Krisenvorsorge: Was man vom japanischen Tsunami lernen kann

Die Masse der Menschen lacht über Leute, die aktiv Zivilschutz betreiben, und nennt sie „Prepper“ und „Verschwörungstheoretiker“. In Japan gibt es aktuell eine Vielzahl von Menschen, die sich wünschen würden, Vorbereitungen getroffen zu haben. In der instabilen Welt, in der wir heutzutage leben, ist es einfach nur irre, wenn man sich nicht auf Katastrophen und Notstände vorbereitet

The American Dream, 16.03.2011

Der japanische Tsunami ist ein außerordentlich anschauliches Beispiel dafür, wie unvorhersehbar Katastrophen und Notfälle sein können. Niemand hätte sich jemals vorstellen können, dass ein Tsunami in Japan Autos, Häuser und Menschen bis zu 10 Kilometer ins Landesinnere trägt. Aber genau das geschah.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass man nicht nur allgemeine Krisenvorbereitungen trifft, sondern darüberhinaus auch über Fluchtpläne verfügt. Denn was bringen einem all die eingelagerten Katastrophenschutzgüter, wenn eine Monsterwelle daherkommt, die einem das Haus wegfegt und diese Güter aufs Meer hinausspült? Alle von uns sollten sich auf mögliche Katastrophen vorbereiten.

Gegenwärtig leeren sich die Regale der japanischen Supermärkte. Glauben Sie nicht, dass sich viele dieser Menschen jetzt wünschen würden, dass sie etwas Nahrung eingelagert hätten? Es sind jene, die auf Katastrophen vorbereitet sind, die dann auch im Falle eintretender Katastrophen und Notstände über die besten Überlebenschancen verfügen. Kein Plan ist idiotensicher, aber einen Plan zu haben, ist immer noch bedeutend besser, als überhaupt keine Vorbereitungen zu treffen.

Beispielsweise gibt es in Japan aktuell viele Menschen, die sich wünschen würden, dass sie zumindest ein wenig frisches Trinkwasser eingelagert hätten. In Japan gibt es Häuser, die immer noch vollständig von Salzwasser umspült sind, und die Menschen, die sich in diesen Häusern befinden, werden ziemlich schnell ziemlich durstig.

Und natürlich verschwindet das Trinkwasser jetzt nach dem Tsunami überall aus den Regalen der Supermärkte. Jetzt ist es schwer, derartige Produkte zu erhalten. In Japan verfügen zigtausende Häuser aktuell immer noch nicht über eine funktionierende Wasserversorgung. Ja und was soll man in so einem Fall machen?

Zum Glück gibt es in Japan viele Hilfsorganisationen, die sich aktuell die größte Mühe dabei geben, den Japanern zu helfen. Hoffentlich wird jeder, der Wasser und Nahrungsmittel benötigt, auch in der Lage sein, diese Güter zu erhalten.

Haben Sie die Bilder der leeren japanischen Supermärkte gesehen? Das kann eines Tages auch in den USA passieren.

In den USA kann bereits ein kleinerer Schneesturm dafür sorgen, dass es in zahlreichen Gebieten zu einem Ansturm auf die Supermärkte kommt. Sollte in Amerika jemals eine große Katastrophe oder ein bedeutender Notstand eintreten, werden wir feststellen, dass die Nahrungsmittel rasend schnell aus den Regalen der Läden verschwinden werden.

Haben Sie für sich und Ihre Familie Nahrungsmittel eingelagert?

Eine weitere bedeutende Lehre, die wir aus den aktuellen Geschehnissen in Japan ziehen können, ist, dass eine Katastrophe in einem Gebiet der Welt durchaus Auswirkungen auf den gesamten Planeten haben kann. Beispielsweise ist es zurzeit in den USA unglaublich schwierig, Kaliumjodid aufzutreiben. Ja in einigen Gebieten der USA bekommt man nicht einmal mehr Jod oder Kalium.

Was also werden die Menschen tun, wenn sie nicht über diese Dinge verfügen und radioaktive Strahlung zu einem Problem wird? Dann werden sie einfach leiden müssen.

Ja, und genau so funktionieren Katastrophen und Notstände. Wenn man nicht bereits zuvor darauf vorbereitet ist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass einen das Glück im Ernstfall recht schnell verlässt.

Wir sollten begreifen, dass es in Amerika nicht ohne Grund Millionen von Menschen gibt, die sich auf Katastrophen vorbereiten und Krisenvorsorge betreiben. Es ist ja nun nicht so, dass diese sogenannten „Prepper“ in Wirklichkeit nichts Besseres zu tun hätten.

Wir leben heutzutage in einer Welt, die zunehmend instabiler wird. Unser Finanzsystem bebt, unsere Gesellschaft bebt und die Erde selbst bebt auch. Diejenigen, die sich nicht vorbereiten, sind einfach nur irre.

Viele von denen, die über die Prepper lachen, haben eine Gesundheitsversicherung, Autoversicherung, Hausratversicherung, Bootversicherung, Motorradversicherung, Arbeitsunfähigkeitsversicherung, Reiseversicherung und Unternehmensversicherung. Aber genau diese Leute machen keinen Finger krumm, wenn es darum geht, für sich und ihre Familie eine „Nahrungsmittelversicherung“ zu besorgen, weil das wiederum nur „Prepper“ und „Verschwörungstheoretiker“ tun.

Nun ja, in Japan gibt es aktuell jedenfalls jede Menge Menschen, die sich wünschen würden, „Prepper“ zu sein.

Es ist nun aber auch nicht so, dass Menschen, die sich auf Krisen vorbereiten, deswegen im Falle einer Katastrophe auch überleben müssen. Wie der Tsunami in Japan gezeigt hat, wird man nicht überleben, wenn eine große Katastrophe genau dort eintritt, wo man wohnt. Die Wahrheit ist, dass jeder von uns darauf vorbereitet sein muss, jederzeit seine Gegend verlassen zu können.

Wenn ihnen zu Ohren gekommen ist, dass ihrer Stadt unmittelbar eine bedeutende Katastrophe bevorsteht, ja wo wollen sie denn dann hin? Eine Frage, über die man nachdenken sollte.

Es gibt also gute Gründe dafür, warum wir auch unsere Familienmitglieder und Freunde in anderen Gebieten des Landes ermutigen sollten, Nahrungsmittel und grundlegende Versorgungsgüter einzulagern. Man weiß nie, ob man eines Tages nicht auf ihre Hilfe angewiesen sein wird.

Fakt ist, dass keiner von uns zu stolz sein sollte, andere Menschen um Hilfe zu bitten. Viele Überlebenskünstler lehnen sich zurück und prahlen über all die Waffen und Munition, die sie eingelagert haben. Doch was werden sie tun, wenn ihr Haus aufgrund einer Katastrophe einfach weggefegt wird? Sie wären gezwungen, jemand anders um Hilfe zu bitten.

In Wirklichkeit braucht jeder von uns von Zeit zu Zeit ein wenig Hilfe. Man sollte daher nicht zu stolz sein, jemand anderem zu helfen, und auch nicht zu stolz, um selbst um Hilfe zu bitten.

Was sind also die Dinge, die alle von uns bereits tun sollten, um sich auf Katastrophen und Notstände vorzubereiten. In einem früheren Artikel habe ich bereits ein paar Sachen aufgelistet, die von den meisten Menschen getan werden können:

1. Machen Sie sich unabhängiger von Ihrer Arbeit.
2. Raus aus den Schulden.
3. Reduzieren Sie Ihre Ausgaben.
4. Kaufen Sie Land.
5. Lernen Sie, wie man selber Nahrungsmittel anbaut.
6. Stellen Sie die Wasserversorgung sicher.
7. Finden Sie heraus, welche alternativen Energiequellen Ihnen zur Verfügung stehen.
8. Lagern Sie Nahrungsmittel und grundlegende Versorgungsgüter ein.
9. Schützen Sie Ihr Vermögen mit Gold und Silber.
10. Lernen Sie Selbstverteidigungstechniken.
11. Halten Sie sich fit.
12. Finden Sie Gleichgesinnte.

Der letzte Punkt ist sehr wichtig. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass man im gesamten Land über ein Netzwerk aus Freunden und Familienmitgliedern verfügt, auf deren Hilfe man in einer Notsituation vielleicht zurückgreifen muss.

Wer hätte sich beispielsweise jemals vorstellen können, dass die radioaktive Strahlung aus Japan wohlmöglich zur Gefahr für Amerikas Westküste werden könnte? Hoffentlich ist das, was uns die Regierung erzählt, auch die Wahrheit. Hoffentlich ist die Menge an Strahlung, die über den Pazifik gelangen könnte, nicht so gefährlich, dass dadurch Menschen an der Westküste zu Schaden kommen. Dieser Sachverhalt zeigt jedoch, dass eines Tages eine Krise eintreten könnte, welche die Menschen zwingt, in ein anderes Gebiet zu fliehen.

Wenn es also eines Tages zu einer derartigen Krise kommen sollte, wohin soll Ihre Familie dann gehen? Wenn man sich auf das Schlimmste vorbereitet, ist Flexibilität ein entscheidendes Element des Ganzen.

Und sich auf das Schlimmste vorzubereiten, muss auch nicht allzu kompliziert sein. Wenn Sie in ein Geschäft gehen, packen Sie einfach ein paar extra Waren ein, die gerade im Angebot sind, und lagern Sie ein. Lernen Sie, wie man selbst Obst und Gemüse anbaut. Lesen Sie Blogs über Krisenvorbereitung. Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Ihrer Familie darüber, was im Falle eines Notstandes zu tun ist.

Eines der wichtigsten Dinge ist, dass wir alle voneinander lernen. Niemand hat auf alles Antworten. Die Welt kann ein sehr kalter und grausamer Ort sein. Millionen von Menschen in Japan finden das gerade heraus.

Eines Tages könnte auch Ihre Familie von einer großen Krise erwischt werden. Wenn das passiert, werden Sie dann über eine Menge an eingelagerten Nahrungsmitteln, Wasser und Versorgungsgütern verfügen, oder werden Sie ums überleben kämpfen?

Der Tsunami in Japan hat gezeigt, dass eine Katastrophe jederzeit und überall eintreten kann. Die USA sind davor mit Sicherheit nicht gefeit. Eines Tages sind wir an der Reihe. Sind sie darauf vorbereitet?

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