Historiker & Finanzanalysten: Europa und USA werden Sommer des Zorns erleben

Soziale Unzufriedenheit könnte zu Krieg und „systembedrohender Instabilität“ führen

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 03.06.2010

Top-Historiker, Sozial- und Finanzanalysten sowie Polizeibehörden sagen voraus, dass Europa und Amerika als Reaktion auf die von den westlichen Regierungen nun angeordneten Austeritätsmaßnahmen davor stehen einen Sommer des Zorns zu erleben, mit Szenen, ähnlich denen, wie wir sie in Griechenland sahen.

Obwohl Viele bereits für den letzten Sommer voraussagten, dass es eine Zeit der sozialen Unruhen geben würde, merkt der britische Historiker Simon Schama an, dass es gewöhnlich eine Zeitverzögerung zwischen wirtschaftlichen Nöten und der durch sie hervorgebrachten anschließenden sozialen Wut gibt.

„Es liegt mir fern, eine brenzlige Situation noch brenzliger zu machen, aber man kann sich des Gedankens, dass wir an der Schwelle eines Zeitalters des Zorns stehen, aufgrund der Stimmung, die in der Luft liegt, einfach nicht erwehren.“ schreibt Schama in seiner Kolumne für die Financial Times.

Schama sieht voraus, dass nicht nur Europa, sondern auch Amerika mit „erheblicher Wahrscheinlichkeit einem langen heißen Sommers sozialer Wut“ gegenübersteht und macht Vergleiche zur französischen Revolution, wo reiche Plutokraten die Hauptwucht der Raserei des gewöhnlichen Mannes zu spüren bekamen.

Ein Bericht von Reuters spiegelt ähnliche Befürchtungen wider. Darin wird angemerkt, dass das Niveau der Gewalt vor dem Umfang der Berichterstattung darüber in den Hintergrund treten wird und Letzteres dann bestimmt, wie stark die Unruhen die Märkte negativ beeinflussen werden.

„Versicherer sagen, dass sie einen bemerkenswerten Anstieg bei Anfragen zum Versicherungsschutz für politische Risiken sahen – welcher vor Zwangsenteignung, politischer Gewalt und Devisenkontrollen schützt – besonders für Portugal und Spanien, da sie sich nun strengen Einschnitten gegenübersehen“

so der Bericht, worin weiter ausgeführt wird, dass auch Großbritannien aufgrund der neuen Regierung, welche die härtesten Haushaltseinschnitte seit dem Zweiten Weltkrieg durchboxt, ein Krisenherd für Aufstände sein wird.

In der Tat ist es so, dass die Behörden sich bereits auf die negativen Auswirkungen vorbereiten, sollte Großbritannien damit anfangen denselben Weg wie Griechenland zu gehen. Der Vorsitzende des britischen Polizeiverbandes warnte jüngst davor, dass sich das Land auf dem Weg befinde wieder Szenen zu erleben, die man zuletzt während der wirtschaftlichen und sozialen Unruhen der späten 70er Jahren sah.

„Ich habe wirkliche Befürchtungen, dass wir zu etwas wie dem zurückkehren könnten…die Geschichte lehrt uns, dass dies immer wieder passiert.“ so Paul McKeever auf der jährlichen Konferenz des Verbands in Bournemouth, der hinzufügte, dass diesen eine erhebliche Wahrscheinlichkeit für „Verzweiflung auf den Straßen“ bestünde.

Chris Marsden legt in seinem Artikel dar, dass verschiedene weitere prominente Stimmen aus den Medien ebenfalls Spannungen voraussagen, die sich auf der Straße entladen könnten, besonders dann, wenn die Eurozone als Ergebnis des Zusammenbruchs der Einheitswährung auseinanderfällt.

Ein Beitrag der Deutschen Welle vom 26.05.2010 warnte davor, dass man heute „näher [vor sozialen Unruhen] steht als zu irgendeinem Zeitpunkt, seit diese aktuelle Finanzkrise – die schlimmste seit 1929 – begann.“

In dem Bericht wird der US-Direktor Nationale Nachrichtendienste, Dennis C. Blair, zitiert, der sagte, dass die Aufstände zu „systembedrohender Instabilität“ führen könnten, gegenüber der „die Vereinigten Staaten nicht immun sein würden“.

Der Bericht benennt auch Portugal, Spanien und Italien als Länder, die der Bedrohung sozialer Unruhen ausgesetzt sind und geht sogar soweit zu behaupten, dass die Unruhen im Krieg enden werden, wofür man Marie-Hélène Caillol, die Präsidentin der Denkfabrik European Laboratory of Political Anticipation heranzieht.

Obwohl die Analysten sagen, dass ein derartiger Missmut eine natürliche Reaktion der Menschen aufgrund ihnen aufgezwungener finanzieller Nöte, Arbeitslosigkeit und abgesenkter Lebensstandards sei, muss man sich doch fragen, ob die Globalisten, welche die Wirtschaftskrise erschaffen haben, hier nicht mit ihrer vorbereiteten Lösung der Weltregierung auf der Lauer liegen, wartend, bis die Situation wirklich schlimm wird. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Krise mittlerweile so massiv ist, dass diese selbst der Kontrolle der Globalisten entglitt, was bedeuten würde, dass jetzt Niemand mehr in der Lage ist den endgültigen Ausgang sozialer Massenunruhen, die sich diesen Sommer in den Straßen abspielen sollen, vorherzusagen.

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