Eurokrise: Euro verkommt zu einer Dritte-Welt-Währung; Tumulte & Chaos in 2014 wahrscheinlich

Der Euro, ursprünglich als Rivale des US-Dollars gedacht, ist auf dem besten Wege, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Die wirtschaftliche Lage der Eurozone ist so katastrophal, dass Sie für das kommende Jahr besser mit schweren Tumulten und Chaos rechnen sollten. Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine sind ebenfalls von außerordentlicher Bedeutung

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 03./04.12.2014

Die Oktober-Daten des SWIFT-Systems sind nun veröffentlicht worden und zeigen, dass der chinesische Yuan, der im Januar 2012 gerade einmal 1,89% aller weltweiten Transaktionen stellte, jetzt auf einen Anteil von 8,66% geschossen und damit am Euro vorbeigezogen ist. Die SWIFT-Transaktionen in Euro sind auf gerade einmal 6,64% gesunken. Im Januar 2012 waren noch 7,87% aller SWIFT-Transkationen in Euro. Diese Zahlen zeigen, dass sich der Euro nun auf seinem Weg in Richtung einer Dritte-Welt-Währung befindet.

Umfragen in Deutschland zeigen, dass die Zustimmung für die Europäische Union ebenfalls zusammenbricht. Mittlerweile geht nur noch ein Drittel der deutschen Bevölkerung davon aus, dass es irgendwelche Vorteile mit sich bringt, in der Europäischen Union zu sein.

Das gesamte europäische Experiment ist eine einzige Katastrophe. Die Jugendarbeitslosigkeit ist auf extrem hohe Niveaus gestiegen – und ist die Marke von 60% erst einmal überschritten, ist das eine deutliche Warnung, dass eine Revolution nicht mehr allzu fern sein kann. Die Steuern steigen und der Lebensstandard bricht ebenfalls in sich zusammen. Mittlerweile kann man sich in Europa bereits Kleidung mieten, weil sich die Menschen nicht mehr länger eine Jeans leisten können.

Für Griechenland bringt die EU überhaupt keine Vorteile. Die Beschäftigungsrate ist wieder auf das Niveau des Jahres 1997 eingebrochen. Dem Durchschnittsgriechen hat Europa nichts als Not und Elend gebracht. Es besteht absolut keine Hoffnung darauf, dass die Griechenland aufgezwungene Politik die Wirtschaft auf irgendeine Art wiederherstellen könnte. Vielleicht steuert Griechenland gerade auf massive Bürgerunruhen, wenn nicht gar eine Revolution zu.

Und die Zyprioten braucht man natürlich gar nicht erst fragen, was sie von der Europäischen Union und dem Euro halten. Die Einlagenverluste bei den zypriotischen Bankkonten lagen im Rahmen des ersten europäischen Bail-ins im Schnitt bei 47%.

Die europäische Einheitswährung, die in Konkurrenz zum US-Dollar treten sollte, ist nun sogar hinter die chinesische Währung gefallen. Der Euro ist vielmehr dazu verdammt, eine bedeutungslose Währung zu werden, die angesichts der wirtschaftlichen Aussichten der Eurozone massiv überbewertet ist.

Wir werden hier gerade Zeugen des vollständigen Zusammenbruchs des Marxismus/Sozialismus. Aber den Politikern brauchen Sie das noch nicht erzählen – sie wollen es immer noch nicht wahrhaben. In Frankreich sind alleine in den vergangen 12 Monaten rund 20.000 kleine und mittelständische Bauunternehmen pleitegegangen.

cycleofwar-2014

Im Mai nächsten Jahres finden die EU-Wahlen statt. In Italien gibt es bereits Massendemonstrationen, wo das Aufbrechen der Eurozone gefordert wird. Rechnen Sie für 2014 besser mit tiefgreifendem politischem Chaos. Das ist Teil des Kriegszyklus, der nächstes Jahr an Fahrt aufnehmen wird.

Ukraine – das vielleicht wichtigste Land, das man derzeit im Auge behalten sollte

Die Geschichte der Ukraine ist im Rahmen des gesamten Kriegszyklus von außerordentlich wichtiger Bedeutung […] Kiew war ursprünglich die erste Hauptstadt Russlands [Rus]. Kiew wurde dann im Jahr 1240 von den Mongolen erobert und dem Erdboden gleichgemacht. Es brauchte fast weitere 100 Jahre, bis Moskau zu einer Stadt aufgestiegen war. Das Einzige, was heute noch von dem antiken Kiew erhalten ist, sind die Ruinen, die unter dem Namen „Goldenes Tor von Kiew“ bekannt sind. Das Tor wurde während des 11. Jahrhunderts errichtet.

Unsere Kontakte vor Ort in Kiew und von außerhalb berichten uns über interessante Trends. Außerhalb Kiews geht man davon aus, dass die Menschen immer noch friedvoll protestieren, nachdem es letztes Wochenende zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei kam. Die Polizei schlug junge Leute zusammen, die sich Europa annähern wollen. Rund 100.000 Menschen fanden sich in Kiew zusammen.

In Wirklichkeit ist die Ukraine in zwei Teile gespalten. Der Westen, der näher an Polen liegt, möchte engere Beziehungen zur Europäischen Union. Im Westen sprechen sie Ukrainisch. Die Fernsehsender dort berichten ständig darüber, dass die „Ukraine Europa ist“ (Propaganda überall), und die meisten der Menschen, die in der Hauptstadt Kiew demonstrieren, sind vom westlichen Teil, der näher an Polen liegt. Der andere Teil spricht Russisch und unterhält Handelsbeziehungen mit Russland. Das scheint die Gruppe zu sein, die die aktuelle Regierung stützt. […]

Die Ukraine ist eine politische Katastrophe, und es steht außer Frage, dass es dort vieles gibt, das geändert werden muss. Die Ukraine wird von einer Mafia geleitet, wo die Polizei die Bonzen noch nicht einmal anhält, wenn sie zu schnell fahren. In der Ukraine ist alles korrupt, und man muss die Staatsbediensteten schmieren, nur damit sie überhaupt ihre Aufgaben erledigen.

Unsere Quellen aus Kiew sagen, dass es so aussieht, als „würde sich hier eine weitere Revolution“ zusammenbrauen. „Hoffentlich wird sich einiges zum Besseren wenden …“

Nächstes Jahr nimmt der Kriegszyklus wieder an Fahrt auf. Und da Kiew die erste Hauptstadt von Russland war, sind die Entwicklungen dort von außerordentlicher Bedeutung. Die Ukraine befindet sich zwischen Russland und Europa und wird zurzeit auseinandergerissen. Russlands Stolz liegt auf dem Hackblock, und das ist der Wirkliche Streitpunkt für Russland. Es geht einzig darum, dass Russland seinen alten Glanz wiederherstellt.

In Kürze haben wir unseren aktuellen Bericht zum Kriegszyklus fertig, wo diese Entwicklung mit integriert wird, da der Kriegszyklus ab 2014 wieder steigt, und wir erleben ja gerade, dass es überall zu einer Zunahme der Spannungen kommt. Die Ukraine könnte zu einem Brennpunkt werden, wo Russland das Blut eines schwachen Europas und einer schwachen USA riecht – ähnlich den Barbaren, die die Schwäche Roms rochen und wussten, dass die Zeit für eine Angriff gekommen war.

Für Russland geht es um die Wiederrichtung seiner nationalen Ehre. Die USA haben sich genauso wie Rom durch finanzielles Missmanagement selbst geschwächt […] Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir den Kriegszyklus verstehen, da er maßgeblichen Einfluss auf Gold und den Dow Jones haben wird, vom Euro und den europäischen Märkten ganz zu schweigen.

Weitere Artikel zu diesem Thema