigten Staaten sind das einzige Land auf dem Planeten, das jemals ein anderes Land mit Atomwaffen angegriffen hat. Im Hinblick auf die Weiterverbreitung von „Massenvernichtungswaffen – atomare, chemische und biologische“ – sollte die CIA besser einen Blick auf das US-Handelsministerium werfen. Das US-Handelsministerium gab zwischen 1985 und 1989 Exporte von biologischen Materialien an das von Saddam Hussein regierte Irak frei, wozu auch 21 Sendungen von tödlichen Anthrax-Stämmen gehörten.

Internationale Konzerne spielten bei diesen Bemühungen eine wichtige Rolle – Phillips Petroleum, Unilever, Alcolac, Allied Signal, American Type Culture Collection und Teledyne verkauften dem Irak Chemikalien, die zivil wie auch militärisch eingesetzt werden konnten, und biologische Proben für die biologischen Waffenprogramme des Irak. Während einer Gerichtsverhandlung, wo Teledyne wegen Verletzungen von Export- und Waffenexportgesetzen angeklagt war, erklärte das Unternehmen, die CIA hätte die Übersendung der Materialien freigegeben.

Was Atomwaffen und Schurkenstaaten angeht, sollten wir auch die Rolle des früheren US-Verteidigungsministers, Donald Rumsfeld, berücksichtigen. 2003 wurde enthüllt, dass Rumsfeld eine wichtige Rolle dabei spielte sicherzustellen, dass Nordkorea seine Atombombe auch bekommen würde. Bevor er seine Rolle als Meister des Todes und der Zerstörung antrat (alleine im Irak wurden über eine Million Menschen getötet), hatte Rumsfeld eine hohe Führungsposition bei der in der Schweiz ansässigen Firma ABB inne, die nette USD 200 Millionen dabei machte Nordkorea die Ausrüstung und Dienstleistungen für zwei Atomkraftwerke in Khumo zu liefern.

Natürlich geht es beim „Zentrum zur Weiterverbreitungsbekämpfung“ der CIA nicht darum Unternehmen und die CIA selbst davon abzuhalten für die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen bestimmte Materialien weiterzuverkaufen. Es geht um die Dämonisierung Irans, Syriens, Nord Koreas und anderer offiziell erklärter Feinde.

Es geht um künftige Kriege und die notwendige Propaganda, diese Kriege dem zunehmend unwichtiger werdenden amerikanischen Volk unterzujubeln.

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