Das einzig akzeptable Wahlverhalten: Abstimmen mit der Geldbörse

Wer in einer Demokratie wählen geht, „ermutigt die Schweinehunde nur“! In diesem System kann man lediglich mit seiner Geldbörse abstimmen, was einem überdies die Möglichkeit beschert, sein Vermögen vor den Machenschaften der Politiker in Sicherheit zu bringen

Larry LaBorde, Silver Trading Company, 19.08.2012

Für die USA ist 2012 ein bedeutendes Wahljahr. Und natürlich sind die Wahlen für viele Menschen auch mit jeder Menge Emotionen verbunden. Viele sagen, dass es ein Recht und eine Pflicht sei, an den Wahlen teilzunehmen. Doug Casey erklärte in der Vergangenheit immer wieder: „Geh nicht wählen, das ermutigt diese Schweinehunde nur!“ Ich habe sogar gehört, dass man die Politiker durch den Gang zur Wahlurne legitimieren würde und den Politikern die Legitimität entzieht, wenn man sich seiner Stimme enthält.

Jeder, der einen Schritt zurücktritt und sich das große Ganze anschaut, wird erkennen, dass es in Wirklichkeit völlig unerheblich ist, wer bei der sinkenden Titanic gerade am Ruder steht. Die US-Staatsverschuldung ist bedeutend größer, als sich die meisten Menschen überhaupt vorstellen können. Rechnet man all die von den Politikern gemachten Zusagen für die nächsten75 Jahre zusammen und packt dann noch die offizielle US-Staatsverschuldung oben drauf, kommt man auf Gesamtverbindlichkeiten in Höhe von über USD 200 Billionen.

Die US-Bürger sorgen sich über eine diesjährige Kreditaufnahme von über USD 1 Billion, um die Lücke im Staatshaushalt zu finanzieren, aber das wirkliche Problem liegt in der Zukunft. Die Politiker haben bei weitem mehr versprochen, als sie jemals liefern können. Selbst wenn die aktuellen Schätzungen auf die Hälfte, USD 100 Billionen, zusammengestrichen würden, wäre eine Begleichung dieser Forderungen immer noch völlig unmöglich.

Einige behaupten, dass man sich aus dem Schlamassel herausinflationieren könne, andere behaupten, dass man der Schuldenlast mithilfe des Wirtschaftswachstum entrinnen kann, und wieder andere sagen, dass das Problem erst in ferner Zukunft auf die Bürger zukommt. Die Inflation verfügt jedoch über eine sehr hässliche Art, den Menschen frühzeitig einen Vorgeschmack von dem zu geben, was sie noch erwarten wird. Unser Fiatgeld basiert auf Glaube und Vertrauen – und ist der Glaube erst einmal dahin, setzt eine Währungsflucht ein, die dann nur noch sehr schwer gestoppt werden kann.

Das Wirtschaftswachstum der Industrieländer scheint zum Erliegen gekommen zu sein. Ich will hier nicht näher auf die Ursachen eingehen, aber die Zahlen erwecken nicht den Eindruck, als würde die Lösung, „aus den Problemen herauszuwachsen“, sonderlich erfolgsversprechend sein. Die sich aus dem US-Arzneibezuschussungsprogramm und der US-Rentenkasse ergebenden Ansprüche, speziell die explodierenden Arbeitsunfähigkeitszahlungen, werden bedeutend früher zu Problemen führen, als die meisten Menschen meinen. Ich gehe davon aus, dass einige der „weit in der Zukunft“ liegenden Probleme bereits in den nächsten vier Jahren aufschlagen werden und man dann vor einigen schwierigen Entscheidungen stehen wird.

Der gesunde Menschenverstand sagt einem natürlich: „Wenn du dich in einem Loch wiederfindest, hör auf zu graben!“ Die USA sind nicht nur dabei gescheitert, ihre Schuldenprobleme und die unverschämten Zuwendungsansprüche anzugehen, sondern haben auch dabei versagt, mit dem „graben“ aufzuhören. Fakt ist, dass sich die USA gegenwärtig immer schneller und tiefer in ein beispielloses Schuldenloch eingraben. Es besteht keinerlei Hoffnung darauf, dass das künftige Schuldenproblem gelöst werden kann, wenn die Schuldenaufnahme nicht umgehend gestoppt wird.

Keiner der beiden US-Präsidentschaftskandidaten bietet irgendwelche Vorschläge an, wie der Umfang der Regierung vernünftig zurückgebaut werden kann. Es scheint, dass der eine für eine größere Regierung ist, während sich der andere für eine noch viel größere Regierung ausspricht. Es gibt also überhaupt keine Lösung, außer die Katastrophe oder die noch schnellere Katastrophe.

Der Kongressabgeordnete Ron Paul hat einen Gesetzentwurf eingebracht, um die US-Notenbank einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen, aber es sieht ganz danach aus, als würde dieser Entwurf im Senat nie zur Abstimmung gelangen.

Bei einer echten Überprüfung der Fed müssten nicht nur die Goldreserven überprüft werden, sondern es müsste auch genau ermittelt werden, welche Treuhänder das Gold der USA verwahren. Es gibt Gerüchte, dass die Fed Swapgeschäfte durchgeführt hat, wo ihr Gold mit dem Gold in den Tresoren anderer Zentralbanken getauscht wurde. Angeblich wurde das Gold dann von der Fed aus niederen Beweggründen im Goldmarkt veräußert.

Ja, vielleicht ist die Federal Reserve tatsächlich das wahre Problem, da sie die Staatsverschuldung überhaupt erst möglich macht und die Politiker dazu ermutigt. Durch die Nullzinspolitik der Fed ist die US-Regierung in der Lage, mehr Schulden anzuhäufen, als man sich vor wenigen Jahren noch hätte vorstellen können. Für eine Paul Volcker Fed wäre es heute bereits zu spät, die Zinssätze anzuheben und zu versuchen, die Lage wieder unter Kontrolle zu bekommen, da die Bundesregierung bei höheren Zinsniveaus garnicht in der Lage wäre, die Schulden zu bedienen.

Vielleicht ist der Gang zur Wahlurne ja der falsche Weg. Vielleicht ist der „Audit the Fed“-Gesetzentwurf von Ron Paul ja in Wirklichkeit garnicht so wichtig, wie man glauben könnte. Vielleicht sollte man die „Fed nicht überprüfen“, sondern einfach ignorieren oder noch besser, einfach über sie lachen. Schließlich ist die Federal Reserve ja auf nichts mehr angewiesen als darauf, dass man sie als starke Zentralbank mit brillanten Männern an ihrer Spitze erachtet – Männer, die die richtigen Knöpfe drücken und an den richtigen Schalthebeln ziehen, um das Räderwerk des Geldsystems einzujustieren.

Aber was ist, wenn es sich bei den Zentralbankern der Fed einfach nur um Irre handelt? Was ist, wenn sie sich in Wirklichkeit in Klemme manövriert haben; wenn ihre Wirtschaftsmodelle fehlerhaft sind? Was ist, wenn es überhaupt keinen Ausweg gibt und sie es wissen und ihre einzige Option darin besteht, den unvermeidlichen Crash des Dollars zu verlangsamen, so dass die USA Stück für Stück ausbluten, bis vom angehäuften Vermögen kaum noch etwas da ist? Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass das Ganze böse enden wird. Die einzige Frage ist wann.

Wahrscheinlich wird die Fed den Markt noch vor den nächsten Präsidentschaftswahlen mit QE oder einer anderen Art der Lockerung aufpäppeln. Der Aktienmarkt lechzt förmlich nach Liquidität. Schlechte Meldungen werden als gute Meldungen erachtet, da sie an Wall Street als Beweis dafür gelten, dass die Fed garnicht anders kann, als weitere Lockerungsmaßnahmen aufzulegen. Und das sind für den Aktienmarkt, zumindest kurzfristig, natürlich gute Neuigkeiten.

Heutzutage wird über die Hälfte des gesamten Aktienmarktvolumens vom Computerhandel beherrscht; von komplexen Computeralgorithmen, die innerhalb von Sekunden in die Märkte gehen und genauso schnell wieder verschwunden sind. Der Aktienmarkt hat die letzten 12 Jahre im Grunde eine Seitwärtsbewegung hingelegt, wobei der überwiegende Teil der Investoren bei plus minus Null feststeckt.

Die einzigen Leute, die in diesem Aktienmarkt fette Gewinne einstreichen, sind die professionellen Händler. Der Aktienmarkt ist heutzutage nichts weiter als ein abgekartetes Spiel, und die „Deppen“ verlassen das sinkende Schiff, weil sie es leid sind, zum Wohle Wall Streets abgezockt zu werden. Es wird nicht mehr lange dauern, dass man Aktienhändler in einem Atemzug mit Gebrauchtwagenhändlern nennen wird.

Bei zahlreichen privaten Rentensparplänen und Rentensparkonten ist es möglich, auch in andere Dinge zu investieren als in Aktien und Anleihen. Vertrauen Sie nicht darauf, dass Ihr Aktienhändler Ihnen derlei Dinge erklären wird. Sprechen Sie lieber mit einem guten auf Rentensparpläne spezialisierten Steuerberater und hohlen Sie sich die Fakten dort.

Entziehen Sie den Politikern Ihr Vertrauen. Ignorieren Sie die Federal Reserve. Noch besser: Lachen Sie über die Fed und ihre Geldscheine. Steigen Sie aus dem System aus und halten Sie nur so viel Banknoten der Fed, wie Sie brauchen, um ein paar Monate über die Runden zu kommen. Man sollte die Geldscheine gegen Dinge eintauschen, die über einen realen Wert verfügen, solange das noch möglich ist.

Kaufen Sie Ackerland, Sammlerobjekte, im Preis eingebrochene Immobilien oder einen Jahresvorrat an langlebigen Konsumgütern (die nächstes Jahr 8% mehr kosten werden). Werden Sie Risikokapitalgeber und investieren Sie in kleine Startups, die Sie beeinflussen und steuern können. Investieren Sie in kleine Unternehmen in Ihrer Nachbarschaft und finanzieren Sie ein Teil ihrer neuen Betriebsausstattung. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die nichts mit Wall Street zu tun haben.

Vertrauen Sie bei Ihren Ersparnisse nicht auf die Geldscheine einer Zentralbank, sondern vertrauen Sie besser auf eine 3.000-jährige Geschichte und kaufen Sie Edelmetalle. Stimmen Sie dort ab, wo es zählt! Handeln Sie noch heute und stimmen Sie dafür, ihr Vermögen zu schützen. Und nicht vergessen: Besser man handelt zu früh, anstatt solange zu warten, bis der Zug abgefahren ist.

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