Im Fadenkreuz der Globalisten: US-Imperium sucht Konflikt mit dem Iran

Propagandafront.de, 31.12.2011

Steht der Welt ein weiterer bedeutender Krieg bevor? Viele Beobachter gehen davon aus, dass das US-Imperium auf der Suche nach einem neuen großen Krieg ist, und halten einen Waffenkonflikt mit dem Iran in 2012 für denkbar.

Laut dem Geostrategen und Sicherheitsanalysten Joel Skousen wäre ein solcher Krieg für die Globalisten jedoch erst ab Sommer 2012 von Vorteil, da ein zu zeitig eingeläuteter Irankrieg Ron Paul, dem bei den Elitisten verhassten Mitbewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, massiven Auftrieb bescheren würde. Skousen schrieb am 23.12.2011:

„Auch werden sie uns den seit langem erwarteten Krieg mit dem Iran bescheren, höchstwahrscheinlich kurz vor den Wahlen. Einen anscheinend patriotischen Krieg ins Leben zu rufen, ist eine sichere Methode, um die Wiederwahl eines Präsidenten zu gewährleisten.

Würden sie den Krieg gegen den Iran in 2012 zu früh beginnen, käme dies wahrscheinlich Ron Paul zugute, da weitere Kriege zurzeit besonders unbeliebt sind. Würde der Krieg aber erst im Herbst kommen, wäre dies für Obama von Vorteil, sofern das Ganze mit dem erwartungsgemäßen Geheul der Massenmedien, dass wir unsere Truppen unterstützen müssen, einherginge.“

Ein Irankrieg wenige Wochen oder Monate vor der US-Präsidentschaftswahl wäre für Obama also ein absoluter Segen. Er wäre in diesem Falle der siebte US-Kriegspräsident der zur Wiederwahl stünde – und bisher musste noch kein einziger von ihnen das Weiße Haus verlassen.

Ron Paul ist der einzige US-Präsidentschaftskandidat, der sich gegen die interventionistischen Kriege des US-Imperiums ausspricht. Laut seiner Auffassung dürfen die USA nur dann zu den Waffen greifen, wenn es sich um einen echten und gerechten Verteidigungskrieg handelt, der überdies formell vom US-Kongress erklärt werden muss, so wie es die US-Verfassung vorschreibt.

Im März vergangenen Jahres legte Ron Paul ausführlich dar, was er tun würde, sollte er zum US-Präsidenten gewählt werden. In dem Artikel mit dem Titel „Plan für einen freiheitlichen Präsidenten“ schreibt er:

„Bedauerlicherweise hat der Kongress seine verfassungsmäßige Autorität, Kriege zu erklären, niedergelegt und erlässt stattdessen vage ´Truppenermächtigungs-`Gesetze, die es dem Präsidenten erlauben, eine beliebige Zahl an Truppen in nahezu jeden Teil der Welt zu entsenden. Die Legislative nutzt noch nicht einmal ihre Finanzbefugnisse in wirksamer Weise, um die Exekutive zu beschränken. Stattdessen dient der Kongress lediglich als Abnicker präsidialer Anfragen.“

Paul fordert den sofortigen Abzug der US-Truppen aus allen weltweiten Krisengebieten und die zeitnahe Auflösung der weltweiten US-Truppenstationierungen. Im vorgenannten Artikel heißt es dazu:

„ … [ein verfassungsgemäß agierender US-Präsident würde] am ersten Tage seines Amtsantritts mit dem geordneten Rückzug der US-Truppen aus dem Irak und Afghanistan beginnen. Er kann auch mit dem Rückzug der Truppen aus anderen Gebieten der Welt beginnen. Die Vereinigten Staaten haben über 300.000 Soldaten in mehr als 146 Ländern stationiert. Die meisten, wenn nicht alle dieser Stationierungen stehen nur in geringem oder keinem Zusammenhang mit der Wahrung der Sicherheit des amerikanischen Volks. Beispielsweise sind die US-Truppen 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer immer noch in Deutschland.“

Im Juni 2010 bekräftigte Paul noch einmal:

„Es ist wichtig unseren Boden zu verteidigen, aber dann sollten wir ihn auch verteidigen, anstatt den Boden Europas. Unsere Bereitschaft, Europa zu verteidigen, ermöglicht ihnen auf unsere Kosten ihre verschwenderischen Sozialausgaben, während sie unser Modell des Kapitalismus kritisieren. Es ist nun an der Zeit, dass sie das Geld für ihre Verteidigung selbst bereitstellen. Dasselbe gilt für Korea, Japan und andere Länder wie Ägypten und Israel.“

Paul erachtet bereits die Sanktionen gegen den Iran als „Kriegshandlung“ und ersten Schritt in Richtung eines vollumfänglichen Krieges, was er auf seiner aktuellen Wahlkampftour immer wieder herausstreicht und seit Jahren in seinen regelmäßigen Stellungnahmen kommuniziert. Die Politik des Weißen Hauses hält er in diesem Zusammenhang für kontraproduktiv:

„Die unbeabsichtigten Konsequenzen der konfrontativen US-Politik gegenüber dem Iran könnten am Ende zur Folge haben, dass der Iran sogar noch dazu ermutigt wird, sich um ein Atomwaffenarsenal zu bemühen. Die USA sollten aber vielmehr Diplomatie einsetzen, anstatt mit Drohungen und Feindseligkeiten zu arbeiten.“

Paul erklärte vor wenigen Tagen vor Anhängern im US-Bundesstaat Iowa: „Wenn die Straße von Hormus zu ist, könnte die ganze Sache für uns finanziell nach hinten los gehen. Was würde geschehen, wenn sich der Ölpreis innerhalb von ein oder zwei Monaten verdoppelt?“

Der Finanzmarktexperte Jim Rickards geht ebenfalls davon aus, dass es zu einer Explosion des Ölpreises kommen würde, sollten die USA in 2012 gegen den Iran in den Krieg ziehen, was er für sehr wahrscheinlich hält. Im Gespräch mit King World News erklärte er am 30.12.2011:

„Das Entscheidende, was man hier begreifen muss, ist, dass es dem Iran nicht erlaubt werden wird, Atomwaffen zu besitzen, Punkt. Das wird nicht passieren. Und jetzt wissen wir, dass sie genau in diese Richtung hinarbeiten, da wird es also richtig krachen …

Ich sage, dass der Krieg bereits begonnen hat. Es gibt jede Menge Sabotageakte, es hat Ermordungen gegeben, komische Explosionen, Rebellionen. Auf das iranische Regime wird zurzeit also aus vielerlei Richtungen ein enormer Druck ausgeübt. All diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Regime zu destabilisieren …

Der Iran könnte die Straße von Hormus schließen. Die US-Marine würde dann reingehen und aufräumen, aber das ist ja nun nicht so, als würde man ein paar Leitkegel auf einer Autobahnbaustelle beiseite schieben. Das würde wahrscheinlich Wochen dauern, da es dort Minen gibt, und die Minenräumung ist eine sehr schwierige und gefährliche Sache, die viel Zeit in Anspruch nimmt.

Es könnte also bedeutend schmutziger, hässlicher und viel tödlicher werden, als die meisten Menschen glauben. Und wir wissen natürlich auch alle, was mit dem Ölpreis passieren würde. Er würde auf USD 200 pro Barrel steigen oder noch höher. Wollen wir also hoffen, dass es nicht passiert, aber es könnte durchaus sein, dass wir es in 2012, wohlmöglich bis zum Sommer, erleben werden.“

Am 30.12.2011 fasste Skousen noch einmal kurz die aktuellen Provokationen zusammen, mit denen der Iran in einen Waffenkonflikt hineingezogen werden soll:

„Das iranische Regime ist gegenwärtig das Hauptziel im Fadenkreuz der Globalisten. Bisher hat der Iran sich immer dagegen gewehrt, sich in einen Krieg mit dem Westen hineinziehen zu lassen, und von einer Vergeltung aufgrund der zahlreichen Provokationen, die von Israel und den USA durchgeführt worden sind, abgesehen.

Zu diesen Provokationen gehören: Die Ermordung verschiedener iranischer Wissenschaftler; der Angriff mit einem Computervirus, der das Atomprogramm des Iran zum Ziel hatte; zwei Explosionen in der iranischen Atomwiederaufbereitungsanlage; US-gestützte Terroristen (MEK), die im Iran zahlreiche Übergriffe durchgeführt haben; und die Verletzung iranischen Luftraums durch die USA mit zahlreichen Überwachungsdrohnen, von denen die Iraner kürzlich eine noch intakte erbeuten konnten.

Die USA versuchen den Iran mit allen Mitteln zu einer gewaltsamen Reaktion zu verleiten, die ihren seit langem geplanten Angriff auf den drittgrößten Ölproduzenten der Welt rechtfertigen würde.

Bereits vor zwei Jahren hatten US-Agenten versucht, einen Angriff der US-Flotte auf iranische Schnellboote zu provozieren, die sich in unmittelbarer Nähe befanden. Dafür funkten sie vorgebliche Angriffsbefehle in iranischer Sprache, doch der US-Marinekommandeur fiel zum Glück nicht darauf herein.

Heute steht bedeutend mehr auf dem Spiel, und der Iran hat jetzt behauptet, dass er die Straße von Hormus schließen würde, sollten weitere Sanktionen in Kraft gesetzt werden. Zur selben Zeit halten die Iraner in der Straße von Hormus große Marineübungen ab, um ihrer Drohung die entsprechende Geltung zu verleihen.

Das ist genau das, was die USA wollen. Die USA haben bereits eine Flugzeugträgerkampftruppe in die Straße von Hormus entsandt, was förmlich zu einem Großkonflikt einlädt, sollte der Kapitän eines angriffslustigen iranischen Schnellboots einen Fehler machen.

Sollten die gegenwärtigen Provokationen keinen Erfolg zeitigen, werden die USA und Israel wahrscheinlich erst angreifen, nachdem Ron Paul bei der republikanischen Nominierung für die US-Präsidentschaft aus dem Rennen ist. Sie können es sich nicht leisten, Pauls beliebter anti-interventionistischer Einstellung noch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.“

Die Zeichen stehen auf Krieg. Sollte in den nächsten sechs bis neun Monaten ein groß angelegter Krieg oder ein schwerer Terroranschlag ausbleiben, würde dies die Gewinnchancen von Barack Obama maßgeblich beeinträchtigen. Laut Skousen würden die globalistischen Strippenzieher sogar eine unabhängige Präsidentschaftskandidatur von Ron Paul stützen, nachdem dieser aus den republikanischen Vorwahlen geflogen ist, in der Hoffnung, die Wahlchancen der Republikaner so weiter schwächen zu können.

Wollen wir hoffen, dass es in 2012 friedlich bleibt und kein neuer Krieg vom Zaum gerissen wird. Wen, außer die verbrecherischen Massenmedien und Globalisten, interessiert es schon, ob der Iran Atomwaffen hat! Nordkorea, Pakistan und China haben auch Atomwaffen, und viele behaupten, der Iran besitze ebenfalls bereits welche.

Sollte es zum Krieg kommen, dann bestimmt nicht, wie Rickards behauptet, wegen der Gefahr, dass den Iranern eine Atomwaffe in die Hände geraten könnte, sondern vielmehr aufgrund der Tatsache, dass die Globalisten eine imperiale Agenda verfolgen, zu der es auch gehört, die Hände über geostrategisch wichtige Regionen zu legen.

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