Europa-Abgeordneter: „EU ist eine wirtschaftliche und demokratische Katastrophe“

RT.com, 27.08.2010

Die Europäische Union ist ein koloniales und hochbürokratisches Regime und keine Konstruktion an der Großbritannien teilhaben sollte, so Gerard Batten, Mitglied der UK Independence Party und Abgeordneter des Europäischen Parlaments.

In einem Interview mit RT erklärte Batten:

„Sie ist eine wirtschaftliche und demokratische Katastrophe. Zunächst einmal gibt es überhaupt keinen Grund für die Europäische Union. Ich meine, die Art, wie man es den Menschen vor 40 Jahren verkaufte und es seitdem immer noch tut, ist, dass wir sie für den Handel und die Arbeitsplätze brauchen. Wir brauchen sie nicht für den Handel und die Arbeitsplatze, selbst die Europäische Union hat sich von diesem Argument distanziert. Was wir brauchen, ist Handel mit Europa und dem Rest der Welt, Freundschaft und Zusammenarbeit. Wir müssen keine Mitglieder in dieser riesigen bürokratischen Organisation sein um das zu erreichen.

Was eigentlich noch schlimmer ist als das, ist der Verlust der Demokratie. Die Deutschen haben im Jahre 2006 ausgerechnet, dass rund 83% aller neuen Gesetze nun von der Europäischen Union kommen und nicht von ihrem eigenen Parlament. Und dieser Bericht wirft die Frage auf, ob Deutschland aufgrund dieser Tatsache sachlich tatsächlich noch als Demokratie bezeichnet werden könnte.“

Batten fügte hinzu:

„Dasselbe gilt auch für Großbritannien, eine ähnliche Art von Land. 80% unserer Gesetze kommen jetzt von Institutionen der EU, welche nicht demokratisch ist, wir kann es sich also bei uns um eine Demokratie handeln?“

Sehen Sie sich das Interview dazu an:

Rückblick März 2010 – Nigel Farage: „Auseinanderbrechen der EU wäre gut für ihre Mitgliedsländer“

Europa wäre besser dran, wenn die Europäische Union auseinanderbrechen würde, so Nigel Farage, Mitglied der UK Independent Party und Abgeordneter im Europäischen Parlament:

„Wenn man in der Geschichte zurückschaut, war die Demokratie der wundervollste Mechanismus zu Gewalt neigenden Menschen Einhalt zu gebieten. Nimmt man die Demokratie weg, dann ist alles, was noch übrig bleibt Protestaktion und wahrscheinlich Gewalt.“

Nigel Farage, der die Bürger Südostengland im Europäischen Parlament vertritt, fügte hinzu:

„Ich glaube, dass Europa als Kontinent besser dran wäre, wenn die Franzosen französisch, die Deutschen deutsch und die Briten britisch wären, sie hatten ihre eigenen Demokratien, sie steuerten ihre eigenen Wirtschaften – und wir trieben gemeinsam Handel und kooperierten miteinander und versuchten einen guten Zugang zu unseren nächsten Nachbarn zu erlangen. Für mich ist dies eine wesentlich bessere Vision eines Europas, als die Idee zentralisierter Institutionen.“

Sehen Sie sich das Interview dazu an:

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