IWF-Berater: Globale Finanz-Kernschmelze innerhalb der nächsten 3 Wochen
Robert Shapiro, Berater des Internationalen Währungsfonds, ist berüchtigt dafür, dass er die Dinge beim Namen nennt. Der ehemalige Clinton-Berater – der im Sommer 2010 erklärte, dass Barack Obamas Umfragewerte so schlecht seien, dass nur ein Terroranschlag seine Wiederwahl als US-Präsident garantieren würde – sagte nun während einer Sendung des britischen Staatssenders BBC, dass es innerhalb der nächsten drei Wochen zum vollständigen Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems kommen könnte, sollten die politischen Entscheider nicht mit einem „glaubwürdigen Plan“ aufwarten
Eine Woche nachdem Allessio Rastani bei BBC vor laufenden Kameras explodierte, kam es nun zu einer Wiederholung des Ganzen. Der IWF-Berater und Rettungsexperte Robert Shapiro hat ebenfalls mehr oder weniger unumwunden darüber berichtet, was ihm zurzeit Sorgen bereitet:
„Wenn sie nicht in der Lage sind, [die Finanzkrise] auf eine glaubwürdige Art anzugehen, dann werden wir, so denke ich, vielleicht innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Zusammenbruch bei den Staatsschulden haben, was im gesamten europäischen Bankensystem zu einer Kernschmelze führen wird.
Wir sprechen hier nicht nur von einer relativ kleinen belgischen Bank, wir sprechen von den größten Banken der Welt, den größten Banken in Deutschland, den größten Banken in Frankreich. Das wird auf Großbritannien überspringen, es wird überallhin springen, weil das weltweite Finanzsystem so stark miteinander vernetzt ist.
All diese Banken sind bei jeder bedeutenden Bank in den Vereinigten Staaten die Gegenpartei, auch in Großbritannien, in Japan und auf der ganzen Welt. Das wäre eine Krise, die meiner Auffassung nach schwerwiegender wäre als die Krise in 2008 …
Weder wissen wir, in welchem Zustand die von den Banken gehaltenen Kreditausfallversicherungen gegenüber den Staatsschulden und gegenüber den europäischen Banken sind, noch wissen wir, in welchem Zustand die von den britischen Banken gehaltenen Kreditausfallversicherungen sind. Und wir sind uns nicht sicher darüber, wie das Risiko britischer Banken gegenüber den irischen Staatsschuldenproblemen nun genau ausfällt.“
Aber nicht doch – Morgan Stanley weiß das alles! Zumindest beteuern sie mehrmals täglich, sich darüber im Klaren zu sein. Sie sagen, dass man sich darüber keine Sorgen machen müsse. Und Morgan Stanley hat ja nun wirklich keinen Vorteil davon, wenn sie hier nicht bei der Wahrheit bleiben.
Das ist auch der Grund, warum sich jeder an die jüngsten Gerüchte des Rettungsplans des Rettungsplans des Rettungsplans klammert – Gerüchte, die von einer Zeitung verbreitet werden, deren Glaubwürdigkeit direkt mit der Glaubwürdigkeit der Banken in Zusammenhang steht, welche für ihre Werbeeinnahmen aufkommen. Daher sollte die Forderung in der Tat lauten: „Zeigt uns bitte den tatsächlichen Plan!“
Es ist einfach zu behaupten, diese Bank würde „rekapitalisiert“ und aus jener macht man eine „Bad Bank“ – in der Praxis ist das jedoch so gut wie unmöglich!
Da haben wir´s sehr geehrte Damen und Herren, genießen Sie diese kurze Zwischen-Rally, die dadurch angetrieben wird, dass sich China für den Rest der Woche frei genommen hat und die anhaltende Quelle der nächtlichen Abverkäufe aufgrund von Bedenken, China würde eine „harte Landung“, einen „Crash“ hinlegen, schlichtweg deshalb zum Erliegen kam, weil die Chinesen nun einen verlängerten Nationalfeiertag haben. Nun ja, auch dieser Feiertag wird zu Ende gehen.
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