Euro-Allzeithochs für Gold & Silber – Edelmetalle fegen Euro-Weichwährung vom Parkett

Die neuen Euro-Allzeithochs bei Gold und Silber begeistern die europäischen Edelmetallinvestoren schon heute, obwohl die Flucht aus den Papierwährungen noch garnicht richtig eingesetzt hat, und wir uns gerade erst in der zweiten Phase des Edelmetallbullenmarkts befinden

Propagdandafront.de, 01.12.2010

Das EU-Staatsschuldendebakel, das sich gegenwärtig auf immer mehr Länder überträgt, beschert den europäischen Edelmetallanlegern neue Allzeithochs. Gold stürmte zu Beginn dieser Woche auf ein neues EUR-Allzeithoch von EUR 1.067 pro Feinunze. Der Kursverlauf des EUR-Goldpreises ist gegenwärtig von einer enormen Aufwärtsdynamik gekennzeichnet. Mitte Oktober und Anfang November dieses Jahres war die Feinunze Gold noch für einen Kassapreis von unter EUR 960 zu haben.

Goldpreisentwicklung in Euro - Zum Vergrößern anklicken.

Der kleine Bruder des gelben Metalls konnte ebenfalls ein EUR-Allzeithoch verzeichnen, und kratzte am Mittwoch bereits kurzzeitig an der EUR 22,00 Marke pro Feinunze. Im Verlaufe des Jahres 2009 konnten Silberinvestoren eine 1-Unze-Silberanlagemünze noch für rund EUR 12 brutto erwerben – gegenwärtig muss man für eine solche Münze, auf die in Deutschland eine Mehrwertsteuer in Höhe von 7% zu entrichten ist, schon um die EUR 25 zahlen.

Silberpreisentwicklung in Euro - Zum Vergrößern anklicken.

Im Tagesdurchschnitt konnte Silber diese Woche auch in US-Dollar neue Allzeithochs verzeichnen und wird gegenwärtig mit über USD 28,40 gehandelt. Der Goldpreis pendelt aktuell rund USD 30 unter seinem Allzeithoch vom 09.11.2010, wo man für eine Feinunze zwischenzeitlichen einen Kassapreis von über USD 1.423 zu zahlen hatte.

Für Edelmetallanleger in der Eurozone, die ihre Papiergeldfetzen vor der weiter anhaltenden und sich verschärfenden Kaufkraftentwertung retten wollen, werden die Zukäufe nun immer teurer, eine Entwicklung, die durchaus anhalten könnte. Der Währungsexperte John Taylor, Präsident und Gründer der Firma FX Concepts und ehemaliger Vizepräsident von Citibank, warnte bereits Anfang November, dass der Euro zu einer Weichwährung südeuropäischen Stils mutieren würde:

„Bis Anfang nächsten Jahres wird die Eurozone in eine Rezession eintreten, welche die aktuelle politische Führerschaft auf die Probe stellen wird. Der Euro, der immer so wahrgenommen worden ist, als würde es sich bei ihm um die deutsche Mark handeln, hat seinen Höhepunkt bereits wieder erreicht und wird solange weiter an Wert verlieren, bis er in den kommenden Monaten auf dem Niveau der italienischen Lire gehandelt wird.“

Für Edelmetallanleger der Eurozone kristallisieren sich aktuell zwei Entwicklungen heraus: Zum einen ist die sich beschleunigende Kaufkraftentwertung des Euros offenkundig nicht mehr aufzuhalten, da die Staatsverschuldung der Eurozonenländer in den Augen inländischer und ausländischer Halter von Anleihen im suspekter wird, und auf der anderen Seite verliert auch der US-Dollar gegenüber den ältesten Währungen der Welt im Edelmetallbullenmarkt kontinuierlich an Boden, da sich die US-Notenbank dafür entschied, die Druckerpressen weiter auf Volldampf laufen zu lassen. Die asiatischen Länder bedankten sich dafür, indem sie die Weltreservewährung nun in aller Öffentlichkeit über Bord werfen und seit geraumer Zeit kontinuierlich ihre Goldbestände erhöhen.

Der legendäre Edelmetallinvestor Jim Sinclair erklärte jüngst gegenüber King World News, dass er seine ursprüngliche Einschätzung vom Sommer dieses Jahres, Gold würde bis Mitte Januar 2011 auf USD 1.650 pro Feinunze steigen, immer noch aufrecht hält, und begründete dies mit dem zunehmenden Verfall des Vertrauens der Anleger in Papiergeldwerte.

Auf die Frage, wann man bei Gold erste Preissprünge von USD 100 innerhalb eines einzelnen Handelstages sehen würden, erklärte Sinclair: „Bevor das Jahr zu Ende ist. Das ist eines der Dinge, die ich voraussagte, als ich USD 1.650 für Januar 2010 ausrief, und wir werden herausfinden, ob es so kommt.“

Bob Chapman, einer der angesehensten Edelmetallexperten Amerikas, erklärte angesichts der quantitativen Lockerungsmaßnahmen durch die US-Notenbank, dass es seiner Meinung nach keine Überraschung sei, wenn der Goldpreis bis Frühjahr nächsten Jahres um 20% und der Silberpreis um 50% zulegen würden. Er wies ebenfalls auf die gigantische asiatische Edelmetallnachfrage hin, im Besonderen auf die Goldzukäufe der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, eine asiatische Staatengruppe, deren Zentralbanken sich offenkundig auf den Totalzusammenbruch der Fiatwährungen vorbereiten.

Am 01.12.2010 führte Chapman in seinem Rundbrief The International Forecaster aus, dass die Flucht in Edelmetalle noch garnicht begonnen hat, sondern erst in den kommenden 12 Monaten richtig an Fahrt aufnehmen wird:

„Die Banken, Wall Street und die City of London sind die Wurzel dieser Probleme gewesen – und dadurch, dass die Länder sie gerettet haben und dem Steuerzahler die Schulden aufbürdeten, zerstörten sie den Wert ihrer Währungen gegenüber Gold. Das Problem ist nicht der Kurs einer Fiatwährung gegenüber einer anderen, sondern der Kurs aller Währungen gegenüber Gold.

Die wirkliche Flucht aus den Währungen hat noch nicht einmal begonnen, da 95% der Welt das Problem noch garnicht erkannt hat. Wenn die Schuldenmärkte erst einmal feststellen, was los ist, dann wird die Massenpanik ihren Lauf nehmen, und nicht jeder wird in der Lage sein, zum Ausgang zu gelangen. Alle werden es gleichzeitig versuchen, und es wird buchstäblich das Chaos ausbrechen. Die Gold uns Silbermärkte zeigen einem dies bereits an.

Diejenigen, die jetzt handeln, können ihr Vermögen retten, der Rest wird fast alles verlieren, so wie wir es bereits in der Vergangenheit erlebten. Nächstes Jahr werden sich immer mehr Menschen an der Flucht in Richtung Qualität beteiligen, während es gleichzeitig zu starken Preisanstiegen kommen wird. Das Vertrauen gegenüber allen Währungen wird immer weiter abnehmen, da sich diese auf direktem Wege in Richtung eines massiven Zusammenbruchs befinden.

Ein hier noch hinzukommender Faktor ist, dass die Börsen wie die LBMA in London und die COMEX in New York City bedeutend mehr Gold- und Silberkontrakte verkauften, als sie überhaupt zu liefern in der Lage sind. Das wird zu einer Versorgungskrise führen, und zwar nicht nur bei ihnen, sondern auch im Derivatemarkt. In einem Szenario, wo alle Geld verlieren, könnte das durchaus zu einem Zusammenbruch der börsennotierten Fonds GLD und SLV führen.

Die Manipulation im Gold- und Silbermarkt wird bereits seit August 1988 kontinuierlich aufrecht erhalten, und jetzt bemühen sie sich noch nicht einmal mehr darum zu verheimlichen, welches Spiel sie hier treiben. Sie tun es nun auf auffällige und arrogante Art. Dank der US-Regierung, der US-Aufsicht für Options- und Terminhandel (CFTC) und der US-Börsenaufsicht (SEC) – die als Ordnungshüter im Sinne der Regierung und derjenigen, die die Regierung kontrollieren, handeln – gibt es bereits seit vielen Jahren überhaupt keine freien Märkte mehr. Es ist eine absolute Schande für eine Demokratie. Offensichtlich haben wir nun auch keine Demokratie oder Republik mehr, vielmehr hat der korporativistische Faschismus jetzt diesen Platz eingenommen.“

Doch dürfte das Fiatgeld-Schneeballsystem der faschistischen, sozialistischen und kommunistischen Politmafia und der Zentralbanker der westliche Welt kurz vor dem Aus stehen.

Martin A. Armstrong, die „Nummer 1 unter den politischen Gefangenen Amerikas“, der über Jahrzehnte als einer der angesehensten Finanzberater der Welt dutzende Länder beriet, schrieb am 29.11.2010, dass die westlichen Zentralbanken überhaupt keine Möglichkeit mehr haben, den Edelmetallbullenmarkt in einen Bärenmarkt zu verwandeln:

„Ich habe die Märkte, die seitens der New Yorker Banker manipuliert worden sind, sehr genau untersucht. Dabei wurde deutlich, dass sie zwar in der Lage waren, einen sich bereits stattfindenden Trend zu beschleunigen und in seinem Umfang zu verdoppeln, es ihnen jedoch nicht möglich gewesen ist, einen Bärenmarkt in einen Bullenmarkt zu verwandeln…

Während der 80er und 90er Jahre belief sich die Menge des durch die Zentralbanken verkauften Goldes auf 4.500 metrische Tonnen (144,6 Millionen Feinunzen). Die Zentralbanken halfen somit das Tief aus dem Jahre 1999 zu erreichen, 19 Jahre nachdem Gold sein Hoch von USD 875 erzielte. Diese Tage sind jetzt gezählt. Die Zentralbanken verfügen nicht mehr über genügend Gold, um einen Bärenmarkt zu erschaffen…

Die Sozialisten möchten gerne von sich behaupten, dass sie die Wirtschaft so beeinflussen können, wie es ihnen passt. Sie hassen die Vorstellung irgendwelcher Theorien der freien Märkte, da dies bedeuten würde, dass sie ebensowenig Einfluss auf die Wirtschaft nehmen können wie die Banker in New York und es nicht möglich ist, einen Bärenmarkt auf die Dauer in einen Bullenmarkt zu verwandeln. Die freien Märkte verhindern, dass diese Bestrebungen von Erfolg gekrönt sind.“

Es sollte an dieser Stelle vielleicht noch einmal darauf hingewiesen werden, dass sich der Edelmetallbullenmarkt nach Einschätzung zahlreicher Experten gerade erst am Ende seiner zweiten und somit mittleren Phase befindet, und eine Goldblase, welche das Ende dieses Bullenmarkts beschreiben würde, immer noch in weiter Ferne zu sein scheint.

„Ich sage ja seit langem, dass Bullenmärkte drei Phasen haben. Das ist die klassische Markttheorie…Es gibt die verborgene Phase, wo die Preise extrem billig sind und jeder das Investment hasst – oder, wenn sie es nicht hassen, schon wieder vergessen haben. Diese ist bei Gold schon lange vorbei. Dann gibt es die Phase der Sorgenwand, wo die Menschen wissen, dass das Investment existiert und es so scheint, als würde es weiter steigen, aber die Leute dies leugnen oder alle möglichen Arten von Gründen dafür finden zu glauben, jede Korrektur entlang dieses Weges würde bedeuten, dass der Markt seinen Höhepunkt erreicht hätte. Ich glaube, wir befinden uns in den letzten Zügen dieser Marktphase und sind jetzt auf dem Weg hin zu einer Manie des Goldes – Manien sind die dritte Phase eines klassischen Bullenmarkts.“

führte der renommierte Investor Doug Casey im November dieses Jahrs dazu aus. Anthony J. Stills erklärte am 24.11.2010 auf CommodityOnline bezüglich dieser „zweiten Phase“ des Goldbullenmarkts:

„Im Jahre 1999 erreichte Gold ein Tief von USD 252,00 pro Unze und testete dieses Tief erneut in 2001. Nach diesem erneuten Test kam es zu zehn Jahren an Zugewinnen, wobei der aktuelle Preis nun bei USD 1.377,20…liegt. Während des gesamten Anstiegs warnte Wall Street davor, dass Gold gefährlich, riskant, ein Relikt, überbewertet und, das mag ich am liebsten, ´in einer Blase` sei.

Und vergessen wir nicht den von jedermann zum Analysten des Jahres auserkorenen Robert Prechter von Elliot Wave, der, seit Gold auf USD 450 pro Unze kletterte, bei zahlreichen Gelegenheiten den Höhepunkt des Goldpreises verkündete…

Das ist natürlich alles falsch und/oder irreführend, und das sollte es auch sein. Die Idee war, die investierende Öffentlichkeit im Hinblick auf Gold im Dunkeln zu lassen, so dass es den Zentralbanken vorbehalten bliebe. Damit hatten sie Erfolg, da 98% aller Amerikaner nicht die leiseste Ahnung davon haben, dass sich Gold in einem Bullenmarkt befindet.

Alle großen Bullenmärkte tendieren dazu, sich in drei Phasen abzuspielen. Der erste wird durch das sogenannte Smart Money definiert, dass in völliger Stille in eine Long-Position geht. Die zweite Phase beinhaltet Institutionen, die sich einkaufen, und dann kommt die dritte Phase, wo die Öffentlichkeit hineinströmt und das erschafft, was wir nun so gerne eine ´Blase` nennen. Was Gold und Silber betrifft, sind wir gerade nahe dem Ende der zweiten Phase, und der durchschnittliche Investor hat von Gold immer noch keine Ahnung. Daher ist auch keine Goldblase in Sicht!!!“

Wie eingangs erwähnt, sieht sich die europäische Einheitswährung, welche den Völkern Europas gegen ihren Willen aufgezwungen wurde, nun aufgrund der Staatsschuldenkrise ernsthaften Problemen gegenüber, und könnte in der Tat zur Weichwährung verkommen. Auch der US-Dollar wird immer unbeliebter und verfällt zusehends im Wert, während die großen Goldproduzenten Russland und China zur selben Zeit beim bilateralen Handel vom US-Dollar Abstand nehmen, und ihre inländischen Edelmetallmärkte leerfegen.

Das 2011 das Jahr werden könnte, in dem Gold und Silber immer deutlicher in die dritte Phase des Edelmetallbullenmarkts übergehen und es zu weiteren massiven Preissteigerungen bei den ältesten Währungen der Welt kommt, lässt sich angesichts der aktuellen Entwicklungen nur schwer von der Hand weisen.

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