Globaler Währungskollaps: Warum Silber noch ganz groß rauskommen wird

Der Aufstieg von Silber und der Zusammenbruch des Geldsystems sind unvermeidlich miteinander verknüpft

Hubert Moolman, HGM & Associates, 08.04.2014

Wir stehen jetzt kurz vor dem Ende unseres aktuellen internationalen Währungssystems. Basierend auf zahlreichen Hinweisen, über die ich hier bereits in der Vergangenheit geschrieben habe, scheint es sich dabei um eine Gewissheit zu handeln. Der systematische Aufbau des jetzigen Währungssystems ging damit einher, dass Silber aus der monetären Ordnung sukzessiv herausgenommen wurde.

Aufgrund der Natur dieses Geldsystems wurde der Wert von Silber weggelenkt. Um das zu begreifen, braucht man sich bloß einmal zu vorzustellen, was wäre, wenn Silber als Währung verwendet würde, so wie der US-Dollar derzeit als Währung verwendet wird: Uns stünde heute viel weniger Silber zum Verkauf im aktuellen Silbermarkt zur Verfügung. Basierend auf dem Angebots-Nachfrage-Modell würde das bedeuten, dass der Silberpreis bedeutend steigen müsste.

Die Tatsache, dass die Zentralbanken keine nennenswerten Mengen an Silber (beziehungsweise überhaupt kein Silber) halten, verschafft dem weißen Metall im aktuellen geldpolitischen Regime einen weiteren Nachteil gegenüber Gold. Das ist auch einer der Gründe, warum Silber oftmals nicht als echtes Geld wahrgenommen wird.

Der Aufstieg von Silber und der Zusammenbruch des Geldsystems sind unvermeidlich miteinander verknüpft. Und das heißt: Sollte der Zusammenbruch des Geldsystems auf ungeordnete, chaotische Art und Weise stattfinden, wird auch der Anstieg des Werts von Silber auf ungeordnete, chaotische Art und Weise erfolgen.

Und ein Zusammenbruch legt schon per Definition nahe, dass es zu einem plötzlichen Sturz bzw. Einbruch kommt. Das würde nahelegen, dass Silber, wenn die Zeit gekommen ist, plötzlich im Wert explodieren wird. Beispielsweise wäre es möglich, dass Silber an einem Tag um USD 10, USD 20 oder USD 100 pro Unze zulegt, bis man das Metall plötzlich nicht mehr für Fiatgeld erwerben kann. Interessanterweise bedeutet das auch, dass Silber und Gold letztlich denselben Fiatgeld-Preis erreichen werden.

Wenn man physisches Silber als Absicherung gegen den Zusammenbruch des Geldsystems kauft, kauft man es daher nicht etwa in der Hoffnung, dass der Silberpreis bis Ende des Jahres bei USD 30 pro Unze liegt. Nein, man rechnet vielmehr mit einer plötzlichen Preisexplosion, nur dass man nicht genau weiß, wann es soweit sein wird. Vor dem Hintergrund, dass der Währungskollaps unvermeidlich ist, dürfte der Ansatz, einfach physisches Silber zu bunkern, der beste sein.

Aufgrund der fraktalen Natur der Märkte gehe ich davon aus, dass das, was Silber während der 1970er Jahre widerfuhr, lediglich ein Vorgeschmack auf die kommende „Ende-des-Geldsystems-Rally“ war. Silber stieg von USD 8,70 pro Unze im August 1979 auf USD 50 pro Unze im Januar 1980. Das war ein phänomenaler Anstieg. Nur bei wenigen Gütern (wenn überhaupt) kam es während eines solch kurzen Zeitraums zu derart großen Preisanstiegen.

Im Folgenden werde ich das Gold/Silber-Verhältnis nutzen, um zu veranschaulichen, dass die Preisentwicklung von Silber in den 1970er Jahren (und auch die von Gold) eine Miniaturversion der Preisentwicklung von 1980 bis 2014 ist. Der untenstehende Chart weist das Gold/Silber-Verhältnis über einen Zeitraum von 100 Jahren aus:

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Auf dem Chart habe ich zwei Muster mit den Punkten 1 bis 5 versehen. Es scheint hier eine relevante Übereinstimmung zu geben, da beide Muster an bedeutenden Silberpreishochs ihren Anfang nehmen. Das erste Muster beginnt 1968 und das zweite 1980. Beide Muster beginnen auf der unteren Linie der 100-jährigen Handelsspanne des Gold/Silber-Verhältnisses – Fakt ist, dass beide Muster 1968 und 1980 mit bedeutenden Tiefs beginnen.

Diese beiden Muster sind sich sehr ähnlich – ähnlich, nicht identisch. Sollte diese Ähnlichkeit weiter anhalten, würde das aktuelle Muster an einem Punkt komplettiert werden, bei dem das Gold/Silber-Verhältnis weit unter 1:15 liegt. Das könnte bedeuten, dass genauso wie 1979/1980 mit einem bedeutend höheren Silberpreis zu rechnen ist.

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