Früherer pakistanischer Geheimdienstchef: Blackwater steckt hinter Bombenanschlägen in Pakistan

Propagandafront.de, 15.12.2009

Während eines Interviews im iranischen Staatsfernsehen, Press TV, sagte der frühere Chef des pakistanischen Geheimdienstes ISI, Asad Durrani, dass die Privatsöldner der Sicherheitsfirma Blackwater, welche heute unter dem Namen „Xe Services“ firmiert, Operationen in Pakistan ausführen.

Seine Kommentare folgten auf eine Meldung, wonach der CIA mit Xe Services bei Drohnenangriffen auf pakistanisches Gebiet zusammenarbeitet. Hier sei die private Sicherheitsfirma mit der Munitionierung von US-Drohnen beauftragt, mit denen man es auf vermutete Militante in Pakistan abgesehen habe.

Nach Meldungen pakistanischer Medien werden bei den Drohnenbombardements immer wieder unschuldige Zivilisten ermordet.

General Durrani sagte während des Interviews bei Press TV: „Meiner Einschätzung nach führen sie [Blackwater Agenten] – entweder selbst oder wahrscheinlicher über andere, über Einheimische – einige der Bombenanschläge aus…Die Idee hinter solchen Aktionen, wie der Durchführung von Anschlägen auf die Zivilbevölkerung, ist es, die Anderen in den Augen der Öffentlichkeit schlecht dastehen zu lassen.“

Die Aussagen des ehemaligen pakistanischen Geheimdienstchefs decken sich mit den Meldungen der chinesischen Medien vom Oktober diesen Jahres, wo der paschtunische Anführer Hakimullah Mehsud die gleichen Vorwürfe gegen Xe Services erhebt und diese für Bombenanschläge in Peshawar verantwortlich machte, bei denen über 117 Menschen ums Leben kamen.

Hakimullah sieht auch den pakistanischen Geheimdienst ISI mit in die Anschläge verwickelt, die seiner Meinung nach ebenfalls dazu dienen sollen sie den Militanten anzulasten: „Unser Krieg ist gegen die korrupte Regierung und die Sicherheitskräfte, nicht gegen die Bevölkerung. Wir sind an den Anschlägen nicht beteiligt.“

Die enge Verbindung zwischen der Privatsöldner- und Sicherheitsfirma Xe-Services und Geheimdienstkreisen wurde erst kürzlich von der amerikanischen Zeitschrift „Vanity Fair“ aufgegriffen, in welcher behauptet wird, dass der Chef von Xe Services, Erik Prince, jahrelang als CIA-Agent für die Finanzierung, Organisation und Durchführung von Operationen verantwortlich war.

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