Systematische Konditionierung der Massen: IWF fordert SDR-denominierte Anleihen

Der Geschäftsführer des Internationalen Währungsfonds bekräftigt fortwährend die Forderung der Globalisten, eine Weltwährung einzuführen. Hierbei handelt es sich um konzertierte Konditionierungsmaßnahmen für die Massen, um ein augenscheinlich schwachsinniges Konzept der internationalen Finanzelite schrittweise in die Köpfe der Menschen einzubrennen

The Daily Bell, 11.02.2011

„Dominique Strauss-Kahn, der Geschäftsführer des Internationalen Währungsfonds, forderte eine neue Weltwährung, welche die Vorherrschaft des Dollars in Frage stellen und vor künftigen finanziellen Instabilitäten schützen würde…

´Die weltweiten Ungleichgewichte sind wieder da, mit den Problemen, die uns bereits vor der Krise Sorgen machten. Große und volatile Kapitalflüsse, Druck bei den Wechselkursen und schnell anwachsenden überschüssige Devisenreserven stehen wieder ganz oben auf der Agenda.` so Strauss-Kahn.

´Die Verwendung von SDR, um den globalen Handel auszupreisen und Finanzvermögenswerte zu denominieren, würde die Volatilität bei den Wechselkursen abfedern.“ sagte Strauss-Kahn, der darüberhinaus ausführte, dass ´die Ausgabe von SDR-denominierten Anleihen unter Umständen eine neue Klasse von Reservevermögen schaffen könnte.`“ – UK Telegraph, 10.02.2011, „Geschäftsführer des Internationalen Währungsfonds fordert neue Weltwährung“

Vorherrschendes gesellschaftliches Thema: Da die nationalen Fiatwährungen nicht stabil sind, sollten wir zu einer globalen Fiatwährung übergehen…

Freimarktanalyse: Es ist so, als hätte die Schallplatte einen Sprung. Dominique Strauss-Kahn macht auf der ganzen Welt Werbung für seine neue Weltwährung. Und jetzt kommt der jüngste Kniff: SDR-denominierte Anleihen.

Man bündelt einfach eine ganze Reihe von Fiatwährungen der Pleiteländer, verbrieft diese und schafft somit dann tatsächlich ein attraktives internationales Finanzinstrument – zumindest ist das die Sicht der internationalen Finanziers, die aufs Engste mit dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank der Vereinten Nationen usw. usf. zusammenarbeiten.

Natürlich gibt es bereits eine Weltwährung. Ihr Name ist Gold. Strauss-Kahn macht sich Sorgen bezüglich der Volatilität der Landeswährungen, weshalb er nun vorschlägt, diese zu bündeln, um die aktuellen Probleme auf diese Art entschärfen zu können.

Aber die Welt hat bereits Erfahrungen mit einem Goldstandard und dieser hat sich als in besonderem Maße funktionsfähig erwiesen –bis er durch die Elite zugunsten des Heiligen Fiatgeld-Grals (einer Währung im Stile des Bancor, so wie sie von John Maynard Keynes vorgeschlagen wurde) verworfen wurde.

Wir würden einen reinen marktwirtschaftlichen Standard vorziehen. Vermutlich würde in diesen Standard auch Silber mit hineinfallen. Er würde sich von alleine spontan entwickeln und nicht das Ergebnis einer Konferenz von weisen Männern sein.

Aber Strauss-Kahn muss sich wohl für den weisesten Mann überhaupt halten. Und wenn er nichts ist, so ist er doch ausdauernd: Durch das fortwährende Beharren auf der Möglichkeit, das SDR-System als globalen Standard einzuführen, sorgt er dafür, dass dieses offenkundig schwachsinnige Konzept schrittweise in etwas umgewandelt wird, was nur noch gedämpfte Verärgerung hervorruft. Es steht außer Frage, dass genau dies der Plan ist.

Die Merkwürdigkeit dieser Idee verschwindet langsam. Das einst fremde Konzept wird immer bekannter und am Ende (Gott stehe uns bei!) unvermeidlich.

Wir hoffen natürlich inständig, dass Strauss-Kahns Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt sein werden. Jedwede globale Weltwährung würde früher oder später zu einer globalen Zentralbank führen – Strauss Kahn denkt dabei natürlich an den IWF. Na wenn das mal keine Überraschung ist!

Die Vorstellung, dass sich der IWF – der für so viel wirtschaftliches Elend und direkte Raubwirtschaft verantwortlich ist – in den ultimativen globalen Gläubiger der letzten Instanz verwandeln könnte, ist beängstigend. Nichtsdestotrotz ist es genau das, was Strauss-Kahn immer wieder vorschlägt.

Wie die britische Zeitung Telegraph berichtete, behauptet Strauss-Kahn, dass ihm die Volatilität am meisten Sorgen bereiten würde. Er sagt, dass die Geldflüsse des Planeten aktuell einem unvorhersehbaren Muster folgen, die Länder jedoch ein vorhersagbares Umfeld bräuchten –wie es der IWF bereitstellen könnte – um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Wenn man dem Währungskorb, welcher der Einfachheit halber durch den IWF verwaltet würde, irgendwie andere Währungen wie den Yuan hinzufügte, würde dies für mehr „Stabilität des globalen Systems“ sorgen.

Strauss-Kahn wünscht sich, dass seine Weltwährung direkt aus den Spannungen zwischen den USA und den BRIC-Ländern hervorgeht. Spannungen, die sich dadurch begründen, dass die USA ihre Dollarreserven schlecht verwalten, während die BRIC-Länder über die von Strauss-Kahn erwähnten Währungsschwankungen aufgebracht sind.

Aber da gibt es noch mehr: Strauss-Kahn plant, die neuen und verbesserten SDRs dann als Richtwert für die Preisermittlung anderer Währungen zu nutzen. Das bedeutet, dass die Finanzmedien damit anfangen würden, Währungstabellen zu veröffentlichen, welche die einzelnen Landeswährungen in SDRs auspreisen. Der Wert des Yuans oder des Euros würde dann nicht mehr in US-Dollar ausgewiesen, sondern mithilfe einer Kunstwährung, die aus verschiedenen anderen Währungen zusammengestellt wurde.

Man geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass die Länder und großen Finanzinstitutionen dann damit beginnen würden, die neue Weltreservewährung zu verwenden (wofür diese eigentlich ja auch da ist). Heutzutage würde das natürlich größtenteils in Form von elektronischen Transaktionen stattfinden. Dabei wäre es also noch nicht einmal notwendig, dass diese neue gebündelte Währung „gedruckt“ werden müsste. Das System würde einfach nur im Cyberspace existieren.

Strauss-Kahn zieht damit natürlich unvermeidlich die Unterstützung von Russland und China auf sich. Laut dem Artikel des Telegraph erklärte der russische Präsident Dmitry Medwedew vergangenen Monat, dass die Währungen der BRIC-Länder in den SDR-Währungskorb integriert werden sollten.

Nikolas Sarkozy hat sich angeblich ebenfalls für diese Idee ausgesprochen. Auch die Obama-Regierung soll dafür sein, die sich hier jedoch einen langfristigen Übergang vorstellt. Und Strauss-Kahns schüchterne Stellungnahme dazu? „Ich gehe davon aus, dass sich das weltweite Reservesystem nur graduell und gemeinsam mit Veränderungen der Weltwirtschaft weiterentwickelt.“

Warum bewirbt Strauss-Kahn seinen Plan ausgerechnet jetzt?

Offensichtlich weil sich die G20-Finanzminister in einer Woche in Frankreich treffen, um die „Veränderungen der globalen Wirtschaftsregierung“ zu besprechen. Wir sind uns nicht sicher, über wie viel Zugkraft Strauss-Kahn tatsächlich verfügt, aber man kann nicht bestreiten, dass er alles daran setzt, um die SDRs in eine profiträchtige „Superwährung“ zu verwandeln.

Die Verbriefung von SDRs würde seitens der weltweiten Finanzklasse sicherlich auf Zustimmung stoßen. Die standardmäßige Auspreisung der weltweiten Währungen in SDRs würde die Legitimität der Sonderziehungsrechte als eigenständige Währung stärken. Und ja, wir sind uns bewusst darüber, dass einige bestimmte Finanztitel heute bereits in SDRs ausgepreist werden.

Strauss-Kahns vermeintliche Weltwährung würde immer mehr zu einem Albtraum werden. Wie all die Pläne der Elite, würden auch dieser zunächst ganz klein beginnen und am Ende zu einer gigantischen Katastrophe ausarten.

Das ultimative Ziel, so glauben wir, ist der Bancor selbst, der dann voll konvertibel in Form von Banknoten wie auch digitalen Einträgen bereitgestellt würde. Dieser wäre dann ausschließlich durch das Vertrauen in den IWF gedeckt, der wiederum durch die Währungen der großen ihm angehörenden Länder gestützt wird.

Schlussfolgerung: Wir haben regelmäßig versucht darauf hinzuweisen, dass es beim Zentralbankwesen um die Festschreibung des Geldwerts und der Geldmenge geht. Und Preisfestsetzungen funktionieren nicht, zumindest nicht immer. Wenn Strauss-Kahn und die Weltfinanzelite über eine Preisfixierung von Geld im globalen Maßstab sprechen, dann hat das nichts mit irgendeiner Lösung zu tun, um der aktuellen Finanzkrise entgegenzutreten.

Eine Weltwährung ist der Garant für noch mehr Krisen, noch mehr Korruption und noch mehr Chaos. Aber vielleicht geht es ja genau darum.

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