Der Trilaterale Geithner: Ein korrupter Regulierer?

The August Review, Patrick Wood, 09.01.2010

Timothy Geithner ist der aufsteigende Stern unter den Mitgliedern der Trilateralen Kommission: Er ist hochgebildet, verfügt über umfangreiche Erfahrungen bei Regulierungen und ist bereit die Regeln zu Gunsten seiner globalen, elitären Bosse zu verbiegen, zu brechen und zu vernebeln.

November 2008, als Geithner Präsident der Federal Reserve of New York (NY Fed) war, kurz bevor er Obamas Finanzminister wurde, übten Geithner und die NY Fed Druck auf die gerettete Firma AIG aus, ihren Mund darüber zu halten, welche Banken im Austausch für die unter dem Namen „Credit Swaps“ bekannten giftigen Anlagen Steuerzahlergeld erhielten. (Diese Geschichte kam durch Kopien der E-Mails zwischen der Fed und Mitarbeitern von AIG ans Licht, die kürzlich vom republikanischen Kongressabgeordneten Darrell Issa aus Kalifornien sichergestellt wurden.)

Des Weiteren verschworen sich die NY Fed und AIG dann um das Ereignis zu verschleiern, als AIG am 24.12.2008 der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einzureichende Unterlagen übergab: Die Fed löschte die Hinweise aus ihren Aufzeichnungen und AIG entfernte die Tatsachen aus den Unterlagen.

Im November 2008 war die NY Fed offiziell für Verhandlungen zwischen AIG und jenen Banken verantwortlich, die „zu groß zum Scheitern“ waren. Mehr als ein Dutzend Banken, darunter Goldman Sachs und Societe Generale SA, erhielten von AIG für wertlose hypothekengedeckte Verträge Zahlungen in Höhe von USD 62,1 Milliarden. Und sie machten dabei auch ein wunderbares Geschäft: Sie bekamen den vollen Kaufpreis!

Kein Wunder, dass Geithner die Details verheimlichen wollte.

Im Namen der Steuerzahler sollte AIG für diese wertlosen Verträge eigentlich fette Rabatte aushandeln. Im Oktober wies die NY Fed AIG jedoch an, sich nicht um Preisnachlässe bei den Banken zu bemühen, die den Steuerzahler zuvor bereits um mindesten USD 13 Milliarden gebeutelt hatten.

Um den 24.11.2008 herum, als Geithner herausfand, dass Obama die Absicht hatte ihn für den Spitzenjob des US-Finanzministeriums zu nominieren, wurde er wegen Befangenheit offiziell aus allen Angelegenheiten mit bestimmte Unternehmen abgezogen. Mit anderen Worten sprang er wie ein kleines Häschen umher und schützte sich vor irgendwelchen weiteren Verstrickungen, die während seiner Bestätigungsanhörung vor dem Senat hätten entdeckt werden können.

Geithner verschleierte seine heimlichen Geschäfte mit AIG und wurde danach im Amt des obersten Aufpassers und Beschützers von Amerikas Geldzentrum bestätigt.

Dies Niveau und die Raffinesse der Korruption sind in der Weltgeschichte einmalig. Es ist kalkuliert, dreist und unverfroren.

Erinnern wir uns zurück: Im September 2008 verlangte der damalige Finanzminister Henry „der Hammer“ Hank Paulson USD 700 Milliarden an Rettungsgeldern ohne Auflagen vom Kongress. Paulson erpresste die Gelder buchstäblich durch die Behauptung, Amerika würde in wenigen Tagen oder Wochen vollständig zusammenbrechen, wenn man ihm die Gelder nicht umgehend freigeben würde. Die Tatsache, dass Paulson ein früherer Geschäftsführer von Goldman Sachs war, einer Firma mit massiver Präsenz in der Trilateralen Kommission, hielt ihn weder von seinen Forderungen ab, noch den Kongress sich diesen Forderungen zu ergeben.

Die Steuerzahler in den USA sollten verlangen, dass der Kongress umgehend ein Amtsenthebungsverfahren einleitet um Geithner aus dem Amt des Finanzministers zu entfernen. Wahrscheinlich würde eine drohende, öffentlich ausgestrahlte Untersuchung Obama dazu bewegen Geithner zu feuern, bevor noch andere belastende Beweise vorgebracht werden könnten.

Aus der Sicht eines Laien könnten die gegen Geithner vorgebrachten Straftatbestände ungefähr so aussehen:

Meineid – Lügen und das Zurückhalten von Informationen unter Eid vor dem US-Senat.

Diebstahl – Illegales Abzweigen von Milliarden aus dem Finanzministerium um ausgewählte weltweite Banken zu finanzieren.

Verschwörung zur Verschleierung einer Straftat – Ausübung von Zwang gegenüber AIG bei der Securities und Exchange Commission (SEC) einzureichende Pflichtangaben zu fälschen.

Dienstvergehen – Anordnung einer Straftat in offizieller Funktion.

The August Review weist schon seit langem darauf hin und dokumentierte Fälle, wo Mitglieder der Trilateralen Kommission Wege fanden das Finanzministerium zum Zwecke der persönlichen Bereicherung zu plündern. Hier ein paar Artikel dazu:

Amerika geplündert durch die weltweite Elite, 18.05.2005

Das Plündern der Staatskasse, 21.03.2008

Rettungsaktion: Amerikas finanzieller Ruin, 06.10.2008

Es sollte nochmals darauf hingewiesen werden, dass nicht alle Banker und Firmenchefs gierig und korrupt sind. Es ist sogar eine Tatsache, dass es sich bei der überwiegenden Mehrheit um aufrichtige, gesetzestreue, familiäre und bürgerlich gesinnte Amerikaner handelt. Die kleine Gruppe der Internationalisten, welche Mitglieder der Trilateralen Kommission sind, sind das genaue Gegenteil dieses gewöhnlichen Amerikas und leben und operieren, als stünden sie über dem Gesetz und hätten den Völkern der Länder, in denen sie ihre Geschäftsinteressen verfolgen, keine Rechenschaft abzulegen. Seit der Gründung im Jahre 1973 durch Zbigniew Brzezinski und David Rockefeller hatte die Trilaterale Kommission zu keinem Zeitpunkt mehr als 400 Mitglieder; von diesen Mitgliedern stehen nur ein Drittel direkt mit Banken und weltweiten Konzernen in Verbindung. Da die Mitglieder aus Europa, Asien und Nordamerika kommen, ist der Anteil der US-Bürger darunter ziemlich klein.

Der August Review Artikel „Obama: Endspiel der Trilateralen Kommission“ aus dem Jahre 2009 wurde kaum kritisiert, als darin berichtet wurde, dass Obama rund 12% aller US-Mitglieder der Trilateralen Kommission in die höchsten Ämter in seiner Regierung berief: Timothy Geithner, Susan Rice, General James Jones, Thomas Donilon, Paul Volker, Admiral Dennis Blair, Kurt Campbell, James Steinberg, Richard Haas, Dennis Ross und Richard Holbrooke. Weitere Mitglieder der Trilateralen Kommission kamen im Verlauf des Jahres 2009 dazu.

Wenn Amerika diese Seuche der Korruption auf den höchsten Ebenen überleben soll, dann muss man sich von der Vorherrschaft der Trilateralen Kommission in allen Positionen und Behörden unserer Regierung verabschieden; durch das bloße Wählen einer anderen Partei in November diesen Jahres, werden wir das nicht schaffen.

Patrick Wood ist Herausgeber „The August Review“ und „The August Forecast“ und bei den Büchern „Trilaterals Over Washington Volumes I and II“ Mitautor mit dem verstorbenen Antony C. Sutton.

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