Jamaika ruft Notstand aus, nachdem Obama die Verhaftung des „Robin Hood“-Drogenbarons forderte

Wenn man die kriminellen Machenschaften des IWF, der Weltbank und der internationalen Banker bedenkt, ist es eigentlich ganz natürlich und nachvollziehbar, dass die Jamaikaner sich einem Drogenbaron zugewandt haben um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.

Kurt Nimmo, Infowars.com, 25.05.2010

„Jamaikanische Sicherheitskräfte durchsuchten am Dienstag einen explosiven Slum in Kingston um einen mutmaßlichen Drogenbaron zu finden, nachdem bei Unruhen, die durch Regierungsanweisungen ausgelöst wurden, ihn an die Vereinigten Staaten auszuliefern, mindestens sieben Menschen zu Tode kamen.“ berichtete Reuters. „Schwer bewaffnete Soldaten und Polizisten führten Haus für Haus Durchsuchungen durch um Christopher ´Dudus` Coke im Viertel Tivoli Gardens im Westen Kingstons zu finden.“

Die Vereinigten Staaten sagen, Coke ist einer der gefährlichsten Kriminellen der Welt und in der Karibik, Nordamerika und Großbritannien für den Handel mit Cannabis, Crack und Kokain verantwortlich, so die Zeitung The Guardian, die auch auf Waffengeschäfte hinweist. Bevor die Obama-Regierung sich an Jamaikas Premierminister Bruce Golding und seine Arbeiterpartei wandte, genoss Coke massiven Schutz durch die jamaikanische Regierung.

Letzten August erhoben die Bundesbehörden in den USA diverse Anklagepunkte gegen Coke und beschuldigten ihn des Verkaufs von Marihuana und Kokain in New York und anderen Orten sowie der Bewaffnung seiner Geschäftspartner mit illegal gehandelten Waffen. Das US-Justizministerium beschreibt Coke als einen der „gefährlichsten Drogenbarone der Welt“.

Mittlerweile stellte sich heraus, dass die Festnahme von Coke keine ganz einfache Angelegenheit werden dürfte. Gangmitglieder griffen Polizeistationen in und um Kingston herum an, als klar wurde, dass es Coke war, hinter dem sie her waren.

„Als Reaktion darauf befahl der Premierminister Soldaten auf die Straßen und erklärte den Ausnahmezustand für Tivoli Gardens, ein Viertel im Westen von Kingston und ´Standort` von treu Ergebenen Cokes, der allgemein unter dem Namen Dudus bekannt ist, und seiner Shower Posse Gang.“ berichtet die New York Times.

Es ist die Art einseitiger Geschichte, welche die Massenmedien lieben – ein Drogen handelnder böser Kerl und seine bewaffneten Unterstützer kämpfen gegen eine noble Regierung, die fest entschlossen ist ihn der Gerechtigkeit zuzuführen.

Wie üblich, wird in den Massenmedien nur die eine Seite der Geschichte erzählt.

„Für Viele in den Slums von Kingston ist Dudus ein wesentlich besserer Versorger politischer Güter (Bildung, Sicherheit und Nahrung) als der Staat, was die populäre Unterstützung erklärt, welche er vor Ort erfährt.“ schreibt John Robb für Global Guerillas.

„Für die armen Bewohner des Westens von Kingston ist Coke ein Wohltäter, der Geld, Nahrungsmittel und Stipendien verteilt. Sie nennen ihn ´Dudus` und geloben für ihn zu sterben.“ berichtet New York Daily News an.

„Dudus ist für viele Personen der Wohltäter, die abhängig davon sind, dass er ihre Kinder zur Schule schickt, Nahrungsmittel kauft und, am wichtigsten, über jamaikanische Grenzen hinweg Streitigkeiten schlichtet.“ merkt The Jamaica Gleaner an.

Fast 20% der jamaikanischen Bevölkerung lebt in bitterer Armut, während fast 6% mit weniger als USD 2 am Tag auskommen müssen. Die armen Arbeiter kommen auf ein Durchschnittseinkommen von USD 50 pro Woche, wenn sie Glück haben.

„Die Regierung, die 48% des Bruttosozialprodukts des Landes für Jamaikas Auslandsschulden aufwendet, kann für das Leben der Armen keine wirkliche Hilfe bieten, die von Wohlfahrtseinrichtungen abhängig sind um zu überleben.“ schreibt Western Catholic Reporter.

Der frühere Premierminister Michael Manley wurde 1976 aufgrund eines IWF-feindlichen Wahlprogramms gewählt, war anschließend jedoch dazu gezwungen im Jahre 1977 Jamaikas erste Kredithaivereinbarung mit dem IWF zu unterzeichnen. 2001 schuldete Jamaika dem IWF, der Weltbank, der Interamerikanischen Entwicklungsbank und anderen „internationalen Kreditagenturen“ (d. h. den internationalen Bankstern) über USD 4,5 Milliarden.

„Wir bemühen uns gerade darum USD 1,2 Milliarden [vom IWF] zu erhalten und es ist kein Allheilmitteln. Diese USD 1,2 Milliarden werden bei der Bank of Jamaica landen, nicht ein Penny davon wird zum Finanzministerium gehen, das ist die Natur von IWF-Vereinbarungen.“

erklärte der Premierminister Bruce Golding letzten Dezember. Mit anderen Worten wird die Armut in Jamaika weiter anhalten und wahrscheinlich sogar noch schlimmer werden.

„Das Land zahlt fortwährend mehr Gelder aus, als es durch seine gesamten Finanzquellen einnimmt und werden die vorgeschriebenen Richtwerte nicht eingehalten, verschärft man die Programme zur Strukturanpassung mit jeder Runde der Neuverhandlung.“

erklärt Stephanie Black in der Dokumentation mit dem Titel „Life and Debt“ im Hinblick auf die Jamaika seitens des IWF auferlegte Armut.

„Um die Zahlungsbilanz zu verbessern, verschreibt man Abwertung (was den Devisenhandel verteuert), hohe Zinssätze (was die Kreditkosten erhöht) und Regeln für Gehaltszahlungen (welche letztendlich die Kosten für Arbeit senken). Der IWF geht davon aus, dass die Kombination aus gesteigerten Zinssätzen und Einsparungen bei den Regierungsausgaben die Ressourcen vom inländischen Konsum hin zu privaten Investitionen lenkt…Ansteigende Arbeitslosigkeit, grassierende Korruption, ein höherer Analphabetismus, eine Zunahme der Gewalt, untragbare Lebensmittelpreise, baufällige Krankenhäuser und eine Zunahme der Ungleichheit zwischen Reichen und Armen beschreiben nur einen Teil der gegenwärtigen Wirtschaftskrise.“

Mit anderen Worten handelt es sich hier um das perfekte „Investitions“-Klima für die Bankster und ideale Bedingungen für transnationale Konzerne, die auf dem ganzen Erdball auf der Suche nach Sklavenarbeitergulags sind. Jamaika prahlt mit „Freihandelszonen“, wo die Arbeiter sich fünf bis sechs Tage pro Woche quälen müssen um den staatlichen Mindestlohn von USD 30 pro Woche zu erhalten.

Wenn man die kriminellen Machenschaften des IWF, der Weltbank und der internationalen Banker bedenkt, ist es eigentlich ganz natürlich und nachvollziehbar, dass die Jamaikaner sich einem Drogenbaron zugewandt haben um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.

Als internationale Straftäter werden ausschließlich die Drogenbarone bezeichnet, welche nicht für Wall Street und die Banker tätig sind. Der Chef der Strafverfolger bei den Vereinten Nationen, Antonio Maria Costa, wies im Januar 2009 darauf hin, dass der illegale Drogenhandel dazu genutzt wurde die Banken während der künstlich geschaffenen weltweiten Finanzkrise über Wasser zu halten. Milliarden leid-durchtränkter US-Dollars haben das Wall Street Schiff über Wasser gehalten.

Die Banker arbeiten eng mit der Regierung und der CIA zusammen um sicherzustellen, dass Millionen Amerikaner sich täglich zudröhnen können. John Gotti, Jr., keine besonders glaubwürdige Quelle, erklärte auf die Frage eines Reporters, ob die New Yorker Familie Gotti in den Drogenhandel involviert sei: „Nein, wer kann denn schon mit der Regierung konkurrieren?“ Darauf wies Catherine Austin Fitts hin, welche die massiven Geldspritzen illegaler Drogengelder in Wall Street dokumentierte.

Letztendlich ist es überhaupt nicht sicher, ob es der jamaikanischen Regierung möglich ist Herrn Coke zu verhaften und ihn an die heuchlerische US-Justiz zu übergeben.

„Solange der Konflikt hauptsächlich in Barrikadenkämpfen ausgetragen wird, hat die Regierung eine Siegchance. Wenn er sich durch Blockaden der Demonstranten und die bewusste Zerstörung der Infrastruktur in Kingston bis hin zum Zusammenbruch der Energie-, Wasser- und Nahrungsmittelversorgung eines größeren Teils der jamaikanischen Bevölkerung ausweitet (und für Jene außerhalb der Slums Kosten verursacht), wird die Regierung wahrscheinlich verlieren.“ schreibt John Robb.

Wenn Obama und das US-Justizministerium Coke vorführen wollen, kann es sein, dass sie dafür US-Marines schicken müssen.

Natürlich denkt man da gleich an die Invasion von Grenada und Reagans Operation „Urgent Fury“. Es sollte erwähnt werden, dass die Invasion einer winzigen karibischen Nation auf die begeisterte Unterstützung der Mehrheit der Amerikaner traf, die es lieben die Entwicklung ihrer Kriege im Fernsehen zu verfolgen. Die Moderatoren im Fernsehen lasen aus den Drehbüchern des Pentagons vor und scherten sich logischerweise überhaupt nicht darum, dass die CIA das Land schon Jahre vor der Primetime-Invasion destabilisiert hatte.

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