Die Wahrheit über die Weltwirtschaftsdepression: Von jetzt an wird alles nur noch viel schlimmer

Die Staatskrake und der Bankenclan behaupten, dass die globale Finanz- und Wirtschaftskrise völlig überraschend über die westliche Welt hereingebrochen ist – was nichts weiter als eine infame Lüge ist! Natürlich wissen die entscheidungsrelevanten Kreise der parasitären Staatsmafia ganz genau, welche Folgen ihre Ausplünderung der Menschen zeitigt – Folgen, die bereits vor rund 100 Jahren im Detail dargelegt worden sind, was auch der Grund dafür ist, warum wir in 50 Jahre alten Büchern nachlesen können, was uns in den kommenden Jahren dank dieser Verbrecherbande zwangsläufig noch bevorstehen wird

Murray Rothbard, „Man, Economy & State“, 1962
Kapitel 12 „Kreditausweitung und der Wirtschaftszyklus“, S. 994 ff.

… Dieser Prozess – bei dem der Markt wieder zu seinem präferierten Zinssatz zurückkehrt und die durch die Kreditexpansion versursachten Verzerrungen eliminiert – ist der Wirtschaftszyklus! Unsere Analyse ermöglicht uns daher nicht nur die Lösung des theoretischen Problems der Beziehung zwischen Geld und Zins, sondern auch des Problems, das die Gesellschaft die letzten 150 Jahre und noch länger geplagt hat – des gefürchteten Wirtschaftszyklus …

Berücksichtigen Sie die Eigenschaften dieses die Verzerrungen beseitigenden Prozesses. Zunächst erhöht sich die Geldversorgung aufgrund der Kreditausweitung; dann werden die Unternehmen zu Fehlinvestitionen – Überinvestments in höhere Produktionsebenen und bei der Herstellung langlebiger Güter – verleitet. Als nächstes steigen die Preise und Einkommen der ursprünglichen Produktionsfaktoren und der Konsum steigt, und dann stellen die Unternehmen fest, dass die Investments in den höheren Stufen der Kapitalgüterproduktion Verschwendung und unrentabel gewesen sind.

Die erste Phase ist die „Boomphase“; die zweite Phase – das Erkennen der verschwenderischen Fehlinvestitionen – ist die „Krise“. Die Depression ist die nächste Phase, während der die Unternehmen, die fehlinvestiert haben, bankrott gehen und die ursprünglichen Produktionsfaktoren plötzlich wieder zu den Produktionsstufen niedrigerer Ordnung umschwenken.

Die Liquidation der unsoliden Unternehmen, die „unproduktiven Kapazitäten“ der fehlinvestierten Anlagen und die „friktionelle“ Arbeitslosigkeit der ursprünglichen Produktionsfaktoren, die plötzlich en masse auf die niedrigeren Produktionsstufen übergehen – das sind die wichtigsten Merkmale der Depressionsphase.

Wir haben ja bereits in vorangegangenen Kapiteln gesehen, dass die wichtigen ungeklärten Eigenschaften des Wirtschaftszyklus die Masse an Fehlern, die Konzentration an Fehlern sowie die Störungen in der Investitionsgüterwirtschaft gewesen sind. Unsere Theorie des Wirtschaftszyklus löst beide Probleme.

Die Anhäufung plötzlicher Fehleinschätzungen der Unternehmer ist auf die interventionistische Störung eines entscheidenden Marktsignals – des Zinssatzes – zurückzuführen. Die Konzentration der Störungen in der Kapitalgüterindustrie erklärt sich dadurch, dass während der Boomphase unrentable Investments in die Produktion von Kapitalgütern höherer Ordnung fließen …

Ein Punkt sollte hier jedoch herausgestrichen werden: Die Depressionsphase ist in Wirklichkeit die Erholungsphase. Die meisten Menschen wären glücklich, wenn die Boomphase anhalten würde, wo die inflationären Gewinne sichtbar und die Verluste versteckt und nebulös sind. Die Euphorie der Boomphase wird durch den Konsum von Kapital, der auf die inflationsverursachten illusorischen Profite zurückzuführen ist, noch verstärkt.

Die Phasen, über die sich die Menschen beschweren, sind die Krise und die Depression. Aber diese letzteren Phasen sind, wie einleuchtend sein sollte, nicht die Ursache für die Probleme. Die Probleme entstehen während der Boomphase, wo die Fehlinvestitionen und Verzerrungen stattfinden; die Krise-Depressions-Phase ist die Heilungsphase, nachdem die Menschen gezwungen wurden anzuerkennen, dass Fehlinvestitionen stattgefunden haben.

Die Depressionsphase ist daher eine notwendige Erholungsphase; es ist die Zeit, wo schlechte Investments liquidiert werden und Unternehmer, die Fehleinschätzungen unterlagen, den Markt verlassen – die Zeit, wo die „Verbraucher-Souveränität“ und der freie Markt wiedererstarken und erneut eine Wirtschaft ausbilden, die jedem Teilnehmer zum größtmöglichen Vorteil gereicht. Die Depressionsphase endet, wenn die Balance des freien Markts wieder hergestellt und die expansiven Verzerrungen eliminiert worden sind.

Es sollte klar sein, dass jedwede staatliche Intervention in den Depressionsprozess nur zu seiner Verlängerungen führen kann, was die Situation aus Sicht praktisch aller Menschen schlimmer macht. Da die Depression der Erholungsprozess ist, stört jedes Anhalten oder jede Verlangsamung dieses Prozesses das Einsetzen der Erholung.

Die Anpassungen durch die Depression müssen sich selbst vollständig abarbeiten, bevor die Erholung abgeschlossen sein kann. Umso stärker diese Anpassungen verzögert werden, desto länger muss die Depression anhalten und desto länger wird die Erholung hinausgezögert.

Hält die Regierung beispielsweise die Gehälter oben, sorgt sie für permanente Arbeitslosigkeit. Hält sie die Preise oben, sorgt sie für unverkaufte Überschüsse. Und heizt sie die Kreditexpansion erneut an, werden neue Fehlinvestitionen und spätere Depressionen angeheizt.

Viele Ökonomen des 19. Jahrhunderts beschrieben den Wirtschaftszyklus mit einer biologischen Metapher und verglichen die Depression mit einem schmerzlichen, aber notwendigen Heilungsprozess nach einem Alkohol- oder Drogenrausch, also der Boomphase, und behaupteten, dass jedwede Intervention bei der Depression die Erholung hinauszögern würde. Sie wurden von modernen Ökonomen weithin verspottet. Dieser Spott geht jedoch fehl, da die biologische Analogie in diesem Fall korrekt ist.

Eine offenkundige Schlussfolgerung, die sich aus unserer Analyse ergibt, ist die Absurdität der Heilvorschläge, die die Vertreter der „Unterkonsum“-These für die Depression anbieten – die Vorstellung, dass die Krise durch Unterkonsum verursacht worden sei und der Weg der Heilung der Depression darin bestünde, die Konsumausgaben anzuheizen. Das Gegenteil ist eindeutig die Wahrheit.

Was die Krise herbeigeführt hat, war ja gerade die Tatsache, dass die unternehmerischen Investments fälschlich größere Ersparnisse antizipierten und dieser Fehler dann dadurch aufgedeckt wurden, dass die Verbraucher ihr präferiertes Konsumverhältnis wieder herstellten. „Überkonsum“ oder „ein zu geringes Sparen“ hat die Krise herbeigeführt, obwohl man dem Verbraucher – der schlicht versuchte, seine Präferenzen wieder herzustellen, nachdem der Markt durch Bankkredit verzerrt worden ist – nur schwerlich die Schuld daran geben kann.

Die einzige Möglichkeit für die Menschen, den Heilungsprozess der Depression zu beschleunigen, besteht darin, mehr zu sparen und zu investieren und weniger zu konsumieren, wodurch sie letztlich einige der Fehlinvestitionen rechtfertigen und die Anpassungen, die vorgenommen werden müssen, abmildern.

Ein Problem ist aber immer noch ungeklärt. Wir haben gesehen, dass die Umkehrperiode kurz ist und die Einkommen der Produktionsfaktoren rasch steigen und damit beginnen, die Konsum/Spar-Verhältnisse des freien Markts wieder herzustellen. Aber warum dauern Boomphasen dann historisch gesehen mehrere Jahre an? Was verzögert den Umkehrprozess?

Die Antwort ist, dass, wenn die durch Kreditausweitung ausgelöste Boomphase damit beginnt, sich dem Ende zu neigen, die Banken eine weitere Kreditinjektion vornehmen. Kurzum: Die einzige Möglichkeit, den Start der Depressions-Anpassung zu verhindern, besteht darin, mit der Geld- und Kreditinflationierung weiterzumachen, da nur fortwährende Injektionen neuen Geldes in den Kreditmarkt die Boomphase am Leben und die neuen Produktionsstufen profitabel halten.

Ferner sind ausschließlich immer größer werdende Dosen in der Lage, den Boom zu beschleunigen, die Zinsen weiter abzusenken und die Produktionsstruktur auszuweiten, da, während die Preise steigen, immer mehr Geld benötigt wird, um dieselbe Menge an Arbeit zu bewerkstelligen. Wenn die Kreditexpansion aussetzt, werden die Marktverhältnisse wieder hergestellt, und die anscheinend glorreichen neuen Investments stellen sich auf einmal als Fehlinvestitionen heraus, die auf Sand gebaut wurden …

Es ist klar, dass die Verlängerung der Boomphase durch immer größere Dosen an Kreditausweitung nur ein einziges Resultat hervorbringen wird: Die unvermeidlich einsetzende Depression wird noch länger und aufreibender werden. Umso größer das Ausmaß der Fehlinvestitionen und Fehler in der Boomphase ist, desto größer und langwieriger fällt die Aufgabe der Anpassung in der Depression aus.

Die Möglichkeit, eine Depression zu verhindern, ist daher simpel: Man muss den Beginn der Boomphase vermeiden. Und um den Beginn der Boomphase zu vermeiden, muss man nichts weiter tun, als eine wahrhaft marktwirtschaftliche Geldpolitik verfolgen, d. h. eine Politik, wo die Banken und Regierungen eine 100%ige Hartgelddeckung vorweisen müssen.

Eine Kreditausweitung hat immer einen Wirtschaftszyklusprozess zur Folge, selbst wenn andere Tendenzen diese Vorgänge überdecken. Viele Menschen glauben nämlich, dass alles in Ordnung sei, wenn die Preise nicht steigen oder der tatsächlich ermittelte Zinssatz nicht fällt. Aber die Preise brauchen aufgrund irgendwelcher entgegenwirkender Kräfte – wie einem Anstieg der Gütermenge oder einem Anstieg der Geldnachfrage – gar nicht zwingend zu steigen. Aber das bedeutet nicht, dass der Boom-Depressions-Zyklus deswegen nicht stattfindet.

Der grundlegende Prozess in der Boomphase – die verzerrten Zinssätze, Fehlinvestitionen, Bankrotte usw. – geht weiterhin ungehindert vonstatten. Das ist einer der Gründe dafür, warum all jene, die sich dem Wirtschaftszyklus aus statistischer Perspektive nähern und auf diese Art versuchen, zu einer Theorie zu gelangen, hoffnungslos daneben liegen. Jede historisch-statistische Tatsache ist ein komplexes Ergebnis zahlreicher kausaler Einflüsse und kann nicht als einfaches Element herangezogen werden, um eine Kausaltheorie aufzustellen.

Der Punkt ist, dass die Kreditausweitung die Preise stärker ansteigen lässt, als dies in einem freien Markt der Fall wäre, wodurch der Wirtschaftszyklus ins Leben gerufen wird. Genauso muss eine Kreditausweitung den Zinssatz nicht zwingend unter die zuvor festgestellte Rate drücken; sie drückt den Zinssatz unter die Marke, die im freien Markt erzielt worden wäre, und schafft somit Verzerrungen und Fehlinvestitionen.

In der Boomphase steigt der Zinssatz im Allgemeinen, was in Wirklichkeit auf die Kaufkraftkomponente des Marktzinses zurückzuführen ist. Ein Preisanstieg sorgt, wie wir gesehen haben, für eine positive Kaufkraftkomponente beim natürlichen Zinssatz, also der Rendite, die von den Geschäftsleuten im Markt erwirtschaftet wird. In einem freien Markt würde sich das rasch in der Kreditrate widerspiegeln, die, wie wir in früheren Kapiteln gesehen haben, vollständig vom natürlichen Zinssatz abhängig ist. Ein fortwährender Zustrom von zirkulierendem Kredit verhindert jedoch, dass die Kreditrate zum natürlichen Zinssatz aufschließen kann, wodurch der Wirtschaftszyklusprozess eingeleitet wird.

Eine weitere logische Schlussfolgerung dieser von den Banken geschaffenen Diskrepanz zwischen Kreditrate und natürlichem Zinssatz ist, dass die Geldgeber des Kreditmarkts zu Gunsten ihrer Schuldner – der Kapitalisten im Aktienmarkt oder derjenigen, die ihre Unternehmen selbst besitzen – Verluste erleiden. Letztere machen während der Boomphase aufgrund der Differenz zwischen der Kreditrate und dem natürlichen Zinssatz Gewinne, während die Geldgeber – abgesehen von den Banken, die ihr eigenes Geld schaffen – in gleichem Umfang verlieren.

Was passiert mit den Fehlinvestitionen, wenn die Boomphase vorbei ist? Die Antwort hängt von ihrer Profitabilität im Hinblick auf die künftige Verwendung ab, also von dem Ausmaß an Fehlern, die begangen worden sind.

Einige Fehlinvestitionen wird man aufgeben müssen, da ihre durch die Verbrauchernachfrage erwirtschafteten Erträge nicht einmal die laufenden Kosten ihres Betriebs abdecken werden. Andere, obschon Monumente des Scheiterns, werden in der Lage sein, über die laufenden Kosten hinaus Profit abzuwerfen, obschon es sich nicht rechnen wird, sie zu ersetzen, wenn sie abgenutzt worden sind. Dadurch, dass vorübergehend mit ihnen gearbeitet wird, wird jedoch dem Wirtschaftsprinzip Rechnung getragen, dass man selbst aus einem schlechten Geschäften stets das Beste macht.

Aufgrund der Fehlinvestitionen führt die Boomphase jedoch immer zu einer allgemeinen Verarmung, also zu einer Absenkung des Lebensstandards unter das Niveau, das ohne die Boomphase vorherrschen würde, da die Kreditausweitung zur Verschwendung knapper Ressourcen und knappen Kapitals geführt hat. Einige Ressourcen werden unwiederbringlich verschwendet worden sein, und selbst die Fehlinvestitionen, die weiterhin genutzt werden, werden die Verbraucher weniger befriedigen, als es ohne die Kreditausweitung der Fall gewesen wäre.

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