OTTO Gutscheine

Am Abgrund: Weltwirtschaft steht vor verheerender Rezession

Goldmünzen kaufen

21 Hinweise, dass sich die Weltwirtschaft am Rande einer verheerenden Rezession befindet

Michael Snyder, The Economic Collapse, 13.01.2012

2012 dürfte für die Weltwirtschaft ein extrem hartes Jahr werden. Überall auf dem Planeten finden sich Hinweise darauf, dass sich die wirtschaftliche Aktivität gegenwärtig bedeutend abschwächt. Die meisten Menschen scheinen jedoch noch nicht begriffen zu haben, was sich hier gerade abspielt, da sie die einzelnen Puzzlesteine noch nicht zu einem großen Ganzen zusammengefügt haben.

Schaut man sich nur ein oder zwei Wirtschaftsdaten an, dann sieht das Ganze in der Tat wenig beeindruckend aus. Doch setzt man sich mit der Vielzahl an aktuellen Hinweisen auseinander, entsteht auf einmal ein absolut furchterregendes Bild, nämlich dass wir gerade allesamt am Rande einer verheerenden Weltwirtschaftsrezession stehen.

Asien schwächt sich ab, Europa schwächt sich ab, und auch im Hinblick auf die US-Wirtschaft finden sich jede Menge besorgniserregende Hinweise. Wir haben jetzt einen Punkt erreicht, wo die weltweite Schuldenkrise kurz vorm Überkochen steht, und niemand kann mit Sicherheit sagen, was als nächstes passieren wird.

Die letzte weltweite Rezession war ein einziger Albtraum, und wir sollten daher alle hoffen, dass uns ein derartiges Ereignis in nächster Zeit erspart bleibt. Bedauerlicherweise sieht die Lage gegenwärtig aber nicht besonders gut aus. Im Folgenden finden Sie 21 Hinweise, dass wir am Rande einer verheerenden Weltwirtschaftsrezession stehen:

1. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Arbeitslosen-Neuanmeldungen in den USA auf ein 6-Wochenhoch geklettert sind.

2. Der Lebensmittelkonzern Hostess Brands, das größte Bäckereiunternehmen in den Vereinigten Staaten, hat Gläubigerschutz beantragt.

3. Der Einzelhandelskonzern Sears gab jüngst bekannt, dass zwischen 100 und 120 Sears- und Kmart-Geschäfte geschlossen werden. Die Aktie von Sears brach alleine in 2011 um fast 60% ein.

4. In den letzten zwölf Monaten haben dutzende prominenter Einzelhandelsfirmen überall in den USA Filialen geschlossen. Eine Beratungsfirma geht sogar davon aus, dass es in den USA in 2012 zu mehr als 5.000 weiteren Ladenschließungen kommen wird.

5. Richard Bove, Analyst bei Rochdale Securities, prognostiziert, dass die Finanzindustrie innerhalb der nächsten anderthalb Jahre rund 150.000 Arbeitsplätze verlieren wird.

6. Die Investoren ziehen sich immer stärker aus dem Aktienmarkt zurück. CNBC meldete, dass die Investoren nun bereits die neunte Woche in Folge mehr Geld aus US-Anlagefonds abgezogen haben, als diesen zugeflossen ist. Schichten diese Menschen still und leise ihre Gelder um, um sich so auf harte Zeiten einzustellen?

„Investoren zogen die neunte Woche in Folge Gelder aus den US-Anlagefonds ab, und das trotz eines positiven Ausblicks für 2012 seitens Wall Street und einer Dezember-Rally, die sogar über das Neue Jahr hinweg anhielt.“

7. Es gibt Hinweise darauf, dass sich die chinesische Wirtschaft ernsthaft abschwächt. Die britische Zeitung Guardian meldete diesbezüglich: „Das Wachstum hat sich im zweiten und dritten Quartal annualisiert um 1,5% verlangsamt und liegt somit unterhalb der ´Mindestgeschwindigkeit`, was historisch in eine Rezession führt.“

8. Die japanische Zentralbank sagt, dass die Wirtschaftserholung des Landes eine „Pause eingelegt hat“.

9. Die Aktivität des verarbeitenden Gewerbes ging in der Eurozone nun bereits den fünften Monat in Folge zurück.

10. Die deutsche Wirtschaft hat sich im vierten Quartal 2011 abgeschwächt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht eine Vielzahl von Ökonomen davon aus, dass sich Deutschland bereits in einer Rezession befindet.

11. Laut einem kürzlich auf Bloomberg veröffentlichten Artikel geht man davon aus, dass sich auch Frankreich zurzeit auf dem Weg in die Rezession befindet:

„Die französische Wirtschaft wird dieses und nächstes Quartal schrumpfen, was nahelegt, dass sich das Land gegenwärtig in einer Rezession befindet, während die Investitions- und Verbraucherausgaben stagnieren, so die französische Statistikbehörde Insee.“

12. Es gibt eine Vielzahl von Hinweisen, dass sich die britische Wirtschaft zurzeit abschwächt.

13. Es wurde gemeldet, dass die spanische Wirtschaft im vierten Quartal 2011 geschrumpft ist.

14. Die faulen Kredite erreichten in Spanien jüngst ein neues 17-Jahreshoch, während die spanische Arbeitslosigkeit zurzeit auf einem 15-Jahreshoch liegt.

15. Die britische Zeitung Telegraph meldete im Dezember, dass die italienische Regierung für 2012 von einer Wirtschaftsrezession ausgeht:

„Die italienische Regierung geht davon aus, dass das BSP nächstes Jahr um 0,4% zurückgehen wird, viele Ökonomen fürchten aber, dass diese Zahl zu optimistisch ist. ´Ohne hier ein Blatt vor den Mund zu nehmen, lässt sich sagen, dass wir bereits in eine Rezession abgerutscht sind´, so Paolo Mameli, Analyst bei Intesa Sanpaolo. ´Wir rechnen damit, dass das BSP die nächsten drei bis vier Quartale schrumpfen wird.`“

16. Italiens Jugendarbeitslosigkeit hat ein Allzeithoch erreicht.

17. Die griechische Jugendarbeitslosigkeit (bis 24 Jahre) beläuft sich aktuell auf 39%.

18. Griechenland befindet sich heute bereits in einer heftigen Wirtschaftsdepression. Zurzeit leben ein Drittel aller Griechen unterhalb der Armutsgrenze, während über extreme Engpässe bei der medizinischen Versorgung berichtet wird. Die Situation hat sich mittlerweile so stark zugespitzt, dass laut der britischen Zeitung Daily Mail hunderte griechische Kinder einfach weggegeben werden, da die Eltern aufgrund der wirtschaftlichen Misere nicht mehr in der Lage sind, für sie aufzukommen. Ein Brief, den eine Mutter ihrem Kind mitgab, war absolut herzzerreißend:

„Die vierjährige Anna wurde von einem Lehrer mit einem Zettel in der Hand gefunden, auf dem stand: ´Ich werde Anna heute nicht abholen, da ich kein Geld habe, um mich um sie zu kümmern. Bitte passen Sie gut auf sie auf. Es tut mir leid.`“

19. In Griechenland gibt es aktuell eine große Zahl an Menschen, die sich aufgeben. Bedauerlicherweise ist die Zahl griechischer Selbstmorde alleine in den vergangenen zwölf Monaten um 40% in die Höhe geschossen.

20. In zahlreichen europäischen Ländern schrumpft die Geldmenge. Die britische Zeitung Telegraph meldet dazu im November:

„Simon Ward von Henderson Global Investors erklärte, dass die ´eng gefasste` Geldmenge M1 – zu der Bargeld und Übernachteinlagen gehören und die kurzfristige Ausgaben signalisiert – eine alarmierende Kluft zwischen dem Norden und den Süden [Europas] aufweist.  

Während die M1-Einlagen im deutschsprachigen Block immer noch stabil sind, lag der Rückgang in Griechenland innerhalb der vergangenen sechs Monate (annualisiert) bei 20,7%. In Portugal lag die Kontraktion bei 16,3%, in Irland bei 11,8%, in Spanien bei 8,1% und in Italien bei 6,7%. Die Kontraktionsgeschwindigkeit in Italien hat sich in jüngster Zeit weiter beschleunigt, was zum Teil auf Kapitalflucht zurückzuführen ist.

´Diese Kontraktionsrate ist größer als zu Beginn des Jahres 2008, was eine noch tiefere Rezession für Italien wie auch für die gesamte Peripherie [der Eurozone] nahelegt,` so Ward.“

21. Die größten Industrieländer der Welt müssen in 2012 unzählige Billionen Dollars an Schulden überrollen – was angesichts der aktuellen Kreditverknappung zu einer echten Herausforderung werden könnte. Die nachfolgende Liste stammt von Bloomberg und zeigt, welche Schuldenmengen einige große Länder innerhalb der kommenden zwölf Monate überrollen müssen:

Bei dieser Auflistung sollten wir aber immer daran denken, dass die Neuverschuldung dieser Länder nicht mitberücksichtigt wurde, sondern es sich hier nur um Altschulden handelt, die refinanziert werden müssen.

Wie gesagt, die Situation sieht nicht besonders gut aus. Das Letzte, was wir jetzt noch gebrauchen können, ist eine verheerende weltweite Rezession. Erst gestern wies ich darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft zurzeit in einem albtraumhaften langfristigen Niedergang befindet, und die letzte große Weltwirtschaftsrezession hatte zur Folge, dass sich dieser Niedergang noch bedeutend beschleunigte.

Also, was wird passieren, sollte die nächste weltweite Rezession noch schlimmer ausfallen als die letzte? Mit Sicherheit werden es nicht die Reichen sein, die es am härtesten treffen wird, sondern die Armen und die Mittelschicht.

Und, was sollte jeder von uns dagegen unternehmen? Zunächst einmal sollten wir die aktuelle „Ruhe vor dem Sturm“ nutzen, um uns auf die bevorstehenden harten Zeiten vorzubereiten. Wie immer, sollten wir das Beste hoffen und uns aufs Schlimmste vorbereiten – denn Fakt ist, dass die Aussichten für die Weltwirtschaft in 2012 nicht allzu vielversprechend sind.

Weitere Artikel zu diesem Thema