Insider: CIA orchestrierte staatlichen Waffen- und Drogenhandel mit mexikanischen Kartellen

Aufgeflogen: Die US-Regierung ließ mexikanische Drogenkartelle tonnenweise Kokain ins Land bringen und versorgte sie unterdessen mit modernen Handfeuerwaffen

Paul Joseph Watson, Infowars.com, 12.08.2011

Unter Berufung auf einen „CIA-Insider“ stellen die Journalisten Robert Farago und Ralph Dixon von der Washington Times die Behauptung auf, dass die Operation „Fast und Furious“ ein seitens der CIA orchestriertes Programm gewesen ist, um das mexikanische Drogenkartell Sinaloa zu bewaffnen – eine Gruppe, der es ebenfalls erlaubt wurde, tonnenweise Kokain ins Land zu fliegen:

„Der frühere ATF-Spezialagent, der die Abteilung in Phoenix leitete, erklärte vorm Kongressausschuss, dass die IRS [US-Steuerbehörde], die DEA [US-Drogenbekämpfungsbehörde] und die ICE [US-Zollbehörde] bei der Operation Fast and Furious Partner gewesen seien. Die Sache ist nur, dass Herr Newell bei seiner Auflistung den wichtigsten Akteur ausließ: Die CIA. Laut einem CIA-Insider wurde Fast and Furious von der CIA geschaffen, orchestriert und ausgeschlachtet.

Das Programm, das unter dem Deckmantel realisiert wurde, die Spur von Waffenverkäufen nachzuverfolgen, so dass die Drogenbarone, die diese Waffen kauften, später festgenommen werden könnten, war in Wirklichkeit nichts weiter als der absichtsvolle Versuch, das Drogenkartell Los Zetas davon abzuhalten, einen erfolgreichen Putsch gegen die mexikanische Regierung unter Felipe Calderon durchzuführen.

Zu diesem Zweck wurden dem rivalisierende Drogenkartell Sinaloa Waffen geliefert, was laut den Autoren der Washington Times soweit reichte, dass man den Sinaloas erlaubte, „ungehindert eine mit Kokain vollbeladene 747 Frachtmaschine in den amerikanischen Luftraum zu fliegen.“

„Die CIA stellte sicher, dass es kein einseitiger Handel werden würde. Sie überzeugte das ATF [eine Strafverfolgungsbehörde des US-Justizministeriums] davon, die Operation Fast and Furious ins Leben zu rufen – eine Operation, die keinerlei Beschränkungen unterworfen wurde und früheren verdeckten Ermittlungen der Behörde zum Waffenhandel entsprach. Die ATF-Operation bewaffnete absichtlich das von der mexikanischen Regierung bevorzugte Drogenkartell auf den Straßen nahe der amerikanischen Grenze, wo die Zetas am stärksten aktiv sind,“ so der Bericht.

Die Auffassung, dass Fast and Furious als Deckmantel genutzt wurde, um das Sinaloa-Kartell zu bewaffnen, würde auch erklären, warum die US-Bundesbehörden so gut wie kein Interesse daran hatten nachzuverfolgen, wohin die verkauften Waffen denn nun eigentlich gingen, nachdem sie die Vereinigten Staaten verlassen hatten.

Die Obama-Regierung und die ATF behaupten, dass das Fast and Furious Programm Teil von verdeckten Ermittlungen gewesen sei, um mexikanische Drogenhändler zu fangen – und das obwohl bereits feststeht, dass die Regierung aufhörte, der Spur der Waffen zu folgen, sobald diese die Grenze erreichten, was das ganze vermeintliche Ziel dieser Operation zunichte macht.

Die Darstellung in der Washington Times würde auch erklären, warum es der US-Regierung nicht gelang, das Sinaloa-Kartell davon abzuhalten, tonnenweise Kokain in die USA einzuführen.

Im April dieses Jahres erklärte Jesus Vicente Zambada Niebla, der „logistische Koordinator“ des Sinaloa-Drogenkartells – also dem Kartell, das auch für den Kauf des CIA-Folterflugzeuges verantwortlich war, das in 2007 mit 4 Tonnen Kokain an Bord abstürzte – gegenüber dem Chicagoer Bezirksgericht, dass er seit Jahren als Agent für die US-Regierung tätig gewesen sei.

Laut dem Gerichtsprotokoll wurde es Niebla aufgrund seiner Beziehungen zum FBI, der US-Heimatschutzbehörde DHS, dem US-Justizministerium und der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA erlaubt, „viele Tonnen an Kokain“ in die USA zu bringen.

Doch selbst die Auffassung, dass Fast and Furious ausschließlich dazu diente, die Zetas zu schwächen und zu isolieren, indem die US-Regierung das rivalisierende Drogenkartell mit Waffen versorgte, dürfte so nicht stimmen, da einer der führenden Bandenchefs von Los Zetas jüngst gegenüber der mexikanischen Bundespolizei erklärte, dass er seine Waffen ebenfalls direkt von US-Regierungsvertretern in den USA erhalten habe.

„Sie werden in den USA gekauft. Die Käufer (auf der US-amerikanischen Seite der Grenze) erklärten, dass sie diese manchmal direkt von der US-Regierung kaufen würden,“ so Rejón Aguilar gegenüber der Polizei.

Wie wir vor Jahren berichteten, wurde seitens des ehemaligen DEA-Ermittlers Cele Castillo bereits aufgedeckt, dass die US-Regierung die Drogenschmugglerbande Los Zetas kontrolliert und als Frontgruppe für ihr eigenes Drogenimperium einsetzt.

In 2005 bestätigte Castillo, dass die Los Zetas immer noch für die US-Regierung arbeiten. Zunächst wurde das Kartell an der berüchtigten School of the Americas in Fort Benning im US-Bundesstaat Georgia ausgebildet, um dann später die Drogenrouten zu sichern, damit die Räder von Wall-Street auch weiterhin gut geschmiert bleiben. Castillo erklärte, dass diese Kommandos direkt für die US-Regierung tätig sind und Anschläge auf rivalisierende Drogenbanden durchführen, die nicht bereit sind, ihre Gewinne zu teilen.

Für die Obama-Regierung dürfte Fast and Furios zwei verschiedenen Zielen gedient haben.

Einige Fakten deuten darauf hin, dass es sich bei dem Programm um einen Plan der Regierung gehandelt hat, den zweiten US-Verfassungszusatz – der das Recht auf Waffenbesitz festschreibt – in Misskredit zu bringen. Während die US-Bundesbehörden mexikanischen Drogenkartellen Waffen lieferten, machte Obama zur selben Zeit die Waffenströme aus US-amerikanischen Grenzstaaten in Richtung Mexiko für die Drogengewalt verantwortlich.

Selbst nachdem die Enthüllungen rund um Fast and Furious bekannt wurden, zog die ATF den Waffenhandel mit Mexiko immer noch als Rechtfertigung für neue Regelungen heran, mit denen US-amerikanische Waffenverkäufer und Waffenkäufer eingeschüchtert wurden. Diese Maßnahmen erfolgten nur wenige Monate nach der Erklärung von Präsident Obama, der gegenüber der Waffenkontroll-Verfechterin Sarah Brady erklärte, seine Regierung würde „unter dem Radar“ daran arbeiten, dem zweiten US-Verfassungszusatz den Gar auszumachen.

Während eines Treffens vom 30.03.2011, an dem Jim Brady, Sarah Brady und der Pressesprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, teilnahmen, und bei dem Obama kurz vorbeischaute, soll der Präsident gegenüber Brady gesagt haben: „Ich will nur, dass Sie wissen, dass wir daran (an der Waffenkontrolle) arbeiten…Wir müssen hier noch ein paar Prozesse durchlaufen, aber unter dem Radar.“

Dieses Zitat erschien in einem Washington Post Artikel vom 11.04.2011, in welchem über Obamas Waffenkontrollzar Steve Croley berichtet wurde.

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