Blutiges Chaos im Irak und in Afghanistan unkontrollierbar

Propagandafront.de, 03.08.2010

Die blutigen Konflikte des US-Militärs und der NATO-Truppen in Afghanistan und im Irak scheinen zunehmend zu eskalieren. Der vergangene Monat wurde für irakische Zivilisten zum tödlichsten Monat seit Mai 2008, so inoffizielle Meldungen aus irakischen Regierungskreisen. In Afghanistan erreichte man im Juli einen neuen Höchststand unter den zivilen Opfern, dasselbe gilt für gefallene US- und NATO-Truppen.

Allein im Juli 2010 sollen im Irak insgesamt 396 Zivilisten getötet worden sein. Diese Information wird vom Pentagon jedoch heftig bestritten. „Die Behauptung, dass Juli 2010 der tödlichste Monat seit Mai 2008 im Irak sei, ist nicht richtig.“ so das US-Militär am Sonntag.

Der Streit bezüglich der irakischen Verlautbarungen zu den zivilen Opferzahlen wird inmitten des Prozesses einer Regierungsbildung im Irak ausgetragen. Die irakischen Wahlen fanden am 07.03.2010 statt. Seitdem gab es eine massive Zunahme von Gewalt. Das US-Militär erklärte, die irakischen Quellen für die hohen Todeszahlen seien nicht offiziell und die im Irak stationierten US-Soldaten würden künftig keine Zahlen mehr über zivile Opfer veröffentlichen.

Gleichzeitig verbreitet der US-Präsident, Barack Obama, über seine privaten und quasistaatlichen Propagandakanäle eine Werbekampagne, die einen „Abzug der US-Truppen“ aus dem Irak zum Gegenstand hat. Mit „Abzug“ ist eine Reduzierung der in Irak stationierten US-Truppen um 15.000 Mann auf dann noch 50.000 Soldaten gemeint.

Laut dem Friedensnobelpreisträger sollen die US-Militärs angeblich bis Ende 2011 „vollständig“ aus dem Irak abgezogen sein. Damit hätten die US-Truppen weit über 8 Jahre mit einer illegalen und mörderischen Besetzung eines ehemals souveränen Landes verbracht. Die USA und die mit ihnen im Irak kollaborierenden Alliierten haben seit dem völkerrechtswidrigen Einmarsch in den Irak im Jahre 2003 über 1 Millionen Iraker getötet.

Gleichzeitig verschärfen sich auch die Unruhen in Afghanistan massiv. Wie die afghanische Regierung berichtete, wurden alleine im Juli über 270 Zivilisten durch Terroranschläge getötet. Laut Aussagen des Sprechers des afghanischen Innenministeriums gab es im vergangenen Monat insgesamt 765 terroristische Anschläge im Land. Im Besonderen seien hiervon die Hauptstadt Kabul, der Süden und Südwesten Afghanistans betroffen.

Juli 2010 war mit 89 getöteten Soldaten auch der verlustreichste Monat für ausländische Truppen in Afghanistan seit dem Einmarsch Ende 2001. Somit ist der vorausgegangene Rekord vom Juni 2010 mit 79 Opfern nur noch der zweittödlichste Monat. In diesem Jahr sind in dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg bereits über 400 US- und NATO-Soldaten ums Leben gekommen.

Dass die Aussagen der afghanischen Regierung, der USA und der NATO bezüglich der zivilen Opfer nicht allzu ernst zu nehmen sind, zeigen die von WikiLeaks jüngst veröffentlichten 92.000 Seiten an Geheimdienst- und Militärberichten über Afghanistan.

Wie sich herausstellte, hatten britische Soldaten in der Vergangenheit mehrfach afghanische Zivilisten abgeschlachtet, ohne dass seitens des britischen Verteidigungsministeriums irgendwelche für die Öffentlichkeit erkennbaren Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet worden wären.

Menschenrechtsaktivisten drängen nun darauf, dass die vertuschten Erschießungen in Afghanistan durch das britische Verteidigungsministerium strafrechtlich verfolgt werden. Es wurden mindestens 21 Vorfälle identifiziert, wo britische Streitkräfte das Feuer auf Zivilisten eröffneten oder Bombardierungen gegen Zivilisten durchführten. Aus den WikiLeaks-Dokumenten geht hervor, dass dabei mindestens 46 Zivilisten durch die britische Armee getötet oder verletzt wurden. Bei 16 von ihnen handelte es sich um Kinder.

Das britische Verteidigungsministerium stand jüngst bereits in der Kritik, da das Hohe Gericht dem Ministerium vorwarf nichts getan zu haben um die weit verbreitete Folter irakischer Zivilisten durch britische Soldaten zu untersuchen. Das Gericht erklärte, „die zur Last gelegte Misshandlung war systemisch und nicht bloß aus Jux und Tollerei einzelner Soldaten“.

Die neostalinistische Einheitspartei Deutschlands, die CSUCDUSPDGRÜNELINKE, unterhält in Afghanistan ebenfalls ein Tötungskommando namens TF 47, das Taliban, die auf einer Tötungsliste der NATO stehen, „gefangen nimmt“, wobei Tote billigend in Kauf genommen werden. In der Vergangenheit gab es immer wieder Meldungen, dass diese Gefangenen regelmäßig bei der CIA zur Folter abgegeben wurden.

Es gibt Meldungen, dieses Tötungskommando sei auch maßgeblich am Abschlachten von dutzenden afghanischen Zivilisten beteiligt gewesen. Bei einer Bombardierung zweier Tanklastzüge am 02.09.2009 kamen mindestens 100 Afghanen ums Leben.

Am Montag lobte der stellvertretende Sprecher der neomarxistischen deutschen Bundesregierung, Christoph Steegemans, den Schlächter von Bagdad, General David Petraeus, für die von ihm veröffentlichten Leitlinien zum Schutz der afghanischen Zivilbevölkerung.

Die deutsche Bilderberg-Bundesregierung kann es sich leisten das deutsche Volk derart dummdreist zu verhöhnen, während sie sich verbrecherisch an völkerrechtswidrigen Angriffskriegen und Mordkampagnen gegen Kinder, Frauen und Aufständische beteiligt, schließlich weiß sie die kriecherischen Massenmedien, die Staatsmedien und ein Gehirnwäschezwangsschulsystem hinter sich.

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