WikiFreaks in Action: Die CIA liebt ihren wasserstoffblonden Rattenfänger

WikiLeaks: Eine Unterwanderungsoperation, genauso wie sie von Vertretern des weißen Hauses gewünscht wurde

Webster G. Tarpley, Tarpley.net, 20.01.2011

Auf der ganzen Welt erkennen immer mehr Menschen, dass das absurde WikiLeaks/Julian Assange-Theater nichts weiter als eine radikale Operation der psychologischen Kriegsführung darstellt.

WikiLeaks und ihr verstörter Chef stellen die klassische Form eines „Limited Hangout“ dar – also einer stark eingeschränkten Selbstenthüllung. Es ist eine Art dieser entsetzlichen Stripteasenummern, bei der eine Frontorganisation fingierte wie auch vorausgewählte Materialien veröffentlicht, die seitens der Geheimdienste mit dem Ziel, Schaden anzurichten, bereitgestellt werden.

Hier soll jedoch weder die CIA, noch Großbritannien oder die Israelis geschädigt werden, vielmehr zielen die Veröffentlichungen auf die Liste der klassischen Feinde der CIA ab, zu denen Figuren wie Putin, Berlusconi, Karzai, Gaddafi, Rodriguez de Kirchner usw. gehören.

In Tunesien bescherten durch WikiLeaks an die Öffentlichkeit gelangte Materialien, die den Ex-Präsidenten Ben Ali schädigten, dem CIA-Hauptquartier in Langley bereits einen Glücksfall, da es dadurch zu einer eher selten vorkommenden Form der Amtsenthebung einer verschanzten arabischen Regierung kam.

Seit der Flucht von Ben Ali hat sich in Washington und Langley ein wahrhafter Wahn breitgemacht. Die US-imperialistischen Planer sind nun der Meinung, dass sie ihr Modell der angestaubten farbigen Revolution – dem volksgetriebenen CIA-Staatsstreich oder auch postmodernen Putsch – gegen eine ganze Reihe von Ländern der arabischen Welt und weit darüber hinaus, zum Beispiel Italien, wiederbeleben können.

Die farbigen Revolutionen machten in letzter Zeit einen recht angeschlagenen Eindruck, was ein Ergebnis der gescheiterten Twitter-Revolution im Juni 2009 im Iran gewesen ist. Zuvor, im Jahre 2005 war bereits die Zedern-Revolution im Libanon gescheitert. Die Orangene Revolution in der Ukraine wurde wieder zurückgetrieben und mündete in der Amtsenthebung der NATO/IWF-Kleptokraten Juschtschenko und Timoschenko. Und die Rosen-Revolution Georgiens wurde dank des repressiven und kriegstreibenden Regimes des faschistischen Irren Saakaschwilli immer weiter diskreditiert.

Die USA streben danach, eine neue Generation nihilistischer Jugendlicher auf der ganzen Welt zu mobilisieren

Nun sind der Nationale Sicherheitsrat, das US-Außenministerium und die CIA jedoch der Meinung, dass der farbigen Revolution neues Leben eingehaucht wurde, was auf ihre Einschätzung zurückzuführen ist, dass die Vereinigten Staaten jetzt dank WikiLeaks und Assange die Vorstellungskraft einer neuen Generation junger Nihilisten auf der ganzen Welt in ihren Bann gezogen haben, eine Generation, die als die Post-9/11-Generation beschrieben wird und aus jungen Menschen besteht, die sich der Regierung und den Oppositionsparteien entfremdet haben, und somit bereit dafür sind, dem wasserstoffblonden Rattenfänger der CIA zu folgen.

Assange begann seine intensive Einsatzphase vor einem Jahr, indem er ein Video eines schwerwiegenden US-Kriegsverbrechens im Irak veröffentlichte. Obwohl dieses Video sehr anschaulich war, handelte es sich hierbei um ein Ereignis, das bereits weithin bekannt war.

Die zweite Veröffentlichungswelle von WikiLeaks konzentrierte sich auf den Irak, wobei der Fokus auf Premierminister Maliki und den iranischen Einfluss gerichtet war – aus irgendeinem komischen Zufall heraus war das genau zu der Zeit, wo die USA gerade versuchten, Maliki aus dem Amt zu jagen und ihn gegen die US-Marionette Allawi zu ersetzen.

Beim dritten Dokumentenabwurf von WikiLeaks, der aus Depeschen des US-Außenministeriums bestand, stellten wir fest, dass ein Großteil des diffamierenden Getratsches gegen klassische CIA-Ziele gerichtet war. Hierzu gehören unter anderem der russische Premierminister Putin, der italienische Premierminister Berlusconi, die strategische Allianz zwischen Russland und Italien, der argentinische Präsident Fernandez de Kirchner und der afghanische Präsident Karzai.

Bei dieser dritten Veröffentlichungsrunde gab es auch noch ein paar Seitenhiebe in Richtung angeblicher US-Verbündeter, die man auch in Zukunft nicht zur Ruhe kommen lassen darf und in Abhängigkeit halten muss. Zu dieser Gruppe gehören das Königshaus von Saudi-Arabien, der französische Präsident Sarkozy und andere.

WikiLeaks richtete also den Großteil seiner Feuerkraft auf Figuren, die auf der Feindesliste der CIA stehen.

Keine besinnliche Zeit für verdeckte CIA-Operationen

Assange lieferte auch ein Übermaß an Vorwänden, die Freiheit des Internets einer drakonischen Zensur und drakonischen Beschränkungen zu unterwerfen. Der totalitäre Senator Feinstein von den Demokraten forderte, dass der berüchtigte Espionage Act aus dem Jahre 1917 zu Ehren von Assange wiedereingeführt wird. Assange sei kein Aktivist, Journalist oder Entertainer – vielmehr würde es sich bei ihm um einen Spion handeln.

In verschiedenen Berichten wurde vermeldet, dass John Young von der Internetseite Cryptome die Organisation WikiLeaks, der er selbst angehört hatte, als eine CIA-Front verurteilte. In einem RT-Interview vom 29.12.2010 beschrieb Young das Internet als „eine sehr groß angelegte Spionagemaschinerie“.

Ja, das Internet ist in der Tat ein riesiges Schlachtfeld, wo die Geheimdienstbehörden der USA/Großbritanniens, Chinas, Israels, Russlands und vieler anderer Länder jede Stunde des Tages aufeinanderstoßen, während zusätzlich auch noch alle Arten von gewerblichen Spionen, Hackern, Anarchisten, Kultanhängern, Söldner-Trollen und Psychopathen mitmischen.

Die Geheimdienstbehörden füttern die verschiedenen Internetseiten dann absichtsvoll mit tatsächlichen und fabrizierten Informationen, wozu sie manchmal auch ihre eigenen verärgerten Mitarbeiter als Schnittstellen einsetzen. Unter anderem bedeutet dies auch, dass die Geschichte von Bradley Manning als solche nicht ernst genommen werden kann – wobei in diesem Zusammenhang völlig klar ist, dass Manning genausowenig wie irgendjemand anderes gefoltert werden sollte.

Man könnte behaupten, dass Assange nun zu Berühmtheit gelangt sei. Aber Fakt ist, dass die durch Wall Street kontrollierten Medien jeden berühmt machen können – das reicht von Lady Gage über Justin Bieber bis hin zu Snooki. Und genau das ist es auch, was mit Assange gemacht wurde. Es wäre falsch, sich der demagogischen Macht dieser Medien zu beugen, indem man vorgibt, dass Assange irgendeinen legitimen Wert hätte.

Bisher hatte die CIA für die Organisation ihrer farbigen Revolutionen Twitter, Facebook, YouTube usw. als Mittel eingesetzt. Nun ist die CIA der Meinung, dass sie mit Assange eine Kultfigur besitzt, die man den anschwellenden Massen der Jugend in der arabischen Welt und in anderen Entwicklungsländern – also überall dort, wo der Großteil der Bevölkerung jünger als 30 Jahre ist – verkaufen kann. Es handelt sich hier um eine Geheimdienstoperation, die unbedingt aufgedeckt werden muss.

WikiLeaks spielte vor kurzem bereits in Tunesien eine Rolle, als während der neuen CIA-„Jasmin-Revolution“ einige Depeschen des US-Außenministeriums über den genusssüchtigen Luxus und den verschwenderischen Lebensstil des Ben Ali Clans veröffentlicht wurden, was zum Sturz des Regimes führte.

Die CIA freut sich hämisch darüber, da sie der Meinung ist, nun mit Hilfe von WikiLeaks auch alle anderen arabischen Regime stürzen und die Regimeführer – von Mubarak über Gaddafi bis hin zu Bouteflika – durch neue und biegsamere Marionetten ersetzen zu können, die gewillter sind dem Iran, Russland und China feindlich gegenüberzutreten.

Sollte Assange seine viel gefeierte Weltuntergangsmaschinerie jemals auf Bank of America oder irgendeine andere Finanzinstitution richten, so wäre die Forderung gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC durchaus gerechtfertigt, dass sie den Umfang der Leerverkäufe der betroffenen Aktien durch bestimmte Hedge Fonds offenlegt, was im besonderen für die Hedge Fonds gilt, die durch George Soros kontrolliert werden.

Und was die Angriffe von Assange auf den Vatikan betrifft, so fügen sich diese ganz wunderbar in eine vier Jahrhunderte alte Geschichte der Kriegsführung britischer Geheimdienste gegen den Heiligen Stuhl, die bis zu Guy Fawkes und Lord Robert Ceciles Schießpulververschwörung des Jahres 1605 und noch länger in die Vergangenheit zurückreicht. Was hier gerade abläuft, ist also nicht wirklich neu oder einschneidend.

WikiLeaks: Keine Informationen, die den USA, Großbritannien oder Israel ernsthaft schaden würden

Es ist sehr aufschlussreich, dass die Dokumentenabwürfe von Assange keinerlei bemerkenswerte Skandale enthüllten, an denen Großbritannien und Israel beteiligt gewesen sind. Kein öffentlicher Vertreter der USA musste aufgrund irgendeiner Aktivität von WikiLeaks zurücktreten. Darüberhinaus ist auch keine einzige gegenwärtig laufende verdeckte Operation größeren Ausmaßes oder ein hochrangig platzierter Einflussagent aufgeflogen.

Nach all den Monaten haben die USA immer noch keine strafrechtliche Anklage gegen Assange vorgebracht, und das obwohl wir wissen, dass ein Großes Geschworenengericht in den USA willens wäre, sogar ein Schinkensandwich schuldig zu sprechen, sollte dies vom US-Generalstaatsanwalt so gefordert werden.

Und wenn es die Absicht der CIA gewesen wäre, Assange zum Schweigen zu bringen, wäre er einer klassischen Entführung zum Opfer gefallen, was auch Verhör genannt wird und bedeutet, dass er zusammengeschlagen, mit Drogen vollgepumpt und verschleppt worden wäre, um dann in irgendeinem Geheimgefängnis in Ägypten, Polen oder Guantanamo wieder aufzuwachen. Ansonsten hätte die CIA auch Zuflucht in der außergerichtlichen Ermordung nehmen können.

Wir müssen daher davon ausgehen, dass die neue US-Militärbehörde für Internetsicherheit, US-Cybercommand, mit ihren riesigen Ressourcen nur wenige Probleme dabei hätte, die Mirror-Sites von WikiLeaks einfach dicht zu machen, ganz egal, wie zahlreich diese auch sein mögen. Dasselbe gilt für Anonymous und andere WikiLeaks flankierende Organisationen.

Aber das sind rein spekulative Erwägungen. Vielmehr ist es nämlich so, dass Assange heutzutage als verhätschelter Schatz und Goldjunge der New York Times, des Spiegels und von El Pais daherkommt – kurzum, dass er von der gesamten offiziellen angloamerikanischen Medien-Jukebox hofiert wird.

Assange lehnt sich nun in freiherrlicher Pracht in einem britischen Landhaus zurück, das einem britischen Beamten gehört, welcher eigentlich von den Medien bezüglich seiner Verbindungen zu britischen Geheimdiensten befragt werden sollte. Die radikale Schickimickiwelt, sei es nun Bianca Jagger oder Michael Moore, liegt ihm zu Füßen.

Cass Sunstein war bei der Schaffung von WikiLeaks dabei

Anscheinend wurde WikiLeaks im Jahre 2006 gegründet. Ursprünglich war die Gruppe darauf programmiert, gegen China vorzugehen, und ihr Gremium war voll von zwielichtigen chinesischen Dissidenten und „Demokratie“-Aktivisten, die aus dem Orbit der Soros-Stiftungen stammten.

Interessanterweise sorgte ein berüchtigter totalitärer Demokrat für den ersten öffentlichkeitswirksamen Durchbruch von WikiLeaks in den US-amerikanischen Massenmedien. Hierbei handelte es sich um niemand anderes als Cass Sunstein, der sich aktuell im Weißen Haus niedergelassen hat.

Am 24.02.2007 veröffentlichte Sunstein einen Artikel in der Washington Post mit dem Titel „Schöne neue Wikiwelt“, in dem es heißt: „Wikileaks.org, die durch Dissidenten aus China und anderen Ländern gegründet wurde, plant, geheime Regierungsdokumente zu veröffentlichen und sie mit codierter Software vor der Zensur zu schützen.“

Es ist außerordentlich interessant, dass Sunstein bei der Schaffung der neuen Psychokrieg-Operation namens WikiLeaks beteiligt gewesen ist!

Das ist zufälligerweise genau derselbe Sunstein, der heute als Chef des Büros für Information und Regulierungsangelegenheiten in Obamas Weißen Haus tätig ist. Im Januar 2008 verfasste Sunstein ein Papier für die Harvard Law School mit dem Titel „Verschwörungstheorien“, in welchem er die weithin berüchtigte Forderung vorbrachte, dass die Regierung der Vereinigten Staaten Gruppen verdeckter Agenten und pseudounabhängige Einflussagenten zur „erkenntnismäßigen Unterwanderung extremistischer Gruppen“ einsetzen müsse.

Mit „extremistischen Organisationen“ sind hier Organisationen, Aktivisten und Internetseiten gemeint, die Auffassungen vertreten, welche Sunstein gerne als „falsche Verschwörungstheorien“ bezeichnet.

WikiLeaks in Action – Cass Sunsteins Programm zur erkenntnismäßigen Unterwanderung

Es dürfte klar sein, dass es sich bei Assange und WikiLeaks um exakt die praktische Manifestation des Programms zur „erkenntnismäßigen Unterwanderung“ handelt, die Sunstein gefordert hat. Dadurch kann man die Truppen zu einer Gegenreaktion treiben, das wirkliche Verständnis der Massen bezüglich der oligarchischen Beherrschung der modernen Welt abwürgen und jegliche Diskussionen darüber, welche Art von wirtschaftlichen Strategien nötig ist, um sich aus der aktuellen Weltdepression zu befreien, im Keim ersticken.

Dass es sich bei Assange dann auch noch um einen Feind der 9/11-Wahrheitsbewegung handelt, entspricht ebenfalls genau den Vorstellungen von Sunstein. Assange erklärte gegenüber dem Reporter Matthew Bell vom Belfast Telegraph im Juli vergangenen Jahres:

„Es ärgert mich ständig, dass Menschen von falschen Verschwörungen wie 9/11 abgelenkt werden, wenn wir sie umfassend mit Beweisen wirklicher Verschwörungen zum Krieg oder zu massiven Finanzbetrug versorgen.“

Mit anderen Worten: Assange behauptet, dass die Wahrheit über 9/11 nicht im Ansatz so heftig ist, wie die verschiedenen anderen Skandale, die WikiLeaks zu enthüllen behauptet. Aber die Skandale, die Assange anbietet, zielen meistens auf die Feinde der CIA ab.

Assange muss darüberhinaus ein zutiefst verstörter Mensch sein, bei dem es sich wohlmöglich auch um einen Psychopathen handelt. Er verfügt über den böse zugerichteten emotionalen Anstrich, den wir eigentlich bei einem Schüler der zahlreichen MK-Ultra Gehirnwäscheoperationen erwarten würden.

Angeblich verbrachte Assange mehrere Jahre im Psychopharmakakult von Anne Hamilton-Byrne in der Nähe der australischen Stadt Melbourne, der auch unter den Begriffen „The Family“ und „Santiniketan“ bekannt ist.

Dort wurden kleine Kinder von ihren Eltern getrennt, während ihnen LSD, Anatensol, Diazepam, Haloperidol, Largactil, Mogadon, Serepax, Stelazine, Tegretol, Tofranil und andere starke Psychopharmaka verabreicht wurden. Dutzenden dieser Kinder wurde erklärt, Hamilton-Byrne sei ihre leibliche Mutter. Darüberhinaus wurde ihnen die Haare blondiert.

Anne Hamilton-Byrne erachtete blondes Haar angeblich als ein Zeichen rassischer Überlegenheit. Aufmerksame Beobachter werden mitbekommen haben, dass Assange ab und zu blonde Haare hat, diese manchmal jedoch mehr ins braune gehen, was die Frage aufwirft, ob seine Haarpflegepraktiken nicht ein Überbleibsel aus seiner Zeit bei Hamilton-Byrne sind, von der er sagt, sich nicht daran erinnern zu können.

Wo es für andere Kinder normalerweise Kekse und Milch gab, wurde Assange da mit LSD und anderen potenten Psychopharmaka einer von Hamilton-Byrne durchgeführten Lobotomie unterzogen? Es gibt zumindest Hinweise, die in diese Richtung deuten.

Assange wäre somit ein tragisches Schauspiel eines emotional verstümmelten Produkts, das aus einer vor 40 Jahren stattgefundenen verdeckten Operation des CIA oder MI6 stammt und nun im Rahmen eines aktuellen Gegenanschlags eine prominente Rolle zugedacht ist.

Wird die Jugend dieser Welt, die sich erst vor kurzem durch ihre alberne Besessenheit mit Obama in die Nesseln setzte, abermals durch solch eine verstörte Person an der Nase herumgeführt werden?

Der Präzedenzfall: Die Pentagon-Papiere, mit denen sich die CIA reinwusch, man die Armee anschwärzte und Kennedy dämonisierte

Die Enthüllungen von Assange beinhalten hauptsächlich Dokumente, die als vertraulich oder geheim eingestuft wurden, was in Wirklichkeit bedeutet, dass die Klassifizierung „ausschließlich für internen Dienstgebrauch“ schon übertrieben wäre. Mit anderen Worten: Assange ist in Wirklichkeit ein Lieferant drittklassiger Korrespondenz, die keine welterschütternden Geheimnisse enthält.

Das erinnert doch sehr an eine ältere „Limited Hangout“-Operation des CIA, die auch unter dem Namen Pentagon-Papiere bekannt ist. Bei den Pentagon-Papieren handelte es sich um eine sorgsam geprüfte Auswahl an historischen Dokumenten sowie komplettierende Fälschungen, die sich auf den Vietnamkrieg bezogen.

Diese Pentagon-Papiere wurden von Morton Halperin und Leslie Gelb zusammengetragen. Im Nachgang machten beide von ihnen strahlende Karrieren im Außenpolitikbereich des imperialistischen Establishments. Gelb wurde der Präsident des Council on Foreign Relations, während Halperin heute als leitende politische Figur für das Rudel aus Soros-Stiftungen agiert.

Die Dokumente wurden den beiden von dem ehemaligen Mitarbeiter der RAND-Corporation Daniel Ellsberg zugespielt, der sich immer als streitsüchtiger Verfechter des Vietnamkriegs auszeichnete, bis er durch ein verdächtiges Damaskuserlebnis zum Pazifismus bekehrt wurde, und daraufhin die entsprechenden Dokumente über die US-Establishment-Presse veröffentlichen ließ – also ähnlich dem, was Assange heute praktiziert.

In den Pentagon-Papieren gab es nichts, was der gewöhnliche Leser von LeMonde oder von Corriere della Sera nicht bereits gewusst hätte. Aber, wie Mort Stahl später erklärte, finden sich unter den Linksliberalen in der Regel nur sehr wenige Helden, also hingen sie sich an Ellsberg dran und verherrlichten ihn, was von Noam Chomsky, Howard Zinn und einigen anderen vorangetrieben wurde.

(Das ist ein Syndrom, dass wir auch heute wieder beobachten können: Genau zu dem Zeitpunkt, als Obamas verräterischer Ausverkauf bezüglich der unter Busch eingeleiteten Steuersenkungsmaßnahmen zahlreichen naiven Linksliberalen die Augen öffnete, erschien auf einmal Assange als neuer Retter auf der Bühne. Es ist auch kein Zufall, dass Assange von Ellsberg als seine eigene Reinkarnation und somit ganz sicher auch zum neuen Messias ausgerufen wurde.)

Die Pentagon-Papiere wurden seitens der CIA sorgsam ausgewählt, um die Kriegsverbrechen des US-Auslandsgeheimdienstes in Vietnam zu vertuschen und sie stattdessen der US-Armee in die Schuhe zu schieben, wo immer dies möglich war. Gleichzeitig versuchte die CIA ihr riesiges Programm der Drogenproduktion und des Drogenhandels zu verdunkeln.

Mit den Pentagon-Papieren wurde auch die hervorstechendste Tatsache der gesamten Vietnam-Ära verheimlicht, nämlich dass John F. Kennedy vor seiner Ermordung das Ende der US-Führungsrolle in Vietnam vorbereitete. Stattdessen fand eine systematische Dämonisierungs- und Hetzkampagne gegen Kennedy statt, aus der dieser dann als Bösewicht hervorging.

Natürlich wurde die Rolle der CIA bei der Ermordung Kennedys durch die Pentagon-Papier in keinster Weise beleuchtet – genausowenig wie uns die verschiedenen Dokumentenabwürfe von Assange irgendetwas von Bedeutung über 9/11, die Ermordung von Rabin, die Iran-Contra-Affäre, die Bombardierung Serbiens im Jahre 1999, den Kursk-Zwischenfall, die verschiedenen farbigen CIA-Revolutionen oder die zahlreichen anderen wahrhaft großen verdeckten Operationen der vergangenen Jahrzehnte verraten.

Der „Limited Hangout“ ist keineswegs neu. Er wurde bereits im Jahre 1620 vom venezianischen Geheimdienstchef Paolo Sarpi in einem an den venezianischen Senat adressierten Geheimbericht erörtert und als Kunst beschrieben, „etwas Gutes über jemanden zu sagen, während man vorgibt, etwas Schlechtes zu sagen.“ Und genau das ist auch der gemeinsame Nenner der Limited Hangout Operationen von Ellsberg über Philip Agee bis hin zu Assange und so vielen anderen „ehemaligen“ CIA-Agenten, die sich im Laufe der Zeit in „Informanten“ verwandelten.

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