Ron Paul: Der Keynesianismus brachte ein Jahrzehnt des Nullwachstums

Ron Paul, Campaign For Liberty, 05.01.2010

Vergangene Woche feierten wir das Ende eines Jahrzehnts, bei dem die meisten Menschen zustimmen, dass man es am besten vergessen sollte. Der Kolumnist der New York Times und führende Keynesianer Paul Krugman nannte es in seiner jüngsten Kolumne die „Große Null“. Er schrieb, dass „so ziemlich gar nichts im Sinne wirtschaftlichen Fortschritts oder Erfolgs passierte“, womit er Recht hat. Krugman gibt jedoch irreführend weiterhin dem freien Markt und dem angeblichen Mangel an Regulierung die Schuld am wirtschaftlichen Chaos.

Aufmunternd war es, als er zugab, dass das Aufpumpen von Wirtschaftsblasen ein Fehler ist, besonders, wenn man berücksichtigt, dass er selbst es war, der für die Schaffung der Häuserblase als einem Weg plädierte sich vom Kater der Dotcom-Krise zu erholen. Wir können es uns jedoch nicht länger leisten prominente Ökonomen wie Krugman davon kommen zu lassen, wenn sie die Last der Besteuerung, der monetären Politik und exzessiver Regulierung komplett ignorieren.

Krugman fragt sich schließlich immer noch, warum „kein“ Ökonom die Krise am Immobilienmarkt kommen sah. Wie konnte ihnen das nur entgehen? In Wirklichkeit sahen es die Ökonomen schon vor langer Zeit kommen, verstanden es perfekt und erklärten es viele Male. Politiker hätten schlau daran getan, auf die Warnungen der Ökonomen der Österreichischen Schule zu hören und müssen nun damit beginnen ihren Lehren zuzuhören, wenn sie in Zukunft beständigen Fortschritt wollen.

Die Ökonomen des freien Marktes der Österreichischen Schule verwenden Prinzipien des gesunden Menschenverstands. Man kommt nicht durch höhere Ausgaben aus einer Rezension. Man kann die Wirtschaft nicht bis zur Besinnungslosigkeit regulieren und dann noch erwarten, dass sie funktioniert. Man kann das Volk und die Unternehmen nicht bis zu einem Punkt nahe der Versklavung besteuern und von ihnen erwarten, dass sie weiter produzieren. Man kann nicht eine Unmenge von Geld aus heiterem Himmel schaffen, ohne dadurch all dieses Papier wertlos zu machen. Die Regierung kann der Arbeitslosigkeit nicht dadurch Herr werden, indem sie einfach all die Leute ohne Arbeit einstellt und sie zu Bürokraten macht oder ihnen auf ewig Arbeitslosengeld gibt. Man kann nicht unbegrenzt übers seine Möglichkeiten leben. Die Wirtschaft muss tatsächlich etwas produzieren, wofür andere bereit sind Geld auszugeben. Das Wachstum der Regierung ist das genaue Gegenteil all dieser Dinge.

Bürokraten sehen diesen unerfreulichen aber offenkundigen Realitäten nur ungern ins Gesicht. Es ist viel attraktiver den Zauberstab der Regulierung und der öffentlichen Ausgaben zu schwingen und jemand anders die Schuld zu geben. Es ist an der Zeit ehrlich zu sein, was unsere Probleme betrifft.

Die tragische Wirklichkeit ist, dass diese absolut verkehrte jedoch weithin akzeptierte wirtschaftliche Denkschule namens Keynesianismus unser Land sozialistischer und nicht kapitalistischer gemacht hat. Während der private Bereich in den letzten 10 Jahren eine Bergundtalfahrt von Aufschwüngen und Krisen erlebt hat, die nominal dort endeten, wo wir im Jahr 2000 begonnen haben, ist die Regierung auf der anderen Seite kontinuierlich größer geworden, weil die Keynesianer den Politikern erzählten, sie könnten mit Steuern, Ausgaben und Inflationspolitik davonkommen. Sie ermutigten dies sogar noch! Aber mit der Regierung als einziger Wachstumsindustrie können wir nicht mehr lange überleben.

Zum Mangel an Regulierung: Im letzten Jahrzehnt sahen wir die Einführung des Sarbanes-Oxley Acts, der größten regulierenden Gesetzgebung seit Jahren. Das Gesetz ist bei der Verhinderung von Missbräuchen, wie dem von Bernie Madoff begangenen, gescheitert und es ist weithin anerkannt, dass die neuen Regulierungen nicht nur massiv zum Ausbleiben wirklichen Wachstums beitrugen, sondern auch viele ausländische Unternehmen stärkten.

Amerikaner haben hart gearbeitet und Krugman stellt richtig fest, dass sie nichts davon hatten. Die Regierung wächst fortwährend und hält uns auf weniger als 0% Wachstum, wenn man die Inflation mit hinzunimmt. Krugman scheint ziemlich enttäuscht zu sein mit den 0%, aber wenn wir im nächsten Jahrzehnt weiterhin auf die Keynesianer hören, anstatt auf Jene, die uns die Wahrheit sagen, dann werden 0% Wachstum ziemlich gut aussehen. Das Endergebnis der Zerstörung der Währung ist die Auslöschung der Mittelklasse. Das zu verhindern sollte unsere oberste wirtschaftliche Priorität sein.

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