Bericht: US-Spezialkräfte treffen in Libyen ein

Der militärische Sturz von al-Gaddafi rückt immer näher, da die US-Kriegsmaschinerie nun die Rebellen unterstützt. Laut einem Bericht der Zeitung „Pakistan Observer“ sollen britische, französische und US-amerikanische Spezialkommandos bereits seit über einer Woche in Libyen aktiv sein und Rebellen ausbilden

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 01.03.2011

US-Spezialkräfte sind Meldungen zufolge angeblich in Libyen eingetroffen, um vor Ort Anti-Gaddafi-Rebellen auszubilden. Somit dürfte sich der vom Westen gestützte Staatsstreich in dieser ölreichen Nation langsam seinem Ende neigen. Britische und französische „Militärberater“ sind ebenfalls eingetroffen, um in den von Rebellen kontrollierten östlichen Gebieten des Landes Trainingslager zu errichten.

Laut einem Bericht der Zeitung „Pakistan Observer“ sind am 23.02.2011 und 24.02.2011 bereits hunderte US-amerikanische, britische und französische Spezialkräfte „mit amerikanischen und französischen Kriegsschiffen und kleinen Marinebooten in den libyschen Häfen von Bengasi und Tobruk eingetroffen.“
In dem Artikel wird weiter ausgeführt, dass diese Berichte durch einen libyschen Diplomaten aus der Region bestätigt worden sind. Der Diplomat sagte: „Die drei westlichen Staaten sind mit ihren Spezialkräften in Kyrenaika eingetroffen und bauen nun gerade ihre Lager und Trainingscenter auf.“ – ein Versuch, den Widerstand der Rebellen gegen die sich in der Region befindende Miliz von Gaddafi zu unterstützen. Im Artikel heißt es weiter:

„Die westlichen Streitkräfte bereiten sich angeblich darauf vor, Trainingslager zu errichten, die es den Rebellen ermöglichen sollen, erfolgreich die Kontrolle über die ölreiche Region zu übernehmen und jegliche Vorstöße von pro-Gaddafi Kräften aus Richtung Tripolis zu verhindern.“

Darüberhinaus gibt es aktuell Bemühungen, die darauf abzielen, die libyschen Luftstreitkräfte zu „neutralisieren“. So sollen Gaddafis Kräfte zusätzlich geschwächt werden, falls er es doch schaffen sollte, in Tripolis an der Macht zu bleiben.

Die US-Marine hat ebenfalls bestätigt, dass sich der Flugzeugträger USS Enterprise, der zuvor vor der Küste Somalias auf Piratenjagd gewesen ist, in Richtung Libyen aufgemacht hat, während die Spannungen immer weiter zunehmen.

Die US-Außenministerin Hillary Clinton hat gestern das erste Mal öffentlich eingeräumt, dass sich die Vereinigten Staaten aktuell darauf vorbereiten würden, die regierungsfeindlichen libyschen Rebellen zu stützen, und das obwohl Hafiz Ghoga, der Sprecher des in der von den Rebellen kontrollierten ostlibyschen Stadt Bengasi neu gegründeten Libyschen Nationalrats, davor warnte, dass jegliche „ausländischen Interventionen“ nicht willkommen seien.

Während einer Pressekonferenz erklärte Ghoga: „Der Rest von Libyen wird vom Volk befreit werden…und Gaddafis Sicherheitskräfte werden durch das libysche Volk beseitigt werden.“

Unterdessen schloss sich nun auch der ehemalige Europavertreter der Carlyle Group und ehemalige britische Premierminister John Major dem anwachsenden Chorus derer an, die sich für die Einleitung einer Militärintervention aussprechen, um Gaddafi zu stürzen. Die Zeitung Telegraph zitierte Major mit den Worten: „Andere westliche Führer stehen aus Angst, der libysche Diktator könnte chemische Waffen gegen sein eigenes Volk einsetzen, kurz davor, Militäraktionen gegen Oberst Muammar Gaddafi anzuordnen.“

Der amtierende britische Premierminister David Cameron ist ebenfalls vollauf damit beschäftig, einem durch den Westen gestützten Putsch die Bühne zu bereiten, und forderte, dass über dem Land eine Flugverbotszone errichtet wird.

„Wenn Oberst Gaddafi Militärgewalt gegen sein eigenes Volk einsetzt, dann kann die Welt dabei nicht einfach so zusehen. Daher sollten wir schauen, ob wir nicht eine Flugverbotszone einrichten.“ so Cameron. Der russische Außenminister Sergei Lawrow verwarf die Idee einer Flugverbotszone als „unnötig“ und sprach sich stattdessen für UN-Sanktionen aus.

Am Freitag sandten 40 einflussreiche Neokonservative einen Brief an US-Präsident Barack Obama, in welchem er dazu gedrängt wurde, „umgehend“ militärische Vorbereitungen zum Sturz von Gaddafi einzuleiten.

Jedweder Regimewechsel, der mithilfe der westlichen Länder erreicht wird, stellt sicher, dass die westlichen Mächte stärkeren Zugang zu einem Land bekommen werden, das über die größten Ölreserven Afrikas und die zehntgrößten Ölreserven auf dem Planten verfügt. Laut Schätzungen reichen die Ölreserven bei der gegenwärtigen Produktionsrate noch rund 66 Jahre.

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