Das leichtgläubigste Volk auf Erden: Amerikaner

Aufgrund der Tötung von Osama bin Laden schießt Obama in den Umfragewerten um 13 Prozentpunkte nach oben

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 11.05.2011

Falls Sie es schon wieder vergessen haben sollten: Der überwiegende Teil der Amerikaner gehört zu den leichtgläubigsten Menschen auf dem Planeten. Die Fähigkeit von Präsident Obama, sich vor dem Hintergrund des frei erfundenen Märchens der bin Laden Jagd als „harten Kerl“ darzustellen, sorgte in Verbindung mit einer dümmlichen Terrorpanikmache im Stile von George W. Bush sowie der hilfreichen Medienpropaganda rund um die US-Wirtschaft dafür, dass der US-Präsident bei den Zustimmungswerten atemberaubende 13 Punkte zulegen konnte.

Während sich Obama zuvor noch in einer Situation befand, wo selbst die Demokraten überzeugt davon waren, dass er die Präsidentschaftswahlen in 2012 verlieren würde – und diese sich deshalb darauf vorbereiteten, ihn als unfähig zu brandmarken und aus dem Amt zu entfernen – geht nun die Mehrheit der US-Bürger davon aus, dass er eine zweite Amtszeit verdient hat.

Im November 2010 lag die Zustimmungsrate für den US-Präsidenten gerade einmal bei jämmerlichen 47%, doch dank der angeblichen Tötung bin Ladens, die dann in aller Eile für einen Fotoevent auf Ground Zero ausgeschlachtet wurde, während die Obama-Regierung sich umgehend daran machte, im Hinblick auf mögliche Vergeltungsanschläge von Al-Qaeda Panik zu schüren, liegt Obamas Zustimmungswert nun nach einer jüngst durchgeführten AP/GfK-Umfrage bei 60%. Seine Beliebtheit, die sich zuvor auf einem Allzeittief befand, ist also um atemberaubende 13% in die Höhe geschossen.

Nach der inszenierten bin Laden Hollywoodproduktion sind nun 65% aller Amerikaner der Auffassung, dass es sich bei Obama um einen „starken Anführer“ handelt, während ihm 69% aller US-Bürger zutrauen, in der Lage zu sein, die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

Und obwohl die offizielle Arbeitslosigkeit auf 9% gestiegen ist, die Zahl der auf staatliche Lebensmittelmarken angewiesenen Amerikaner auf ein neues Allzeithoch kletterte, sich die Eigenheimpreise weiter im Sinkflug befinden, mittlerweile bei 25% aller Hypotheken die ausstehenden Forderungen höher sind als der Restwert des Hauses und der Dollar zusehends an Wert verliert, haben die Amerikaner sogar die Propaganda der Massenmedien bezüglich der sich „verbessernden“ Finanzsituation geschluckt und Obamas „Leitung“ der US-Wirtschaft nun mehrheitlich für gut befunden.

Diese Kehrtwende bei der Bewertung von Obamas Job hat jedoch überhaupt keine reale Basis. Die guten Zustimmungswerte von Obama begründen sich ausschließlich durch die Tatsache, dass der überwiegende Teil der Auffassungen der Amerikaner auf nichts weiter als der Gehirnwäsche der Medien, PR-Aktionen des Weißen Hauses und einer allgemeinen Gleichgültigkeit beruhen, da sich die US-Bürger lieber mit Entertainment wie „Dancing With the Stars“ und Justin Bieber beschäftigen.

Eine verblödete Bevölkerung, die bedeutend mehr Zeit damit zubringt, sich im Fernsehen Seifenopern anzusehen, als Bücher zu lesen, die alles, was sie in der Glotze zu sehen bekommt, für real hält, ist der Grund, warum das Weiße Haus ungeschoren davonkommt, wenn es mehrere Jahre alte Videos veröffentlicht und dabei behauptet, es handele um neue Aufnahmen von bin Laden, oder Fotos eines alten Mannes, der nur vage an das Terrorschreckgespenst erinnert.

Die Tatsache, dass eine derartige Propaganda naiv und cartoon-artig daherkommt und einen Angriff auf den gesunden Menschenverstand darstellt, hilft den verblödeten Massen in Wirklichkeit sogar noch dabei, die Geschichte besser zu verinnerlichen. Diese Art von Propaganda zielt nicht auf Sie und mich ab, sie zielt auf die Art von geifernden Idioten ab, die bereits das frevelhafte Gemetzel im Irak mit großen Mengen an Bier und Pizza vorm Fernseher feierten.

Aufgrund der Verbreitung des Mythos, Obama sei an der Jagd auf bin Laden aufs Engste beteiligt gewesen – obwohl das Weiße Haus sogar noch Fotos inszenieren musste, auf denen der Präsident und sein Sicherheitsstab den Eindruck erwecken, als würden sie im Rahmen der Operation in Echtzeit reagieren – gibt es mittlerweile sogar schon eine Spielzeugfigur namens „Rambama“, die ein Navy SEAL Team 6 Muskelshirt trägt.

Selbst wenn man glaubt, die Jagd auf bin Laden hätte exakt so stattgefunden, wie das Weiße Haus behauptet, obwohl bezüglich des Verlaufs der Aktion immer wieder etwas anderes erzählt wurde, ist die Auffassung, Obamas Befehl zum Eingriff – nachdem jeder US-Präsident vor ihm Osama bin Laden absichtsvoll hatte entkommen lassen, obwohl es zahlreiche Gelegenheiten für seine Ergreifung gegeben hatte – würde nun bedeuten, dass der US-Präsident sozusagen wie Supermann durch die Lüfte fliegt und die Welt rettet, einfach nur lächerlich.

Obama hat jetzt seine Botschaft der „Hoffnung“ und des „Wandels“ aufgegeben und setzt für den Wahlkampf 2012 stattdessen ausschließlich auf Angst. Und obwohl er dadurch wie ein cartoon-artiger Möchtegern-Kerl wirkt – ähnlich George W. Bush, der in einem Fliegeranzug auf einem Flugzeugträger herumspazierte und verkündete, die „Mission [sei] abgeschlossen“ – fallen die blökenden amerikanischen Schafe schon wieder darauf rein.

Die Amerikaner müssen es lieben, für dumm verkauft zu werden, da nun eine bedeutende Zahl von ihnen vergnügt an einer intellektuellen Lobotomie partizipiert, die sie in den infantilen Zustand geistiger Umnachtung versetzt, der bereits nach 9/11 beobachtet werden konnte – während die Regierung jetzt als oberster Schutzpatron mit zweifelhaften Terroralarmen Schindluder treibt, die darauf abzielen bezüglich der nächsten Angriffe auf die Verfassungsrechte und weiterer desaströser vier Jahre Obamas im Weißen Haus die Totale Unterwürfigkeit des Volks sicherzustellen.

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