Sanktionsspirale: Ist der Dritte Weltkrieg jetzt noch aufzuhalten?

Bereiten Sie sich auf den Dritten Weltkrieg vor: Die einzige Möglichkeit, den Dritten Weltkrieg zu verhindern, besteht darin, dass man jetzt einen internationalen Gipfel abhält – und ja, sorry, dabei muss dann auch der Westen zurückstecken. Ohne dem gibt es keine Lösung und schneller Krieg, als sich irgendjemand vorstellen kann

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 06.08.2014

Die westlichen Sanktionen gegen Russland bedrohen die gesamte Weltwirtschaft

Die gehirnamputierte Idee mit den Sanktionen gegen Russland bedroht die gesamte Weltwirtschaft. Und hierzu kommen noch die Hatz der USA auf jeden US-Bürger, der im Ausland Geld hält, sowie die verdeckte Föderalisierung Europas und die Unterdrückung demokratischer Prozesse durch die EU. Diese Politiker begreifen einfach nicht, dass sie hier gerade all das vernichten, was unsere gesamte Weltwirtschaft zusammenhält.

Auf die Tatsache, dass die Billigfluglinie Dobroljot ihren Betrieb aufgrund der EU-Sanktionen einstellen musste, reagierte Russland mit der Drohung, dass es alle europäischen Flüge nach Asien, die über Sibirien gehen, verbieten würde. Jetzt mal im Ernst: Wenn ich Russland wäre, würde ich das machen und nicht bloß damit drohen. Den Politikern im Westen muss eine Lektion erteilt werden, dass der einzige Weg zum Abbau der Spannungen in Verhandlungen besteht.

Umso stärker die westlichen Politiker versuchen, Sanktionen zu implementieren, desto stärker wird Putin im eigenen Land als Nationalheld angesehen und desto mehr Hass wird beim russischen Volk gegenüber dem Westen aufgebaut. Das kann einfach nicht funktionieren …

Der Versuch, in Russland einen Putsch ins Leben zu rufen, um Putin zu stürzen, wird zu Krieg führen. Putin wird genauso wenig aus dem Amt gehen wie der EU-Kommission plötzlich einfällt, dass die Menschen bei der Vergabe ihrer Positionen irgendein Mitspracherecht haben. Diktatur bleibt Diktatur, ganz gleich, was man ihr für ein Label umhängt. Und Obamas Missbräuche der NSA, der IRS und der CIA – bei der sogar der US-Kongress ins Ziel genommen wird – sind auch undemokratisch.

Bereiten Sie sich auf den Dritten Weltkrieg vor

David Cameron und Vladimir Putin hatten sich noch im Juni zu persönlichen Gesprächen getroffen, jetzt ist Cameron auf Linie mit den USA und warnt, dass die NATO „auf die russische Bedrohung“ nicht vorbereitet sei.

Cameron hat der NATO gesagt, dass sie ihre langfristige Beziehung zu Russland ernsthaft überdenken müsse. Der britische Premierminister warnte, dass Russlands „illegale“ Maßnahmen in der Ukraine mit der Botschaft beantwortet werden müssen, dass „weder die NATO noch ihre Mitglieder eingeschüchtert werden.“

Cameron hat vorgeschlagen, einen Reihe von Militärübungen durchzuführen, die im Grunde nichts bewirken, außer dass man herumstolziert und zeigt, dass man da ist. Aus historischer Sicht haben solche Maßnahmen bei Krisen nie Wirkung entfaltet.

Putin stammt aus der alten Welt. Er hat den Zusammenbruch des alten sowjetrussischen Imperiums als die größte Tragödie des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Er ist immer noch ein Typ aus der alten Welt, der der Meinung ist, dass die geographische Größe Russlands bedeutender ist als seine wirtschaftliche Macht. Die Ausweitung Russlands beschert ihm im Inland größere Beliebtheit, und er hat die Unterstützung der Orthodoxen Kirche – etwas, das seit dem Zaren kein anderer russischer Führer von sich behaupten konnte.

Nichtsdestotrotz ist Krieg schlichtweg unvermeidlich, weil die Sanktionen einen direkten Angriff darstellen, der seine Wirkung überhaupt nicht entfalten kann, weil Putin öffentlich nicht klein beigeben darf.

Das ist für unsere Rechtsanwalts-Politiker schlicht eine Nummer zu groß. Sie schauen auf irgendwelche Gesetze und nicht auf Fakten und haben gar keine Ahnung, wie man mit den Menschen auf der Straße wirklich umzugehen hat.

Die einzige Möglichkeit, den Dritten Weltkrieg zu verhindern, besteht darin, dass man jetzt einen internationalen Gipfel abhält – und ja, sorry, dabei muss dann auch der Westen zurückstecken. Ohne dem gibt es keine Lösung und schneller Krieg, als sich irgendjemand vorstellen kann.

Bei einem internationalen Gipfel, der darauf ausgelegt ist, die Meinung von Putin zu ändern – das geographisches Territorium eben nicht mit Stärke gleichzusetzen ist –, ist es notwendig, dass man Russland wieder mit ins Boot holt und den Handel öffnet, damit das russische Volk davon profitieren kann.

Ein anderer Aspekt, der angegangen werden muss, sind die russischen Oligarchen. Russland muss freies Unternehmertum ermöglichen, damit seine Wirtschaft wachsen kann. Versuchen Sie mal, in Moskau irgendein Restaurant aufzumachen. Viel Glück und besorgen Sie sich eine gute Lebensversicherung – Sie werden bis zum Sonnenaufgang tot sein. Und genau das hat dafür gesorgt, dass Russland nicht zur Spitze aufgestiegen ist, wie wir es bei China gesehen haben. Russland könnte Europa wirtschaftlich in kürzester Zeit ausstechen, wenn es seine Oligarchie angehen würde.

Ohne ein Gipfeltreffen, das solide wirtschaftliche Lösungen beinhaltet, besteht keine Hoffnung darauf, einen Krieg zu verhindern. Selbst im Westen will die EU Europa einfach nur föderalisieren, um den Euro zu retten, der von Anfang an ein Fehlkonstrukt war. Die USA sind unterdessen in einer Pensionskrise gefangen, die allen um die Nase fliegen wird, während die gesamte sozialistische Agenda des Westens der Besteuerung der Reichen und die fortwährend steigenden Staatskosten die Wirtschaft immer weiter schrumpfen lassen.

Der Zusammenbruch des Wirtschaftssystems der fortwährenden staatlichen Kreditaufnahme – bei der nie irgendetwas wieder zurückgezahlt wird – findet aktuell vor unser aller Augen statt. Und im Ergebnis braucht der Westen dann auch Krieg, um eine Revolution zu verhindern.

Es ist viel besser, zu begreifen, was auf uns zukommt, als dumm und blind zu sein und einfach nur Fernsehen und irgendwelche Sportsendungen zu schauen, während man noch nicht einmal weiß, wo die Ukraine überhaupt liegt. Es ist so wie Hieronymus sagte: Als Rom fiel, schauten sich die Römer immer noch ihre Spiele an und lachten.

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