Schöne Neue Welt: Führt Großbritannien den Goldstandard wieder ein?

Seltene Einblicke in die düsteren Untiefen der Schattenregierung: Vor wenigen Tagen hielt Lord James of Blackheath im britischen Oberhaus eine erstaunliche Rede über den bevorstehenden Zusammenbruch der britischen Nahrungsmittelindustrie und Einzelhandelsbranche, den Goldstandard einer mysteriösen und ultrareichen Stiftung sowie die wirklichen Machenschaften und Funktionsmechanismen der obersten Ebenen der britischen Elite. Die Ausführungen Blackheaths stellen ein gigantisches mit Eiswasser gefülltes Tauchbecken für alle interessierten Beobachter dar, die sich immer noch in der Scheinwelt der „Zufallstheoretiker“ befinden

Propagandafront.de, 07.11.2010

Auf Propagandafront ist bereits über Hinweise berichtet worden, die darauf hindeuten, dass Großbritannien das erste Land sein könnte, das eine umfassende Währungsreform einleiten wird. Diese Annahme begründete sich unter anderem durch den Umstand, dass der britische Parlamentarier Douglas Carswell Mitte September dieses Jahres einen Gesetzentwurf einbrachte, der es den Banken verbieten würde eigenständig aus dem nichts Kredite zu schaffen.

Mit Carswells Gesetzentwurf würde die Kapitalquote der Banken auf 100% angehoben. Carswell erklärte:

Wem gehört das Geld auf Ihrem Bankkonto? Diese kleine Frage hat tiefgreifende Auswirkungen. Laut einer Umfrage von Ipsos MORI glauben mehr als 70% der Menschen in Großbritannien, dass es ihr Geld sei, wenn sie Geld bei der Bank einzahlen – aber das ist es nicht. Geldeinlagen auf einem Bankkonto sind, wie es auch seit mehr als 200 Jahren durch Präzedenzrecht festgeschrieben wurde, rechtlich vielmehr Eigentum der Bank und nicht des Kontoinhabers…

Mein Gesetz ist nicht nur eine Verbraucherschutzmaßnahme; es zielt auch darauf ab die seltsamen rechtlichen Ausnahmen für Banken zu beseitigen, die tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben. Genauer gesagt, da die Banken in der Lage sind die Einlagen in einer gigantischen Kreditpyramide wie ein Investment zu behandeln, sind sie in der Lage Kredit herbeizuzaubern. In den meisten Branchen reagieren die Unternehmen auf eine ansteigende Nachfrage in Form von erhöhter Produktion. Das rechtliche Privileg der Banken verhindert jedoch, dass dieser grundlegende Marktmechanismus funktioniert – mit verheerenden Konsequenzen…

Wenn der Marktmechanismus so funktionieren würde, wie er sollte, dann käme es bei den Banken zu Beginn einer erhöhten Kreditnachfrage in einer Wirtschaft zu einer Erhöhung des Preises für Kredit – den Zinssätzen – um so Ersparnisse anzuregen. Im Ergebnis würden mehr Menschen mit sparen beginnen, da die Zinssätze steigen. Dies würde es den Banken erlauben den Kredit im Verhältnis zu den Ersparnissen auszudehnen. Wären Banken wie andere Unternehmen, würden sie feststellen, dass, wenn die Nachfrage für das, was sie anbieten, anzieht, sie in ihrer Möglichkeit der Kreditversorgung aufgrund des Preismechanismus beschränkt wären. Das ist bei unserem fraktionalen Reservesystem leider nicht der Fall. Die Banken, die das Geld der Menschen wie ihr eigenes behandeln dürfen, können mit der Verleihung davon weitermachen ohne dabei notwendigerweise die Preise für den Kredit erhöhen zu müssen. Der Preismechanismus zügelt das Kreditwachstum nicht, so wie es sein sollte.“

Bei der Einbringung von Carswells Gesetzentwurf handelt es sich um einen einmaligen Vorgang. Noch nie wurde in der jüngeren Geschichte „westlicher Demokratien“ ein Gesetzentwurf zur Abschaffung des „fraktionalen Reservesystems“ der Privat- und Geschäftsbanken eingebracht. Dieser Mechanismus ist in der westlichen Welt eine ebenso heilige Kuh, wie die schuldenbasierte Geldemission durch die Zentralbanken und den mit ihnen kooperierenden Finanzministerien.

In diesem Zusammenhang ist es auch von entscheidender Bedeutung die Rolle Großbritanniens zu verstehen. Die Elite keines anderen Landes weiß besser, wie man seine Interessen im nationalen wie auch globalen Bereich durchsetzt. Die britischen Eliten – die seit Jahrhunderten eine mehr oder weniger abgeschottete Kaste darstellen – waren maßgeblich an der Schaffung der aktuell vorherrschenden globalen Regierungsstrukturen beteiligt.

Die „City of London“ ist mit Abstand das mächtigste Finanzzentrum der Welt – und zwar nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrhunderten. Die City of London ist nicht mit London zu verwechseln, sondern es handelt sich hierbei um eine innerhalb Londons befindliche Fläche von 2,6 Quadratkilometern, die seit dem Jahre 886 Sonderrechte der Selbstverwaltung genießt, was sich bis zum heutigen Tage nicht geändert hat:

„Die City wetteifert mit New York City um den Rang der Finanzhauptstadt der Welt und viele Institute des Bankwesens und der Versicherungsbranche haben ihren Hauptsitz dort. Die Londoner Börse (Aktien und Anleihen), Lloyd´s of London (Versicherung) und die englische Zentralbank haben alle ihren Sitz in der City. Über 500 Banken haben Büros in der City und die City ist ein etablierter Führer beim Handel von Eurobonds, Devisen, Energie-Futures und weltweiten Versicherungen…

London ist der weltgrößte Devisenhandelsmarkt, wobei ein großer Teil dieses Handels in der City of London stattfindet. Von den täglich gehandelten Umsätzen in Höhe von USD 3,98 Billionen, die für 2007 ermittelt wurden, belief sich der Handel in London auf rund USD 1,36 Billionen, oder 34,1% der Gesamtmenge. Das britische Pfund, die Währung des Vereinigten Königreichs, ist die weltweit drittmeist gehandelte Währung und steht an dritter Stelle der am meisten gehaltenen Währungsreserven.“

Die britischen Eliten sind ultragefährlich und arbeiten seit Jahrhunderten erfolgreich an globalen Herrschafts- und Kontrollsystemen. Im Verbund mit dem nordamerikanischen Establishment verfügen sie über ein gigantisches Leistungsvermögen im Hinblick auf Planung und Umsetzung ihrer Zielstellungen, was ihnen in erster Linie durch Myriaden an Denkfabriken, ultrareichen Stiftungen und eine Vielzahl an Personal in Schlüsselpositionen politischer und staatlicher Organisationen ermöglicht wird.

Die britischen Eliten erschaffen die Realität für die Massen, wie es in der modernen Geschichte keiner anderen Gruppe des globalen Establishments gelungen ist, ein Umstand, der auch zur Genüge durch Autoren wie Julian Huxley, Aldous Huxley, Bertrand Russel, H. G. Wells, Caroll Quigley und viele andere bezeugt wurde.

Offenkundig ist den britischen Eliten bewusst, dass es aufgrund der aktuellen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise – die sogar von aufmerksamen Laien vorhergesagt werden konnte (!!!) – in zahlreichen Ländern mittelfristig zu maßgeblichen geldpolitischen Veränderungen kommen wird. Es ist nicht davon auszugehen, dass die britischen Eliten eine derartige Veränderung passiv hinnehmen werden und einen möglichen damit einhergehenden Machtverlust kampflos über sich ergehen lassen.

Vielmehr spricht die geschichtliche Kontinuität dieser Herrscherkaste für die Annahme, dass die Geldmacher, Kultur- und Realitätsschaffenden auch in Zukunft die Herren der Welt sein wollen. Es ist daher in diesem Zusammenhang sogar wahrscheinlich, dass die City zu der Meinung gelangt ist, die künstlichen Weltwährungen wie die Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds bzw. der „Bancor“ würden seitens der internationalen Investoren wie auch der Bevölkerungen der einzelnen Länder überhaupt nicht oder zunächst erst einmal nicht akzeptiert werden.

Sollte Großbritannien als erstes Land ein konkurrenzlos sichereres und brillanteres Geldsystem schaffen, würde es sich von allen anderen westlichen Industrienationen – die sich gegenwärtig aufgrund des schuldenbasierten Geldsystems, des fraktionalen Reservesystems und dem damit einhergehenden Staatschuldendebakel alle in derselben unlösbaren Misere befinden – aus Anlegersicht deutlich absetzen.

Aus diesem Grund wäre es aus Sicht des Autors nicht überraschend, sollte Großbritannien das erste oder eines der ersten westlichen Länder sein, das mit einer umfassenden Geldreform aufwartet und beispielsweise durch die Abschaffung des fraktionalen Reservesystems und einer vollständigen bzw. teilweise durch Gold und/oder Silber gedeckten Währung zu überraschen weiß.

Vor wenigen Tagen hielt Lord Blackheath eine Rede im britischen Oberhaus, die nicht nur im Hinblick auf die Möglichkeit eines überraschenden Währungscoups Hinweise gibt, sondern darüberhinaus atemberaubende Einblicke in die Welt der herrschenden Eliten liefert, welche gewöhnlich selbst von kritischen Beobachtern aus Gründen mentaler Bequemlichkeit mithilfe von Rationalisierungsprozessen beiseite gewischt werden.

Der Autor dieses Artikels empfiehlt die nachfolgende Abschrift der Rede von Lord Blackheath sehr aufmerksam zu lesen, da eigenständiges Denken eines Individuums nicht nur die einzige Methode darstellt zu wirklichkeitsnahen Einschätzungen zu gelangen, sondern auch die einzige Hoffnung ist zukünftigen Generationen des deutschen Volkes die Chance auf ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung in Aussicht (!!!) zu stellen:

Lord James of Blackheath, 01.11.2010, 22:42 Uhr, House of Lords:

„Meine Herren, ich weiß nicht, was Sie getan haben, dass sie mich so spät am Abend ertragen müssen, aber ich befürchte, das ist nun einmal so. Es war ein faszinierender Tag. Besonders genoss ich die Kommentare der edlen Baroness Lady Browning zum Thema ´Brigadoon`, welches das erste Stück war, das ich mir jemals in West End angeschaut habe. Ich glaube nicht, dass sie die Pointe traf. Worum es bei ´Brigadoon` ging, war doch, dass es alle 100 Jahre nur einmal für einen Tag aus dem Nebel hervortrat. Das ist eine herrliche Vorstellung für die Opposition.

Von dieser Seite haben wir heute zahlreiche großartige Erzählungen des Kummers und des Entsetzens über die Zukunft und einige des Optimismus gehört. Ich bin besorgt darüber, wo hier der gemeinsame Nenner liegt. Eine der Lehren eines mittlerweile ziemlich langen Lebens ist, dass nichts jemals derart gut oder derart schlecht ist, wie man es erwartet. Es ist wahrscheinlich, dass es ein wenig mehr Gemeinsamkeiten zwischen uns geben wird, als wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt vorhersehen. Wir könnten diesen Prozess unterstützen, weil Wachstum das sein wird, was die beiden Seiten zusammenbringt. Umso mehr Wachstum wir erreichen können, umso mehr Raum wird dafür da sein mit einigen der größeren Katastrophen umzugehen, die auf unvorhergesehene Art eintreten könnten – da in der Politik alles unvorhersehbar ist.

Ich werde ein wenig über die Wachstumsmöglichkeiten sprechen, die wir vielleicht zu schaffen in der Lage sind, und was wir tun können. Wie ich zuvor bereits sagte, ist eine meiner großen Botschaften eine Lehre von Sir Kenneth Cork, der mir das meiste von dem beibrachte, was ich über die Rettung von Konzernen weiß. Es ist, dass man ein Unternehmen nicht retten kann, das keine erfolgreiche Vergangenheit hat. Alles, was keine erfolgreiche Vergangenheit hat, ist [lediglich] ein gescheitertes Jungunternehmen. Man muss es loswerden und sich auf die Unternehmen mit erfolgreicher Vergangenheit konzentrieren. Wo sind heute die Unternehmen mit erfolgreicher Vergangenheit? Sie liegen schwächelnd auf den Intensivstationen der Banken. Sie kommen dort nicht heraus, weil die meisten von ihnen zu Opfern ihrer Fähigkeit geworden sind ihre Kapazitäten über die Bedürfnisse der Märkte hinaus auszudehnen. Das ist eine sehr kostspielige Situation, will man da wieder herauskommen, wenn man erst einmal hineingeraten ist. Zu Beginn der 70er Jahre wurde dies mit einiger Geschicklichkeit und beträchtlichem Erfolg durch Initiativen der drei Is angestellt: Investment und Industrie [und Infrastruktur]. Eine der großen Tragödien unserer gegenwärtigen Wirtschaft ist, dass wir die drei Is heute nicht mehr haben, die in der derartigen Form funktionieren. Aber sie werden dringend benötigt.

Ich bin ein sehr stark von dem Prinzip des kollektiven Zusammenbruchs artgleicher Unternehmen und Einrichtungen überzeugt. Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir im britischen Autoexportmarkt in diesem Jahr vielleicht eine halbe Million Autos verloren. Sie wären ein sehr großer zusätzlicher Faktor für die Wirtschaft gewesen – bei der Produktion sowie bei den Gehälter, die an die Menschen gegangen wären, die sie gebaut hätten, und auch beim Exportwert, den sie gehabt hätten. Warum? Es ist, weil die Banken vor ein oder zwei Jahren ihren üblichen Trick abzogen: Sie sahen, dass es große ausländische Märkte und große Lieferrückstände gab, weshalb sie den Unternehmen das Geld gaben, das sie brauchten, um die Lieferungen gemäß den vorliegenden Auftragsbestellungen finanzieren zu können. Die Aufträge gingen ein; sie nahmen das Geld, verringerten die Fertigungsanlagen, und die Autozulieferindustrie verfügte nicht über das Betriebskapital, um die riesige Wende bei den Dieselmotoren, die nachgefragt wurden, zu bewältigen, und der britische Exportmarkt konnte die notwendigen Exportvoraussetzungen nicht aufrechterhalten, um seine Position auf der internationalen Bühne zu wahren.

Das ist nun größtenteils korrigiert worden, aber ein ähnliches Problem könnte eintreten. Die nächste große Krise wird in der zweiten Februarwoche nächsten Jahres kommen, wenn die riesige, jedes Jahr zyklisch auftretende Krise die Einzelhandelsbranche schlimmer befallen wird als je zuvor. Sie ist bereits ihrer Einkaufsmeilen beraubt worden – mit geschlossenen Läden und überflüssigen Mitarbeitern, es ist ein jämmerlicher Ausblick. Was in der Bankenbranche passiert, ist, dass diese sich darüber im Klaren ist, dass jedes Jahr in den ersten zwei Februarwochen all die Kreditkarten genutzt worden sind, um Waren zu Weihnachten zu bezahlen und die Einzelhandelsbranche die geringste Kreditaufnahme des Jahres zu verzeichnen hat. Die Banken liegen auf der Lauer und wollen sie sich einverleiben. Erinnern Sie sich noch an Woolworths? Wer kommt als nächstes dran?

Wir brauchen also jemanden, der eine allgemeine Strategie ergreift, um die Einzelhandelswirtschaft vor einer weiteren Katastrophe zu bewahren. Eine der größten Sorgen, die ich augenblicklich habe, ist, dass die Person, die am besten in der Lage wäre, dies zu tun, Sir Philip Green ist, und er gerade etwas anderes macht. Ich hoffe, dass die Regierung an ihn herankommt und, wenn er seine gegenwärtige Aufgabe beendet hat, damit beauftragt, die besten Stücke der gerade in den Händen der Banken erlahmenden Einzelhandelsbranche herauszupicken und die nächste Version staatlich subventionierter britischer Heimbedarfsmärkte zu schaffen, die der Finanzierung bedürfen, was der Bankenwirtschaft auferlegt werden kann, indem man sich jeden Teil einzeln vornimmt – trotz der Tatsache, dass es eine Minderheit an Bankinteressen geben wird, die zum Wohle der Interessen der großen Banken keinen Verrat begehen wollte und [stattdessen lieber] den Rahm der Kapitalumstrukturierung abschöpfen würde. Das ist es, was die drei Is tun sollten, was sie zuvor so brillant taten und weshalb wir sie nun wieder zurückhaben müssen.

Ein weiteres Element der gegenwärtigen Welt da draußen ist der mögliche Reinfall in Form eines riesigen kollektiven Bankrottes der modernen Nahrungsmittelverarbeitungsbranche. Umso mehr sich der Schwerpunkt von den kleineren Eckläden hin zu den großen Lebensmittelläden verlagert, umso mehr passt sich die Produktion der Nahrungsmittelhersteller an, um die ständig weiter anwachsende Nachfrage nach billigen Nahrungsmitteln seitens der Lebensmittelketten zu befriedigen. Natürlich sind wir auch hier wieder in die Falle hineingelaufen und haben eine zu hohe Kapazität für die Marktnachfrage finanziert, mit dem Ergebnis, dass sich die Lebensmittelhändler nun mit Entzücken die Hände reiben und sich sagen können: ´Wir können die Gewinnmargen so straff nach unten schrauben, dass man nicht in der Lage sein wird Luft zu bekommen.` und die Lieferanten werden an irgendeinem Punkt in den nächsten Monaten kollektiv pleite gehen, da sie nicht in der Lage sein werden mitzuhalten, und das ist ein großer sozialer Faktor der hier kommen wird. Wir werden die gegenwärtige Abhängigkeit von billigen Nahrungsmitteln aufrechterhalten müssen, um eine Art der gesellschaftlichen Struktur zu versorgen, aber am Ende werden uns die Preise in Wirklichkeit aufgezwungen werden, da die Branche im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit, die Lieferungen aufrechtzuerhalten, aus dem Rennen sein wird, was die Preise in den Lebensmittelketten nach oben zwingen wird. Das wird die nächste Katastrophe sein, die auf uns zukommt, und wir müssen eine von oben nach unten verlaufende Perspektive haben, was wir dort machen sollen.

Ich habe Ihrer Lordschaft drei Beispiele gegeben, wo ich glaube, dass wir etwas tun müssen, aber für die Schaffung der drei Is entlang dieser Linien, über die ich sprach, würde man einen Scheck in Höhe von GBP 5 Milliarden benötigen, um es zu tun. Wir haben diese GBP 5 Milliarden jedoch nicht; wir haben gegenwärtig auch nicht die Hälfte dieser GBP 5 Milliarden, um es in die Schaffung davon zu stecken. Was machen wir also? An diesem Punkt bitte ich meinen edlen Freund Lord Sassoon ausdrücklich um Entschuldigung, da ich hier ein Thema aufwerfen werde, dass ich nicht aufwerfen sollte und welches eines sein wird, von dem ich glaube, dass es nun an der Zeit ist ihm stärkere Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen und es dem ganzen Haus zu erklären, da ich nicht glaube, dass Eure Lordschaft Wissen darüber hat. Ich bedaure auch, dass mein edler Freund Lord Strathclyde aktuell nicht bei uns ist, da es auch ihn im größten Maße betrifft.

Während der vergangenen 20 Wochen habe ich mich an einem sehr sonderbaren Dialog mit zwei edlen Lords beteiligt, im Verlaufe dessen ich versucht habe ihre Aufmerksamkeit auf die bereitwillige Fähigkeit einer sonderbaren Organisation zu lenken, deren Wunsch es ist eine große Menge an Geld zur Verfügung zu stellen, um die Erholung der Wirtschaft dieses Landes zu unterstützen. Aus Mangel eines besseren Namens nenne ich sie Stiftung X. Das ist nicht der wirkliche Name, sollte aber für den Augenblick reichen. Stiftung X wurde mir vor 20 Wochen von einer namhaften durch die britischen Finanzbehörden regulierten Firma der City vorgestellt. Ihr Vorsitzender trat an mich heran und sagte: ´Wir haben diese außergewöhnliche Anfrage bei einer großen finanziellen Umstrukturierung behilflich zu sein. Es ist ein Schweingeld, aber wir brauchen ihre Hilfe, um uns dabei zu unterstützen nachzuvollziehen, ob dieses Geschäft rechtmäßig ist.` Ich erlitt den größten Niederschlag meines Lebens durch meinen edlen Freund Lord Strathclyde, als ich ihm diese Geschichte erzählte. Er sagte: ´Warum Sie? Sie sind nicht wichtig genug, um eine Antwort auf so eine Frage zu haben.` Er hat völlig recht. Ich bin nicht wichtig genug, aber die Antwort auf die nächste Frage war: ´Sie haben nicht genug Erfahrung dafür.` Doch, die habe ich. Ich habe eine der größten Erfahrungen bei der Wäsche von Terroristengeld und Spielgeld gehabt, die überhaupt irgendjemand in der City hat. Ich habe Milliarden von Pfund an Terroristengeldern verwaltet.

[Zwischenfrage von Baroness Hollis of Heigham: Wo ist es hingegangen?]

Nicht in meine Tasche. Mein größter terroristischer Kunde war die IRA, und ich bin glücklich sagen zu können, dass es mir gelang mehr als GBP 1 Milliarde dieses Geldes abschreiben zu können. Ich hatte auch weitreichende Verbindungen zu nordafrikanischen Terroristen, aber dies war wesentlich scheußlicherer Natur, und ich möchte nicht darüber sprechen, weil es sich hierbei immer noch um ein Thema der Sicherheit handelt. Ich füge hier noch schnell hinzu, dass es nicht gut ist die Polizei mit hinzuziehen, da ich umgehend die Bank von England als meinen Verteidigungszeugen hinzuziehen würde, angesichts dessen, dass sie mich einsetzte mich um diese Probleme zu kümmern.

Die Sache ist, dass, als ich diese sonderbaren Aktivitäten durchführte, ich eine interessante Sammlung von Telefonnummern und Kontakten hatte, an die ich mich hätte wenden können, wenn dies notwendig war. Die Leute in der City wussten also, dass, wenn sie etwas herausfinden wollten, das ziemlich merkwürdig aussah, sie zu mir kommen können und ich ein paar Telefonnummern wählen kann, um eine Empfehlung zu erhalten. Die Firma aus der City kam zu mir und fragte mich, ob ich für die Stiftung X eine Empfehlung und Freigabe bekommen könnte. Seit 20 Wochen bemühe ich mich nun darum dies zu tun. Ich bin zu der festen Schlussfolgerung gelangt, dass Stiftung X völlig authentisch und ehrlich ist und dass sie wirklich wünscht das Vereinigte Königreich zu einem Hauptausgangspunkt zu machen, den sie zum jetzigen Zeitpunkt nutzen will, um ihren außerordentlich großen Reichtum – als Teil eines Versuches, mit dem die Erholung der weltweiten Wirtschaft angestrebt wird – in der Welt zu verteilen.

Ich rief meinen edlen Freund Lord Strathclyde eines Samstagnachmittags an. Ich glaube, der Arme saß gerade im Garten. Und er spielte mir den Ball so schnell zurück, wie ich es nie zuvor erlebte. Wenn England etwas wie [den Rugby-Sieg in] Twickenham am Samstag vollbringen konnte, werden wir auch eine Chance gegen [das neuseeländische Team] All Blacks haben. Als nächstes hatte ich meinen edlen Freund Lord Sassoon am Telefon. Von Anfang an nahm er die angemessene defensive Verteidigungshaltung der vollständigen Skepsis ein und sagte: ´Das kann nicht stimmen.` Während der darauffolgenden Wochen erklärte mein edler Freund: ´Geh und sprich mit der Bank von England.` Also rief ich den Gouverneur an und fragte ihn, ob er dies für mich überprüfen könnte. Nach rund drei Tagen kam er auf mich zurück und sagte: ´Darin kann man sich verlieren. Ich werde das nicht einmal mit einer Kneifzange anfassen; es ist viel zu schwierig. Gehen Sie damit zum Finanzministerium.` Das tat ich [mit den Worten]. ´Ich werde da noch dran arbeiten.` Dann brachte ich einen der leitenden Geschäftsführer der Stiftung X mit, so dass er meinen edlen Freund Lord Strathclyde sah. Ich muss hier anmerken, dass, als die ersten Termine stattfanden, es sich dabei nicht um einen großen Erfolg gehandelt hatte. Keiner von beiden lud den anderen am Ende des Abends zu einem Kaffee oder auf einen Drink ein und sie tauschten sich auch nicht die Telefonnummern aus, um dem Treffen später weiter nachzugehen.

Ich fand mich selbst in der sehr schwierigen Situation wieder, dass sich beide völlig paranoid gegenüber einander verhielten, da die Leute der Stiftung X eine erstaunliche Besessenheit bezüglich ihrer eigenen Sicherheit haben. Sie gehen davon aus, dass sie nur von jemandem mit dem Status eines Staatsführers kontaktiert werden oder von jemandem, der über dasselbe internationale Sicherheitsrating wie die sechs weltweit wichtigsten Menschen der Welt verfügt. Das ist eine merkwürdige Situation. Meine edlen Freunde Lord Sassoon und Lord Strathclyde traten beide mit etwas an mich heran, was das absolute Totschlagargument gewesen wäre, und zwar dahingehend, warum dies alles nicht wahr sein könne und warum wir es einfach vergessen sollten. Das Argument meines edlen Freundes Lord Sassoon war, dass diese Leute behaupteten Beweise zu haben, dass sie im vergangenen Jahr GBP 5 Milliarden bei britische Banken hinterlegten. Sie gaben dabei die Zeitpunkte der Transfers und die Details zu den Überweisungen an. Mein edler Freund Lord Sassoon sagte, wenn dies wahr sei, würde dies auffallen wie ein bunter Hund. Man könnte nicht einfach GBP 5 Milliarden auf einem Konto aufblinken lassen, ohne dass dies die Bilanz völlig zerstören würde. Aber ich erinnere mich daran, dass ungefähr zur selben Zeit, als diese Transfers gemacht wurden, der edle Lord Myners gerade seinem Spiel frönte die Sitze auf dem Deck der Titanic der britischen Bankengemeinde umzugruppieren. Wenn er zu diesem Zeitpunkt gerade drei Banken hatten, was der Fall war, mit sagen wir einem Defizit von jeweils GBP 1,5 Milliarden, dann hätte man diese gesamten GBP 5 Milliarden ziemlich gut aufnehmen können, und es wäre zu jener Zeit überhaupt nicht auffällig gewesen; man hätte in jede der drei Banken GBP 1,5 Milliarden genommen und die ganzen Stoß aufgenommen. Das wäre eine logische Erklärung, ich weiß nicht.

Mein edler Freund Lord Strathclyde kam mit einem ganz anderen Argument. Er sagte, es könne nicht stimmen, weil diese Leute während des Treffens mit ihm gesagt hatten, dass sie sich effektiv immer noch auf dem Goldstandard der 20er Jahre befinden und ihre gesamten weltweiten Währungsbestände, die sehr groß waren, durch Barren gedeckt sind. Mein edler Freund Lord Strathclyde trat an mich heran und sagte mir, dass er einen Analysten daran arbeiten ließ und die Sache Unsinn sein müsse. Er sagte, dass sie für die Menge an Barren – die notwendig wäre, um ihre Währungsreserven zu decken, so wie sie behaupteten – eine Zahl ermittelt hatten, die größer wäre als der Wert aller Barren, die jemals in der Geschichte der Menschheit abgebaut wurden. Es tut mir leid, aber mein edler Freund Lord Strathclyde liegt falsch; sein Analyst liegt falsch. Sie sind auf die zugänglichen Quellen hereingefallen, und es gibt nur eine maßgebliche Quelle für die Menge an Barren, die jemals von der Erdkruste abgetragen wurde. Das stand vor 12 Jahren in einem Magazin des National Geographic. Welche Zahl dort auch immer zitiert wurde, sie wurde dann im Internet sechs weitere Male zitiert, so Google. Jeder bezieht sich auf die Originalquelle; es gibt keine andere Autorität, die das bestätigt. Stößt man jedoch auf die Angaben des Vatikans – der Vatikanbank – dann stößt man auf die Behauptung, die Gesamtmenge der Barren…

[Lord Blackheath wird unterbrochen und auf seine Redezeit hingewiesen]

Der Gesamtwert der Reserven der Vatikanbank würde den Anspruch darauf erheben größer zu sein als der gesamte Wert des Goldes, der jemals in der Geschichte der Welt abgebaut wurde. Was ich damit sagen will, ist, dass nichts von alldem bewiesen ist. Stiftung X sagt, dass sie gegenwärtig bereit sei die gesamten GBP 5 Milliarden für die Wiederrichtung der drei Is einzusetzen; die britische Regierung kann die vollständige unabhängige Verwaltung und Kontrolle darüber haben – Stiftung X will nichts damit zu tun haben; es werden keine Zinsen erhoben; und nebenbei, wenn die britische Regierung dies wünschte, wenn es hilft, wäre sie bereit Geld für die Finanzierung von Krankenhäusern, Schulen, den Eisenbahnbau und all die anderen Dinge umgehend bereitzustellen und bis Weihnachten GBP 17 Milliarden zu überweisen, sollte dies angefragt werden. Diese Dinge können getan werden, sollte dies gewünscht werden, aber ein leitendes Mitglied der Regierung muss die Einladung zu einem Telefongespräch mit dem Vorsitzenden von Stiftung X akzeptieren – und dann können wir ins Geschäft kommen. Dieses Thema ist viel zu groß. Ich bin lediglich ein alternder, besessener Adeliger und leicht entbehrlich, aber an die Wahrheit zu gelangen ist es nicht. Wir müssen in Erfahrung bringen, was hier wirklich vor sich geht. Wir müssen die Wahrheit in dieser Angelegenheit herausfinden.“

Der geneigte Leser sollte sich zur Rede von Blackheath seine eigenen Gedanken machen.

Der Autor dieses Artikels geht jedoch, wie eingangs erwähnt, davon aus, dass der britische Hochadel (vielleicht parallel mit den USA) das gesamte Geldsystem jederzeit auf den Kopf stellen kann und dies auch tun wird, sollte dies den Interessen des britischen bzw. angloamerikanischen Establishments dienen.

Europa steht durch die weltweite Depression vor gewaltigen sozialen und wirtschaftlichen Umbrüchen, und es droht der Systemzusammenbruch. Sollte es so kommen, wie einige Beobachter vorausgesagt haben, und der Mob auf den Straßen Europas Banker und Politiker verfolgen, während die Menschen zur selben Zeit globalistische Lösungen einer künstlichen Weltwährung ablehnen, scheint es wahrscheinlich, dass Großbritannien, das erste Land oder eines der ersten Länder sein wird, das eine tiefgreifende und radikale Geldreform einleitet, welche die City of London wieder in ein hochattraktive Zentrum für internationale Anleger verwandelt.

Man baut kein 1.100-jähriges Herrschafts- und Wirtschaftsimperium auf, um es wegen einer Großen Depression oder einer Megadepression kampflos aufzugeben. Daher dürften die britischen Eliten – sollten alle Stränge reißen – selbstverständlich auch ein attraktiveres Programm in der Schublade haben, als die Vereinten Nationen als Weltregierung und den Internationalen Währungsfonds als Weltzentralbank und Weltfinanzministerium zu installieren.

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