Ölpreis-Schock: Wenn Saudi-Arabien fällt, ist das Spiel vorbei

Ein Ölpreis von über USD 200 pro Barrel verfügt über das Potenzial, die westlichen Industrieländer mitsamt den Schwellenmärkten in den Abgrund zu reißen. Alles dreht sich um Saudi-Arabien. Sollte es dort zu Versorgungsunterbrechungen kommen, steckt die Welt in ernsten Schwierigkeiten

Bob Chapman, The International Forecaster, 09.03.2011

Ja, nach den Ereignissen in Tunesien hatten wir bereits darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um den Beginn von Aktivitäten handelt, die durch die CIA, den MI6 und den Mossad geplant worden sind. Wie üblich, verfolgt man damit unterschiedliche Ziele.

Zunächst einmal ging es darum, von den Finanzproblemen in den USA, Großbritannien und Europa abzulenken. Dann wollte man auch Mubarak aus seinem Amt als Diktator entfernen, da er sich weigerte, einer Invasion des Iran zuzustimmen und die Region ins Chaos zu stürzen. Man wollte also die pro-iranischen Kräfte ausschalten, falls es dort zum Krieg kommt. In Libyen sind die USA und die Briten unter anderem am Öl interessiert.

Diese westlichen Interventionen haben zu einem allgemeinen Zusammenbruch der amtierenden Regierungen in dieser Region geführt. Dies wird sich in Zukunft weiter fortsetzen. Die amtierenden Regierungen werden angeblich durch populistische Regierungen ersetzt, was in Wirklichkeit jedoch nicht der Fall sein wird.

Hinter den Kulissen tauchen neue politische Führungsriegen auf, die mit der CIA, dem MI6 und dem Mossad engste Verbindungen unterhalten. Die Umstürze sind seit Jahren von langer Hand vorbereitet worden und alle neuen Akteure stehen bereits in ihren Startplätzen. Die Unruhen werden wahrscheinlich noch einige Monate, vielleicht auch noch ein weiteres Jahr anhalten. Auch für Libyen wird eine Lösung gefunden werden, während der Westen darauf hofft, dass das Marionettenregime in Saudi-Arabien im Amt bleibt.

Nigeria hat seine eigenen Probleme und scheint bis auf den anhaltenden Konflikt zwischen den Christen und Muslimen recht ruhig zu sein. Zwischen dem Volksstamm der Ibo und dem der Hunza gibt es bereits seit über 50 Jahren Streitereien. Die Christen haben gelernt unter der muslimischen Mehrheit zu leben.

Der Irak verfügt über seine eigenen politischen Probleme. Das Land wird immer noch von über 50.000 US-Soldaten bewacht, während die westlichen Öl-Interessen so schnell als möglich das Öl abpumpen.

Wir gehen davon aus, dass man im Falle bedeutender Versorgungsausfälle in Saudi-Arabien nicht nur saudische Soldaten sondern auch US-Truppen einsetzen würde. Saudi-Arabien fördert täglich mehr als 8 Millionen Barrel Rohöl – der Westen wäre überhaupt nicht in der Lage, derartige Versorgungsausfälle zu verkraften.

In der gesamten Region werden täglich über 17 Millionen Barrel Rohöl gefördert. Das entspricht fast 23% der weltweiten Gesamtproduktion und 56% der OPEC-Produktion. Politische Unruhen sollten nicht länger als 3 bis 6 Monate anhalten.

Es wird in dieser Region also bis auf weiteres zu Verwerfungen kommen – einer gesellschaftlichen und politischen Situation, durch die jedweder Widerstand gegenüber den regionalen Zielen der Vereinigten Staaten und Israels neutralisiert wird.

Es dürfte auch nicht allzu lange dauern, bis Herr Gaddafi abgesetzt wird, was durchaus unter Mithilfe von US-Truppen passieren könnte. Die westlichen Öl-Interessen würden dies liebend gerne sehen.

Zahlreiche Experten sind der Meinung, dass die Regierungen, die am Ende im Nahen Osten und in Nordafrika überleben werden, antiwestlich und antikapitalistisch sein werden. Wir glauben jedoch nicht, dass dies zwingend so sein muss. Diese Länder werden auch in Zukunft Öl fördern wollen, und zwar so viel und so schnell wie möglich, das es in dieser Region, vereinfacht gesagt, keine andere Einkommensquelle gibt.

Es wird zwar zu Ausfällen bei der Ölproduktion kommen, aber sollte Saudi-Arabien nicht in die Unruhen mit hineingezogen werden, ist das Land in der Lage, den Großteil dieser Verluste ausgleichen. Libyen ist zurzeit das einzig offensichtliche Problem.

Die Saudis haben erklärt, dass sie die libyschen Produktionsverluste ausgleichen werden, und sie sind sich völlig im Klaren darüber, dass sie dafür das dreifache der libyschen Produktion an die Erdoberfläche pumpen müssen, da das saudische Öl bedeutend mehr Schwefel enthält.

Alles in allem kann davon ausgegangen werden, dass die Ölproduktion in der Region unter den neuen Regierungen vielleicht auf 30% bis 50% fallen wird. Das ist nur eine Schätzung. Wie sich die Situation dann tatsächlich entwickelt, werden wir erst später erfahren. Darüberhinaus führen derartige Versorgungsausfälle dazu, dass die Produzenten in anderen Regionen der Erde – wozu auch die USA selbst gehören – ihre Produktion ausdehnen.

Man könnte also sagen, dass Saudi-Arabien hier eine entscheidende Rolle spielt. Sollte die saudische Regierung gestürzt werden, würde die Welt ernsthafte Schwierigkeiten bekommen. Aus praktischer Sicht geht es um einen Anteil von 10% bis 12% der weltweiten Ölproduktion, aber diese möglichen Ausfälle könnten sich durch Versorgungsengpässe in anderen Gebieten noch zusätzlich verstärken – eine Entwicklung, die vielleicht ein paar Jahre anhalten könnte.

Während einer solchen Phase kann die Ölnachfrage abgesenkt werden. Das geht dann zu Lasten des Wirtschaftswachstums und wird mithilfe höherer Preise erreicht. Insgesamt könnte der Verbrauch so um 5% zurückgefahren werden, doch würden diese Maßnahmen lediglich 50% der Versorgungsverluste ausgleichen.

Derartige Verwerfungen könnten dazu führen, dass der Ölpreis auf USD 200 pro Barrel steigt oder noch stärker anzieht. Benzin würde sich dann um 150% verteuern, was in den USA einen Benzinpreis zwischen USD 6 und USD 9 pro Gallone (3,8 Liter) bedeutenden würde. Solche Preisanstiege würden maßgebliche gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen. Für Regionen, in denen Benzin subventioniert wird, wäre dies ein riesiger Schock. Hier sollte vielleicht noch einmal in Erinnerung gerufen werden, dass wir bei diesen Erwägungen davon ausgegangen sind, dass Saudi-Arabien nicht angetastet wird. Sollte Saudi-Arabien fallen, wäre dies ein Albtraum.

Alles in allem würden die Kosten für den durchschnittlichen Amerikaner aufgrund des Ölpreisanstiegs um USD 2.500 pro Jahr steigen. Dies würde schwere Verheerungen beim US-Verbrauch und Bruttoinlandsprodukt anrichten. Es sind genau solche Faktoren, die für eine deflationäre Depression charakteristisch sind.

Ein Ölpreis von USD 300 pro Barrel würde das US-Außenhandelsdefizit jährlich um USD 800 Milliarden erhöhen und das Bruttoinlandsprodukt um 4% absenken. Die Inflation würde wüten, speziell im Falle gleichzeitig steigender Nahrungsmittelpreise.

Wall Street hat das noch nicht begriffen – wenn der Erkenntnisprozess erst einmal einsetzt, dürfte mit Sicherheit auch der Aktienmarkt einbrechen. Nimmt man dann noch den durch die US-Notenbank verursachten Anstieg bei den Geldaggregaten und das immer weiter steigende fiskalische Defizit hinzu, würde es am Ende zu einer Hyperinflation bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Stagnation kommen. Dann könnten wir mit einem jährlichen US-Haushaltsdefizit von USD 2,5 Billionen und einem US-Handelsbilanzdefizit von USD 800 Milliarden rechnen. Das bedeutet eine Inflation von 14% in 2011 und vielleicht 30% in 2012.

Diese Ereignisse würden zu einem Zusammenbruch des Dollars führen. Sie würden darüberhinaus zu einem allgemeinen Zusammenbruch der Wirtschaften führen. China und Indien, ihre Währungen, und viele andere nicht ölproduzierende Länder würde es ebenfalls in den Abgrund reißen.

Die Situation wäre absolut katastrophal. Amerika und viele weitere Länder würden dann der Weimarer Republik im Jahre 1923 gleichen. Das sind die wirklichen Probleme, denen wir uns gerade annähern.

Und genau an hier, an dieser entscheidenden Stelle, unterscheidet sich unsere Einschätzung von dem Meinungsbild der Wirtschafts- und Finanzmeute, die in Wirklichkeit überhaupt keine Ahnung von Geschichte hat und auch nicht weiß, was sich hier gerade abspielt.

Die hinter den Kulissen agierenden Mächte haben sich bereits vor langer Zeit dafür entschieden, genau dieses Umfeld herbeizuführen, um so die Weltregierung implementieren zu können. Schauen Sie sich nur die Geschichte der vergangenen 1.000 Jahre an. Diese Leute haben es ein ums andere Mal probiert, für uns ist es daher überhaupt keine Überraschung.

99% aller Autoren, Ökonomen und Analysten begreifen das noch nicht, und die meisten von ihnen werden es auch nie begreifen. Und selbst wenn sie es verstehen, haben sie – zum Leidwesen des Rests der Welt – viel zu viel Angst, um darüber zu schreiben.

Die unverbesserlich optimistische Einstellung der Fachleute, die es eigentlich besser wissen müssten, zeigt Ihnen, wie realitätsfern diese Typen in Wirklichkeit sind. Die Fakten springen sie förmlich an, aber sie haben nicht den Mut, diese vernünftig zu interpretieren.

Während sich der Öl- und Gaspreis gerade aufmacht, durch die Stratosphäre zu schießen, erklärt uns das Weiße Haus, dass der illegale Einwanderer, der sich selbst Präsident nennt, gerade darüber nachdenkt, die strategischen Ölreserven der USA anzuzapfen, um die Auswirkungen des Ölpreisanstiegs abzumildern. Dadurch würde das Unvermeidliche lediglich hinausgezögert, genauso wie dies bei Preiskontrollen der Fall wäre.

Ein zweiter und gewichtiger Grund, der hinter diesen Überlegungen steckt, ist, dass man durch diese Maßnahme einen Geldfluss generieren würde, der den auf der Federal Reserve lastenden Druck lindert. Die US-Notenbank kauft gegenwärtig 80% aller US-Staats- und Behördenanleihen.

Diese Maßnahmen wären lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, und wenn es dann an der Zeit ist, die Reserven wieder aufzufüllen, ist die Regierung wohlmöglich gezwungen, dafür einen wesentlich höheren Preis zu zahlen.

Es steht völlig außer Frage: Höhere Öl- und Nahrungsmittelpreise würden jegliche Aussicht auf eine wirtschaftliche Erholung im Keim ersticken. Vielleicht wurde diese Situation ja geschaffen, um den Nahen Osten und Nordafrika die Schuld in die Schuhe zu schieben und einen Sündenbock dafür zu haben, dass die Wirtschaftserholung nicht eintritt.

Vergangenen Freitag ging Öl mit USD 104,97 pro Barrel aus dem Handel – das höchste Preisniveau innerhalb der vergangenen 18 Monate, während die Kämpfe in Libyen weiter eskalierten. Weltweit gibt es immer noch beträchtliche ungenutzte Reserven und strategische Ölreserven, es könnte jedoch durchaus passieren, dass der Preis noch erheblich weitersteigt, bis die Regierungen irgendwelche Maßnahmen einleiten.

Die höheren Öl- und Nahrungsmittelpreise werden in den Industrieländern zu Veränderungen des Lebensstils führen und dafür sorgen, dass in der Dritten Welt Millionen Menschen verhungern werden. Dies dürfte Elitisten dabei helfen, sich ihrer nutzlosen Esser zu entledigen.

Wenn China die Aufstockung seiner Ölreserven aussetzt und Saudi-Arabien seine Produktion erhöht, dürfte dies die Lage verbessern. Doch wird China seine Ölnachfrage einschränken?

Während wir diesen Artikel schreiben, wird in den Straßen Saudi-Arabiens demonstriert. Wo soll das alles noch hinführen? Wenn Saudi-Arabien stürzt, können Sie mit einem Ölpreis von USD 300 rechnen, und das hätte noch viel katastrophalere Folgen.

In solch einem Szenario würde sich eine massive Inflation über die Welt legen – Gold, Silber und Rohstoffe würden direkt nach oben schießen. Wenn in Saudi-Arabien alles beim Alten bleibt und China seine Öleinfuhren reduziert, erleben wir bestenfalls einen Preisrückgang von 10% bis 15%, was ganz einfach nicht ausreichend ist.

Im Endeffekt sind diese all diese Maßnahmen zwecklos. Hier gibt es keine einfache Lösung. Das ist im Übrigen auch nicht einfach so passiert, sondern ist von den Elitisten vielmehr so geplant worden.

Wir sollten auch daran denken, dass die Inflation bereits lange vor den aktuellen Ereignissen ihren Anfang nahm. Im vergangenen Jahr sagten wir für 2011 eine US-Inflation von 14% voraus. Gegenwärtig liegen wir irgendwo im Bereich von 7% bis 9%, und diese Zahlen erhöhen sich zusehends.

Es ist ebenfalls wichtig, sich noch einmal zu vergegenwärtigen, dass die Preisanstiege in der Regel auf die Federal Reserve zurückzuführen sind, welche die Versorgung mit Geld und Kredit ausgedehnt hat. Die erste Runde der quantitativen Lockerung (QE1) und das erste US-Konjunkturpaket führten zu den entsprechenden Preisanstiegen.

Die Zahlen für die zweite Runde der quantitativen Lockerung kennen wir noch nicht. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Umfang von QE2 gemeinsam mit dem zweiten US-Konjunkturpaket (USD 862 Milliarden) in demselben Bereich liegen wird wie QE1. Daher dürfte sich die seitens der FED beigesteuerte Summe auf USD 900 Milliarden bis USD 1,7 Billionen belaufen.

Wir sprechen hier also von einer Gesamtsumme von bis zu USD 5 Billionen, und das bei gleichzeitigem Ausbleiben einer Wirtschaftserholung in den USA. Wir sagten voraus, dass es genau so kommen würde. Im Mai vergangenen Jahres waren wir die ersten, die QE2 und das zweite Konjunkturpaket voraussagten. Wir sagten auch QE3 voraus – und dass diese Maßnahmen mit einer höheren Arbeitslosigkeit, stagnierenden Löhnen und einer Hyperinflation einhergehen würden. Mit letzterem rechnen wir in 2012 oder 2013.

Die Politik der der US-Notenbank wird sich nicht ändern, sie kann sich auch nicht ändern. Es ist das einzige, was ihnen noch bleibt, und es wird nicht funktionieren.

Durch die Inflation wird die Spekulation angeheizt. Das einzige was dadurch erreicht wird, ist, dass die Wirtschaft in ein Casino verwandelt wird. Diese Entwicklung sorgt dafür, dass Menschen mit festen Einkommen und die finanziell Schwächeren in die Armut gedrängt werden, während Wall Street und die Banken noch mehr falsches Vermögen anhäufen.

Die Inflation sorgt für eine Fehlallokation der Ressourcen und für Fehlinvestitionen, was auch der Grund dafür ist, warum derartige Maßnahmen nicht funktionieren können. Stattdessen muss das System von den Fehlinvestitionen bereinigt werden. Es muss all jenen, die in der Vergangenheit verantwortungslos und unvernünftig gearbeitet haben, erlaubt werden, in die Insolvenz zu gehen.

Das wird schon bald passieren, doch bis es soweit ist, sind Gold- und Silberaktien, Anlagegold und Anlagesilber die einzig sicheren Orte, in denen man investiert sein sollte. Nur dann ist man in der Lage, seine Vermögenswerte zu schützen, wenn 85% der Bevölkerung pleite gehen, so wie dies auch in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts oder den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts beobachtet werden konnte.

Die Maßnahmen seitens der US-Notenbank und der anderen Zentralbanken untergraben die Schaffung echter Vermögenswerte. Sie vernichten die Kaufkraft. Geld, also Papiergeld, verliert fortwährend seinen Wert, was in die Hyperinflation führt, bei der es sich im Grunde um einen Vertrauensverlust gegenüber einer Währung handelt. In einer Hyperinflation steigen die Preise nicht, weil die Menschen plötzlich mehr für ihre Arbeit verlangen oder mehr Rohstoffe nachgefragt würden, sondern weil die Menschen versuchen, ihre Währung loszuwerden. Sobald sie ausbezahlt werden, kaufen sie sich Nahrungsmittel und andere lebensnotwendige Güter, bevor ihre Währung noch mehr an Kaufkraft verliert.

Was glauben Sie, warum die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA gefriergetrocknete Lebensmittel im Wert von USD 1 Milliarde bestellt hat? Diese Dinge werden sich in Zukunft bedeutend verteuern. In den USA ist nun einer der größeren Hersteller dieser Produkte die nächsten zwei Jahre ausschließlich damit beschäftigt, diese Bestellung abzuarbeiten. Während dieser Phase wird er nichts mehr an Privatleute verkaufen. Das hier der Verbrauchermarkt einfach abgeschnitten wird, sollten Ihnen eine Warnung sein. Sie sollten diese Produkte kaufen, solange es sie noch gibt.

Während der Druck weiter zunimmt, setzen Wall Street und das Bankenwesen ihre verbrecherischen Unternehmungen auf gewohnte Weise fort, wofür jedoch keiner ins Gefängnis wandert – ein Sachverhalt, auf den wir seit über 20 Jahren hinweisen und auf den andere Autoren gerade erst stoßen.

Auch die US-Regierung und die Federal Reserve spielen weiterhin ihre Spielchen und produzieren einen betrügerischen Propaganda-Verbraucherpreisindex sowie fingierte Arbeitslosenzahlen, was immer mehr Menschen auffällt. Schon bald werden nur noch wenige irgendetwas von dem glauben, was die Regierung verlautbart. Stabile Preise bedeuten wenig oder keine Inflation. Davon sind wir jedoch meilenweit entfernt, und es wird noch schlimmer. Was wir gerade erleben, ist das Ergebnis einer seit 11 Jahren anhaltenden monetären Verschwendung, wobei die vergangenen 3 Jahre die schlimmsten gewesen sind.

Es braucht 6 Monate bis 3 Jahre, bis überschüssige Gelder und Kredit durch das System durchsickern, je nachdem wie die Gelder eingebracht werden. Ende dieses Jahres wird die Regierung eine Inflation von 4,5% eingestehen, in Wirklichkeit wird sie dann bei 14% liegen. Genau dasselbe taten sie zumindest das letzte Mal.

Wir erwähnen die Inflation, da sie zu dem Plan gehört, die USA, Großbritannien und Europa wirtschaftlich und finanziell auf die Knie zu zwingen und die Bürger dieser Länder zu nötigen, die Weltregierung zu akzeptieren.

QE1, QE2 sowie das erste und zweite US-Konjunkturpaket schlagen jetzt gerade im Geld- und Finanzsystem ein, und es gibt keine Möglichkeit, wie das wieder rückgängig gemacht werden könnte. So, und wenn wir jetzt noch die Entwicklungen im Nahen Osten und Nordafrika hinzunehmen, dann haben wir bedeutende Probleme, vor denen Sie sich nur mit Gold und Silber in Zusammenhang stehenden Vermögenswerten schützen können.

Die in Nordafrika und im Nahen Osten weiter anhaltenden Probleme und der Bürgerkrieg in Libyen dienen nun zur Rechtfertigung für die dritte Runde der quantitativen Lockerung – genauso wie wir es vermutet hatten. Die National Association of Business Economics erklärte, dass fortwährende Aufkäufe von US-Staatsanleihen durch die Federal Reserve notwendig würden, sollte der Ölpreis auf USD 150 pro Barrel steigen.

Die strategischen Ölreserven der USA belaufen sich auf über 726,7 Millionen Barrel, was einer Reserve von 34 Tagen entspricht, wenn man einen Tagesverbrauch von 21 Millionen Barrel zu Grunde legt. Die Reserven könnten auch rund 58 Tage reichen.

Die große Frage ist, ob Asien, besonders China, die Käufe für seine strategischen Reserven kurzzeitig aussetzen würde. Mit Sicherheit wird es hier eine Vereinbarung geben müssen, um eine vorübergehende Reduzierung der Ölnachfrage zu erreichen. Der US-Energieminister sagt, dass Saudi-Arabien seine Ölproduktion ausdehnen wird, um die Preise zu drücken.

Chinas strategische Ölreserven reichen aktuell 39 Tage. Es gibt überhaupt keine Garantie dafür, dass China und andere Länder die Aufstockung ihrer Ölreserven aussetzen werden. Die Philippinen erklärten jüngst, dass sie jetzt von ihren Ölfirmen verlangen, eine 15-tägige Ölreserve vorzuhalten.

Diese Aspekte der Krise sind noch völlig ungeklärt. Die Zahl der Akteure nimmt immer weiter zu und die Sachverhalte werden komplexer. Wir haben es hier mit einer langfristigen Entwicklung zu tun, welche die Art, wie wir leben, verändern wird.

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